TEILEN

An dieser Redewendung ist schon was dran – Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel. Und gleich mal vorweg: Dieser Bericht dient nicht dazu, Euch zu triggern. Und bevor Ihr Euch wieder direkt persönlich angegriffen fühlt (wie bei der Lidl-Sache), weil Euer günstigeres Produkt „genauso gut ist wie das Original“, entspannt Euch bitte. Kauft Euch das, was Ihr für richtig haltet, okay?

Bei mir war es so: Ich habe nie besonders viel von Hausschuhen gehalten. Als Sportler habe ich in meinen vier Wänden eigentlich mein Leben lang Badelatschen getragen. Allerdings sind diese natürlich ein bisschen „wackelig“. Wenn man also ein Baby hat und das auf dem Arm trägt, will man natürlich auch Hausschuhe tragen, die stabil sind und mit denen man nicht ggf. mal wegrutscht. Also habe ich mich für Birkenstocks (vorne geschlossen) entschieden. Ich wollte diese hier

Als ich den Preis gesehen habe, wurde mir schwarz vor Augen: Ich soll 90 Euro für Hausschuhe bezahlen? Am Arsch! Da gibt es doch bestimmt auch noch eine günstigere Alternative. Gab es, für die Hälfte. Gesehen und direkt zugeschlagen. Und so sahen die aus

Fast wie das Original. Toll!

Im Sommer gekauft, nicht mal ein halbes Jahr getragen. Im Dezember löste sich die Sohle vom Schuh – einige Male mit der kaputten Sohle gestolpert und fast böse gefallen. Irgendwann wurde es mir dann zu gefährlich und ich habe mir doch die Original-Birkenstocks bestellt. Auch wenn man hier optisch fast keinen Unterschied sieht, ist der Tragekomfort und die Verarbeitungsqualität von einem anderen Stern. Ab jetzt nur noch Birkenstocks für mich. Ich kann Euch die Bostons von denen wirklich nur wärmstens empfehlen.

Habt Ihr auch solche Beispiele? Musstet Ihr es auch auf die harte Tour lernen? Oder habt Ihr gar andere Erfahrungen (gerne auch in anderen Bereichen) gemacht?



45 KOMMENTARE

  1. Es hat schon einen Grund warum wir Deutschen auf Birkenstock schwören, die haben auch einfach Qualität. Mein Dad trägt auch immer die Boston und ein paar hält ihm da auf jeden Fall ein paar Jahre lang. Ich persönlich mach einfach keine Hausschuhe und laufe immer in Socken, aber wenn dann würde ich auch sofort zu Birkenstock greifen.

  2. Bei manchen Dingen zahle ich auch gerne etwas mehr für das „gute Gefühl“ bei jedem Benutzen.. weil es einfach irgendwie angenehm ist, den etwas teureren Kugelschreiber in die Hand zu nehmen, die gute Jacke / den hochwertigen Pullover anzuziehen…

    So wie es sich für manche auch einfach „besser“ anfühlt, wenn man sich in einen AUDI/BMW/Mercedes setzt (einfach nur Beispiele, jeder soll sich seine eigene Lieblingsmarke vorstellen) und sich dann mal im Modell eines anderen/billigeren Herstellers irgendwie unwohl/falsch fühlt…

  3. War bei mir so mit der Winterjacke!

    Bin mit Lidl, Aldi, C&A was weiß ich was Kleidung groß geworden.
    Anderes war zu teuer und das Kind „wächst“ ja sowieso raus.

    Dann als Azubi angefangen mal für 80€ eine „teure“ Jacke gekauft.
    Aber so ganz zufrieden war ich dann doch nicht.

    Letztes Jahr im Herbst eine Wellensteyn gekauft für 199€ und ich friere nur noch dort,
    wo die Jacke nicht hin kommt. Manchmal überraschend das Ergebnis.

    • Genau so ging es mir auch. Dachte ne Wellensteyn sei übertriebener Hipsterscheiß, aber alter Falter ist die warm und gemütlich, hat obendrein auch noch super viel Platz zum verstauen. Da passt Preis/Leistung

  4. Wer billig kauft, gibt vor allem nicht so gut darauf acht! Wenn du eine Sonnenbrille für 200€ kaufst, dann pass du viel besser darauf auf und hast die dann für die nächsten 10 Jahre. kaufst du aber ne 10€ billo Sonnenbrille von der Supermarktkasse, dann ist es dir egal und sie geht leichter verloren oder kaputt. Am ende hast du dann nach 10 Jahren 300€ für 20 billig Sonnenbrillen ausgegeben. Soll nur ein Beispiel sein, ist aber so ähnlich passiert 😉

      • Sowas hatte ich auch schon mal… ein Schuh der echt gut war… irgendwann Sohle durchgelaufen, dachte ich mir ach lässte das reparieren. Der Schuster dann : kostet zu viel lohnt sich nicht…. 🙁

  5. Sehe ich ganz genauso.

    Ich kaufe schon seit Jahren lieber was gescheites für mehr Geld als irgendeinen Mist zu haben am Ende.

