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Der Bielefelder Corona-Hotspot nach der Familienfeier weitet sich aus: Die Zahl der betroffenen Schulen ist erneut gestiegen. Jetzt sind zehn Schulen betroffen. Nun sind auch Klassen an der Buschkampschule, an der Realschule Senne und am Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Quarantäne. (Via)

Wisst Ihr noch, wie ich vor Monaten immer wieder davor gewarnt habe, wie schnell sich das Virus an einer Schule ausbreiten kann, eben weil Jugendliche und Kinder kaum Symptome haben? Ich solle mich nicht so anstellen, hieß es damals. Schließlich gäbe es ja Studien, dass Kinder nahezu immun gegen das Virus wären. Jaja, die guten, alten Klugschwätzer im Internet…

Der aktuell Fall in Bielefeld zeigt, wie schnell das alles gehen kann, wenn man mal ein paar Infizierte an einer Schule hat. Spannend ist auch, dass es sich auf weitere Schulen ausbreitet, eben weil Kinder durch Sportverein oder Freunde auch Kontakt zu Kindern von anderen Schulen haben.

Vielleicht öffnet dieser Fall dem ein oder anderen Politiker die Augen (sicher nicht!), dass man mit dem hysterischen Abschaffen von Corona-Maßnahmen an Schulen weiterhin vorsichtig bleibt.



15 KOMMENTARE

  1. Ich hätte da einen Lösungsansatz.

    Schulunterricht in Restaurants.
    Schüler könnten zu 10t an einem Tisch sitzen , ohne Maske und lernen.
    In den Pausen, wäre auch gleich für Verpflegung gesorgt und quasi Null Risiko für alle.
    Kinder könnten frei atmen, Lehrer müssten keine Angst mehr haben.
    Die Gastrobetriebe könnten mit einem Pauschbetrag beglückt werden und es wäre allen geholfen.

  2. Bisher läuft es an Schulen noch ganz gut. Was man aber absolut den Schulen selbst und den Lehrern zuschreiben muss. Die Politik glänzt mal wieder auf breiter Flur mit Konzept- und Willenlosigkeit. Da wird mehr Engagement in die Prüfung von Bundesligakonzepten gesteckt als die Schulen auf Corona-Kurs inkl digitales Lernkonzept zu bringen.
    Ich bin gespannt wie der Flickenteppich über den Herbst & Winter kommt. Ich ahne böses. Aber das nicht nur schulbezogen, sondern gesamtgesellschaftlich. Wollen wir hoffen, dass wir tatsächlich Impfstoffe bis Mitte nächstes Jahr in ausreichenden Mengen bekommen. Die Dummheit, Gier und der Egoismus der Menschen lässt da eig keine Verzögerungen zu. Und wenns doch zu spät kommt heißt es sicherlich, dass man sich doch dann eh den Lockdown hätte sparen können, hat man ja schon immer gesagt…

  3. „Bei der Familienfeier handelte es sich nach WESTFALEN-BLATT-Informationen um eine Geburtstagsfeier. Diese hat in privaten Räumlichkeiten stattgefunden. Die Feier hat morgens begonnen und bis zum Abend gedauert. Zu Gast waren wechselnde Gäste, es gab wohl ein reges Kommen und Gehen. Daher lässt sich die Gesamtzahl nur schwer ermitteln, die Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes läuft in Hochgeschwindigkeit. Dabei waren Gäste jeden Alters.“
    ___
    Gelesen?
    Die haben sich bei einer Geburtstagsfeier infiziert und nicht in der Schule.
    Quarantäne heißt auch nicht das sich 1.000 angesteckt haben. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.

    Bei Schulen müssen nun mal schnell über 50 Personen in Quarantäne, daher ist das nicht besonders.
    Es braucht nur EINE Person in der Schule Positiv getestet werde und schnell sind 50 bis 100 und mehr Personen in Quarantäne, aber wie schon gesagt reine Vorsichtsmaßnahme und nicht mehr.

    Zur Zeit sind rund 50.000 Schüler in Quarantäne.
    https://www.merkur.de/welt/schulen-corona-deutschland-quarantaene-zahlen-maskenpflicht-massnahmen-schliessung-lehrer-warnung-zr-90054042.html
    Wie gesagt in Quarantäne, nicht angesteckt. Dies 50.000 sind auch nur ~0,45% alle Schüler in Deutschland. Das heißt für über 99% geht es ganz „normal“ zur Schule. Das ist also kein Weltuntergang oder die 2. Welle durch Schulöffung.

    • Es ist dennoch mehr als unvernünftig soviel so lasch zu handhaben. Bei unserem kleinen in der Kita spielen alle Kinder .ist allen Gruppen. Da Brauch nur 1 infiziert sein und es müssen pauschal mindestens 200 Familien in Quarantäne.

      Und das geilste finde ich zu der Party das es keine Corona regeln gibt weil es eine Privat Party war. Am Sonntag werde ich 30 deswegen rufe ich nicht die ganze Stadt zu mir nach Hause.

  4. Es sind aber „nur“ die feiernden infiziert – ist bei uns in Hamm ebenso . Wir habe nahezu identische Quarantänezahlen an 12 Schulen. Es waren und sind aber „nur“ die Gäste von der türkischen Hochzeit infiziert es ist auf keinen anderen Schüler übergesprungen. Schulen sind KEIN Hotspot!

