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Der Komiker und Autor Serdar Somuncu hat mit dem Kabarettisten Florian Schroeder in ihrem Radioeins-Podcast „Schroeder & Somuncu“ einen Shitstorm hervorgerufen. Der Grund sind rassistische und frauenfeindliche Äußerungen. (Via)

Aktuell in den Twitter-Trends auf Platz 1. Der SJW an sich ist „not amused“. Ich habe Euch einfach mal einen kleinen Auszug unten angehängt.

Das Ding ist: Ja, nach heutigen Maßstäben ist es rassistisch und sexistisch. Aber irgendwie fühlt es sich richtig gut an, mal wieder einen Promi zu hören, der „einen Fick“ auf die ganze politische Korrektheit gibt und einfach das raushaut, was ihm gerade durch den Kopf geht – so drastisch das auch sein mag. Wenn man in der heutigen Zeit in der Öffentlichkeit steht, muss man auf jedes verdammte Wort achten – bloß nichts Falsches sagen, sonst entbrennt der nächste Shitstorm.

Auch wenn der Empörungsmob gerade auf Twitter loszieht und Berufsechauffierer wüten: Ich find’s geil, dass einfach mal wieder einer sagt „Ist mir wurst! Ich mache und sage das, was ich will“.

Und ich sehe es bildlich vor mir…

Hier könnt Ihr Euch die ganze Folge anhören —> Klick mich



39 KOMMENTARE

  1. Laut Kommentar von Serdar ist er hier in seine satirische Rolle gefallen. Auch wenn es schwer zu unterscheiden war, habe ich mir das schon so gedacht. Die getroffenen Aussagen kann man (vorallem in der Form) einfach nicht ernst nehmen, egal wie man es feiern will oder es ihm andichten will. Solche Aussagen sind heute einfach auch zurecht gesellschaftlich nicht mehr tragbar.

  2. Das richtig armselige daran ist nur das nach dem Twitter shitstorm direkt aus dem Podcast rausgeschnitten wurde.
    Besser hätte man keine Kritik an Cancel Kultur üben können chapeau

  3. Man sollte sich auch den kompletten Podcast hören, da sind einige gute Aussagen und Einschätzungen über das aktuelle Klima gefallen. Ich hab ihn schon länger nicht mehr verfolgt, auf der Bühne war er auch mehr oder weniger nicht mehr so präsent und seine Musik hat mich nie angesprochen.
    Ich feier es, das ist der Serdar den ich kannte und schon verloren geglaubt hatte mit seinem Partner hat er auch jemanden mit dem er auf Augenhöhe diskutieren kann und sich daraus im besten Fall ein höherer Mehrwert ergibt.

  4. Somuncu ist bei mir leider bereits in der selben Kategorie wie Ramstein gelandet.
    Fand ich mal richtig gut, aber da Jahr für Jahr nur versucht wird das Publikum mit etwas Neuem vor den Kopf zu stoßen ist es einfach nicht mehr wirklich aufregend. Selbst wenn er demnächst Alice Schwarzer vor dem Reichstag mit einem schwarzen Silikondildo verprügeln würde, risse mich das nicht mehr vom Hocker. Eine Auflehnung gegen die wirklich mittlerweile alles lähmende Überkorrektheit muss meiner Meinung nach von einer respektablen Person aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Leider gibt es keinen Thomas Gottschalk oder Stefan Raab mehr, die das Format und das Standing gehabt haben.

  5. Also auch nach mehrmaligem Anhören kann ich dem Inhalt nur zu 100% zustimmen. Sprachlich kommen mit zwar zu viele Pimmel und Muschis in seiner Aussage vor, aber der Rest stimmt. Insbesondere bin ich davon überzeugt, dass ein wesentlicher Ausgangspunkt dieser ganzen SJW-Scheiße tatsächlich aus sexuell frustrierten Weibern besteht. Ich betone: Ausgangspunkt! Natürlich hat sich dieses Geschwür inzwischen durch die gesamte (bisweile auch attraktive) Gesellschaft gefressen. Aber „wer hat’s erfunden?“ – die Gesichtselfmeter*innen!

    Die wichtigste Aussage ist aber eigentlich das „scheißegal“. Wenn wir endlich mal großflächig verstehen würden, dass die SJWs nicht etwa auf existente Probleme hinweisen, sondern vielmehr Probleme erfinden, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen, dann wäre ihre Macht schnell gebrochen.

    Wenn auf jeden Shitstorm in den Social Media ein „ist mir scheißegal“ folgen würde (anstatt sich zu beeilen, den Wünschen der Schneeflöckchen nachzukommen), wäre diese Pest bald ausgerottet.

