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Diesen Tweet schrieb Katharina Schulze von den Grünen in Bayern heute zum Thema „Frauenquote in Unternehmen“ heute auf Twitter. Bin ich eigentlich der Einzige, der findet, dass sich die Begriffe „Quotenfrau“ und „aus eigener Leistung“ widersprechen?



53 KOMMENTARE

  1. Damals im Hort gab es eine alte Nintendo.
    Mit Super Mario World, Aladin und Itchy&Scratchy.
    Es versammelten sich auf dem durchgesessenen Hortsofa immer die gleichen Sorten Kinder: diejenigen, die eine Konsole zu Hause stehen hatten, und ich.
    Es ging im Hort immer gleichberechtigt zu. Jedes Kind durfte den Controller solange bedienen, bis es ein Leben verlor. Dann musste es den Controller weiter reichen. Das war gerecht.
    Die Kinder, die zu Hause eine Konsole stehen hatten, speedrunnten im Hort nur so durch die Level, zeigten Bowser, wer der Boss ist, sammelten mehr halluzinogene Pilze als eine Gruppe Abiturient:innen in Amsterdam und retteten Prinzessin Peach schneller, als ich meinen überzuckerten Pfirsichquark in mich reinschaufeln konnte.
    Wenn dann endlich, nach 4,5 Leveln, der Controller in Julis kleine Patschehändchen gegeben wurde, zitterten diese vor Aufregung so stark, dass Mario gleich gegen die erste Koopa den kürzeren zog und mit einem kläglichen Düdüdüdüt aus dem Bildschirm katapultiert wurde.
    Dann wurde der Controller weitergegeben. Das war gerecht. Alle werden gleichbehandelt, und das ist doch Gerechtigkeit?

    Findest du, dass die Kinder, die zu Hause eine Konsole hatten, einen unfairen Vorteil hatten?
    Findest du, Juli hätte mehr Gelegenheit zum Üben bekommen sollen?
    Findest du, ich hätte mehr Chancen, mehr Teilhabe verdient gehabt?
    Findest du es unfair, dass ein System, in dem einige Vorteile genießen, die sie nicht selbst erarbeitet haben, alle unabhängig von diesen von oben gegebenen Vorteilen, oder Privilegien gleich behandelt?
    Und warum findest du es dann nicht fair, wenn Unternehmen Frauenquoten einführen, Be_hinderte bei der Jobvergabe bevorzugt werden und Safe Spaces nur für Bi_PoC geschaffen werden?

    Ich hatte keine Konsole, ich hatte keine Chance, skilltechnisch aufzuholen und den Controller mal länger als 30 Sekunden bedienen zu dürfen.

    Was ist Gerechtigkeit? Mir zu sagen, ich soll doch einfach zusehen, mir eine Konsole zu kaufen, oder dafür zu sorgen, dass dieser Nachteil, dass meine Eltern sich keine Konsole leisten konnten, irgendwie anders ausgeglichen wird?

    Know your Priviliges
    Bin Absoluter Befürworter von Quoten.

    • Was für ein dämlicher Vergleich. Total am Thema vorbei. Was du kritisierst sind Benachteiligunen durch Armut. Das hat nichts mit Frauen zu tun. Und auch in solchen Situationen machen Quoten wenig Sinn. Was es bedarf ist Förderung

      • Ich verstehe Deine Argumentation nicht. Natürlich ist das von Dir beschriebene System nicht gerecht und natürlich hätte Erzieherin oder Erzieher das anders regeln sollen. Das Geschlecht spielt da aber doch gar keine Rolle? Ein Mädchen mit Heimkonsole ist gegenüber einem Jungen ohne Heimkonsole doch sogar im Vorteil.

