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Es ist wirklich besorgniserregend, wie sich die Deutschen aktuell verhalten. Die Städte und Einkaufspassagen sind voll: Gefühlt sind „alle“ auf den Beinen und wollen um jeden Preis all das nachholen, was sie in den letzten Wochen während des Lockdowns verpasst haben – Abstand wird dabei nicht gehalten, schließlich ist Corona ja besiegt. Community-Mitglieder haben mich auf Instagram mit Storys und Bildern aus ihren Städten versorgt – es scheint also so, als wären die Menschen überall in Deutschland so verantwortungslos. Das fällt übrigens auch Politikern auf…

Geil ist auch, dass die Menschen wirklich so uninformiert und/oder dumm sind und glauben, wir hätten Corona besiegt. Dazu ein schöner Tweet von mpox:

Ich frage mich, was die Leute zu diesem Schluss kommen lässt? Ist hier evtl. eher der „Wunsch der Vater des Gedanken“? Wir sind echt eine Wohlstandsgesellschaft voller dummer Egoisten…

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird Zeit, dass die Kanzlerin sich dahingehend nochmal äußert und den Leuten klarmacht, dass sie SO einen neuen Lockdown riskieren. Ob das was helfen wird, ist eine andere Frage. Ich bin auf die kommenden Infiziertenzahlen gespannt…



40 KOMMENTARE

  1. Guckt euch bitte mal dieses Video an: https://www.youtube.com/watch?v=OLBav50d-X8&feature=youtu.be

    Dort wird sehr gut erklärt, dass sich die Gesamtbevölkerung schon VOR dem Lockdown massiv eigenverantwortlich eingeschränkt hat (Stichwort Bewegungsprofile). Definitiv war der Lockdown zwinged notwendig um Zeit zu gewinnen und die Ansteckungsrate niedrig zu halten, was auch sehr erfolgreich geklappt hat. Aber es zeigt doch sehr schön, dass die Bevölkerung auch ohne Lockdown in der Lage ist und war sich verantwortungsvoll zu verhalten. Nur weil jetzt die Geschäfte wieder aufmachen, heißt es nicht zwangsläufig, dass die nächste Welle anrollt. Irgendwann muss die Gesellschaft wieder hochgefahren werden, oder soll gewartet werden bis es einen Impfstoff gibt? Die Infektionsrate ist unter 1, besser wird es nicht mehr. Wann soll denn sonst der richtige Zeitpunkt sein um die Geschäfte/Schulen wieder zu öffnen? Die Situation wäre – wenn der Lockdown bestehen bleiben würde – in 1, 2, 4 oder 6 Monaten doch nahezu unverändert, man hätte niedrige Infektionszahlen und eine niedrige Infektionsrate, also genau wie jetzt, wo wäre also der Unterschied?

    Ich verstehe ja die Meinungen derjenigen, die eine Lockerung für unangebracht halten. Aber ich würde gerne einmal wissen, was die alternative ist? Wie bereits gesagt, das Virus wird erst besiegt sein, wenn es einen Impfstoff gibt und bis dahin zu warten funktioniert nicht.

    • Ich weiß nicht wie es in deiner Nachbarschaft aussieht aber hier hält sich nur jeder 10te, wenn überhaupt, noch an irgendwelche regeln. Freiwillig Masken trragen? Fehlanzeige.
      Abstand? Ne, lieber Kuschelkurs.
      Geschäfte auf, aber wie? Einfach alle reinlassen? Funktioniert nicht. Menschen stellen sich auch wieder mittlerweile dicht an dicht an den Schlangen an. Muss da mit bösen blicken oder den ein oder anderen Kommentar mal nachhelfen, dass man bitte nicht direkt in meinen Nacken atmet.
      Die Aktzeptanz der Bevölkerung ist verloren gegangen. Die Ignoranz gegenüber dem Thema wird mich hoher Warscheinlichkeit einen zweiten Lockdown beschwören und wenn wir pech haben wirds mit den Intensievbetten knapp. Bitte da nochmal vor augen führen, dass wir nicht mal für 1% der Bevölkerung Intensievbetten haben geschweige denn noch freie.
      Wir brauchen kein krass hohes R, um diesen Wert zu erreichen.

    • Darf ich polemisch sein? Dir wird gleich wieder der übliche Hate entgegenschlagen du wärst ein „Wirtschaftsopfer“ und herzlos, weil dir Menschenleben egal sind und allerlei weiterer Vorwürfe. Es scheint für manche Menschen unbegreiflich zu sein, dass in Gesellschaften bestimmte Zwänge bestehen. Einer davon ist eine funktionierende Wirtschaft zu unterhalten, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, damit Menschen Geld verdienen und Steuern bezahlen können, von denen sich dann widerum alle Gemeinschaftsgüter – inkl. Gesundheitswesen – finanzieren.