    Und nein, ich meine diese Worte nicht im biologischen Sinne, ihr Pi*****! 😉

    • Ich dachte immer man muss die Sorgen aller Bürger ernstnehmen, wie abstrus sie auch sind? Das gilt gar nicht für alle? Ich bin schockiert 🙁

        • Islamisierung des Abendlandes wäre ein gutes Beispiel. Oder die latente Angst vor einem Pseudo-Sozialismus. Oder die eigentlich ziemlich abstruse Ansicht, wir leben im Moment nicht in „normalen“ Zeiten (gesellschaftlich-politisch gedacht, nicht im Bezug auf Corona).
          Es hieße doch, das müsse man alles dringend ernstnehmen, anstatt einfach zu sagen „siiiicher, natürlich ist das so *patpat*“

          • Islamisierung: Was ist daran abstrus? Willst du leugnen, dass der Anteil an Moslems an der Bevölkerung gestiegen ist? Willst du leugnen, dass wir massive Integrationsprobleme haben? Oder willst du leugnen, dass in der Menschheitsgeschichte bisher noch jedes Land zum Shithole geworden ist, in das der Islam kräftig genug reingeschissen hat? Die letzte Frage könnte ich auch freundlicher formulieren: In welchem islamisch dominierten Land würdest du gerne leben?

            Sozialismus: Erklärtes Ziel der Linken, soweit vorneweg. Ansonsten das ganze Theater um Gleichstellung (statt Gleichberechtigung), Schwächung der traditionellen Familie, Verbot kritischen Denkens (-> cancel culture), Vorschläge von Verstaatlichung und vieles mehr. Das passiert alles nicht von heute auf morgen. Aber eine grundsätzliche Angst vor Sozialismus ist schon deshalb gerechtfertigt, weil jedes derartige Experiment bislang Armut und Leichenberge hinterlassen hat. Finde ich jetzt nicht soooo erstrebenswert.

            Das dritte mit den normalen Zeiten … sorry, auch nach mehrmaligem Lesen verstehe ich nicht, was du sagen willst.

            Vielleicht sollten wir uns erstmal über „abstrus“ verständigen. Für mich wäre „abstrus“ so als Beispiel die Deutschland AG und ähnliches.

            Keinesfalls „abstrus“ sind Verläufe, welche man aufgrund mathematischer und/oder historischer Daten ohne große Probleme in die Zukunft projezieren kann.

          • Islamisierung: Das wäre ein vorgehender Prozess, der geplant und gewollt ist (Stichwort „Bevölkerungsaustausch“). Das ist einfach Unfug, fertig. Und hat auch erstmal herzlich wenig mit Integrationsproblemen zutun.

            Sozialismus: Der Begriff Sozialismus wird nur blöderweise ausgeweitet. Vorbild dafür sind die USA, wo schlichtweg alles, was den Hauch von „links“ hat, als Sozialismus verklärt wird. Eine Lesart, die sich Europa auch immer weiter zu eigen gemacht wird.
            Beispiel dafür wäre sicherlich das Thema Chancengleichheit, aus dem man sich einfach ausklinkt, weil es „sozialistische Gleichmacherei“ ist und mit sowas braucht man sich ja gar nicht erst befassen. Völlig egal, was Wissenschaft und gesunder Menschenverstand sagen.

            Das dritte ist die Annahme, dass es irgendwann mal ein „Normal“ gegeben hat, von dem wir uns wegbewegen. Wie z.B. der Glaube, die Aussagen der CDU rund um 2000 wären „normal“ und jede Abweichung davon wäre „unnormal“ (lässt sich aber auch auf vieles andere Übertragen). Dabei ist es ein historischer Fakt, dass es kein „normal“ gibt, für Deutschland sogar schon gar nicht. 40-60 Jahre, länger hat „normal“ für Deutschland nie gehalten.

            Und mit deinem letzten Absatz bin ich froh, dass du den menschengemachten Klimawandel endlich als Fakt anerkennst. Freut mich!

          • Islamisierung: Du benutzt den Begriff im Sinne eines Planes, ich im Sinne eines Geschehens.

            Sozialismus: In der Ferne höre ich Dudelsäcke … no-true-scotsman?

            „Normal“: sicher kann man keinen „Mittelpunkt“ definieren. Dass sich aber die CDU auf der eindimensionalen Skala nach links verschoben hat unter Merkel, ist wohl nicht bestreitbar. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die AfD – zumindest programmatisch – in etwa da steht, wo seinerzeit die CDU stand.

            Klimawandel: Zu früh gefreut: die Modelle taugen ja bekanntermaßen nichts und können nichtmal die Vergangenheit exakt abbilden. Im übrigen habe ich den Klimawandel schon immer als Fakt anerkannt. Ich bezweifle nur den maßgeblichen menschlichen Einfluss darauf.

