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Die Academy des Filmpreises Oscar trifft eine historische Entscheidung und ändert die Regeln für die Sparte „Bester Film“. Gefordert wird fortan mehr Diversität in den Geschlechterrollen, auch Minderheiten sollen stärker repräsentiert werden – sonst keine Nominierung. (Via)

Ist es nicht eine Form vom Faschismus, Kunst mit politischen oder gesellschaftlichen Zwängen zu belegen? Mit so einer Entscheidung verliert der Filmpreis meiner Ansicht nach jegliche Glaubwürdigkeit. Ein guter Film ist ein guter Film. Es kann und darf nicht sein, dass eine Oscar-Nominierung vom Geschlecht, der Hautfarbe oder der Religion des Hauptdarstellers abhängig ist. Das ist umgekehrter Rassismus. Und ich finde es langsam wirklich erschütternd, welche Dimensionen die ganze Sache in den USA mittlerweile annimmt…

Toleranz und Meinungsfreiheit sind keine Einbahnstraße!



55 KOMMENTARE

  1. Natürlich eine absurde Regel, aber macht sie wirklich einen Unterschied? Würde überhaupt im heutigen Zeitgeist ein Film ohne diversity einen Oscar gewinnen dürfen ohne dass die Academy sich wieder Vorwürfe geben müssten?

  2. „Ist es nicht eine Form vom Faschismus, Kunst mit politischen oder gesellschaftlichen Zwängen zu belegen?“

    Ja.
    Die Leute, die das Grundkonzept nicht verstehen…

    Aber so schauts ja meistens aus mit der „großen Masse“. Wofür man kämpft, was man will, worum es geht, was das Ziel ist – verstehen die meisten ja gar nicht erst. Und nja, Leute – ist halt so. Ich feier den Begriff jetzt auch nicht allzu sehr…

    Man sieht es ja auch in Amerika teilweise als Nebenbeispiel, falls ihr anderer Meinung seid.

    Auf jeden Fall artet sowas dann teils in dem Gegenteil aus, von dem was man eigentlich erreichen wollte. Da schwappt seid einigen Monaten eine ganz eklig nervige Welle von Links heran die halt eben auch faschistisch und extremistisch ihre Meinung als einzig Richtige propagiert, was dem eigentlichen und ursprünglichen Sinn und Zwecke der „linken Bewegung“ wohl eher zuwider sein sollte. Tendenziell ist irgendwie eine Extremisierung [das Wort habe ich gerade erfunden oder?…] sämtlicher öffentlicher Meinungen zu spüren, wenn ihr mich fragt.

    Und auch wenn ich die „linken Meinungen“ meist teile, halte ich diese Extremisierung und absolute Selbstgerechtigkeit, welche repräsentiert wird, als extrem schädlich.

    Egal ob von rechts oder links.
    Ist das eigentlich seid Social Media/Internet schlimmer geworden mit der „Schreihals-Kultur“?
    Wer am lautesten schreit hat Recht?
    Bzw. dass diese Leute [und ihre Anhänger] nun auch global Unterstützung und Anklang finden, sowie sich organisieren? [Trump z.B.]

    Oder rave ich mal wieder like a madman?

  3. Das natürlich erstmal absurd, aber wenn man sieht, dass der Cast der großen Hollywoodfilme sowieso immer diverser wird, ist es eigentlich mehr oder weniger nur Formsache.
    Blockbuster, in denen nur noch weiße Männer in den Hauptrollen sind, gibt es de facto seit einigen Jahren fast nicht mehr.

    • Jup, heute wird gejubelt, wenn es ausschließlich Schwarze sind und die Weißen als Bösewichte noch auftreten dürfen (Black Panther).
      Die andere Form der Diversität sind ja die Frauen-Spin-Offs die ja so gigantisch gut laufen:

      -Ghost Busters (2016): Imdb 5.2 — Orginal imdb 7.8
      -Ocean´s 8: imdb 6.2 –Orginal imdb 7.7
      -Was Männer wollen: imdb 5.3 — Orginal imdb 6.4 (Das war schon schwer zu unterbieten!)

