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Meine Podcast-Hörer und Instagram-Follower werden wissen, dass ich mich in den letzten Tagen und Wochen immer sehr über den Reiterhof, der neben unserem Haus liegt, aufgeregt habe. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was hier in den letzten Wochen los war. Kaum schimmerten die ersten Frühlings-Sonnenstrahlen durch die sonst graue Wolkendecke, kamen die Reiter rudelweise aus ihren Löchern gesprungen und verwandelten den Reiterhof in eine Art Freizeitpark.

Hat man anfangs noch darüber hinweggesehen, weil man sich dachte, dass dies sicher nur ein kurzer Zustand sein wird, kommt man nach einigen Wochen und einem gefühlt immer voller werdenden Gelände schon ins Grübeln. Meine Freundin, die selbst passionierte Reiterin ist, versuchte die Sache immer damit zu rechtfertigen, dass sich die Menschen ja um ihre armen Pferde kümmern müssten. Komischerweise haben sie es den Winter über ja auch geschafft, ihre Tiere zu versorgen ohne dabei den Ponyhof hier in den „Heidenpark Soltau“ zu verwandeln – von daher zieht dieses Argument nicht.

Es ist schon spannend, was die aktuelle Situation mit den Menschen macht und wie irgendwie „jeder“ heimlich versucht, sich irgendwie über die Kontaktsperre hinwegzusetzen. Ihr könnt Euch das nicht vorstellen, da stehen plötzlich fünf Leute um ein Pferd herum und „arbeiten“ auf engstem Raum daran. Erst heute habe ich zwei ältere Damen gesehen, die sich extra zum Reiten verabredet haben und schön Pferd an Pferd nebeneinander ausgeritten sind – man muss sich ja schließlich auch dabei unterhalten können, hab ich recht? Aber im Grunde geht es ja nur um die armen Pferde, die sonst vereinsamen, verhungern oder an mangelnder Bewegung kläglich verenden würden.



Es ist sicher der Sinn eines Kontaktverbots, die neu gewonnen freie Zeit (aufgrund von Homeoffice oder Kurzarbeit) in sein Reithobby zu stecken und jeden Tag mit der ganzen Familie oder mit Freunden den Reiterhof hier zu besuchen, oder? Hier war teilweise so viel los, dass ich aufgrund der Geräuschkulisse die Aufnahmen im Garten für meine neuen Fitness-Videos nicht machen konnte. Da wird sich laut unterhalten, aus vollster Kehle gelacht und Corona einfach wegzelebriert: „Wie da schläft ein Baby im Garten? Ach egal, wir Reiter sind hier schließlich die elitäre Spitze der Gesellschaft!“

Und das ist eh so eine Sache, die mir in dieser Zeit extrem auffällt: Wie bockig sich „die Reichen“ in dieser Zeit verhalten. Damit kommen die feinen Damen und Herren gar nicht klar: Dass sie hier keine Extrawurst bekommen und dieselben Regeln wie der Pöbel einhalten müssen. Ist ja auch irgendwie nachvollziehbar: Sie sind es ihr ganzen Leben gewohnt, sich Extrawürste erkaufen zu können. Und das funktioniert in dieser Zeit nur begrenzt. Gefühlt zelebrieren diese Menschen aktuell den „Wohlstandstrotz“ am meisten: „Man wird ja wohl noch mal ausreiten dürfen? Mit der ganzen Familie und Freunden, vier Pferden, zwei Trainerinnen und drei Hunden…“



Zum Glück hat der Reiterhof seit heute endlich (nicht ganz freiwillig?) die entsprechenden Konsequenzen gezogen: Hier steht ein dickes Schild, auf dem zu lesen ist, dass ab heute nur noch pro Pferd eine Person das Gelände betreten darf. Lustigerweise habe ich heute schon eine ältere Damen mit nem Porsche gesehen, die vor dem Schild einen Wutanfall hatte und sich mit einer Angestellten darüber gestritten hat.

Am Ende des Tages ist dies mal wieder ein perfektes Beispiel dafür, dass man Menschen besonders in dieser Zeit leider regulieren muss, weil sie zu dumm und zu unvernünftig sind. Die Kontaktsperre und alle Maßnahmen sind leider nötig, weil die Menschen andernfalls in ihrem unendlichen Egoismus jeglichen Verstand und Vorsicht über Board werfen und sich massenhaft anstecken würden. Das ist leider das große Problem an einer Wohlstandsgesellschaft.