      Manche sind aber so im Panikmodus, dass ihnen solche Tatsächlichkeiten egal sind. Sie meinen, dass man jedes Leben um JEDEN PREIS schützen muss – und übersehen, dass das noch nie in irgend einer Gesellschaft getan wurde und auch heute nicht getan wird. Jede gesellschaftliche Systematik ist eine Risikoabwägung und die treffen wir immer. 3200 Tote im Straßenverkehr könnten vermieden werden, wenn wir Autofahren verbieten würden. Damit würden aber massive Nachteile für die ganze Gesellschaft entstehen. Ist man jetzt herzlos, wenn man GEGEN ein Verbot von KfZ ist? Sind einem die 3000 Toten egal? Nein, man kann schlichtweg nicht zum Wohle weniger die komplette Gesellschaft in Geiselhaft nehmen.

      Daher hast du zu 100% Recht. Man hat das Notwendige getan, man hat die maximalen Kapazitäten erhöht. Jetzt bringt abwarten nichts mehr, die Situation wird sich weder in 2 noch in 4 oder 6 Wochen ändern. Das „austrocknen“ des Virus wird für ein Transitland wie Deutschland ebenfalls unmöglich sein, weil die Pandemie schon da ist – d.h. es würde immer und immer wieder eingeschleppt werden. Deshalb wird es auch keine weiteren Lockdowns geben, auch wenn sich die Infektionszahlen stark erhöhen. Einfach weil diese nichts mehr bringen würden, wir können die Kapazitäten nicht noch weiter erhöhen.

      • „Daher hast du zu 100% Recht. Man hat das Notwendige getan, man hat die maximalen Kapazitäten erhöht. Jetzt bringt abwarten nichts mehr, die Situation wird sich weder in 2 noch in 4 oder 6 Wochen ändern.“
        Das ist nicht ganz richtig. Wenn man jegliche Maßnahmen unterlässt, wird sich die Situation in 2 oder 4 oder 6 Wochen mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit in Richtung „überfüllte Intensivstationen“ verändern.

    • „Ich verstehe ja die Meinungen derjenigen, die eine Lockerung für unangebracht halten. Aber ich würde gerne einmal wissen, was die alternative ist? Wie bereits gesagt, das Virus wird erst besiegt sein, wenn es einen Impfstoff gibt und bis dahin zu warten funktioniert nicht.“
      Es wird über Jahre gewisse Einschränkungen geben müssen.

      “ Die Infektionsrate ist unter 1, besser wird es nicht mehr. “
      Du meinst die Reproduktionsrate, und woher du das wissen willst, wüsste ich gerne. Tatsächliche Experten wie Drosten haben sich bereits anders geäußert. Bist du Virologe oder Epidemiologe?

      • Das es bis zu einem Impstoff gewisse Einschränkungen (Großveranstaltungen z.B.) geben muss, da bin ich ganz bei dir. Aber bei den aktuellen Lockerungen geht es um Dinge die eben nicht Ewigkeiten still gelegt werden können, sprich Geschäfte/Schulen. Was soll es hier für eine Alternative geben?

        Ich meine die Rate wieviele Menschen jeder Infizierte ansteckt. Und die liegt laut RKI und auch laut Merkel unter 1. Dafür muss man kein Epidemologe oder Virologe sein, das kann man auch googeln. Und wieso sollte ich den Zahlen des RKI nicht glauben?

        Wie gesagt, ich bin kein Fan der Lockerungen, aber ich sehe sie als notwendig und als alternativlos an, da sich die Situation in naher Zukunft nicht ändert bis es einen Impfstoff gibt. Und bis dahin zu warten ist keine Option, denn dann wird es keins der Geschäfte mehr geben und unsere Gesellschaft hat dann neben Corona noch viele weitere schwerwiegende Probleme.

        • Du hast mich etwas missverstanden: Deine Zahl stimmt schon, das einzige, was nicht stimmt, ist die Aussage: „Besser wird es nicht mehr“, denn die Aussage würden viele Experten glaube ich nicht unterschreiben. Herr Drosten beispielsweise teilte diesen Tweet: https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1251966357752688645
          Dass die Reproduktionsziffer noch weiter hinuntergehen könnte, ist auch etwas, was z.B. in Südkorea – zumindest vorübergehend – demonstiert wurde.

          Ich halte die Lockerungen nicht für alternativlos, und ich denke, die wirtschaftlichen Untergangsszenarien sind etwas überzogen. Ich verstehe schon, dass viele kleine Geschäfte und Firmen von dem Lockdown massiv getroffen wurden, aber wenn man einen neuen Lockdown durch zu laxe Vorschriften provoziert, ist auch niemandem geholfen.

          • Ich bezweifel, dass hier in Deutschland eine Rate von 0,2 überhaupt möglich ist ohne eine komplette Ausgangssperre. Die Verhältnisse hier und in Südkorea kannst du kaum vergleichen. Die App, die in Südkorea auf jedem Smartphone läuft, mit der man Infizierte und deren Wege verfolgen kann, wird es z.B. in Deutschland in der Form nie geben und die ist mit ein Grund, warum es dort so gut funktioniert.
            Und das ist auch alles nur theoretisch, es gibt keine Garantie, dass die Zahl noch weiter sinkt, das sind alles nur Vermutungen und Thesen. Da gibt es für jeden Wissenschaftler der sagt es wird besser einen der sagt es wird schlimmer. Die Wissenschaft ist sich hier einfach nicht einig, deswegen bringt abwarten meiner Meinung nach nichts.