      Wie gesagt, auf kurz oder lang gräbt sich Hollywood selbst das Wasser ab. Nimmt man als Faktor noch die A*schkriecherei vor China mit hinein (Mulan Orginal imdb 7.8 vs Mulan 2020 imdb 5.5), ist man vom Anspruch her knapp über dem Feld-Wald-und Wiesen Youtuber, weil die CGI-Effekte noch besser sind.

      Die Einspielergebnisse sprechen eben auch Bände.

      • Du musst schon unterschieden, ob der Film ne Gurke ist, weil es an zB weiblichen Darstellern liegt oder der Film auch an sich kacke ist.
        Bei Ghostbusters liegt es zB nicht an den Frauen in der Hauptrolle, sonder dass der Film an sich Murks ist.

    • Müsste man in so einem Fall vielleicht auch im Kontext sehen, gerade bei historischen Filmen. Oder ein anderes Beispiel: „Parasite“, der letzte Oscar-Gewinner ist an sich auch nicht divers, weil es eben ein koreanischer Film ist und es dort deutlich weniger unterschiedliche ethnische Gruppen gibt als in den USA.

  4. Wahrscheinlich gewinnt im Fußball bald auch der absteiger. Oh man, ich will in so einer kranken Welt nicht mehr leben… Wann hat die Menschheit nur die Ausfahrt verpasst?

  5. Erheiternd und verstörend zugleich, wie sehr sich erwachsene Männer immer wieder am Feindbild „Greta“ abarbeiten müssen – selbst bei völlig themenfremden Diskussionen taugt das Mädel offenbar als Schuldige für all die Probleme dieser Welt und wird als Meme für alles Üble etabliert.

    Sicher, dass das Problem einfach so verschwindet, wenn man nur lange genug die Überbringerin der Botschaft verunglimpft?

  6. Bin ganz deiner Meinung, Steve. Die ganze „SJW“-Bewegung wandelt sich langsam zu dem Bösen, das sie vorgeben bekämpfen zu wollen.

  7. Muss grad an das Meme denken, wo sich der Fahrradfahrer selbst den Stock zwischen die Speichen rammt und dann umfällt.
    Ich liebe gute Filme und ich habe keinen Bock bei Filmen permanent irgendeine politische Agenda ins Gesicht geschmiert zu bekommen. SchauspielerInnen / Crewmitglieder sollten mitwirken, weil sie gute Arbeit leisten, nicht weil sie in eine kulturelle Schublade passen, aus der man sich noch bedienen muss, damit der Film Oscar Approved ist.

    Erfreulicherweise leben wir in einer Zeit, in der auch in anderen Teilen der Welt grandiose Filme produziert werden. Ganz ohne Transvestiten-, Homo- oder Rassequote.

    • Welcher Film ist denn bitte frei von Ideologie?
      Zwar bekommt man die nicht immer direkt ins Gesicht geschmiert, aber mir ist kein Film bekannt, der frei von jedwediger Ideologie ist. Ob es jetzt eine politische Agenda ist, irgendwelche Geschlechterthemen, Kapitalismus,…
      Jeder Film sagt etwas über die Intention des Machers aus, manchmal sieht man es nicht direkt, wenn man den Film schaut und muss sich damit etwas mehr auseinander setzen.

      • Ich bin da deiner Meinung. Es geht mir auch nicht um Ideologie an sich. Wie langweilig wäre bitte die Filmlandschaft, wenn sie keine ideologischen Themen behandeln würde? Es gibt für mich aber einen Unterschied zwischen Ideologie von Außen und einem ideologischen Plot. Es muss einfach passen, sonst wirkt es aufgesetzt, springt mich an und holt mich aus meiner Immersion.
        Auch der ganze Talk um Produktionen, die im Nachinein uminterpretiert werden nervt. Warum ist die „Bullet Time“-Szene in Matrix 20 Jahre später plötzlich ein Symbol für die Geschlechtsveränderung von Neo? Warum ist Agent Smiths Motivation in den Filmen heute ganz klar Transphobie? Warum habe ich das nicht schon 1999 erkannt? Wo ist der Bus und wo habe ich verpasst einzusteigen?