38 KOMMENTARE

  1. Da gebe ich dir vollkommen recht, manchmal müssen Verbote her sonst begreifen die Leute es nicht.

    Ich finde es aber schade, und für dich eigentlich auch zu billig, das auf einer Neid-Situation aufzubauen.
    Hier bei uns gegenüber ist ein Mix-Markt (hauptsächlich russische Produkte und entsprechende Kundschaft). Wenn ich da auf den Parkplatz schaue hält sich niemand an irgendwas. Die gehören aber sicher nicht zur finanziellen Elite.
    Das Problem ist die Dummheit/Arroganz und nicht der Geldbeutel der Leute!

  2. Danke Steve, du sprichst mir ausd der Seele, es ist unfassbar, wie blöde die Leute teilweise sind. An den Ställen, wo mein Mann (nach 2,5 Wochen Kontaktsperre selbst auferlegt, wirtschaftlich auch nicht grade das Beste als Selbstständiger..), klappt es allerdings weitesgehend gut mit der Einteilung, dass immer nur einer am Stall ist wenn der Tierarzt kommt). Bei meiner Schwägerin in HH (bei dir in der Nähe) läuft es ähnlich wie von Dir beschrieben…
    Bei uns gegenüber (Dorflage, sehr einsam) ist ein großer Wald, wo sonst wenig bis garnichts los ist, ausser mal ein paar Hundeleute. In der aktuellen Situation finden hier Volksfest-ähnliche Versammlungen von Leuten statt, der Parkplatz ist spätestens um 11 gerammelt voll, Autofahrer regen sich tw. über mangelnden Parkraum auf, Motarradfahrer (die Spezies liebe ich besonders…) rasen wie die Bekloppten durch die Dörfer, Hunde Spaziergänger rotten sich zu Gruppen zusammen und Familien rücken mit tw. 5-7 Mann an, um den schönen Wald zu genießen.. könnte ich grade noch verstehen, würde ich in einer Großstadt leben, aber wir wohnen hir in einem Umkreis von 20-30 km ALLE ländlich, Einfamilienhäuser mit Garten und viel Freifläche, man könnte sagen sehr priviligiert in diesen Tagen.. muss man dann durchdrehen und mit tausenden Leuten den armen Wald kaputt trampeln, ganz abgesehen vom Versammlungsverbot ??
    Wir Nachbarn (5 Häuser in der Bauernschaft) grillen zur auch Zeit nicht zusammen, es kommt höchstens mal ein kurzes Gespräch über den Zaun zu Stande, alle halten sich an die Vorgaben, selbst die Kids hier im Dorf.
    Die Polizei fährt zwar jeden Tag hier durch, aber was den Wald angeht, scheinen sie Tomaten auf den Auen zu haben.. ich habe schon dran gedacht, den Wald nachts heimlich abzusperren…
    Bleibt trotz allem gesund und macht es besser,
    LG von Eva

  3. Heute wurde in unserm „kleinen“ Aldi die Einkaufswagenpflicht eingeführt und das ging nach hinten los „aus meiner Sicht“. Vorher haben sich alle an die 1,5m Streifen an der Kasse gehalten, selbst wenn 10 Leute anstanden. Man konnte ohne Einkaufswagen mit reichlich Abstand seitlich an anderen Leuten vorbei laufen, alles easy und ruhig.

    Heute: Menschen haben sich mit dem Einkaufswagen an anderen vorbei durch die engen Gänge gequetscht, als ich anstand sind zwei Kunden erst mal zur Kasse gerannt, da sie wohl wie ich auch aktuell mit Karte zahlen und sich erst mal Kleingeld für den Wagen besorgen mussten „Die Dame am Eingang hätte ja Chips dafür verteilen können, aber nein erst soll man doch alles mit Karte zahlen und dann braucht man von heute auf morgen wieder Geld für den Wagen“.

