TEILEN

Jason „Amaz“ Chan ist ein Name, der den Menschen bekannt ist, die sich für den Hearthstone-eSport und die Hearthstone-Community im Allgemeinen interessieren. Er sollte gestern eigentlich Hearthstone Battlegrounds Battlegrounds Brawl spielen, wurde aber stattdessen aus der Veranstaltung geworfen […] Ein Mädchen namens Baemax hat auf Twitter dieses Foto gepostet…

Sie behauptet, dass sie von den Organisatoren (Amaz und Backspace) gezwungen wurde, mit Spielern in den Whirlpool zu gehen. Und als sie ihnen erzählte, dass sie nicht einmal einen Badeanzug hatte, erklärt sie, dass man ihr die Firmenkarte gab und sie ins Einkaufszentrum schickte, um einen zu kaufen. Zu diesem Zeitpunkt war sie 19-20 Jahre alt. (Via)

Ich weiß nicht so recht, was ich dazu schreiben soll. Als Mann ist es ziemlich unmöglich, sich in so eine Situation reinzudenken. Amaz selbst scheint die Sache richtig mitzunehmen. Er postet dazu folgendes auf Twitter…



19 KOMMENTARE

  1. Sie hat auf Twitter das Foto aber noch kommentiert:
    „Disclaimer that the players and individuals in this photo with me had nothing to do with that pressure. They were kind and respectful, and I made some great friends.

    More about the event organization, the value of having „grills“ at your party, and being the token female.“

    Es ging ihr also eher um den Veranstalter, als um die anderen Spieler

  2. HenryG (Ex CS-Pro, jetzt Kommentator) wird ja auch gerade der Vergewaltigung bezichtigt. Zur Polizei geht man als „Opfer“ aber trotzdem nicht. Mich regt es nur noch auf.

    • So einfach ist das mit der Polizei halt nicht. Gerade im Esports, wo vieles international abläuft. Krieg meinetwegen als Amerikaner mal genug Beweise zusammen, dass du gegen einen Engländer oder Polen vorgehen kannst.

      *Allgemein gesprochen, nicht bezogen auf diesen Fall, keine Ahnung was da dran ist.

  3. Als Frau allein angehalten zu werden sechs Männern in einen Pool einzuladen als „Hostess“. Gibt so einige Reportagen auch von namenhaften Firmen, die Hostessen für ihren Messestand engagieren. Auf deutsch verlangen sie von den Mädels Püppchen zu sein, alles mit sich machen zu lassen, dabei zu lächeln und höflich zu sein. Und die Herrschaften nutzen die Chance zum Pograbscher beim gemeinsamen Selfie am Stand.

    Ich als Mann finde solches Verhalten widerlich und primitiv und schäme mich für solche Exemplare. Aus dem Grund kann ich den Tweet von Amaz gut verstehen. Die Reaktion lässt vermuten, dass an der Sache etwas Wahres dran ist. Also scheint Blizzard hier zwar (zu) schnell aber vermutlich richtig entschieden zu haben.

  4. Sie hätte sich auch nen Badeanzug kaufen können.

    Keine Ahnung, aber scheint was dran zu sein, wenn man das liest.
    Wobei, wenn Leute das Foto als Referenz ranziehen, das sieht einfach so gestellt aus, mit absichtlich Mund verziehen.
    Wie wenn man nen blöden Witz auf ihre Kosten gemacht hat.

    • Der hat in der Antwort auf den Tweet geschrieben das er sich noch genau dran erinniert und Ihr sogar extra gesagt hat das sie es nicht machen müsse und er die ganze Sache total cringe war.

  5. Finde es eine gefährliche Entwicklung, dass einer Anschuldigung direkt Taten folgen ohne dies weiter zu untersuchen und dem nachzugehen. Das macht es für Leute einfach dies mit falschen Anschuldigungen zu missbrauchen.