    Das ging bei mir mal mit den Headsets los. Früher gingen mir Headsets fast alle 6 Monate kaputt. Das waren immer so 30-40€ Teile. Aber auch das coole WoW Headset von Creative ging mir damals schnell kaputt.

    Irgendwann hab ich mir dann mal ein Kabelloses von Logitech geholt für 150€ und das läuft seitdem. Das habe ich inzwischen nur mal geupgradet für ein besseres Modell, aber das alte hat ein Kumpel bekommen und das läuft bei ihm immernoch.

    Ich habe hier sogar noch meine erste MX518 von Logitech und die würde immer noch laufen, wenn ich sie anschließe !

    So ist das bei mir bei vielen Dingen. Wenn ich mich mal gegen eine teurere Marke entscheide, dann informiere ich mich vorher ganz genau über das günstigere Teil.

    Wo wir grad beim Thema sind, kann jemand einen guten Side by Side Kühlschrank empfehlen ? Ich will hier eigentlich kein 1000€ Modell von Siemens oder so kaufen, aber egal was ich suche, ich lande doch immer wieder bei Siemens oder LG jenseits der 1000€.

  6. Mir ist das schon oft so gegangen, von Bekleidung über Töpfe/Pfannen bis hin zur „Aldi-Elektronik“.

    Aber das nachhaltigste war die Feststellung, dass ich gefühlt alles halbe Jahr einen neuen Bürosessel gebraucht habe. Ich bin eben ziemlich kingsize, und die üblichen 100-200-€-Sessel aus dem Discounterprospekt habe ich einen nach dem anderen runtergeritten. Bis ich mir dann vom örtlichen Qualitäts-Büromöbel-Händler mal ein Modell habe empfehlen lassen, hat zwar fast 1000 € gekostet, hält aber inzwischen seit 6 oder 7 Jahren. Inzwischen habe ich dasselbe Modell auch für meinen privaten Schreibtisch daheim.

    Solange man nicht nur für das Logo eines angebissenen Apfels zahlt, ist teurer wirklich meist besser.

  7. Hab schon Erfahrungen in beide Richtungen gemacht, sowohl billig überragende Qualität bekommen als auch mir teuren Schrott gekauft. In den meisten Fällen ist es aber genau anders herum. Besonders bei Dingen die indirekt meine Gesundheit betreffen (z.B. mein Chefsessel zum Zocken oder meine Bergwander Ausrüstung) oder die ich oft benutze setzte ich aber inzwischen immer auf den höhreren Preis. Mir ist aber funktion immer wichtiger als Optik, wenn ich so manche hochpreisige designer Möbel sehe tut mir schon vom Bild angucken mein Rücken weh.

  8. Ich versuche auch immer direkt etwas hochwertiges zu kaufen, wenn ich weiß, dass ich es öfter nutzen werden. Hauptsächlich sind sowas Küchenartikel, Hifi, Werkzeug,…

  9. Ich muss sagen: Ich kaufe ca. 2-3 mal im Jahr für 20 Euro Schuhe bei Deichmann.
    Hab aber die Erfahrung gemacht: Ich latsche stabilere und teurere Schuhe ca. in 1,5 Jahren durch. Also entweder alle 1,5-2 Jahre 150 Euro oder 5-6 mal 20 Euro für die billigeren. Macht also nicht so den unterschied.

  10. Ich bin ein typischer Billigkäufer. Meine Eltern hatten nie viel Geld und daher bin ich es gewohnt ständig auf den Preis zu schauen und kaufe entsprechend das Günstigste was meinen Anforderungen entspricht.

    Ich habe so gut wie nie schlechte Erfahrungen gemacht. Sogar im Gegenteil! Ich habe eher Probleme mit teureren Markengeräten gehabt, gerade bei Elektronik!

    Meine Frau kommt aus einer Familie die nie große Geldsorgen hatte, da wurde immer das gekauft was gefällt und hier gibt es auch das Sprichwort, Qualität hat einen Mindestpreis.

    Sie hatte häufiger Probleme mit ihren gekauften Artikeln als ich. Mittlerweile ist sie auf meine Spur gewechselt und kauft lieber günstig als teuer, da Sie auch mitbekommen hat, dass nur weil Artikel teurer sind, nicht gleich bedeutet, dass diese besser sind.