    Und das Nervigste heute:“Statt die 1,5m Streifen an der Kasse einzuhalten, nutzen die Leute nun den Einkaufswagen als maximalen Abstand und drücken dir in den Rücken. Ich wurde heute nach vorne gedrückt, danach ist die Frau hinter mir vor Ihren Einkaufswagen gelaufen „der eh schon an meinem Arsch war“ und schubste mich, damit sie von vorne aufs Band werfen konnte wtf! Hätte ich nach vorne nicht die 1,5m Abstand gehalten, wäre ich in einem älteren Herren gelandet. Ich war da schon ein bisschen sauer und hab zurück geschubst und wurde heute zum ersten mal seit Corona so richtig aggro :/

    Jetzt kann ich verstehen wenn Leute von „Aggro Kunden“ erzählen, wenn mir in Zukunft noch öfters jemand sein Wagen an der Kasse in den Rücken drückt und meint dabei noch an meinem Hintern sein Wagen ausleeren zu müssen, wird es mal einen kritisch treffen.

    Das war mein erster Tag seit Corona, dass ich beim Einkaufen aggro wurde :3 Wäre der Drängler ein Kerl gewesen, hätte ich draußen auf Ihm gewartet um sachlich wie ein Gentleman zu diskutieren, dass man doch bitte die vorgegeben Abstände einhalten sollte.

  4. Ale die hier wegen 3 Wochen Mit den Kindern Zuhause rumjammern, wir machen das mit unserem Kind seit Januar. 6 Wochen in China (kleine Stadtwohnung ohne Garten) dann 2 Wochen freiwillige Selbstquarantäne und jetzt 3,5 Wochen hier in Deutschland (Haus mit Garten). Und wir haben beide weiterhin gearbeitet. Das geht nun wirklich man hat nur keine Zeit für seinen Scheiss aber so ist das Leben mit Kindern.

  5. Oh man die Arroganz einiger Leute hier lässt mich echt zweifeln.
    Zunächst, wie sich manche Leute nicht an die teils einfachen Regeln halten nervt mich auch tierisch und mir fehlt hier jedes Verständnis. Wobei ich diese Ignoranz auch quer durch die Bevölkerung erlebe.

    Aber was die Kommentare hier zum Thema Kinder und oder Eigenheim angeht, echt jetzt? Alleine “früher gibt’s auch“ und “man sollte sich sein Haus schon leisten können“ triggert schon.
    Ich meine hab ein Kind und ein Haus aber den Komfort gut aufgestellt zu sein aber Hey der Rest hätte ja mal damit rechnen können teils mit deutlich weniger Geld leben zu müssen ohne die Möglichkeit sich beruflich neu aufstellen zu können. Und Kinder brauchen auch keinerlei sozialen Kontakte gerade als Kleinkinder die liegen es Wochen lang nur mit Mama und Papa bei schönstem Wetter in der Wohnung zu hocken weil’s kein Garten gibt….

    Herrje was los mit euch? Einerseits über die Rechten aufregen aber selber nur die “eine eigene Meinung“ zulassen? Wo ist da der Unterschied?

    Ich meine versteht es nicht falsch was am Stall bei Steve abging geht so aktuell auch nicht und 15 Kinder im Rudel ist ein Unding aber wenn sich zwei Kinder mal zum spielen treffen ist doch schön.
    Und das auch Eltern teils mit Existenz Ängsten ringen sollte wohl klar sein und Bedarf nicht so toller Stammtisch Weisheiten.

    • „Ich meine versteht es nicht falsch was am Stall bei Steve abging geht so aktuell auch nicht und 15 Kinder im Rudel ist ein Unding aber wenn sich zwei Kinder mal zum spielen treffen ist doch schön.“

      Nein. Einfach nur nein.

      Ja es ist ziemlich scheisse momentan für Kinder. Keine Schule, kein Kindergarten, die Eltern vllt in Existenznot weil beide im Kurzarbeitergeld sind. Fakt ist aber, man kann momentan nicht gewährleisten, dass Kinder beim Spielen den nötigen Abstand einhalten. Du kannst es einfach nicht.

      Unnötige Besuche sollten weitestgehend vermieden werden (in manchen Bundesländern sind sie sogar verboten). Und darunter fallen eben auch bereits zwei Kinder die zuhause zusammen mit Lego spielen während die Mamas danebensitzen.