        Die Diskussion zum Thema hat meiner Ansicht nach einen völlig anderen Ansatz. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben:

        Im Hort fällt auf, dass an der Konsole hauptsächlich Jungs spielen und in der Highscore Liste finden sich ausschließlich Jungs. Als Grund bilden sich (stark vereinfacht) zwei Extrem-Meinungen heraus:

        a) Mädchen spielen lieber mit Puppen statt Konsole und haben sowieso keinen Skill. Während die Mädchen Mutter/Kind spielen pushen sich die Jungs gegenseitig von einem Highscore zum nächsten.

        b) Mädchen wird eingeredet sie wären nicht gut genug und entmutigt probieren es viele erst gar nicht. Beim verbliebenen Rest drängeln sich dann auch noch die Jungs vor. Die Mädchen haben keine Gelegenheit ihr Potential zu entfalten.

        Davon unabhängig hat die Hortleitung in einem Ratgeber gelesen, dass ein ausgewogeneres Verhältnis an der Konsole gut für’s Klima im Hort ist. Um die Probe auf’s Exempel zu machen wird deshalb die Konsolenzeit pauschal nach Geschlechtern aufgeteilt, unabhängig davon wie viele Jungs und Mädchen tatsächlich spielen wollen. Zu dieser Entscheidung bilden sich erneut (stark vereinfacht) zwei Extrem-Meinungen:

        a) Das ist total unfair gegenüber den vielen Jungs, weil die sich jetzt untereinander um stark reduzierte Spielzeit streiten müssen; während sich die wenigen Mädchen ihre großzügig ausgeweitete Spielzeit bequem und konkurenzlos untereinander aufteilen können. Das kann doch unmöglich gut für’s Klima im Hort sein.

        b) Langfristig wird die Regelung mehr und mehr Mädchen an die Konsole locken. Irgendwann sind Jungs und Mädchne annährend gleich auf, haben ein Einsehen und die Regelung ist enbehrlich. Und selbst wenn das nicht passiert ist es trotzdem gut für’s Klima im Hort; steht ja so im Ratgeber.

        Und das stehen wir jetzt, mit all den Schattierung dazwischen.

  2. Quote….
    Das waren doch die die im Sport wenn 2 auswählen durften beim Völkerball (uhhh, er hat das böse Wort benutzt) übrig blieben die dann der Lehrer aufgeteilt hat und alle waren glücklich das sie im Team waren.
    Nice, Quote is toll.

  3. Das macht einfach keinen Sinn was die gute Frau da von sich gibt und ist im nachhinein vermutlich auch der Grund warum sie eine „Quotenfrau“ ist und keine, die es aus eigener Leistung geschafft hat.

    • Bezeichnend ist auch, dass Quoten grundsätzlich nur dort gefordert werden, wo es was abzusahnen gibt. Niemand fordert eine Quote für Müllabfuhr, Dachdecker oder Kanalreiniger. Und damit ist eigentlich alles wesentliche zu dem Thema gesagt: Es geht nicht um Gerechtigkeit, sondern um leistungslose Vorteile.

      • Ach Kinki, denk doch mal nen Meter weiter als das…
        In welchen Branchen werden wohl Jobpositionen eher strukturell „geschützt“ oder „intern vermittelt“? Als ob es jmd abseits des Stammtisches zur allgemeinen Belustigung tatsächlich interessiert, wer da ne Müllabfuhrstelle bekommt…

        • Was spricht dann dagegen Quoten auf alle Branchen anzuwenden?
          Und wieso werden bestimmte Jobs vor Frauen „geschützt“ oder „intern vermittelt“? Wieso sollten gewinnorientierte Unternehmen dort weniger Fähige Männer Frauen vorziehen? Würde das dem Unternehmen nicht einen Nachteil bescheren? Müssten Unternehmen, die stets die geeigneteren Bewerber einstellen sich nicht automatisch gegen die anderen durchsetzen?