        Vielleicht bin ich aber auch schon zu festgefahren und unflexibel. Wer weiß.

  8. Du kannst die Kriterien ja offscreen abdecken, ohne irgendwas an deiner künstlerischen Vision einzubüßen. Letztlich waren die Oscars schon immer etwas politischer als viele realisieren. Wir hatten Perioden in denen es undenkbar, dass bestimmt Konstellation gewinnen. Wir hatten Phasen in denen Filme aufgrund von aktuellem Zeitgeschehen gewannen, usw.

    Much ado about nothing.

  9. Auch wenn die Intention dahinter vielleicht gut gemeint ist, sehe ich dies sehr kritisch.
    Hier wird versucht Einfluss auf ein Kunstwerk zu nehmen. Der Film entspringt einer Idee von einer oder mehreren Personen, welche eine genaue Vorstellung haben, wie sie was zeigen wollen. Solche Vorgaben beeinflussen jetzt den Schaffensprozess des Films. Studios reden dann noch mehr in den Filmdreh rein, damit irgendwelche Kriterien erfüllt und Preise abgeräumt werden können. Die Einflussnahme ist nicht im Sinne des Schöpfers und verfälscht sein Werk.
    Es kommt ja auch keiner auf die Idee einem Musiker zu sagen, dass er bitte neben E Gitarre auch noch Instrumente XYZ dabei haben muss , damit auch Afrika auf der nächsten LP vertreten ist. Oder bitte den Bassist gegen eine asiatische Didgeridoo Spielerin auszutauschen.

    Nichtsdestotrotz ist es richtig, dass versucht wird mehr Diversität vor und hinter der Kamera zu erreichen. Nur solche Maßnahmen finde ich da völlig fehl am Platz. Hier geht es um Kunst und nicht um irgendwelche Aufsichtsräte, Gremien etc. wo so etwas angebracht sein könnte.

  10. Das ist genau so wie ne frauenquote, total Schwachsinn. Warum soll ich ne Frau einstellen wenn es dafür ein Mann gibt der es besser macht (oder auch anders rum). Wer besser ist, bekommt den Job.

    • „Wer besser ist, bekommt den Job.“
      Absolut richtig.
      Und warum sollte ich lieber nen Mann einstellen wenn er genauso oder sogar schlechter ist als eine Frau? Richtig macht auch keinen Sinn. Ist aber immer wieder passiert, deshalb wurde eine Frauenquote eingeführt.

        • Seit in New York (bzw. vermehrt in den USA) für Orchestras eine „blind audition“ durchgeführt wird, hat sich der Frauenanteil in den Orchestern massiv erhöht.

          • Weil ich es auch grad schreiben wollte, kommentier ich dich Balle 😀

            Für die meisten professionellen Orchester wird man auf Lebenszeit berufen, also da wechselt generell recht selten die Besetzung. Dort war „gender discrimination“ ein Problem (natürlich wurde auch hier das ganze abstritten, weil es eben nicht bewusst geschah) und es wurden „Blind Auditions“ eingeführt: Von 6% Frauenbeteiligung in den 1970er siegt diese auf 21% bis 1993 an. Schlicht durch die Tatsache, dass das Geschlecht beim Vorspiel nicht bekannt und erkennbar war.

            Wie Balle schon sagt, gibt es heute im NY Orchestra beinah Parität. Wenn man also nicht glaubt, dass die Anzahl talentierter Frauen seit 1970 zufällig stetig steigt (man beachte hier die Seltenheit, mit der sich neue Posten überhaupt auftun)… könnte man wirklich annehmen, dass solche Maßnahmen nützlich sind.

            Im Übrigens gibt es jetzt die Diskussion, ob die Blind Auditions noch notwendig sind, da durch das Vorhandensein beider Geschlechter der „Drang, Peers einzustellen zugunsten eines Geschelchts“ ausgehebelt ist und diese Maßnahme somit nicht mehr notwendig ist.