            Schweden fährt ja bekanntlich einen ganz anderen Weg und wird dafür vom Rest Europas verteufelt, aber wer weiß denn zum jetzigen Zeitpunkt, dass deren Weg wirklich der schlechtere ist? Das wird sich erst in ein paar Monaten, vllt. sogar Jahren sagen lassen. Die Schwedischen Wissenschaftler haben ja nicht alle plötzlich Gehirnaussetzer, die werden sich auch ihre Gedanken gemacht haben. Aktuell hat Schweden drei mal mehr Tote (auf die Gesamtbevölkerung gesehen) als Deutschland, das ist definitiv viel. Es gibt aber einige Experten die sagen, dass sich das auf lange Sicht angleichen wird. Und wenn sich dann am Ende rausstellt, dass der Weg den Schweden gegangen ist, genauso Effektiv/Ineffektiv war wie der Weg von Rest Europas, gucken einige Experten ziemlich dumm aus der Wäsche. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt aber niemand sagen.

            Abschließend noch zum Thema die Menschen verhalten sich verantwortungslos: In NRW hat IKEA ja bekanntlich seine Läden wieder geöffnet. Am Öffnungstag in Bielefeld kursierte in den sozialen Medien ein paar Stunden nach der Wiedereröffnung ein Bild in den sozialen Medien, das Menschen dicht gedrängt, ohne Abstand in einer langen Schlange zeigte. Die Empörung war natürlich riesig. Problem an der Sache war nur, dass das Bild von vor 2 Jahren war, als das Bistro neu eröffnet hat. In der Realität sah die Sache nämlich ganz anders aus. Es wurden nur ganz wenige Leute abgewiesen, weil der Laden zu voll war, auf dem Parkplatz gähnende leere. Auch in der Innenstadt ist es wesentlich leerer als sonst. Es scheint also regional starke Unterschiede zu geben wie die Leute sich verhalten.

  2. Also jedesmal, wenn ich in den letzten Tagen in der Stadt bin, scheinen sich die Leute recht verantwortungsbewusst zu verhalten. Ob im Einkaufszentrum, wo allenfalls mal ein (erkennbares) Paar gemeinsam den Einkaufswagen schiebt, oder in der Fußgängerzone, wo ich zu normalen Zeiten alle paar Meter mit dem Fahrrad bremsen musste, während ich heute mit lockeren Kurskorrekturen den Einzelpersonen ausweichen kann. Ich kann also aus eigener Anschauung die Unvernunft der Leute nicht bestätigen.

    Ich möchte aber einfach an die Corrupted-Blood-Seuche aus Zul’Gurub erinnern. Wir hatten das Thema ja schonmal. Selbst wenn ich – im Unterschied zum Spiel – heute niemandem unterstellen will, die Seuche absichtlich zu verbreiten, so gibt es dennoch bei allen Vorsichtsmaßnahmen immer noch ausreichend Gelegenheiten, um letztlich die ganze Population zu durchseuchen. Was ja letztlich auch eines der Ziele ist, Stichwort Herdenimmunität. Alles, was wir tun, beeinflusst nur die Geschwindigkeit der Durchseuchung, nicht aber das Ergebnis – jedenfalls bis zur Entwicklung eines Impfstoffes.

    Wir richten auf zweierlei Weise Schäden an: Eine zu steile Infektionskurve überlastet das Gesundheitssystem, aber unsere Gegenmaßnahmen belasten die Wirtschaft und die Gesellschaft. Nochmal: es ist illusorisch zu glauben, wir könnten die Verbreitung komplett stoppen. Also muss das Ziel sein, die beiden Schäden auszutarieren, einerseits dürfen die Infektionen nicht explodieren, andererseits die Wirtschaft nicht implodieren.

    Die sogenannten Unvernünftigen leisten insofern sogar einen Beitrag: Sie zeigen die Grenzen der Wirksamkeit staatlicher Eingriffe auf. Wir werden eines Tages die Corona-Krise überstanden haben. Aber bis dahin muss von unserem Staat noch etwas übrig sein, und damit meine ich sowohl Wirtschaftsleistung als auch Grundrechte. Und dafür muss unser normales Leben möglichst bald weitergehen, wobei jeder seine persönlichen Vorsorgemaßnahmen treffen muss. Und wenn sich 2000 unvernünftige im Baumarkt drängeln, dann bleibt man halt draußen. Das ganze nennt sich Eigenverantwortung, ist nur politisch etwas in Vergessenheit geraten.

    • „Die sogenannten Unvernünftigen leisten insofern sogar einen Beitrag: Sie zeigen die Grenzen der Wirksamkeit staatlicher Eingriffe auf.“
      Die Logik erschließt sich mir nicht, denn im Grunde zeigen die Unvernünftigen das Gegenteil: Ohne staatlichen Eingriff sind die Leute zu blöd, sich an einfache Regeln zu halten. Das kotzt mich an, aber das scheint so zu sein.

    • Hätte nicht gedacht, dass ich dir einmal zu 100% zustimmen würde, aber nun ist es soweit.
      Danke für diesen Kommentar in diesen harten Zeiten, in denen derjenige, der nicht automatisch in den Panik schaltet, sich anhören muss wie asozial und egoistisch man ist. Man wird automatisch als dumm betitelte und im nächsten Atemzug verlangen die Hilfssheriffs nach strengeren staatlichen Eingriffen. Jegliches Grundrecht würden die Hilfssheriffs ohne mit der Wimper zu zucken hergeben, um einen absoluten Stillstand zu erzwingen.