  11. Ich greife fast immer zur günstigeren Variante aber checke davor immer Bewertungen/Erfahrungsberichte beim onlinekauf ab.
    Man muss hier unterscheiden zwischen
    a) billige Kopie aus minderwertigen Materialien
    b) ordentliche Qualität zu einem niedrigeren Preis

    Super Beispiel ist mein geliebtes Küchenmesser für 20Euro (prod. in China).
    Nach 6 Jahren intensiver Benutzung immer noch taufrisch bei richtiger Pflege.
    Für diese Qualität/Stahl zahlt man locker 70 Euro von bekannten Herstellern.

  12. Trage schon immer 10 € Hausschuhe von Deichmann oder so, nur mittlerweile kosten die 20, sauerei 😀

    ich trag die immer paar Jahre

  13. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen können das ein höherer Preis bzw. Markenname auch Qualität verspricht (ist ja auch einer der Gründe warum gegen Plagiate vorgegangen wird).

    Nur leider ist das heutzutage bei weitem nicht immer der Fall, gibt sicherlich noch Hersteller wo das so ist aber bei Klamotten z.b. bezahlt man oft nur den Name ohne eine bessere Qualität dahinter zu haben (und man fragt sich warum die Marke so angesagt ist).

    • Ich bin als ich jünger war auch immer auf Socken rumgelaufen. Irgendwann merkt man dann aber, dass man die Socken wesentlich schneller durchwetzt und trägt zum Schonen dann eben Hausschuhe.
      Im Winter kann einem ein kuscheliger Hausschuh einem Eisfuß wie mir auch mal den Alltag retten 😉

    • Also das ist doch glasklar.
      Mit Hausschuhen merkt man nicht sofort jeden Krümel aufm Boden, da braucht man dann nicht so oft zu Saugen!

  14. Ich denke es ist grundsätzlich falsch in beide Richtung „Preis mit Qualität“ zu korrelieren. Dafür ist einfach die Bandbreite der Faktoren zu hoch – von Upselling, bishin zu Ausbeutung fließt einfach zuviel in den Preis mit ein.

    Es gibt günstige/ billige Produkte die sind besser als teure Produkte. Es gibt teure Produkte die sind besser als noch teurere Produkte und es gibt teure Produkte die sind besser als billig Produkte. Bei dem Überangebot was wir mittlerweile haben ist auch Stiftung Wartentest kaum mehr verlass. Produkte mit 20 Versionsnummern, alle unterschiedlich usw.

    Ich denke das wer immer „am billigsten kauft“, definitiv öfter kauft. Ich denke aber auch, im Schnitt – wer immer das teuerste kauft, weil „beste Qualität“ damit verbunden wird, ist ebenfalls eher falsch. Ich starte meist im Mittelpreissegment und wenn ich etwas kaufe das shit ist, dann ist für mich der Annbieter (also die Marke) einfach gestorben.

    Ich schwöre z.B. auf WMF weil ich mit anderen Marken schlechte Erfahrung gemacht hab. Oder auf bosch/siemens bei Küchengeräten – muss jetzt aber kein NEF sein. Und über Apple wollen wir mal nicht sprechen 😀

  15. Schuhe…. wenn man da mal ne Marke gefunden hat die gut ist empfehle ich dabei zu bleiben. Bei automatischen Staubsaugerrobotern sind zwischen den billigen und den etwas teureren welten…. musste ich leider feststellen nachdem ich 200 euro für schrott ausgegeben hatte….

  16. Ich kaufe gerne Marke vom Vorjahr im Angebot. Habe ziemlich breite Füße und laufe einfach in Nike am besten, sehe aber nicht ein, 120,- Euro für ein Paar Schuhe zu bezahlen. Daher gehe ich gerne mal im Outlet oder online gucken. Hier kriegst du das Auslaufmodell von 2019 für 30,- und das reicht mir völlig.

  17. Ich kann dir da nur beipflichten als ich angefangen habe mir Werkzeug zu kaufen habe ich nach intensiver Benutzung oft geärgert die billigere Version gekauft zu haben.
    Das schlimmste Beispiel war meine Kreissäge
    Ich hab mir zuerst ein 100 Euro Teil zu gelegt, wurde besser und brauchte dann eine präzisere. DAnach hab ich mir dann eine BoschGTS besorgt für 700 Euro damals, die jetzt im Schrank versauern, weil ich mir ne vernünftige tischkreissäge vo Holzmann zugelegt habe deren Preis hier jetzt mal ungenannt bleibt. Und mit dem anderen Werkzeug sah es ähnlich aus . Manchmalbsollte man lieber warten und was Gescheites kaufen, weil man instinktiv ja weiß, das man gerade billig eingekauft hat.