            Eine Quelle: https://gap.hks.harvard.edu/orchestrating-impartiality-impact-%E2%80%9Cblind%E2%80%9D-auditions-female-musicians

        • Bei mir in der Firma. Betriebsratswahlen, ein Kandidat hat praktisch keine Stimmen, ist aber dank der Geschlechterquote in den BR gekommen während zweit Frauen mit deutlich mehr Stimmen draußen geblieben sind. Auch als Mann fand ich das total bescheuert. Mir wäre sogar ein rein Weiblicher BR lieber als Quotenmänner.

  11. Auch wenn ich die Entscheidung selbst nicht unterstütze, sollte man der Vollständigkeit halber sagen, dass die Diversität nicht zwingend vor der Kamera gefordert wird. Die „auferlegten“ Restriktionen können auch durch eine Diversität bei Produzenten, Kameraleuten usw. erreicht werden. Hier eine komplette Aufführung der Möglichkeiten: https://comicbook.com/movies/news/oscars-adding-inclusion-and-representation-requirements-for-best-picture-eligibility/#7

    Auch wird hier die Kunst nicht mit irgendwelchen staatlichen Zwängen belegt sondern ein „privates“ Preiskomitee stellt Regeln auf, nach denen es seinen Preis für Kunst verteilt. Der Begriff „Faschismus“ ist hier noch viel mehr Fehl am Platz als bei irgendwelchen Corona-Demos.

  12. Wirklich klar wie wack diese Forderung ist fällt einem erst auf, wenn man den Maßstab auf die Besten Filme der letzten 50 Jahre legt. Auf den ersten Blick fallen dann 2/3 der Filme raus, weil sie nicht divers genug sind.

    Aber bitte gerne, treibt das weiter. Hollywood ist in meinen Augen eh nur noch unterstklassige Kunst und kann komplett ignoriert werden. Gute Filme sind ja schon seit Jahren Mangelware, so nagelt man den Sarg halt erst richtig zu.
    Leider sehe ich keine andere Instanz, die übernehmen könnte.
    Vielleicht hat ja Til Schweiger nach seinem grandiosen Erfolg mit „Honey in the Head“ (12.500 Dollar Einspielergebnis bei nur 4,622.979 Euro Filmförderung des deutschen Steuerzahlers) eine Idee, wie man Hollywood retten könnte.

  13. Wenn man sich die Vielfaltskriterien anschaut, von denen man zwei Erfüllen muss…ist das nun echt nicht die allergrößte Sache. Und mit der Kunst ist es wie mit unsinnigen AfD-Anträgen im Bundestag: Du kannst alles machen, aber du hast keinen Anspruch darauf, dass irgendwer es haben will.
    Die nächsten Jahre werden zeigen, wie wichtig es Filmmachern ist, einen Oscar zu bekommen, oder ob sich die für die breite Masse ohnehin nur so semi-aussagekräftige Veranstaltung endgültig obsolet macht.

    Das hier sind übrigens die vier Kriterien, wovon ein Film ab 2023 mindestens zwei erfüllen muss:
    https://www.oscars.org/news/academy-establishes-representation-and-inclusion-standards-oscarsr-eligibility

    • Danke für den Link. Scheint ja ne Nebenkerze zu sein, denke nicht das irgendein Film der Anspruch auf nen Oscar geltend macht, das nicht umsetzen kann …

    • Was macht Hollywood eigentlich mit einem Film, der zwar schön divers ist, in dem aber die Nichtweißen die Bösen sind?

      „Fatal error, array bad_poc was not defined“?

      Vielleicht sollte Michael Moore ja mal eine Südafrika-Doku drehen …

      • Äh…ja. Der stereotypische „Bösewicht“ in den meisten Hollywood-Filmen ist ein schneeweißer Familienvater aus der Voreifel. Nur in seltensten Fällen ein Feld-, Wald- und Wiesendiktator, wahlweise dunkelhäutig oder Moslem, aber immer mit stylischer Sonnenbrille.

  14. Also würde in Zukunft der aktuelle Preisträger „Parasite“ auch nicht nominiert werden können, weil nur Asiaten mitspielen? Was wäre mit einem „Black Panther“? Nur Schwarze ist auch nicht divers.