  3. Wird eh wie die Spanische Grippe kommen:
    Die war auch im Frühjahr ausgebrochen, dann mit teilweise Ausgangsverbot reduziert. Im Sommer war wohl kaum etwas (wegen Viren und Hitze) und dann kam der Winter, wo die Leute die Grippe schon fast vergessen hatten und hat voll reingeschlagen. Die meisten Menschen sind dann während dieser 2. Welle gestorben.

    Naja ich lass mich überraschen, was noch so alles kommt :).

    • Der Vergleich mit der spanischen Grippe ist halt genau so schief wie der mit der „normalen“ Grippe. Die spanische Grippe hatte eine wesentlich höhere Mortalitätsrate ( nach der Heinsbergstudie und der aus Kanada gehen wir momentan von einem Mittelwert von ca. 0,3% aus). Die spanische Grippe hat darüber hinaus gerade junge Menschen besonders stark erwischt, weil sie Überreaktionen der besonders starken Immunsysteme verursacht hat. Außerdem hatte die spanische Grippe drei Infektionswellen und nicht zwei.

      Die normale Grippe hat zwar eine ähnliche Mortalitätsrate wie Covid19 (bzw. leicht geringer), dafür ist Covid19 um ein vielfaches ansteckender mit einem wesentlich höheren R Faktor und erfordert eine längere Behandlung. Auch ein wesentlicher Unterschied zur spanischen Grippe – dort sind die Menschen viel schneller gestorben, sodass eine Überlastung der Systeme zulasten ganz anderer Patienten nicht so wahrscheinlich war wie bei Covid19.

      Fazit: Covid19 ist weder die spanische Grippe, noch ist es die normale Grippe. Es ist weit weniger tödlich als die spanische Grippe, aber weit ansteckender als die normale Grippe.

  4. Geht mir ähnlich wie dir. Aus meiner Sicht haben die Profilierungsversuche verschiedener Politiker seit Ostern zu unsinnigen Veränderungen geführt. Die Geschäfte wurden wahrscheinlich aus einfachem Kalkül in dieser Form wieder geöffnet: Die kleinsten Geschäfte gehen am schnellsten pleite. Mit Epidemiologie hat das natürlich nichts zu tun. Das scheinen viele Leute aber nicht zu verstehen, man denkt, man sei über den Berg, das ist jedoch grob falsch. Wir werden die Rechnung in circa zwei Wochen bekommen, wenn wir Pech haben (was ich natürlich nicht hoffe) und die Infektionszahlen wieder steigen.

    Heute auf dem Nachhauseweg durfte ich zwischen zwei Damen auf dem Bürgersteig hindurchgehen, die diesen praktisch komplett blockierten und sich ohne Mundschutz laut unterhielten. Niemand konnte Abstand zu ihnen halten, ohne auf eine vielbefahrene Straße zu laufen. Am liebsten hätte ich beide umgerannt.

  5. Ich bin da ganz bei Mpox. Ich gebe einfach immer mein Bestes um mich und andere zu schützen und versuche alles andere auszublenden. Ich hab kein Nerv mehr, mich über die Leute aufzuregen. Das mach ich sowieso schon ständig und jetzt mit Corona wird’s einfach nur nur nervenaufreibend. Letztendlich kommt’s halt so wie es kommen muss. Dann sind kleine Händler (haben übrigens selber ein Bettenfachhandel), heulende Bäckeropas und enttäuschte Fußballfans wirklich das aller aller aller kleinste Problem. Ich weiß das klingt irgendwie nicht richtig, aber ich wünsch mir insgeheim wirklich dass die Scheisse wirklich KOMPLETT aus den Fugen gerät so dass die Leute aus purer Angst lieber hungern statt das Haus zu verlassen. Denen gehts doch allen zu gut …. Und schon wieder aufgeregt. Es ist aber auch schwierig genau das nicht zu tun in der heutigen Zeit.

  6. Richter kippen 800-Quadradmeter-Regel
    Das Hamburger Verwaltungsgericht hat entschieden, dass Läden mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche öffnen dürfen. Es sieht keinen Sinn in der räumlichen Beschränkung.

    Juhu! Party bei IKEA 😀

    • In NRW (wo sonst?) dürften IKEAs (und andere Möbelhändler) schon diese Woche öffnen. IKEA selbst war davon so überrascht, dass sie auf die schnelle gar kein Konzept zusammengekriegt haben.

    • Weils auch eine selten dämliche Regelung war, die nunmal rechtswidrig weil willkürlich ist. In einem großen Laden kann man viel besser Abstand halten als in einem Miniladen, eigentlich müsste die Regelung genau andersherum
      sein, ist aber vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, da sonst die kleinen tot wären.