  4. Wenn politische Parteien mit einer „Quotenfrau“ ankommen, damit meine ich, dass sie mindestens mit einem Mann und einer Frau antreten, dann kann ich das sogar in gewisser Weise nachvollziehen. Wird vielleicht dämlich klingen, aber es gibt sicherlich genug Leute, die der Meinung sind, dass es eine weibliche/männliche Führung braucht. Zudem ist ein sehr großer Teil der Wähler weiblich und können sich vielleicht besser mit jemandem des eigenen Geschlechts identifizieren. Diese Chance sollte man den Wählern geben. Wenn man so auf die besten Männer und die besten Frauen kommt, finde ich das in Ordnung und kann die einzelnen Parlamente bereichern. Grundsätzlich bleibt aber immer der Nachgeschmack: Die Frau ist nur da, weil es die Quote gibt, nicht weil sie besonders kompetent oder revolutionäre Ansätze hat, die die Partei oder das Land vorwärts bringen können. Ergo lastet auf der Frau der größere Druck, weil sie sich über das Klischee hinwegsetzen und zeigen muss, dass sie eine gute Wahl ist.

    Ich sehe das auch so, dass eine Geschlechterquote Einschränkungen mit sich bringt und man so in Gefahr läuft, nicht das bestmögliche Team aufzustellen (jetzt mal nicht zwingend in der Politik, sondern in der Wirtschaft, etc.). Von daher kann ich der Argumentation von Frau Schulze überhaupt nicht folgen. Wer wegen der Quote drin ist, hat es durch Mithilfe einer höheren Macht hineingeschafft, nicht „nur“ durch die eigenen Qualitäten. Es ergibt höchstens einen Sinn, wenn sie sich als Stellvertreterin aller Frauen sieht, die sich ihren weltlichen Platz in einer männlich dominierten Welt bis heute erkämpfen müssen.

    Als Einzelne ist man aber entweder in einer Führungsposition ODER die Quotenfrau. Wenn sie die Qualität beweist, würde keiner (oder im Verhältnis nur wenige, ein paar Idioten gibt es schließlich immer) auf die Idee kommen, dieses Wort in den Mund zu nehmen.

  5. Ohne Quote wurden eher schlechter qualifizierte Männer in die höchsten Positionen befördert, als bessere Frauen. Flächendeckend, das ist belegt.
    Es ohne Quote als Frau zu schaffen war halt fast nur möglich wenn du so viel Glück beim Arbeitgeber hattest, oder extrem viel besser warst als die männlche Konkurenz.

    Mit Quote passiert das weit weniger. Müssen sie sich deswegen nicht mehr beweisen? Natürlich müssen sie das, sie holen ja nicht irgendwelche Frauen von der Straße oder vom Jobcenter in solche Stellen, da will der Arbeitgeber schon die besten haben auch unter den Frauen. Und wenn nicht durch Eigenleistung, wie denn sonst? Wer hat die „Quoten“-Frauen denn dort hingebracht? Nicht der Papa oder der Ehemann, auch nicht Vater Staat. Das Hat die Frau dann schon selber geschafft.

    Vielleicht kann man die Quoten irgendwann mal wieder rausnehmen, wenn die Gesellschaft endlich verinnerlicht hat, das Männer nicht besser in Führungs- und Entscheidungspositionen sind als Frauen. Ich hab mal irgendwo gehört, dass sowas 2 Generationen dauert, ich glaub aber das wir irgendein Quatsch aus nem Film oder so. Ich glaub das dauert länger. (Rassismuss und Antisemitismuss ist ja auch immernoch ein Ding)

  6. Frauen oder Ausländerquoten waren schon immer der falsche Weg
    und zeugen halt von einer ziemlich naiven und stumpfsinnigen Politik.

    Mir egal wer mein Vorgesetzter ist solange er durch seine Qualifikationen
    an die Stelle gekommen ist. ABER…

    Meine Erfahrungen mit Frauen im Berufsleben ist im Grunde das sie meist
    deutlich weniger belastbar sind als Männer. Sei es körperlich oder psychisch.
    Natürlich gibt es hier auch ausnahmen.
    Frauen wollen oftmals gerne das selbe verdienen, aber am Ende nicht die Leistung
    dafür erbringen wie es das männliche Pendant muss. Weil Frau…