      Zum Text insgesamt, ich denke hier ist viel Subjektivität im Spiel. Klar, direkt vor nem Reiterhof mit viel „gehobener Gesellschaft“ kriegt man eben viel von deren Verhalten mit. Ein Freund von mir wohnt in Billstedt (Ghetto-Stadtteil von Hamburg) und der berichtet analog das gleiche. Im Endeffekt sind wir, ob arm oder reich, alle nur Menschen. Menschen denen die aktuelle Situation an die Nieren geht. Da liegen die Nerven nun mal etwas blank. Ich nehme mich da selbst nicht raus. Als vor einem, eineinhalb Monaten das Klopapier zur Mangelware wurde, hab ich gelacht und den Kopf geschüttelt. Mittlerweile gab es bei uns im Supermarkt noch nicht einen Tag wieder welches. Ich weiß nicht, wie ich reagiere, wenn ich bei uns im Markt in einem Monat immernoch keins bekommen konnte und dann welches da liegt (ich habe da ein Bild wie vom Black Friday in den USA im Kopf 😀 ).
      Wir alle sind jetzt seit einem Monat größtenteils nur zuhause. Die einen sind alleine in ihrer Wohnung, die anderen (müssen) Zeit mit Partnern verbringen, und stellen nun vielleicht fest, dass man sich besser längst getrennt hätte. Wir haben wirtschaftliche Komponenten, mit Einkommenseinbußen oder ganz substanziellen Existenzängsten (z. B. wenn du Gastronom bist), Mangel, den wir beim Einkauf sehen. All das ist nicht normal. Es ist nur natürlich, wenn das Verhalten dadurch nach einiger Zeit eben auch nicht mehr normal ist.

  6. Komme auch vom Land und wenn ich hier aus dem Fenster schaue, dann sind gegenüber halt auch 15+ Leute mit Kindern am grillen und eben auch aus unterschiedlichen Haushalten, auf dem Land kennt man halt jeden. Da hier keine Polizei kontrolliert, kümmert das auch keinem, nur in der Stadt scheinen sich die Leute daran zu halten, da dort die Polizei eben Präsenz zeigt.

    • Ohne das ganze rechtfertigen zu wollen, aber auf dem Land ist halt normalerweise auch der „Austausch“ mit anderen Regionen geringer als in der Großstadt. Wenn es in einem Dorf keine Fälle gibt und die Leute größtenteils „unter sich“ bleiben, ist das Risiko auch bei größeren Gruppen relativ gering.

  7. Man kann es auch machen wie der Spiegel, der alle Verweigerer des Kontaktverbots als asoziale Soziopathen darstellte. Oder auf das Vertrauliche Papier aus dem Innenministerium verweisen in dem es hiess man muesse die Zivilbevoelkerung maximal schocken, zum Beispiel mit dem Gedanken die eigenen Eltern anzustecken die dann aufgrund uebervoller Krankenhaeuser zuhause qualvoll ersticken.

    In New York stopfen sie die Toten mit Gabelstaplern in Kuehllaster. In Deutschland hat das Krisenmanagement bisher funktioniert. Betet das es so bleibt.

    Wie kann ein Reiterhof bitte das schliessen saemtlicher Amusierbetriebe umgehen? ist wahrscheinlich ein Verein …

  8. Ich würde einfach mal vermuten, dass Reiten überdurchschnittlich Frauensache ist; Mädels und Pferde, das gehört ja irgendwie zusammen! Und dann würde ich mal die weitere Schlussfolgerung ziehen, dass Frauen von der Kontaktsperre deutlich härter getroffen werden als Männer. Frauen sind einfach die sozialeren, konktaktfreudigeren Wesen. Für Männer ist es doch völlig ausreichend, dass es nach wie vor die Autobild und Computerbild zu kaufen gibt!

    Somit ist der Pferdestall eine willkommene Ausrede, um die dringend benötigten sozialen Bedürfnisse zu erfüllen.

    Nur eine mögliche Erklärung, keine Rechtfertigung.

    • Klar, wir Männer brauchen ja nur unsere Autos und Computer. Dein Weltbild überrascht mich immer wieder. Ich und die meisten Männer in meinem Freundeskreis sind auch nicht gerade Fans davon, Tag für Tag alleine in der Wohnung zu sitzen und niemanden treffen zu dürfen. Der Mensch an sich ist ein soziales Lebewesen, alleine gehen wir auf Dauer kaputt.
      Das „Pferdeding“ ist wohl eher ein Unterschied zwischen Stadt und Land statt Mann und Frau. Bin selbst in der Großstadt aufgewachsen und in meinem sozialen Umfeld war niemand ein besonderer Pferdefan, egal ob Mädchen oder Junge. Bei Freunden von mir „auf dem Dorf“ ist es relativ normal, dass ein Großteil dort regelmäßig reiten geht, übrigens nicht nur „die Reichen“.
      Soweit ich weiß, ist ein normales Pferd zwar nicht billig, aber auch nicht so unbezahlbar, dass es nur die oberen 10.000 unterhalten könnten. Kosten liegen etwa um die 500 Euro im Monat.