    • Das Urteil ist doch aber völlig logisch. Die Regelung war von Anfang an Unsinn – wenn überhaupt, hätte es andersherum sein müssen. In einem Ikea kann man wesentlich besser die Abstandsregeln einhalten, als in einem 30qm Schuhladen. Natürlich muss Ikea zB drauf achten, dass nicht zu viele Leute reingelassen werdne und drinnen alles auf Abstand ist. Dann müssen sie halt – wie bereits viele Supermärkte – einen Sicherheitsdienst einstellen. Trotzdem ist das auf 800qm+ wesentlich eher machbar als auf 30qm.

  7. Ich weiß, ich schreibe bei der Thematik immer etwas „dagegen“. Normalerweise bin ich oft deiner Meinung Steve, aber in der aktuellen Situation gibt es doch einige Dinge, die mich – nicht speziell bei dir – stören.
    Es wird suggeriert, dass wir durch die Lockerungen direkt auf eine Situation wie vor einigen Wochen in Itailien oder vor kurzem in New York zusteuern. Das ist aber aus mehreren Gründen unwahrscheinlich.
    Zum einen haben wir eine wesentlich besser Versorgung als Italien, es gibt hierzulande aktuell mehr freie Intensivplätze als Italien ÜBERHAUPT besitzt. In einigen Kliniken wird schon Kurzarbeit angemeldet, da es so viel Leerlauf gibt. Um ein derartiges Chaos zu verursachen, müsste es in Deutschland gleichzeitig ein Vielfaches der Anzahl an Infektion geben wie in Italien.
    Auch der Vergleich mit New York ist weit hergeholt. In New York leben auf vergleichsweise engem Raum so viele Menschen wie in ganz NRW. Es gibt bei uns kein vergleichbares Ballungsgebiet, in dem sich die Krankheit derartig schnell ausbreiten könnte.
    Vor kurzem gab es Bilder eines Massengrabs in New York. Dabei wurde aber lange Zeit nicht mitgeteilt, dass dies nicht ausgehoben wurde, da sie sonst mit den Bestattungen nicht mehr hinterhergekommen wären. Dort ging es um Tote, die keine Angehörigen hatten und/oder von niemandem abgeholt wurden. Diese so zu bestatten ist in amerikanischen Großstädten nicht unüblich, denn anders als hierzulande zahlt der Staat dort für Normalbürger kein anständiges Begräbnis.
    Auch die Dunkelziffer wird scheinbar kaum beachtet. Vor kurzem hat die WHO mitgeteilt, dass sie davon ausgehen, dass mittlerweile etwa 2-3 Prozent der Weltbevölkerung infiziert wären, wir reden hier also von 150 – 200 Millionen Menschen. Vergleicht man dies mit der Zahl der Todesfälle ergibt sich eine Todesrate wie bei einer – Achtung – Grippe, nämlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Mit dieser Zahl kann man jetzt erstmal machen was man will. Einerseits könnte man sagen: „Vielleicht ist die Krankheit doch – gesamtgesellschaftlich gesehen – weniger gefährlich als vermutet.“ Man kann es aber auch völlig ignorieren und nur darauf pochen, dass dies ja zeige, das die Pandemie noch lange nicht am Ende sei.
    Bevor mir jetzt jemand etwas anderes vorwirft. Jeder Tote, ob durch Corona oder nicht, ist tragisch. Im Normalfall ist das aber ein Problem, dass die Angehörigen und Freunde betrifft, nicht die gesamte Gesellschaft. Aktuell muss man sich aber bei jeder leisen Kritik anhören, man sei „asozial“, „dumm“ oder „rücksichtslos“. Die Experten passen ihre Einschätzung gefühlt auch alle paar Tage an, so etwas wirklich Eindeutiges weiß im Moment niemand.
    Und anders als zB. beim Klimawandel sind sich die Experten hier keineswegs einig. Drosten sagt, überspitzt, alles wird furchtbar durch die Lockerungen, Streeck weißt darauf hin, dass die Dunkelziffer viel höher sein könnte als angenommen, was im Umkehrschluss hieße, dass die Todesrate viel geringer wäre, und wird dafür direkt „unter Beschuss“ genommen. Die Menschen lassen sich meiner Meinung nach bei Corona zu sehr von einem Narrativ leiten, als von den bekannten Fakten. Das RKI hat bis vor kurzem noch dringend davon abgeraten, Coronatote zu infizieren, obwohl sich daraus wichtige Erkenntnisse über zB. die Todesursachen gewinnen ließen, was auch die Behandlungsmöglichkeiten verbessern könnte.

    • Und als dann obduziert wurde, fand sich in der Stichprobe kein einziger Toter ohne Vorerkrankung, die absolute Mehrheit dazu mit massivem Übergewicht und über 80. Aber hör mal bloß auf mit diffirenzierten Fakten. Alle müssen für mindestens ein Jahr in den Atomschutzbunker, sonst werden alle sterben und Arbeitsplätze braucht kein Mensch. Deutschland kann doch einfach neues Geld drucken, ist doch ganz einfach 😀

      • Das ist ja auch nicht überraschend und seit langem bekannt, dass vor allem alte Patienten oder solche mit Vorerkrankungen sterben. In Italien hatten die Patienten, die starben (laut Krankenaktenauswertung, nicht nach Obduktionsergebnissen) zu 96,4% mindestens eine Vorerkrankung. Ist dein Konzept jetzt, dass die Vorerkrankten nicht so schutzbedürftig sind wie dein Arbeitsplatz?