    Treibt es nur immer weiter auf die Spitze liebe Linke, Demokraten und angeschlossene Film- und Rundfunkanstalten.
    Wundert auch aber nicht, wieso die Menschen in eigentlich in der Mitte sind, dann doch einen Trump wählen, weil ihnen dieser verordnete Unsinn und Bevormundung auf den Keks geht.

    • Ganz ehrlich: Lies dir die Kriterien durch. Gefühlt erfüllen 99% aller nominierten Filme die Kriterien oder könnten es easy tun, ohne das sich am Film was verändert.
      Das hier ist wieder nur eine dieser „mutigen Änderungen“, die in Wahrheit lediglich den Status quo in ein Regelwerk gießt.

      • ach kommt, heute sind es 2 Kriterien in 5 Jahren alle 4 und in 10 Jahren legen wir noch 4 weitere fest.
        Wenn Filmemacher bzw Studios ihre Projekte und Drehbücher in erster Linie nach Diversität planen, läuft einfach etwas schief

        • „Ach kommt, heute ist es die Homo-Ehe, in fünf Jahren Bigamie und in 10 darf ich meinen Hund heiraten“
          Fokussieren wir uns doch einfach bitte auf das, was wir vor uns haben. Und das ist einfach eine Pimmelquote, die jedes Dödelstudio erfüllen kann, ohne das sich was am Film ändert.

    • Es geht um unterrepräsentierte Gruppen. Und Asiaten sind in amerikanischen Filmen eine unterrepräsentierte Gruppe. Also hat Parasite kein Problem.

      Männlich, weiß, hetero … damit darfst du deinen Film nur noch zu 70 % anfüllen, wenn du nominiert werden willst.
      Für die restlichen 30% kannst du den Rest der Weltbevölkerung nehmen. (alle Frauen, alle nicht weißen hetero Männer , weiße hetero Männer, die einer ethnischen Gruppe angehören – z.B. ein Bayer in Lederhose, der bayerisch spricht, LGBTQ+, Menschen mit Behinderungen, usw… )

      • und das ist jetzt warum wichtig, wenn es darum geht ob ein Film ausgezeichnet werden darf?
        Wenn 3 weiße Typen einen kleinen Film über was weiß ich, eine Gruppe Rednecks drehen. Dann darf dieser egal wie gut oder wichtig oder was auch immer er wird, auf gar keinen Fall zu den Oscars weil keine Frau oder Asiaten oder LGBTXYZBLABLABLUB+- beteiligt sind?

        • Ich bin mir sicher, wenn es eine Crew von 3 Personen, egal welcher Nationalität, Geschlecht oder Sexualität es schafft, einen Film allein zu machen, welcher nicht im Bereich „Bestes Drehbuch“ oder „Bester Kurzfilm“ oder selbst „Bester Nebendarsteller“, sondern „Bester Film“ nominiert wird… dann kann man auch noch mal über diese Regeln reden.

          Warum redet man übrigens bei „Bester Film“ nicht darüber, dass in den letzten 92 Jahren von 563 Nominierungen nur 11 Nicht-Englische Filme (~2%) überhaupt dafür nominiert wurden, nur 2 Superhelden-Filme (~0,4/%) , 1 oder 2 Schwarz-Weiß (~0,4/%) und exakt 2 Stummfilme (~0,4/%). Genauso wurden nur 11 Sci-Fi-Filme nominiert (~2%).

          Anime Filme werden dabei sogar als „Bester Animationsfilm“ meistens übergangen und allgemein waren nur 2 Animationsfilme in der Auswahl als „Bester Film“: 1992 Schöne und das Biest (noch vor Einführung von Bester Animationsfilm) und dann 2010 Oben/Up (und das sogar als Beweis, dass das trotz „Bester Animationsfilm“ nach wie vor möglich ist, einen Animationsfilm als „Besten Film“ einzureichen)

          Also musste „Bester Film“ schon bisher nahezu immer in Farbe, mit Ton, ohne Superhelden und kein Sci-Fi, Realverfilmung und in Englisch sein.