      • Naja, 500 Euro für das Hobby von einem meiner Kinder jeden Monat ist schon ein Pappenstiel. Sicher, nicht nur die oberen 10.000 können sich sowas leisten, aber Ottonormalverbraucher hat in der Regel nicht mal eben 6.000 Euro im Jahr für ein Hobby über. Für darunter liegende sozialmilleus sind die 500 Euro vermutlich das Geld für den Jahresurlaub…

        Ich weiß aber nicht, wie die Kosten von Reitbeteiligungen sind. Die könnten darunter liegen.

  9. Leider ist das ein Verhalten das sie niemals ändern wird. Das groteske an der Sache ist nämlich zusätzlich das dieses asoziale „Gesindel“ genug Geld und oder Kontakte hat um im Falle eines Falles die optimale medizinische Versorgung zu erhalten.

    Denen ist doch meisten vollkommen egal was für die „anderen“ gilt. Wenn es hart auf hart kommt weiß ich wer das Beatmungsgerät bekommt …..

    Solange der Kapitalismus in dieser Form regiert werden wir uns maximal der USA annähern bezüglich „hire and Fire „ und dem Gesundheitssystem (kein Geld = stirb, selbst schuld) // und nein ich bin kein Anhänger des Kommunismus, der funktioniert ja auch nicht wie wir wissen ….

    Ich hab allerdings gespannt wohin dann unsere reichen Mitbürger flüchten wollen wenn hier die Wirtschaft am Boden liegt und sich der „Pöbel“ ein Ventil sucht 🙂

    • Die gemeinen Bürger sind hier auf dem Land mit 15+ Leuten am grillen, da hier keine Polizei kontrolliert, sind nicht nur immer die bösen Reichen °_°

  10. Sorry wenn ich es so krass ausdrücke… aber mich KOTZT die Dummheit der Menschen so unfassbar an….

    Hier beobachte ich halt ähnliches. Plötzlich sieht und hört man wieder ständig Kinder draußen rumtoben (alter 6-14). Diese Stammen dabei natürlich eben nicht aus dem gleichen Haushalt. Ganz so als wäre nichts.

    Fragt man die Eltern dann dazu heißt es „Die Kinder müssen nun mal auch raus“. Ich verstehe solche Eltern einfach nicht. Klar kann ich mir vorstellen das es doof und nervig ist wenn man die Kids non Stop zuhause hat oder sie eben nicht zu ihren Freunden können. Aber es gibt nun mal dinge die wichtiger sind.

    Ich wünschte mir hier würde noch härter durchgegriffen werden in solchen fälle. Leider sieht man Polizeilich absolut nichts hier.

    • Man merkt das du keine Kinder hast sonst würdest auch du anders denken. Wenn man Kindergarten Kind zb zu Hause hat was von einem auf den anderen Tag aus ihrem Alltag gerissen wurde ist das für das Kind und somit die Eltern nach nunmehr 3 Wochen echt kein Spaß mehr ! Zumal die Aussichten ja auch düster sind. Hier rechnet niemand mehr damit das die Kitas am 20.4 öffnen!

      • Das Spielt keine Rolle. Wer sagt denn das die Kontaktsperre Spaß bedeutet? Ist es schön seine Großeltern nicht Besuchen zu können obwohl sie es sich so sehr wünschen?

        Oder in meinem Fall. Meine Freundin lebt in Polen. Eigentlich waren dieses Jahr viele Besuche geplant vor allem jetzt zu Ostern ein sehr langer. Das fällt jetzt allerdings erstmal flach (und da sie auch durchaus einige Vorerkrankungen an der Lunge hat wahrscheinlich sogar für eine sehr lange Zeit…).

        Es geht also nicht darum ob uns der Umstand passt oder es uns nervt. Es gibt aktuell wichtigeres! Klar ist es für Eltern nicht leicht das behauptet auch niemand dennoch haben sie hier eine Verantwortung die es zu Erfüllen gilt.