    • Dort ging es um Tote, die keine Angehörigen hatten und/oder von niemandem abgeholt wurden.

      Nope die Bestatter sind einfach überlastet, daher müssen sie Aufträge ablehnen und die Leute in Massengräber werfen „oder lügt uns unsere Presse an“? Quelle: ÖR Reportage

      • Tote, deren Angehörige sich gemeldet hatten und die nicht sofort bestattet wurden, wurden in Kühlhäusern aufbewahrt, um sie später normal zu bestatten, die wurden sicher nicht in einem anonymen Massengrab beerdigt. Es geht mir auch gar nicht darum, zu behaupten, dass die Todeszahlen falsch wären oder das „die Medien“ uns anlügen, sondern darum, dass einzelne, dramatische Bilder gezielt „ausgeschlachtet“ werden, obwohl sie nicht den Normalzustand darstellen.
        Was die Bestatter angeht, wenn sie tatsächlich überlastet sind, kann ich das nachvollziehen. Allerdings gab es schon Fälle, in Ecuador zum Beispiel, in denen sich Bestatter schlicht geweigert haben, ihrer Arbeit nachzukommen, aus Angst, sich an den Toten zu infizieren.
        Wo wir bei Leuten sind, die aus Angst vor Corona ihrer Arbeit nicht nachkommen: In einem Pflegeheim in Kanada sind vor einigen Tagen über 30 Senioren verdurstet oder verhungert, weil die Pflegekräfte nicht mehr kamen und sie nicht mehr richtig versorgt wurden. Auch hier wieder aus Angst vor Ansteckung. So ein Tod ist wahrscheinlich nicht weniger qualvoll, als an Corona zu sterben und wäre außerdem vermeidbar gewesen. So etwas kommt als Randnotiz in den Nachrichten, aber über die Krebsstation in Brandenburg, auf der sich Corona ausgebreitet hat, werden ganze Serien von Artikeln geschrieben, mit schönen Titeln wie z.B. „Die schwarze Station“ von Spiegel Online. Da ist dann von Schlamperei und fahrlässigem Handeln die Rede. Ehrlich gesagt, ist mir das dann immer noch lieber, als die Leute einfach bewusst – entschuldigung – verrecken zu lassen, weil man selbst Angst hat.
        Und genau diese Angst ist ein wesentliches Problem. Wir reden zurzeit ständig von Solidarität und Hilfsbereitschaft, aber dann passiert so was und da wir uns ja anscheinend erst in der Anfangsphase der Pandemie befinden, werden diese Begleiterscheinungen sicher so schnell nicht weniger werden.

    • Danke Dir. Solche Beiträge liest man viel zu selten. Du hast Dich offensichtlich umfassend informiert, nicht nur die Tagesschau und Spiegel Online konsumiert. Die Angst und das Unwissen scheinen einfach ihre Früchte zu tragen. Aber genau so auch das Unwissen und die Ignoranz. Es gibt sicher keine Corona Verschwörung, aber ich denke es ist mal wieder passiert, was immer passiert. Politiker meinen zu wissen wie die Leute reagieren und haben daher erst mal alles schwarz gemalt und maximale Maßnahmen gebracht. Sowohl für die Schweiz, als auch für Deutschland hat man inzwischen heraus gefunden, dass die stärkste Reduktion bei den Ansteckungen schon vor dem Lockdown kam (siehe hier: https://infekt.ch/2020/04/sind-wir-tatsaechlich-im-blindflug/ ). Demnach hat das Verbot von Großveranstaltungen und verstärkte Hygiene die höchste Wirksamkeit gehabt.

      Wir sind ja nun nicht wieder da, wo wir vor Corona waren. Es werden nun verantwortungsvoll wieder Maßnahmen hochgefahren, weil man einfach ohne zu differenzieren alles zugemacht hat. Wenn man alles zumacht, dann sind da wirksame und wenig wirksame Maßnahmen umgesetzt. Wenn man das dann raus bekommen hat was am meisten wirkt, kann man da auch unterscheiden.

      Im übrigen habe ich keine Angst vor der zweiten Welle. Die erste Welle hat Deutschland und die Welt unvorbereitet getroffen. In völliger Unkenntnis und zu spätem Handeln konnte sich das Virus in besten Bedingungen ausbreiten. Es sind nun 2,6 Millionen infizierte weltweit und ca. 186.000 Tote seit Ausbruch (täglich sterben 160.000 Menschen weltweit an sämtlichen Folgen, hauptsächlich Schlaganfall, Bluthochdruck und sowas). Es verhungern mehr Menschen als an Covid-19 sterben – wo ist da der Einsatz aller verfügbaren Ressourcen?

      Wenn nun weitere Wellen von Corona kommen, dann ist die Welt besser vorbereitet. Nun darauf zu schimpfen, dass die Leute wieder Hoffnung schöpfen finde ich falsch. Auch der Lockdown tötet und bringt seine Folgen mit sich. Isolation und Kontaktsperren sind doch auch eine gesundheitliche Belastung.