    • […] die SJWs nicht etwa auf existente Probleme hinweisen, sondern vielmehr Probleme erfinden, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen, […]
      MOOOOment, heist das etwa, die SjW sind nichts anderes als ein Knight-Rider-Buff im Sozialgefüge der Menschheit? Witzig…

      • Joa, geht schon so in Richtung „Unsichtbarkeit entdecken“ in Classic-WoW! 😉 Oder eigentlich vielmehr im Reallife. Und die SJWs versuchen verzweifelt zu beweisen, dass sich Nazis, Rassisten und alte weiße CIS-Männer unsichtbar machen können!

  6. Drauf zu scheißen, was andere denken, ist das Eine und natürlich durchaus berechtigt. Mit Plattitüden zu arbeiten, nur um zu provozieren, ist aber billig und zeugt von Kurzsichtigkeit, archaischen Denkhierarchien und am Ende schlichtweg Ignoranz.

    Ich respektiere und akzeptiere andere Meinungen, natürlich auch deine, aber bei stumpfer Ignoranz und dem Nachplappern von lauten Stimmen hört es bei mir auf. Ich bin seit Anfang an mal mehr, mal minder stiller Zuhörer und Leser und verfolge deinen Content seit den ersten WoW-Nächten. In letzter Zeit bietest du hier aber häufiger solchen „Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-dürfen“-Menschen eine Plattform. Damit promotest du Alltagsausgrenzung und vertreibst langjährige Follower wie mich. SJW und ihre Inhalte muss man nicht gut finden, aber deswegen die andere, genau so laute Seite zu supporten und die Aussagen nicht gesamtpolitisch einzuordnen, ist mir einfach zu primitiv.

    Mein versucht konstruktiver Vorschlag: diskutiere in einem Format die Argumente beider Seiten und ordne diese in einem gesellschaftspolitischen und moralischen Kontext ein. Das wäre nicht nur ein bildungsnahes und aktuell äußerst relevantes Format, sondern auch differenziert und damit sehr viel wertvoller, als das simple Verdammen der SJW und das Nachplappern von „Scheiß-egal“-Plattitüden.

  7. Oh herrlich, ich feier ihn grad so dermaßen. Somunco war schon immer einer der aneckt und provoziert und dies auch will. Aber ich find das gut. Und wenn man ehrlich ist, mindest die Hälfte seiner Aussagen denkt man sich doch auch wenn man sowas liest über die SJW.

  8. Kann man jetzt unterschiedlich sehen, was er da sagt. Wo ich 100%ig bei ihm bin, ist die Aussage „ist mir sowas von scheiß egal“. Prinzipiell ist es mir vollkommen egal, welches Geschlecht, Aussehen, Hautfarbe, sexuelle Orientierung, Religion o.ä. du hast, geh mir halt einfach nur nicht auf den Sack damit.

    Ob man jetzt Leuten „Neger“ o.ä. ins Gesicht sagen muss, dass kommt ganz darauf an. Wenn ich jemanden lange kenne und ihn im Witz so nenne, kann das für okay sein. Wenn sich jemand davon aber angegriffen fühlt, kann man das auch akzeptieren, weshalb man vllt. nicht willkürlich Leute so bezeichnen sollte. Auf der anderen Seite muss man sich ja auch nicht immer bei jeden Spruch bis zur Existenz beleidigt fühlen … tue ich ja auch nicht wenn mich der Kumpel „Weißbrot“ nennt 😉

  9. Ich persönliche finde es sind gerade die Leute die es „nicht so meinen“ schlimm, weil sowas ist halt Alltagsrassismus und co. Leute sagen auch Schwuchtel als Beleidigung, ist das meistens homophob gemeint? Nein.

    Ich finde es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn einen sowas nicht interessiert. Gibt es größere Probleme als die Debatte ob es jetzt Zigeunersoße heißt oder nicht? Joa, doch, massig.
    Aber auf der anderen Seite dann zu sagen „Joa, das sind alles ungebumste hässliche Frauen die sowas schreiben“ … muss man selber wissen.

    Wenn man so argumentiert „Ja, dass ist ne unwichtige scheiße, weil sich da eh nur dran Leute aufgeilen die sonst nichts haben und das ist so und ich habe damit gewonnen“ kann dann ja auch auf alles abgewandelt werden.
    Warum regen wir uns dann über AfD auf, wenn sie was sagt, ist ja auch nicht rassistisch gemeint, warum fühlen sich denn alle angesprochen, die meinen dann ja nur, dass die „Hässlichen und schmarotzenden asozialen Ausländer weg sollen“ da sind doch bestimmt auch welche bei die sich aufregen „Ja, kack Deutsche alles Rassisten mit ihren Zigeunersoßen und Negerküssen“…

    Das ist halt nicht mehr „Who cares, haben wir nicht wichtigere Sachen als alles auf political correctness zu Prüfen“ sondern nochmal ne Schüppe dazu werfen, weil „Es ist mir ja egal, was der Haufen armseliger Leute sagt und ich kümmer mich nicht drum“.