    Frauen haben auch wenn es komisch klingt, auch deutlich weniger soziale Kompetenzen als Männer.
    Frauen mögen auf dem ersten Blick deutlich sozialer sein, d.h. häufiger mit einander interagieren.
    Aber in der Regel sieht es so aus, das die sich untereinander regelrecht die Augen auspicken.
    Anstatt Lösungen zu suchen wird gelästert gehetzt und gemault. Auch sind Frauen sehr lange nachtragend (wie zuhause).
    Was ich bei weiblichen Vorgesetzten in unserem Unternehmen oft genug beobachten kann.
    Ich selber bin Vorgesetzter von einigen Damen und ohne Hahn im Stall, laufen die regelrecht Amok. Das ist teilweise richtig bescheuert wie sich erwachsene Frauen verhalten können.

    Männer ob Führungsposition oder nicht sind da meist deutlich produktiver da sie weniger Zeit mit “sinnlosen“ sozialen Interaktionen verschwenden. Sie sind oftmals um ein vielfaches belastbarer und Problemlösungen laufen deutlich schneller mit ihnen ab, da sich auf das wesentliche konzentriert wird. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen.

    Männer und Frauen kann man meist nie fair miteinander vergleichen am Ende sind wir doch zu unterschiedlich. Alles in allem halt ich Männer meist je nach Beruf/Position als die besseren Vorgesetzten trotz gleicher Qualifikationen weil wir am ende körperlich und psychisch “robuster“ gestrickt sind.

    Die Frau die es alleine aus ihren Qualifikationen in ihren Posten geschafft hat, gilt jedoch mein Respekt.

    • Also ziemlich klar Männer > Frauen, hmm? Liest sich wie aus dem letzten Jahrhundert, sehr schade, dass es solche Meinungen heute noch so gibt.

      • Das ist unsinn.

        Das sind nur leider die beruflichen Erfahrungen die ich in den letzten 20 Jahren mit Frauen/Männern machen durfte. Da haben sich die Frauen nun mal nicht mit Ruhm bekleckert. Ich weiß natürlich das es auch andere Damen gibt, nur scheinen die nicht in meinem Berufsumfeld tätig zu sein.

  7. Naja, Quotenfrau zu sein bedeutet ja nicht, weniger qualifiziert zu sein oder einen Job einfach geschenkt zu bekommen, weil man eine Frau ist. Es heißt erstmal nur, dass bei GLEICHER Qualifikation die Frau bevorzugt werden soll.
    Situationen wie „Ja, sorry, Herr Müller, sie passen zwar perfekt auf die Stelle, aber die Mitbewerberin, die 20 Jahre weniger Erfahrung und einen geringeren Bildungsabschluss als Sie hat, müssen wir leider bevorzugen.“ wird es da eher nicht geben.
    ich könnte mir auch noch vorstellen, dass der Begriff hier ein bisschen selbstironisch verwendet wurde.

    • Das 1:1-Beispiel wird gerne herangezogen, wenn man eine Quote begründen will. Aber es verfängt nicht. Zum ersten gibt es in der Praxis keine vollkommene Gleichheit. Das ist eine rein theoretische Betrachtung.

      Zum anderen ist die 1:1-Situation selber eher selten. Wann hast du regelmäßig zwei Bewerber unterschiedlichen Geschlechts? Viel häufiger bewirbt sich eine Vielzahl von Kandidaten, sei es um Beförderungen, Parteiposten oder Mietwohnungen. Wenn sich 10 Personen auf eine Stelle bewerben, wie willst du jemals begründen, 9 Männern abzusagen mit der Begründung „wir brauchen unbedingt eine Frau für die Quote“?

  8. Ich stimme dir damit in der Hinsicht zu, dass halt durch eine Quote eine Einschränkung der Konkurrenz passiert, in dem Fall ist es ja immer noch eine Leistung sich gegen alle anderen Frauen durchzusetzen und im optimalen Fall sind die top x % bei beiden Geschlechtern in einem ungefähr gleichen Kompetenzbereich.
    Das Problem ist häufig, besonders bei älteren Unternehmen, dass es noch eher konservative Tendenzen gibt weswegen dann bevorzugt der männliche Kandidat genommen wird.
    Eine Quote ist halt keine perfekte Lösung aber im optimalen Fall wird sie früher oder später nicht mehr notwendig.