        Man darf btw auch mit seinem Kind rausgehen und toben als Elternteil. Aber man muss halt unterbinden das sich die Kinder der ganzen Straße treffen und die Kontaktsperre ignorieren.

    • Bekomm du Mal selbst Kinder und sei in dieser Situation. Wir haben 3 Stück, die nicht mehr in die Kita gehen können. Ohne Unterstützung von anderen Personen, mit denen wir uns auch jetzt noch regelmäßig treffen und verabreden, wären wir einfach am Arsch, weil wir nicht mehr vernünftig arbeiten könnten und in den unbezahlten Urlaub müssten. An dem Einkommen hängen die Hausraten. Da hängt einfach ein ganzer Rattenschwanz dran, wenn man Familie hat.

      Ein Dienstleister in Berlin hat am Montag erzählt, dass die Spielplätze dort normal voll waren, weil die Kinder einfach rausmussten.

      • Dann bin ich mal gespannt wie z.b. die Eltern die in Berlin ihre Kinder auf den Spielplatz schicken reagieren werden wenn mal eines ihrer Kinder einen schweren Verlauf hat oder ein Eltern Teil ansteckt und es diesem so geht.

        Ich wünsche das keinem aber sowas ist einfach unverantwortlich!

      • Sorry aber es geht um Menschenleben und nicht um euren Leichtsinn.

        Ja mit drei Kindern und Jobs die es nicht hergeben, binde ich mir kein Eigenheim ans Bein.

        Was macht ihr wenn mal ein Kind erkrankt (was hoffentlich nicht passiert!) und länger daheim bleiben muss ? Wie stellt ihr die Betreuung sicher ? Sowas muss man sich überlegen bevor man Kinder bekommt und ein Haus kauft. Im Idealfall gibt es der Job eben her. Wenn nicht, dann lebt man vielleicht über die eigenen Verhältnisse.

        • Ja ich würde es auch mal unter „typisch“ deutsch zusammenfassen.
          Ich bin Mieter, bleibe es auch und zahle zur Zeit dann keine Miete wenn es nicht passt. Nicht abbezahlte Immobilien oder Verschuldung von 73% ist einfach nur Käse.

        • Zum Glück denkt nicht jeder Mensch so wie du, denn dann Wäre Deutschland schon lange ausgestorben!

          Im Jahr 2017 verstarben in Deutschland insgesamt 932 272 Menschen.
          Im Jahr 2018 wurden in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt 787.523 Lebendgeborene gezählt.

      • Ändert leider nichts dadran, dass die Kinder schön das Virus weiterverbreiten und so potenziell Leute umbringen und diese Kriese künstlich verlängern. Das billigend in Kauf zu nehmen ist leider einfach Käse.
        Eigentlich müsste der Staat nachhelfen aber der sieht das Problem aktuell nicht.
        Ganz zu schweigen, dass ihr eure Kinder einer potenziell tötlichen Krankheit aussetzt, für die es weder Behandlungen, Medikamente noch Impfungen gibt. Ist ne scheiß Situation. Das es mit Kindern nochmal schlimmer ist, möchte ich nicht abstreiten, alles zu ignorieren und teil eines Problems zu sein anstatt einer Lösung finde ich leider fahrlässig, sorry.

        • „… und diese Kriese künstlich verlängern.“

          Genau genommen verkürzen sie so die Kriese. Allerdings wird sie so wohl einen schlimmeren Verlauf (mehr Tote) nehmen.

        • Die Kriese künstlich verlängern tun wir gerade jetzt. Was ist denn die Alternative danach es stecken sich auch wieder viele an das dann der nächste shutdown kommt. Egal wie man es dreht und wendet wirklich „frei“ werden wir erst sein wenn es einen Impfstoff gibt nur dann liegt die Welt am Boden wenn es in einem Jahr soweit ist.

          • Du, der Zug IST schon abgefahren. Der Bummerrang kommt bald mit voller Wucht zurück 😉

      • Da könnte ich mal voll reinschlagen. Wie verwöhnt hier alle sind furchtbar. Meine Eltern und Großeltern haben Es auch geschafft uns wochenlang zu beschäftigen und das ohne Kita oder kiga bei 6 Wochen Sommerferien. Aber der. Neumodische feine Herr der sonst am liebsten alle Verantwortung abgibt und sich wohl ja nicht um seine Kinder kümmern will sondern diese lieber in die Kita ab schiebt kriegt es jetzt nicht gepackten sich mal 3wochen um seine Kinder zu kümmern?! Sorry aber du solltest wirklich keine Kinder haben bzw gezeugt haben.