    • Nach der Live-Ausstrahlung bei Instagram hätte Radioeins den Podcast redaktionell bearbeiten müssen, die missverständlichen Passagen einordnen beziehungsweise herausnehmen müssen, wie der Sender weiter betonte. „Es tut uns leid, dass es zu diesen Missverständnissen gekommen ist.“

      Den gibts so nicht mehr. Wurde gecancelt :>

  10. Da ich schon einiges von Serdar gesehen habe (sowohl Comedy als auch ernste Interviews) rieche an dieser Stelle ganz starke Ironie und wenig Ernsthaftigkeit. Er lässt die Auflösung gerne mal im Unklaren, um den Zweifel wirken zu lassen.

    Wie man das Gesagte, wenn man es als ernste Aussage aufnimmt, feiern kann ist mir schleierhaft. Ich verstehe es so, dass er die Empörungskultur angreift, in dem er die gängisten sterotypen Bilder und Stammtischniveau nutzt- also die unterste Form der politischen Unkorrektheit, die weit unter seinem Niveau liegt. Ich höre mir aber mal den ganzen Podcast an.

  11. Muss zugeben ich mochte alte Sache von ihm und mein erster Gedanke bei den Trends war ‚ah somuncu haut da satirisch pointiert in die Kerbe‘ – leider nope.
    Also vor allem der Ausschnitt ist doch einfach nur sexistische Parolen, also ja kann man sagen (vorzugsweise halt privat), aber irgendwie hatte ich da noch nen intelligenten twist oder irgendwas erwartet… ich versteh nicht was der Sinn davon ist? Für mich wirkt das nur wie ein ‚guckt mich an, ich bin so edgy‘ :/
    Wow, von rassismus betroffene fühlen sich angegriffen von rassistischen parolen & von sexismus betroffene fühlen sich angegriffen von sexistischen parolen – wer hätte das gedacht?
    Also wie gesagt, sonst mochte ich immer sein ‚alle minderheiten haben ein recht auf diskriminierung‘, aber das fand ich einfach nur plumb nach unten treten.

    • Interessant finde ich übrigens auch, dass du bei ‚Umweltsau‘ als Problem der Gesellschaft kritisiert hast, dass die Leute direkt in die Nazi-Ecke gestellt werden, bloß weil Sie sich nicht als Umweltsau beleidigen lassen wollen, aber wenn man sich nicht als ungebummste hässliche schabracke bezeichnen will, dann ist man eben direkt nen getriggerter SJW.

      Das finde ich schon irgendwie mit zweierlei Maß gemessen.
      Was grundsätzlich menschlich ist, weil es hier nunmal aus deiner Sicht die Richtigen trifft. Ich hab mich über Attila Hildmanns Verhaftung auch mehr gefreut als mich die Verhaftung eines Demonstranten freuen sollte, aber ist halt ein guter Zeitpunkt zu reflektieren ob man da wirklich rational rangeht.

  12. Kannte ihn vorher nicht und habe glaube ich auch nicht viel verpasst. Aber ist halt leider wieder Typisch. Eine Bekannte Persönlichkeit sagt etwas und das Internet dreht durch. Wenn das seine Sicht und Meinung ist SO WHAT?!? . Ich glaube ich werde nie verstehen warum Leute sich über sowas aufregen.

  13. Zuerst fand ich es sehr primitiv…musste am Ende aber doch schmunzeln.
    Ansonsten halt seine „mir doch Egal ich benutze schlimme Wörter“-Art mit der er gerne provoziert.

    Die Frau auf dem Photo passt auch sehr gut dazu 😀

  14. Joa…ich sag mal, ich fand ihn vorher unsympathisch und unlustig, daran ändert sich jetzt nicht so rasend viel. Und bevor die „Neutralen“ wieder jammern: Ja, ich find auch das meiste, was er über die AfD gemacht hat (im Rahmen der heute-show) ziemlich cringe, weil der Typ halt einfach cringe as fuck ist.

    • Ich kenne ihn eigentlich auch nur daher, dass er in öffentlich-rechtlichen Talkshows sitzt und über die Nazi-AfD herzieht. Naja, brauchte wohl Geld, der Mann.

      Aber im Grunde ist er doch Bruder im Geiste vom Krömer! Gegen die AfD UND gegen SJWs … es gibt sie also noch, die politische Mitte!

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