    Ist der Begriff QuotenX unbedingt positiv bzw ein Lob? Nein, aber auf der anderen Seite ist es (meiner Ansicht nach) auch wichtig, dass er nicht als direktes Totschlagargument verwendet wird „Ja der/die/das ist ja nur wegen der Quote so und eigentlich ist die Person komplett inkompetent“, was leider ja oft auch gesagt wird.
    Ich würde sagen, dass der Gedanke von Katharina Schulze da in eine ähnliche Richtung geht, die Formulierung aber sehr unglücklich und oberflächlich ist…

    • „Ich stimme dir damit in der Hinsicht zu, dass halt durch eine Quote eine Einschränkung der Konkurrenz passiert, in dem Fall ist es ja immer noch eine Leistung sich gegen alle anderen Frauen durchzusetzen und im optimalen Fall sind die top x % bei beiden Geschlechtern in einem ungefähr gleichen Kompetenzbereich.“

      Das Problem ist ja eben, dass die Quote vor allem da greift, wo viele Männer aber wenige Frauen sich bewerben. Beispiel: Es gibt 10 Stellen zu vergeben. Es bewerben sich 20 Männer und 5 Frauen. Laut Frauenquote müssen sie 50/50 besetzt werden. Damit kriegt nur jeder vierte Mann aber jede Frau, die sich überhaupt beworben hat, den Job.
      Von „aus eigener Leistung“ sprechen, während man außerhalb jeglicher Konkurrenz fährt, ist halt dämlich. Dass die Frau Schulze nur so an ihren Posten gekommen ist wundert bei dem Kommentar auch wenig

  9. Naja, ist ja nicht so, dass einfach irgendwelche Frauen von der Straße geholt werden um die Quote zu erfüllen.
    Man muss doch zumindest anerkennen, dass Frauen in bestimmten Bereichen des Lebens immer noch qualitativ diskriminiert werden. Ob da eine Quote die beste Lösung ist weiß ich nicht. Aber Frauen ohne Grund den Zugang zu besseren Jobs zu verwehren ist mit Sicherheit eine schlechte Lösung.
    Individuell wird hier keiner sagen, oh ja ich stelle Männer ein, weil ich Frauen hier nicht in der Firma haben will, aber wie der statistische Outcome aussieht weiß man ja

  10. Ich bin mir Sicher das viele Männer das Grundproblem noch nicht mal ansatzweise verstanden haben.
    Es geht nicht darum schlechter qualifizierte Frauen in Jobs zu heben, für die ein besser qualifizierter Mann da gewesen wäre. Es geht schlicht um die Ungerechtigkeit das Frauen für den gleichen Job u.U. höhere Qualifikationen bringen müssen.
    Und um das durchbrechen von männlichen Seilschaften.
    Gerhard denkt sich „Ach, den Jürgen kenne ich noch von früher. Der kann noch nicht alles, aber egal. Da hat sich zwar eine Sandra beworben aber die ist erst 28. Wer weis ob die Kinder haben will und dann ist die erstmal wieder weg… Nöööö, lieber den Jürgen“

    • Tja dann hast du das „Problem“ wohl auch nicht verstanden. Jemanden anzustellen den man kennt, statt jemanden den man nicht kennt, ist uralt und sicher nicht der Grund für irgendwelche Geschlechterungleichheiten.
      Nur damit du dir deinen Kopf nicht mit irgend nem Blödsinn zerbrichst: Sexismus ist nicht gut für den Kapitalismus. „Kapitalisten“ orientieren sich an messbaren Fakten, weswegen diese Diskussion auch wenig mit der realität zu tun hat.

  11. Es kommt auf die Betrachtungsweise an.

    Man könnte sagen: Die beste Person bekommt den Job.
    Dann wäre es irrelevant, welchen Geschlechts die Person angehört.