        • Auch wenn ich grundsätzlich mit dir übereinstimme, du kannst mir nicht erzählen, dass die Sommerferien früher vergleichbar waren mit der Zeit jetzt.

          Es ist schon ne andere Situation, ob die Kinder 6 Wochen zuhause frei haben, raus gehen können, Freunde treffen etc. oder ob man zwangsweise zusammengepfercht in eine Wohnung ist.

          Nevertheless und nochmal ganz deutlich: Das Argument „die Kinder müssen mal raus“ ist momentan einfach nicht angebracht. Du kannst mit denen Kindern raus. Spazierengehen. Sich mit anderen Eltern und deren Kindern treffen oder – davon hab ich bei uns in der Lokalzeitung gelesen – ein wechselnder Elternteil passt auf die Kinder von mehreren Eltern auf, das geht halt einfach gar nicht. Und die Argumentationsstruktur ist exakt die von dem Beispiel vom Reiterhof oben: „man wird ja wohl mal nochmal ausreiten dürfen…“

      • Verstehe das Problem nicht.
        Ich habe auch zwei Kinder und es ist wie in den Ferien. Wir fahren zum See, gehen in den Wald und haben grade bei dem Bombenwetter eine super Zeit. Also ich weiß nicht ob ihr das nicht verstanden habt. Ihr dürft/sollt/müsst rausgehen!
        Wenn du dann aber schreibst das bei euch die Spielplätze voll sind platzt mir echt der Kragen.
        Sind die bei dir/euch eigentlich noch ganz dicht?! Und dann noch diese Begründung: die Kinder müssen raus..
        Ja müssen sie aber eben nicht als Gruppe.
        Schlussendlich muss ich dem Zeldafan recht geben.
        Wenn die Leute es immer noch nicht verstanden haben worum es hier geht, dann sollte man wirklich noch härter durchgreifen.

      • Krass, was für ein Hass als Familiemensch einem entgegenschlägt, wenn man versucht die eigene momentan schwierige Situation zu erläutern. Und dann die ganzen geilen Ratschläge, obwohl niemand die Verhältnisse kennt, in denen wir als Familie leben.

        Da kann man nur erahnen was Steve täglich durchmachen muss. Respekt @Steve! Ich glaube, ich hätte den Job nach 2 Tagen an den Nagel gehängt.

        • Ich kann nur für mich reden und ich habe keinen „hass“ gegen irgendwelche Familien Menschen. Aber es gibt Aktuell nun mal eine Ausnahme Situation in der es wichtig ist das sich ALLE an die Regeln halten. Niemand sagt das dass leicht ist aber es ist nun mal aktuell so.

        • Ja der Hass gehen Familienmensch und vor allen Kinder wird in so Zeiten immer größer. Ich selber habe keine, habe aber von einer Bekannten gehört das Sie mit Kind im Park war und ein Senior (Risikogruppe!) entgegen gekommen ist. Der Senior soll dann gesagt haben „Was macht ihr Kind hier draußen? Die sollen zu hause bleiben“.

          Ich selber weiß nicht ob Sie übertreibt, denn oft reicht ja schon ein schiefer blick und um es schlimmer zu machen fügt man noch was hinzu aber vorstellen kann ich es mir. Wäre ihr Mann dabei gewesen und es wäre so vorgekommen, wäre das Kind das kleiner Problem für den Senior.

          Ich selber bin schon gespannt wie das weiter gehen soll, vor allen psychisch und Häusliche Gewalt ist ja jetzt schon nach oben gegangen und das nach nicht mal 3 Wochen.

          Die Aktuelle Nummer macht Menschen Aggressiv und Psychisch auf dauer fertig, vor allen Menschen die schon vorher erkrankt waren.
          Früher oder Später wird der Zeitpunkt kommen wo man sich die frage stellen muss, sind die Maßnahmen und deren Folgen (Gesundheitlich, nicht nur Wirtschaftlich) noch gerechtfertigt zu Sars-CoV-2.

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