  6. Es mangelt einfach an Aufklärung in der (Männer-)Welt. Denen ist einfach nicht bewusst, welches Unbehagen, ja sogar welche Traumata sie mit ihrem Verhalten beim anderen Geschlecht hervorrufen. Zumindest vielen.
    Einige sind natürlich auch einfach nur misogyne Ars*****cher.
    Von daher finde ich die aktuellen Enthüllungen gut und hoffe, dass sie wenigstens zukünftigen Generationen von Frauen Leid ersparen können, auch wenn das der gegenwärtigen Generation nichts mehr hilft.

  7. Ich verstehe noch nicht ganz, was Amaz mit der Sache zu tun hat. Er saß auch in dem Whirlpool, aber er hat doch die Frau weder dazu aufgefordert, noch gezwungen, noch sonstwas mit dem Vorfall zu tun gehabt. Langsam raffe ich gar nichts mit in dieser Empörungskultur.

    • “ Sie behauptet, dass sie von den Organisatoren (Amaz und Backspace) gezwungen wurde, mit Spielern in den Whirlpool zu gehen. Und als sie ihnen erzählte, dass sie nicht einmal einen Badeanzug hatte, erklärt sie, dass man ihr die Firmenkarte gab und sie ins Einkaufszentrum schickte, um einen zu kaufen. Zu diesem Zeitpunkt war sie 19-20 Jahre alt. (Via)“

      Was gibt’s da nicht zu verstehen?

    • Nennt sich „Machtgefälle“. Sie ist jung, vielleicht abhängig von dem Geld, das sie dort verdient. Vielleicht ist sie auch ein Fan von Amaz. Auch wenn es wahrscheinlich schlimmere Vorfälle gibt als diesen hier, wäre hier vonseiten von Amaz auf jeden Fall mehr „Feingefühl“ angebracht gewesen. Wer ein wenig soziale Kompetenz besitzt, merkt, wenn jemand sich in so einer Situation unwohl fühlt. Man sieht ihr auf dem Bild auch relativ deutlich an, wie sie sich fühlt. Wenn er der Meinung ist, dass die Spieler weibliche Gesellschaft brauchen, hätte er auch ein paar Escort-Girls buchen können, die haben Erfahrung und kein Problem damit.

      • Ergänzend vielleicht noch: Wie Steve sagt, ist es als Mann einfach sehr schwer zu beurteilen, wie sich eine Frau in dieser Situation fühlt. Ein einzelner Typ in einem Pool mit sechs Frauen wäre wahrscheinlich kein so großes Problem. Das liegt aber einfach daran, dass fremde Männer – rein physisch betrachtet – erstmal auch eine Bedrohung darstellen, umgekehrt ist das meist nicht der Fall. Insofern fühlen sich Frauen in so einer Situation natürlich auch schneller unwohl.

        • Ich frage mich ob das ganze nicht größer gemacht und mehr reininterpretiert wird als von Baemax überhaupt beabsichtigt. Im nächsten Tweet schreibt sie selbst, dass die Gäste freundlich und respektvoll waren. Es ist von Druck, nicht aber von Zwang, die Rede. Amaz ist kaum älter als sie und war zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich auch nicht viel reifer. Darauf deutet auch seine bisherige Reaktion hin. Das soll die Sache natürlich nicht gutheißen. Ich denke allerdings ihr geht es tatsächlich nur um Aufklärung. „Cancel Amaz“ / Vergeltung war nicht das Ziel; nicht dafür.

          (jetzt hab ich selbst reininterpretier…)

  8. Wenn die Geschichte so stimmt, ist das einer der wenigen die den metoo Shitstorm mal wirklich verdient haben. Das ist doch unter aller Sau.
    Allerdings schwingt sich hier Blizzard (nehme an die Organisieren das Event) wieder zum Richter und Henker auf, bisher ist es nur ne Anschuldigung, das Foto allein beweißt nicht wirklich was.

  9. Hatte ja schon im Podcast gesagt, momentan geht durchaus ein #metoo-Ruck durch den Esports, an dem sich explizit auch Männer beteiligen, die Stories teilen.
    Ob Amaz nun das hier dargestellte Arschloch ist weiß ich nicht – aber so ganz allgemein glaube ich schon, dass gerade so manchem im Esports der Arsch mächtig auf Grundeis geht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here