    Man könnte aber auch sagen: Frauen und Männer haben unterschiedliche Qualitäten und in der Unternehmensführung ist es uns als Gesellschaft wichtig, dass beide Geschlechter vertreten sind, weil sich die jeweiligen Qualitäten ergänzen. Damit dieser Paradigmenwechsel nun passieren kann braucht es eine Frauenquote. Dann bekommt der beste Mann den Job und die beste Frau.
    In diesem Fall würden sich „Quotenfrau“ und „aus eigener Leistung“ nicht ausschließen.

    • Mal ganz logisch betrachtet: Wir sind uns einig, dass Unternehmen nach dem Optimum streben, oder?

      Bestünde das Optimum aus „Ergänzung von weiblichen und männlichen Qualitäten“, dann hätten Unternehmen solche Führungsstrukturen. Unternehmen sind purer Darwinismus: das beste setzt sich durch. Frauen gehören – ich spreche nur vom unternehmerischen Bereich – offensichtlich nicht dazu.

      (Disclaimer: #notall und so weiter!)

      • Habe schon genug männliche Führungskräfte erlebt, die mit folgendem -sinngemäßen – Argument keine Frauen für höhere Positionen einstellen wollten: „Ne, am Ende steh ich noch auf die.“
        Das hat nichts mit „Optimum“ zu tun. Außerdem, wie willst du Qualitäten von Bewerbern abseits ihrer Qualifikationen denn messen? Ich habe einige „Personaler“ in der Familie und die werden dir eins über den Einstellungsprozess verraten – 90 Prozent ist Sympathie. Wenn dem Chef deine Nase passt und du es im Gespräch nicht grandios verkackst, bist du dabei.
        Aber wenn wir von Beförderungen sprechen, sieht es leider für viele Frauen immer noch ziemlich düster aus und das branchenübergreifend. Die meisten männlichen Führungskräfte kommen mit anderen Männern besser aus. Da befördern sie die auch lieber, denn die können sie besser kontrollieren oder formen.
        Und dieses Argument: „Wenn diese Ergänzung so gut wäre, dann wäre sie ja schon da“ ist so ungefähr auf dem Level von „der Markt regelt alles“. So etwas wie einen rein ökonomisch denkenden Menschen gibt es nicht und da Unternehmen aus Menschen bestehen, werden sie auch nie das rein ökonomische Optimum anstreben können. Anders lassen sich manche inkompetenten Gestalten in den Führungsetagen auch nicht wirklich erklären.

        • Angesichts tausender, vielleicht Millionen Unternehmen in kapitalistischen Wirtschaftsgebieten weltweit kannst du mich mit einzelnen Anekdoten nur schwer überzeugen. Wobei ich dir den Sympathiefaktor sogar rundheraus zugestehe, nur was hat das mit den Geschlechtern zu tun? Kann dir eine Frau nicht sympathisch, ein Mann nicht unsympathisch sein?

          Was das Auskommen miteinander auf gleichem Level angeht, kann ich mir durchaus vorstellen, dass Frauen da in einem Gremium hinderlich sein können. Mal ganz plakatives Beispiel: 5 Männer sind sich einig, dass zum Wohle des Unternehmens 20% der Belegschaft entlassen werden. 5 Frauen diskutieren endlos herum, ob es Möglichkeiten gibt, die keine Opfer fordert. Dabei will ich gar nicht in Abrede stellen, dass der soziale Weg möglich ist. Aber wenn es um harte geschäftliche Entscheidungen geht, sind Männer definitiv entschlussfreudiger als Frauen. Und wenn wir über Führungsebenen reden, ist das prinzipiell auch ein Qualifikationsmerkmal.

          Ich bleibe dabei: Jede Firma strebt nach dem eigenen Wohl. Wobei das nicht immer das ökonomische Optimum sein muss. Ruf, Seilschaften, Chemie etc. mögen durchaus in Entscheidungsprozesse hineinspielen. Und was für Firma A gut ist, muss für Firma B auch nicht optimal sein. Aber jede Quotenregelung nimmt grundsätzlich Einfluss auf Eintscheidungsprozesse. Und wenn sie über dem Wohl der Firma steht, hast du zwingend hinterher etwas, was eben dem Wohl der Firma zuwiderläuft.

