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Ashraf Ismail, Creative Director des Action-Rollenspiels Assassin’s Creed Valhalla, wurde wegen Fehlverhaltens entlassen. Ismail war bereits vor wenigen Wochen selbst zurückgetreten, blieb bisher Ubisoft aber als Mitarbeiter erhalten. (Via)

Ich checke immer noch nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat? Ashraf Ismail ist offenbar ein Arschloch, das seine Frau mit diversen anderen Damen betrogen hat. Die Streamerin Dani machte ihre Affäre mit Ashraf Ismail öffentlich. Daraufhin entbrannte auf Twitter ein öffentlicher Shitstorm/Hexenjagd. Das heißt, wir sind jetzt soweit gekommen, dass Twitter eine „gerichtliche Instanz“ ist, die mich für private Verfehlungen meinen Job kosten kann? Ich finde die Begründung, die beim ersten Blogeintrag zu dem Thema in den Comments genannt wurde, irgendwie nicht schlüssig: „Sein Verhalten hatte halt negative Auswirkungen auf seinen Job bei Ubisoft. Auch der Ruf der Firma wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen“.

Was ich privat mache, ist meine Sache. Wie können denn moralische Fragen, die keinerlei Gesetze brechen, dazu führen, dass ich meinen Job verliere? Sind wir nicht an einem Punkt angekommen, in dem diese ganzen Social Media-Shitstorms und -Hexenjagden zu viel Macht bekommen?



7 KOMMENTARE

  1. sehe ich ganz genau so. hoffentlich wurde er ordentlich abgespeist ansonsten hoffe ich mal auf eine erfolgreiche Klage gegen das Unternehmen. das ist ein sehr gefährlicher grad auf dem sich hier bewegt wird der tür und fenster für mehr entlassungen durch privategründe erlaubt. genau so begtinnt ja faschismus zuerst sucht man sich leute die offensichtlich keiner mag und die gründe werden dann immer geringer.

  2. „Inspiriert von historischen Ereignissen und Charakteren. Dieses fiktive Werk wurde von einem multikulturellen Team verschiedenster Glaubensrichtungen und Weltanschauungen entworfen, entwickelt und fertiggestellt.“

    Dieses Zitat kann sich Ubisoft demnächst bei den Assasins Creed Titeln dann sparen.

  3. Tja hätte er sich mal nicht so nen Ring an den Finger gesteckt, dann könnte er rumhuren soviel er will und keinen hätte es interessiert.
    Willkommen in den Moralvorstellungen der Westlichen Welt.

  4. Der von Steve angesprochene Fall muss in einem größeren Kontext gesehen werden.
    Ein ziemlich heftiger investigativer Artikel von Jason Schreier hat jüngst ne ganze Latte von Vorwürfen gegen eine nicht unerhebliche Anzahl von ranghohen Ubisoft-Mitarbeitern publik gemacht. Die Spanne reicht von ‚ist halt n Arsch‘ bis hin zu sexueller Belästigung, Betäubungsmitteln in Getränken und Vergewaltigung. Und das nicht erst seit Gestern.
    Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, das diese Personen von Ubi’s Personalabteilung über Versetzungen und Beförderungen über Jahre geschützt worden seien. Und das alles brach sich in den letzten Wochen nun Bahn auf den entsprechenden Kanälen. „PR-Desaster“ trifft es schon nicht mehr.
    Vor diesem Hintergrund findet nun also die Große Hauswoche stadt. Wobei erwähnt werden sollte das die Beschuldigten zum Teil mit ordentlichen Boni und Abfindungen noch einen vergoldeten Abgang feiern.

    Und zum angesprochenen Manager:
    Zur Spielevermarktung gehört auch immer PR und Werbung. Und da kommt „Hier ist unser neues Spiel. Chefentwickler: dieses Arschloch!“ nun mal nicht ganz so gut.
    Grundsätzlich geb ich dir Recht Steve, privates und berufliches sollte getrennt werden, auch in der Betrachtung von Außen.
    Allerdings: wenn mein Hausarzt bei Pegida mitläuft ist mir das egal. Wenn danaben der Lehrer meiner Tochter mitmarschiert habe ich dringenden Gesprächsbedarf mit der Schulleitung. An der Stelle ist die schön gedachte Trennung ein Ideal, die Wirklichkeit aber schwieriger.

  5. Hier ein tweet von Jason Schreier dazu der ein wenig aufklärt warum er gefeuert wurde.
    „but it’s important to note that he wasn’t fired for “cheating on his wife” — he met the fan through his position as a Ubisoft public figure and director of Assassin’s Creed“

    Er hat also seine Position ausgenutzt für seine Affären. Ob das jetzt genug ist um ihn direkt zu feuern muss jeder selbst entscheiden.

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