    • Stimmt weil die Testergebnisse liegen ja schon vor und du kannst das sehr gut beurteilen, weil du Experte bist. Schulen können ganz schnell ein Hotspot werden.

  5. Ich weiß nicht was für Augen da noch geöffnet werden sollen. Todefälle sind für „die“ doch nur eine Statistik und Opfer müssen auf dem Altar der Wirtschaft nunmal gebracht werden wie wir alle lernen müssen.

    Die ganze Situation hat meiner persönlichen Politikverdrossenheit und Weltbild jedenfalls nicht geholfen, ganz im Gegenteil.

    • Ich würde ja von so Leuten wie dir gerne hören wie das Leben von Millionen Menschen, die kein Geld vom Staat beziehen, weiter gehen soll?

      Lass mich raten: Ist dir egal weil du nicht betroffen bist?

        • Bist du dir sicher das Tim nicht recht hat? Die Linie gibt es. Ich selbst z.B. habe bis vor wenigen Jahren bei der Lufthansa gearbeitet. Viele meiner Arbeitskollegen, Ende 30, Anfang 40 – mitten im abbezahlen eines 600-700.000€ Kredits für ein Haus Gebiet München oder FFm. Arbeitslos. Haus muss weg. Meine Schwester, selbständige Friseurin. Keine staatl. Unterstützung weil ‚Rücklagen für mehr als 3 Monate vorhanden‘. Nach 6 Monaten, die Ladenmiete kaum noch zu bezahlen.

          Die Ignoranz davor, zu sehen das es eine Grenze gibt ab der wirtschaftliche Folgen mehr Existenzen kosten als Vorsichtsmaßnahme macht mich echt traurig. Genauso wie mich die Wirtschaftsweisen traurig stimmen die alles der Wirtschaft unterstellen, denn die Grenze gibt es auch in deine Richtung. Aber die Maßnahmen in beide Richtungen abzuwägen und auszubalancieren macht niemals alle glücklich und ist ein verdammt schweres unterfangen. Ich denke das man insgesamt hier einen ganz guten Job macht.

          • Wer als Private Person ein Haus für soviel Geld kauft ist selber schuld.

            Jeder der so eine Investition Tätigt muss sich klar sein das er in diese Situation kommen kann.

            Genau wie bei Selbständigkeit.

          • Blacki, bei allem Respekt: du hast keine Ahnung und dann wäre es besser wenn du schlicht mal die Klappe halten würdest. Für 600.000 Euro bekommst du in München mit Sicherheit kein Haus. Nicht mal ansatzweise. Da bekommst du mit viel Glück ne 4-Zimmer-Wohnung, eher sind es nur 3 Zimmer.

            Von daher ist dein Spruch „Wer für soviel Geld kauft, ist selber schuld“ einfach mal ziemlich dumm.

            Man kann auch einfach mal anerkennen, dass Corona manche Menschen, die eben kein sicheres Angestelltenverhältnis haben oder Beamte sind, ziemlich in den Arsch fickt und ihre Existenz gefährdet. Da muss man dann auch nicht so arschverletzt reagieren…

          • Blacki, mit dem gleichen Argument könnte ich sagen: Wer zur Risikogruppe gehört und raus geht, ist selbst schuld, wenn er stirbt, Risiko war ja bekannt.
            Man muss sicher immer damit rechnen, den Job verlieren zu können, aber eine Pandemie ist nun wirklich kein Risiko, dass man einkalkulieren kann. Du sagst ja auch nicht: „Ich baue kein Haus, weil es könnte ja mal ein Erdbeben geben.“

    • Auch wenn ich wahrscheinlich dafür ins Lager der Corona-Relativierer gesteckt werde, aber für die meisten Menschen sind ALLE Todesfälle, die nicht ihr direktes Umfeld betreffen nur eine Statistik und das ist – jetzt mal ganz hart gesagt – auch gut so. Überleg mal, du müsstest bei jedem Toten in diesem Land so mitfühlen wie bei einem Freund oder Verwandten der verstorben ist, nach einer Woche wärst du ein psychisches Wrack.

      Ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber ich halte den Großteil der Menschen, die um die Corona-Toten trauern für ziemliche Heuchler. Trauern die dann auch um die 10.000 Verkehrstoten, die durchschnittlich 20.000 Grippetoten, die 30.000 Toten durch „normale“ Lungenentzündungen oder die 400.000 (nein, das ist keine Null zu viel) Toten im Zusammenhang mit Luftverschmutzung? Zumindest die ersten und die Letzten auf dieser Liste ließen sich deutlich reduzieren, kümmert aber irgendwie keinen.

      Und wenn mal wieder angeführt wird, man würde in der Corona-Krise ja Leben gegen Geld aufwiegen, indem man z.B. Bars und Clubs wieder öffnen will, wir rechnen jeden Tag Leben gegen Geld auf. Weil ein Großteil von uns unbedingt fünfmal die Woche Fleisch braucht, haben wir überhaupt erst so viele Zoonosen in den letzten Jahren gehabt, dazu noch multiresistente Keime – die in der Zukunft wahrscheinlich bedrohlicher werden, als es Corona je sein könnte – weil die Tiere krank werden, wenn man sie nicht mit Antibiotika vollstopft – komisch bei 2 Quadratmetern Platz pro Schwein.

      Da machen 10 infizierte Kinder plus deren Eltern, von denen wahrscheinlich niemand daran sterben wird, den Kohl auch nicht mehr fett.

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