          Aber bei der Notwendigkeit einer Diversen Cast/Crew hört es aber auf? Davor war das vollkommen okay, dass die Oscars nur so tun, als ginge es um die tatsächliche Qualität des Filmes und nicht um Geld, Prestige und Macht – aber jetzt wird auf einmal was von der Zerstörung künstlerischer Visionen geredet? oô

          • Weil die Oscars kein „Weltpreis“ sind und auch nicht sein wollten, sondern eine Hollywood interne Veranstaltung.
            Der Rest ergibt sich aus der Zusammensetzung der Mitglieder.

  15. Ich freue mich schon auf die ganzen historischen Filme, die aus dieser Entscheidung hervor gehen:

    Afroamerikanische Kreuzritter vs. asiatische Araber. Natürlich dürfen die vielen weiblichen Soldaten nicht fehlen. Denn eine Frau in der Rolle einer Prinzessin oder Magd ist ja sexistisch.

    • Du kannst die meisten Kriterien offscreen erreichen, in dem du die Filmcrew divers gestaltest.
      In deinem Beispiel: Du verpflichtest sechs PAs aus einer Minderheitengruppe, danach machst einen deiner Kreuzfahrer spanisch und castest dafür einen Hispanic. Bumms, Quote erfüllt, Film zählt.

    • Nicht zu vergessen die hispanischen Samurai.
      Manche Dinge kann man übertreiben.
      Mir gefällt eine gewisse Diversität, aber wenn diese nicht in ein Thema passt, weil das Setting es nicht hergibt, sollte man es nicht biegen oder brechen, nur damit man divers ist.

  16. Ich finde, dann sollte man den „Oscar“ als umgangssprachlichen Begriff auch gleich ändern.

    „… und das Greta für den besten Film geht an …“!

    Aber um ehrlich zu sein: Hollywood spricht nur aus, was seit 20 Jahren eh schon Gang und Gäbe ist. Die „besten Filme“ waren seitdem nur selten wirklich gut.

    • Naja bei aller berechtigter Kritik an der Entscheidung hier, die meisten Preisträger „Bester Film“ der letzten 20 Jahre sind schon sehr gute Filme, auch wenn sich manche Themen, in den sagen wir mal den letzten 5 Jahren, etwas gehäuft haben.

      American Beauty, Gladiator, A Beautiful Mind, Der Herr der Ringe, Million Dollar Baby, L.A. Crash, Departed, No Country for Old Men, Slumdog Millionär, The Hurt Locker, The King’s Speech, The Artist, Argo, 12 Years a Slave, Birdman, Spotlight, Moonlight, Shape of Water, Green Book, Parasite
      80% haben ihren Preis auch rückblickend absolut verdient meine ich.

      • Gut sind natürlich viele Filme, aber irgendwie muss doch ein „bester Film“ herausragen. In diesem Sinne meine ich „wirklich gut“. Mal als Beispiele: Million Dollar Baby oder 12 Years A Slave … ist für mich so die Kategorie „kann man gut anschauen, muss ich aber nicht auf DVD haben“. Im Unterschied zum Beispiel zu fast allen MCU-Filmen! Sicher, ich bin sicher nicht der Maßstab der Dinge, aber es gibt eben Filme, die mich aus den Socken hauen, und Filme, die es nicht tun. Von deiner Liste wären nur Gladiator und HdR Sockenhauer gewesen!

        Wenn ich einfach mal die 90er durchgehe: Der mit dem Wolf tanzt, Schweigen der Lämmer, Schindlers Liste, Forrest Gump, Braveheart, Titanic … das waren alles – in ihrer Art – epische Meisterwerke.

        • joar mit herausragen hast du schon recht, da sind viele der 90er weiter vorn, sehe ich auch so.

          Die Blockbuster Kohle ist von Action und Weltuntergangs Genre in Richtung Comic gewandert, aber Beste Filme sind das nunmal auch nicht, auch wenn da manche recht gut sind.

          • Es gibt wohl keine objektiven Kriterien, was einen Film „sehr gut“ macht, alleine schon das Genre ist einfach Geschmackssache. Aber Transen, Lesben und Maximalpigmentierte zu zählen, egal ob vor oder hinter der Kamera, ist, als wenn deine Sportzensur von deinen Französischkenntnissen abhängt!

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