          • Ja klar die Männer sind die toughen Entscheider und die Frauen würden sich in solchen Positionen bei schwierigen Fragen tot diskutieren. Wenn du mal in einem größeren Unternehmen gearbeitet hättest, wüsstest du, dass diese Annahme vorurteilsbeladener Bullshit ist.

          • Ich würde einen hohen Betrag darauf verwetten: Nimm eine Zufallsstichprobe von 1000 Männern und 1000 Frauen, und es würden sich genau die Tendenzen ergeben, die ich beschrieben habe.

            Es gibt Unterschiede zwischen den Geschlechtern, das sollte einfach mal der Minimalkonsens sein. Beschwer dich beim lieben Gott oder bei der Evolution dafür, aber leugne es nicht.

          • Ich leugne keine Unterschiede zwischen Geschlechtern, aber diese Machertypen, die toughe Entscheidungen treffen, sind seltener als man denkt. Und dass es tatsächlich gute Entscheidungen sind, die dem Firmenoptimum entsprechen, ist noch seltener. Und für dein Beispiel könnte man jetzt auch wieder genug Fälle konstruieren, wo vorurteilsbeladen, die Frauen besser für ein Unternehmen wären. (z.B. weniger Bullshitten)

      • Da muss ich leider widersprechen und das völlig unabhängig, ob Frauen jetzt im unternehmerischen Sinn förderlich oder halt nicht sind (und auch unabhängig davon, ob Frauenquote die richtige Lösung wäre). Das Streben eines Unternehmens nach Optimum ist halt dermaßen eingefärbt von der Unternehmenskultur und den persönlichen Motivationen einzelner Entscheidungsträger. Und selbst wenn wir wirklich einen vollkommen reinen darwinistischen Wandel hätten, könnte so etwas Jahrzehnte/Jahrhunderte dauern – ist es dann nicht „logisch“, dass verschiedene Interessengruppen nach schnelleren Lösungen suchen?

    • Wer ist denn genau „uns als Gesellschaft“? Ich zB finde es ein Unding Quoten zu setzen, wenn das Bewerberfeld diese nicht abbildet. Was wenn der erhoffte Paradigmenwechsel nicht eintritt; wie lange soll dieses Experiment auf Kosten der Chancengleichheit weiterlaufen?

  12. Die Grünen haben es eh nicht so mit der Gleichberechtigung: https://www.welt.de/politik/deutschland/article203624286/Gruenen-Parteitag-Die-Frauen-entscheiden-ob-debattiert-wird.html
    „„Ist die Redeliste der Frauen erschöpft, so sind die Frauen der Versammlung zu befragen, ob die Debatte fortgesetzt werden soll.“
    Man stelle sich nur mal vor die CSU würde so einen Beschluß nur mit Männern statt Frauen fassen. Eigentlich herrscht dort ein unglaublicher Sexismuss, nur halt der politisch korrekte Sexismuss

    • Sexismus kann nur von Männern ausgehen.
      Rassismus kann nur von Weißen ausgehen.

      Frei nach Pippi Langstrumpf und Andrea Nahles: „ich mach mir die Welt …“

  13. Und trotzdem hat sie in Bayern fast 18% geholt. Ich freue mich schon darauf, wenn sie ein wichtiges Amt übernimmt. Putin zittert sicherlich schon vor Angst.

  14. Frauenquote ist auf individueller Ebene schlicht ungerecht und diskriminierend, da die Folge sein kann, dass ich einen Job aufgrund meines Geschlechts nicht bekomme, obwohl ich eigentlich der bestqualifizierte Kandidat bin. Ich wundere mich da ja ehrlich gesagt immer, dass es da keine Probleme mit Antidiskriminierungsgesetzen oder so gibt.

    Aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive erhofft man sich halt positive externe Effekte. Junge Frauen, die sehen dass in den Vorständen usw. nur Männer sitzen, bekommen (unterbewusst) das Gefühl, dass so ne Karriere wohl keine Option für sie ist. Da könnte ne Quote natürlich helfen um den Stein ins Rollen zu bringen.

    Ich mag Friedrich Merz nicht besonders, aber seinem Statement würde ich größtenteils zustimmen: Frauenquote kann höchstens die zweitbeste Lösung sein. Und ob’s nun in der Praxis wirklich keine bessere Lösung gibt ist zumindest fraglich.

  15. Die bayerische Version von Annalena Baerbock: Hübsch, aber dumm wie 10 Meter Feldweg!

    Liegt das an der Partei? Nein, liegt wohl eher an der Quote. Auf welche die Partei jedoch abfährt …

  16. Finde das Konzept auch wirklich nicht gelungen. Was willst du als Arbeitgeber machen, wenn zwei Bewerber auf dem Papier gleiche Leistungen haben und du dann die Frau nehmen musst, obwohl sie vom Typ nicht ins Team passt? Bei uns stellen wir gerne mal weniger qualifizierte Leute (m/w/d) ein, wenn wir merken das es menschlich passt. Nachweisbare Referenzen sind da nachrangig. Ich hätte auch damals gerne die Wehrpflicht für Frauen gesehen. Können ja dann immer noch Zivi machen

  17. Die Aussage widerspricht sich nicht. Sie meint: Sie ist durch eine Quote an einen Posten gekommen (Frauenstatut der Grünen) und hat dann durch ihre Leistung geschafft, auf diesem Posten zu überzeugen.

    Bei den Grünen gilt: „Wahllisten sind grundsätzlich alternierend mit Frauen und allen Kandidierenden zu besetzen, wobei den Frauen die ungeraden Plätze zur Verfügung stehen (Mindestquotierung). Frauen können wie alle Kandidierende auf den geraden Plätzen (offene Plätze) kandidieren. Reine Frauenlisten sind möglich.“

  18. Korrekt. Der Begriff impliziert ja automatisch, dass der ausschlaggebende Grund, warum sie die Stelle hat, die Quote und nicht ihre eigene Qualifikation ist. Also etwas, was keine Leistung darstellt (es sei denn „Frau sein“ gilt inzwischen auch als Leistung).

    Daher ja, es ist ein kompletter inhaltlicher Wiederspruch.

  19. Das widerspricht sich zu 100%, ja. Sehe ich wie du.

    Durch diesen ganzen Gender und Quoten Müll gehen wir leider sehr große Schritte weg von „der Beste soll es machen“. Wohin das führt sehen wir doch eigentlich schon heute, wenn man unsere Innovationen mit USA oder China vergleicht. Kommt jetzt bitte nicht mit Maschinen, die wir exportieren.. das Thema hat ist mittelfristig nicht mehr so relevant wie früher.

    Besser wird es leider nicht die nächsten Jahre.

    • Verstehe ich dich richtig, dass du damit ausdrücken willst, dass wir durch Quotenregelungen zu viele Frauen in den Unternehmen haben und Deutschland dadurch im internationalen Vergleich gebremst wird?

      • „Wer lesen kann ist klar im vorteil“ aber so sind halt extremisten, einfach davon ausgehen der andere ist ein schlechter Mensch. Ansonsten müsste man am Ende noch nachdenken und das könnte deine Meinung ja gefährden.
        Quoten irendeiner Art sind absolut unfair und Anti-Kapitalistisch, also schlecht fürs Geschäft. Selbstverständlich sind Quoten, je nach Art, auch sexistisch und rassistisch.

  20. Quotenfrau hört sich halt schon massiv abwertend an 😀 Was hat es mit Leistung zu tun, wenn man aufgrund einer Quote eingestellt wurde? Aber sie freut sich und das ist das Wichtigste (-;

    • Die Frauen, die KEINE Quotenfrauen sind, freuen sich dafür umso weniger, wenn sie dauernd mit solchen Trockenpflaumen in einen Topf geworfen werden.

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