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„Ich denke gerne daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen haben. Ich spreche über unser tägliches, morgendliches Telefonat zur politischen Lage. Nicht, was ihr jetzt denkt.“

Mit diesen Satz hat FDP-Chef Christian Lindner auf dem FDP-Bundesparteitag seine bisherige Generalsekretärin Linda Teuteberg verabschiedet. War das ein doofer Witz oder einfach nur eine missverständliche Formulierung – wie es Lindner selbst auf Twitter schreibt…

Ihr könnt Euch vorstellen, was dazu aktuell auf Twitter und co los ist…

Er hat einen geschmacklosen Witz gemacht. Geht natürlich in dieser Zeit der Berufsempörer und Moralapostel nicht mehr. Also scheint die einzig angemessene Lösung die sofortige Hinrichtung von Lindner zu sein. Amen!



17 KOMMENTARE

  1. CL muss durchaus vorher bewusst gewesen sein, wie der Spruch bei den Zuhörern ankommt und interpretiert wird… und er hat genau diesen „Witz“ ja auch schon 2017 gebracht…

  2. Kann jemand erklären, was daran sexistisch ist?
    Selbst wenn er rausgehauen hätte: „Joa, ich hab die Linda die letzten 15 Monate 300 Mal gefickt“, ist das doch nicht sexistisch. Oder hat er sie irgendwie aufgrund ihreres Gschlechts benachteiligt oder diskriminiert? Ich würde sagen: ganz im Gegenteil. Er hat sie (unabhängig des Geschlechts) doch bevorzugt und gut von ihr gesprochen.
    Diese alternativen Realitäten nehmen langsam überhand.

  3. Der Witz ist grundsätzlich kein Drama, so was würde ich im Freundeskreis auch machen und niemand wäre deswegen angefressen.
    Das „Problematische“ ist halt der Rahmen, in dem der Witz gemacht wurde. Was unter Freunden und Kollegen witzig ist, ist in dem Fall einfach etwas unprofessionell – oder auch nicht, denn ein Lindner weiß in so einer Situation sehr genau, was er tut. Man kann dem Mann viel vorwerfen, aber rhetorisch hat er schon was auf dem Kasten, das war mit ziemlicher Sicherheit beabsichtigt und keine spontane Aussage.
    Nennt man auch „intendierte Selbstskandalisierung“, einfach etwas sagen, was nicht ganz ok ist, aber auch nicht so schlimm, das es die Karriere gefährden würde und schon ist man wieder im Gespräch.
    Aber „witzig“ ist es ja schon, dass dieser Vorwurf des Moralaposteltums immer nur in eine Richtung funktioniert. Sag mal was „Verletzendes“ gegen AfDler und die ganzen angeblichen Fans des schwarzen Humors oder die „Meinungsfreiheit!1!1“-Fraktion kommen aus ihren Löchern gekrochen und reden von Hetze.

    • Hast du ein Beispiel dafür, dass die Linken mal etwas „Verletzendes“ über die AfD gesagt hätten, was tatsächlich als Witz gemeint war?

  4. Mal für Nettosteuerzahler.. und damit nicht Staatsabhängige: was ist an dem Spruch nun so schlimm?

    Vlt solltest die die Twitter Blase verlassen Steve.

  5. Ich weiß nicht, wie die Frau darauf reagiert hat. Wenn sie es auch lustig fand, ist ja alles okay.

    Aber da das ja eine vorgefertigte Rede ist … war das schon Absicht.

    ich ganz persönlich hätte das ziemlich mies gefunden, wenn ich so verabschiedet worden wäre. Das hat einfach keinen guten Beigeschmack.

    Aber wie gesagt: am Ende kommt es darauf an, wie sie es aufgefasst hat.

  6. Ich wäre auch so gerne Berufsempörter, aber leider habe ich zu viele echte Probleme, mit denen ich mit tagtäglich herumschlagen muss. 🙁

  7. Für jemanden mit Verstand und/oder Humor gibts an dieser Formulierung aber so gar nichts auszusetzen. Kein Wunder, dass die SJWs durchdrehen!

  8. Hab gerade die Reaktion von Linda Teuteberg in der Livesituation gesehen und ich denke sie war eher von den Stimmen und dem Gelächter aus dem Plenum irritiert als über Lindners freie Ansprache.
    Die Kommentare sind lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Lindner ist ein herrausragender Redner. Wäre diese Rede vorbereitet gewesen, hätte das ganz anders ausgesehen. Das war absolut spontan und frei gesprochen. Und bei der Klarstellung auf Grund der kindischen Stimmen im Saal, hat er nichtmal einen Lacher von sich gegeben oder ähnliches. Die Formulierung war unglücklich, aber nicht gewollt und was wichtiger in dem Fall war: Die lauten Kinder im Hintergrund, die ihre schmutzigen Gedanken nicht für sich behalten konnten. Das hat die Situation erst unangenehm für Frau Teuteberg gemacht.

  9. Meine Güte. Wo ist hier eigentlich das Problem?
    Je nachdem wie gut er sich mit Frau Teuteberg versteht, ist das doch ein solider Gag.
    Hauptsache da holen die Berufsempörer gleich mal wieder die sexismuskeule raus.
    Wenn Herr Spahn einen männlichen Mitarbeiter so verabschiedet, ist es dann auch Sexismus?

    • „Wenn Herr Spahn einen männlichen Mitarbeiter so verabschiedet, ist es dann auch Sexismus?“
      Nein das wäre dann total vortschrittlich und ein Grund ihm ein Denkmal zu widmen.

      „Völlig egal wie Sie es (nicht) gemeint haben. Was ankommt zählt.“ bringt das Problem des aktuellen Zeitgeists treffend auf den Punkt.

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