      Was ist denn der Gegenvorschlag von den Leuten, die hier ach so erhaben auf die dumme Bevölkerung eindreschen, die nun versuchen wieder Normalität zu erlangen? Noch 1-2 Jahre weiter einsperren? Womit soll man denn sonst als erstes aufmachen? Der Handel bis 800m² hat ja nicht Eure Absolution erhalten. Die Schulen (und Kitas) sind auch verschrien. Zoomen und Teamsen wir die nächsten 2 Jahre durch?

    • Ich weiß, es ist in der derzeitigen Zeit verlockend, seinen eigenen „Hot Take“ zu haben. Die Situation ist allerdings komplizierter, als du sie darstellst. Der Vergleich mit Italien hinkt zum Beispiel aus dem gleichen Grund, aus dem der Vergleich mit New York hinkt, wie du auch richtig anmerkst: Die Bevölkerungszahlen sind völlig anders. Der Vergleich der absoluten freien Bettenplätze in einem Land mit 60 Millionen Einwohnern und in einem mit 83 Millionen Einwohnern ist nicht hilfreich.
      „Auch die Dunkelziffer wird anscheinend kaum beachtet“ ist wirklich eine dieser Bemerkungen, bei denen ich mich frage, wie du darauf kommst, denn es wird ständig über die Dunkelziffer geredet. Das Problem ist allerdings, dass zu dieser Dunkelziffer derzeit kaum Daten bestehen, geschweige denn repräsentative Daten. Aufgrund einer Schätzung mit sehr fraglicher Grundlage die Letalität zu schätzen, ist nicht hilfreich – nicht nur deshalb, weil man im Endeffekt rät, sondern auch, weil man die Letalität einer Krankheit nicht berechnen KANN, indem man die aktuelle Zahl der Infizierten durch die aktuelle Zahl der Toten teilt, sonst erhält man IMMER automatisch zu niedrige Werte.
      Und nur mal ganz allgemein: Dass Experten in einer derzeitigen Situation oft ihre Meinung ändern, ist in einer Situation, in der Daten derart spärlich sind wie jetzt, unvermeidlich. Das ist kein Zeichen von Dummheit, sondern von seriösem Arbeiten.

    • Ich finde es immer wieder lustig wenn die Argumentation höre : Ist ja nur wie ne Grippe…
      Ach stimmt ja ich erinnere mich… in Italien oder New York sind natürlich jedes Jahr alle Krankenhäuser dicht und die Intensivbetten reichen nicht bei der jährlichen GRIPPEWELLE?

      Offenbar hat Corona noch die Nebenwirkung das der logikteil des Gehirns gefressen wird…

      Und klar vielleicht ist es von der schwere her auch wirklich „nur“ wie eine Grippe bei Geschädigten…. aber wir haben eben 0 Immunitäten und 0 Impfungen in der Bevölkerung dagegen.

    • Danke für diesen sehr guten und differenzierten Beitrag + Antworten. Ich bin mittlerweile sprachlos, wie sich fast die gesamte Bevölkerung ja fast schon blenden lässt von dieser ganzen Panikmache und 24/7 Berichterstattung über Corona…

    • Ich poste dir hier einfach ein Link zu einem Spiegel Artikel der ziemlich gut die Dunkelziffer der tatsächlichen Covid Todesfälle veranschaulicht.

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/corona-todesfaelle-wie-viele-menschen-sind-wirklich-schon-an-covid-19-gestorben-a-e9061b95-d253-4bac-8bb1-1de05763ca24

      Wie man sehen kann ist hierbei der sterblichkeit in vielen Gebieten wahrscheinlich fast doppelt so hoch wie bisher bekannt.

      Wie sie tatsächlich in Deutschland sein wird, werden wir wohl erst gegen Ende April erfahren.

  8. Die Badestrände an der hiesigen Sieg sind auch bereits schön voll. Dass die Leute bei dem Wetter draußen sind ist denke ich grundsätzlich kein Problem. Aber an Mindestabstände wird sich hier sicherlich nicht gehalten. Maske(n) hab ich bis jetzt eine gesehen. Ich trag aber selber auch keine. Habs versucht und als Brillenträger ist das leider unzumutbar.
    Für mich persönlich machts keinen Unterschied. Wir haben in der Busreisebranche eh auf lange Sicht erst einmal nichts zu tun. Bucht ja keine Sau jetzt nen Reisebus.
    Ich war vorher noch nie arbeitslos, ist auch mal und neue Erfahrung. Weeze. Freizeit. \ o /

  9. Ich finds auch immer wieder erstaunlich, wie viele Leute sich einfach eiskalt vordrängeln.
    Heute erst wieder vor den leeren Einkaufswagenstand (bis auf die letzte Reihe die fest ist) am warten gewesen. Eine Frau mit Wagen kommt und gibt den Wagen ab. Eine Junge Dame in meinem Alter rennt an mir vorbei, checkt erst die beiden Reihen wo nur noch ein Wagen dran ist, merkt dass die nicht gehen, und nimmt einfach den Wagen der gerade abgegeben wurde und geht eiskalt an mir vorbei ohne auch nur nach links oder rechts zu gucken.
    Ist schon ok, ich steh gerne nur hier rum und gucke mir gerne Einkaufswagen in ihrer natürlichen Umgebung an…

    Und das ist leider nur ein Beispiel, es passieren ständig ähnliche Sachen.