    • Ich finde, dass man gerade bei Werkzeug die Qualität nicht unbedingt am Preis festmachen kann. Klar gibt es da viele Beispiele für, ich hatte letztens eine Schlagbohrmaschine in der Hand, die so geeiert hat, dass der Bohrer zum Rührquirl wurde 😀 Aber es gibt genau so viele Gegenbeispiele. Eine Evolution Rage5-S Tischkreissäge (300€) steckt so manche Bosch für deutlich mehr in die Tasche, was Verarbeitung, Genauigkeit etc. angeht. Die beliebte Makita-Einhandfräse gibt es als eins zu eins China-Nachbau mit null Qualitätseinbußen (Marke Katsu), aber für weniger als den halben Preis (im Set mit 3 Körben für 90€). Und ich selbst benutze immer gerne die kleinen Knarrenkästen von Aldi, weil die qualitativ total ausreichend sind und es preislich nicht so schlimm ist, wenn mal ne Nuss verloren geht. Es kommt immer auf das spezielle Produkt an.

  18. Keine Ahnung, ob das repräsentativ ist, aber ich durfte die 15 Jahre alte Mercedes C-Klasse (W203) meines Vaters übernehmen. Damals als er sich den gekauft hat wollte er „einmal in seinem Leben ein ordentliches Auto“ (O-Ton).

    Das Ding hat jetzt schon mehr als 300.000km oben und außer Verschleißteile (Reifen, Bremsen etc.) und ein bisschen Rost läuft die Mühle einwandfrei! Erster Motor, erste Kupplung(!), erster Turbo! Bin kein Fachmann, aber kann mir nicht vorstellen, dass das bei einem Asiaten auch der Fall wäre…

    • Witzig, mein Opa meinte irgendwann „Ich kauf nie wieder nen Neuwagen, die Reparaturen sind viel zu teuer“ 😀 In meiner Family werden auch grundsätzlich nur Gebrauchtwagen gefahren, der Aufpreis lohnt sich einfach nicht. Ich frag mich ehrlich gesagt, warum überhaupt jemand Neuwagen kauft 😀 Aber es gibt auch nen Unterschied zwischen nem gebrauchten Mercedes und nem neuen Dacia für denselben Preis…

  19. Billig, Teuer, man kann glück aber auch Pech haben.

    Warte mal das halbe Jahr ab und dann sehen ob der neue Hausschuhe immer noch hält oder auch zerfällt. 🙄

  20. Ich halte das für Schwachsinn. Man hat auch mit originalen/teuren Artikeln immer wieder Probleme oder „Monatsartikel“. Zu glauben man sei bei originalen/teuren Artikeln auf der sicheren Seite ist ein Trugschluss. Der einzige wirkliche Vorteil: Service direkt vom Hersteller

  21. Geht mir ähnlich, kaufe nur noch selten „billig“ es sei denn es ist nur für einen gewissen Zeitraum gedacht. Geht ja schon beim Handy los, lieber 1 iPhone wie alle paar Monate nen neues Android Smartphone *zwinkersmiley*

  22. Klar, kennt man. Hab auch schon diverse billige Computermäuse durch. Dasselbe mit Mikrofone und Kopfhörern. Aber scheinbar muss man selbst immer erst diese Erfahrung machen anstatt auf weise Worte von anderen zu hören. Lehrgeld halt.

  23. Ganz klar bei Werkzeug und dem dazu gehörigen Verbrauchsmaterial:
    Also z.B. gescheiter Akkuschrauber, ordentliche Schlagbohrmaschine und eben nicht die Bohrer vom Discounter, die nach wenigen Einsätzen stumpf/geschmolzen sind, sondern ordentliche Ware aus dem Fachhandel (Nein, nicht vom Baumarkt).. da hat man dann keine Probleme, wenn man mal beim Bohren in der Betonkellerwand auf Bewehrungsstahl trifft…

    Oder auch gescheite Messer zum Schneiden von Dämmmaterial statt Billig-Wellenschliffklingen im elektr. Küchenmesser… die waren nach wenigen Minuten stumpf, das Spezialsägeblatt hat den gesamten Hausbau überstanden.

  24. Ich hab genau die gleiche Erfahrung gemacht wie du: wer billig kauft, kauft zweimal. Egal ob Computer Maus, Fernseher, Küchengeräte etc.

    Deswegen kauf ich lieber weniger, aber dafür gerne Qualität. Hat man länger was von, auch wenns erstmal mehr kostet.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here