  10. Mir isses langsam egal. Lass es passieren. Anders scheint der Mensch ja nicht zu lernen. Scheinbar wollen die Menschen ja ne Spanische Grippe 2.0 ähnliche Situation.

    „Wir sind echt eine Wohlstandsgesellschaft voller dummer Egoisten“
    Du hast es erfasst.

  11. Auch Menschen sorgen sich: „Die Politiker verhalten sich verantwortungslos!“
    Gerade in NRW scheint die Wirtschaftslobbyist sehr erfolgreich zu sein.

    Es Wunder mich gar nicht das es jetzt genug so kommt, denn das sind die Nebenwirkungen von so ein „Lockdown“. Bei so ein „Lockdown“ verzichten Menschen auf etwas und wenn der „Lockdown“ vorbei ist, gehen Sie es nachholen.

    Ich nehme das einfach mit Humor, ändern wird man nix dran, also am besten einfach mitmachen und davon ausgehen das es gut gehen wird, man muss ja nicht alles negativ sehen und sich mit anderen Ländern vergleichen.

  12. War leider zu erwarten. Zu viele Lockerungen + dumme Menschen. Ich war gestern auch verwundert das Plötzlich wieder alle Einkaufswagen da standen vorm Hit Markt bei uns. Seit der Corona Krise waren diese Abgezählt so das nur wenige rein konnten. Nun ist aber ja scheinbar alles wieder normal….

    Ich glaube uns alle erwartet ein ganz böses Erwachen.

  13. War auch einer super Erlebnis heute als ich mal eben für den Rest der Woche einkaufen war.
    Irgendwie waren vorher Schals, Tücher und Masken super verbreitet, gefühlt trägt jetzt irgendwie keiner mehr was und man muss Leute darauf hinweisen Abstand zu halten…
    Da war hinter mir eine ältere Frau mit ihrem Sohn (wahrscheinlich um die 20), der sie mehrmals dazu drängen musste sich hinten anzustellen und Abstand zu halten „wegen Corona“, super war dann der Satz „So wie der aussieht hat der schon Corona“ (wahrscheinlich über mich, da ich mit Mundschutz und Kopfhörern vor ihr stand)…

    Bei sowas denke ich mir immer: Was ist das Problem solcher Leute ? Abstand halten ist etwas, was man so oder so wenn man sich irgendwo anstellt machen sollte, des weiteren ist ja das ganze mehr zum Schutz von anderen hilfreich… Wenn man etwas Rücksicht nehmen würde wäre da schon viel gewonnen.

    Allgemein wieviele Leute auch draußen rumstehen oder stehen bleiben und sich unterhalten … muss ja auch nicht unbedingt sein (von den Jugendlichen die sich irgendwo in Gruppen treffen mal ganz abgesehen).

    Auf der anderen Seite hat das ganze auch was gutes, da Corona vorbei ist konnte ich heute mal eine Ersatzpackung Toilettenpapier kaufen für 2.95€ (Edeka hatte auch wieder welches aber 6€ sind dann doch etwas viel für 8 Rollen…).

    Ich glaube ein großes Problem ist auch, dass die Politik da etwas unbeholfen wirkt „Ja, ab Montag wieder Schule“ „Nein ab Donnerstag geht es dann los““Das Hygienekonzept braucht noch Zeit“ oder „Nein, Maskenpflicht ist nicht nötig, es sind ja auch nicht genügend da“ „Ja, Maskenpflicht ist jetzt doch notwendig…“ das ist irgendwie ein Gegensatz zu dem vorher relativ guten Kurs.

  14. Ich befürchte sogar es ist schon zu spät einen zweiten Shutdown zu verhindern. Nach 3 Tagen Sorglosigkeit von (gefühlten) 85% der Menschen in meiner Region, wird die Zahl der Neuerkrankungen sicherlich massiv ansteigen. Und dann haben wir den Salat….

  15. Wenn wundert es wenn plötzlich alle kleinen und mittleren Geschäfte in der Innenstadt öffnen, Baumärkte öffnen und nach und nach Media Markt und weitere Geschäfte im Gewerbegebiet. Ich war am Dienstag in der Stadt ein Paket abholen, es war voller als an einem pre Corona normalen Samstag.

    Da uns in „mehreren“ Videos auf Youtube und Nachrichten vor gelebt wird, wie Politiker dicht an dicht in 10-20er Gruppen, ohne Masken, ohne Abstand zusammen stehen und sich auf die Schulter klopfen, dass konsumiert die Masse eben und setzt das auch so um.

    Einfach mal mehr Vorbild sein im mächtigem Medium namens TV und Internet, nicht das Gegenteil vor leben, von dem was wir eigentlich tun sollen. Menschen sind Herdentiere und armen die Alphatiere eben nur nach. Also bitte auch Taten zeigen! Vorbild sein! und nicht nur belehrende Worte liebe Politik.

  16. Wundert es dich, wenn man liest, dass in NRW 90%(!) aller Geschäfte auf haben bzw. wieder aufhaben dürfen? Mehr Normalität kann man den Leuten doch nicht suggerieren.
    Bin gespannt, für mich geht es morgen und übermorgen wieder in den Laden…wird bestimmt lustig.

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