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„Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein Jahr lang undercover bei Nazis, Nationalisten und Rassisten recherchierte: Der schwedische Student Patrik nimmt an Treffen der rechtsextremen Alt-Right-Bewegung teil, zunächst in London, später in den USA. Was die Nazis nicht wissen: Patrik ist überzeugter Antifaschist und filmt diese Treffen heimlich mit.

12. August 2017, Charlottesville, Virginia, Trumps Amerika: Es herrscht Ausnahmezustand, als die Alt-Right-Bewegung auf antifaschistische Gegendemonstranten trifft. Dann fährt ein Mann mit seinem Auto in eine Menschenmenge, verletzt viele und tötet Heather Heyer, eine junge antifaschistische Demonstrantin. Inmitten der rechtsextremen Menge mit dem Motto „Unite the Right“ ist Patrik. Doch der junge Student teilt keineswegs diese Überzeugungen, sondern versucht sie zu bekämpfen: Als Undercover-Ermittler entlarvt er die inneren Strukturen der ultrarechten Alt-Right-Bewegung, die die Identität der weißen Bevölkerung bedroht sieht. Er soll herausfinden, woran sie glauben und welche Pläne sie für die Zukunft schmieden. Seine Reise beginnt in London, wo er sich bereiterklärt, mit der antifaschistischen Organisation „HOPE not hate“ zusammenzuarbeiten. Ausgestattet mit versteckter Kamera und einer großen Portion Mut beginnt er, die verschiedenen Gruppierungen der Alt-Right zu infiltrieren. Seine Recherchearbeiten führen ihn schließlich in die USA und auch zur Demonstration in Charlottesville … Immer weiter dringt er in den inneren Kreis der Bewegung vor und lernt die wichtigen Persönlichkeiten der Szene kennen, die mit ihm offen über ihre Ansichten sprechen. Patrik analysiert ihr Auftreten in sozialen Medien und betrachtet ihre Verbindung zu den höchsten Mächten im Land. Trotz der Gefahren zieht Patrik seine Mission durch. Sein Videomaterial zeigt, wie die Alt-Right-Bewegung die politische Landschaft in Amerika und Europa verändert, indem sie eine Armee von treuen weißen Anhängern aufbaut. Als seine Aufzeichnungen veröffentlich werden, hat das für einige Mitglieder des rechten Netzwerks erhebliche Konsequenzen.“

Extrem spannende Doku. Auf der anderen Seite ist es fast schon lächerlich, dass sich Leute hier in die Comments stellen und mir eine inhaltliche Nähe zu dieser Bewegung unterstellen, nur weil ich keinen Bock auf den Gender-Quatsch habe. Aber so isses aktuell ja überall im Netz: „Wenn Du nicht meiner Meinung bist (in irgendwas), gehörst Du automatisch zum gegnerischen politischen Lager“.

Was die Alt-Right Bewegung angeht, so ist die Entwicklung in den USA schon ziemlich beunruhigend. Man kann sich fast sicher sein, dass beim „Sturm aufs Kapitol“ auch Mitglieder dieser Sippe dabei waren…

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27 KOMMENTARE

  1. Zitat: “Rassismus wird hier rein defensiv definiert. Nicht Rassisten sind der Aggressor, nein, sie wollen ihre „Rasse“ und Kultur „schützen“. Die erste Frage die sich hier stellt, ist: Vor wem? Die Anwort wird bewusst weggelassen, liegt aber nahe: Vor Nichtweißen, oder von Weißen, die „sich selbst hassen“.“

    Hier gehts nicht darum die Weissen Rassisten in eine Opferrolle zu drücken.
    Weisse/Schwarze was auch immer sind Täter und Opfer zu gleich.
    Du kannst keine Bevölkerungsgruppe/keine politische Gruppe über einen Kamm scheren. Hier gehts um den Grund warum Menschen zu Rassisten werden können.

    “Hier wird sich ein vortrefflicher Strohmann konstruiert: „Unsere heutige Gesellschaft“ legt fest, dass „die Weissen schuld sind am Unheil auf der Welt“. Interessanterweise verschwinden an dieser Stelle die Anführungszeichen rund um „weiss“, um im Rest der Aussage nicht wieder aufzutauchen.“

    Und du möchtest nun was damit aussagen ? Mir fehlt so nen bissl der Inhalt.

    “In der Tat, der Mord an George Floyd und die teilweise brutale Reaktion der Polizei auch auf friedliche Proteste hat gezeigt, dass unsere Gesellschaft Probleme hat, völlig richtig…..“

    Auch wenn das Problem mit der Polizei in den USA ein wenig tiefgründiger geht…

    Aber ja Rassismus gibt es auf beiden Seiten und natürlich darf sowas nicht vorkommen
    und sollte genauso bekämpft werden. Nur sind die Mittel mit denen man Rassismus bekämpfen
    will fragwürdig und weit am Ziel vorbei geschossen.

    “Oh. Nevermind. Hier wird einfach mal eine Behauptung rausgehauen, die praktischerweise ohne jeden Beleg bleibt und vage genug ist, um sie nicht eindeutig widerlegen zu können (wie viele Menschen sind „viele“?). Wieso sollte sich als Reaktion auf den Polizeimord an einem Schwarzen eine „White Lives Matter“ Bewegung gründen? Überfährt jemand betrunken ein Kind, schreit man doch auch nicht „Aber mein Kind wurde von nem nüchternen Autofahrer totgefahren #soberdrivingkills““

    Informiere dich mal wieviel “Weisse“ von Schwarzen umgebracht werden in den USA und andersrum. Google ist dein Freund
    Googel mal nach rassistischen Übergriffen durch die BLM Bewegung auf “Weisse“ Menschen.
    Auch Schwarze können Rassisten sein. Theoretisch könnte sich dazu durchaus eine White Live Matters Bewegung entwickeln um auch mal auf so einen Rassismus aufmerksam zu machen.
    Wir wissen aber beide das diese Bewegung obwohl sie einen Ähnlichen Hintergrund hat
    keine Akzeptanz finden würde. Eben weil die beteiligten Menschen “Weisse“ Haut haben.
    Hier wird mit zweierlei maß und im Grunde rassistisch beurteilt.

    “Ein klassischer Weg, um Diskussionen über die schlechte Behandlung bestimmter Bevölkerungsgruppen zu verwässern, ist immer das klassische „UND WAS IST MIT UNS??????“ Es wurde spezifisch dagegen protestiert, dass Schwarze von der Polizei sehr viel schlechter und brutaler behandelt werden als Weiße. Wenn du da jemandem sagst: „Warum nicht ALL LIVES MATTER?“, ist die einzig richtige Antwort: „Weil es nun mal die einen mehr betrifft als die anderen“.“

    Woran mag es liegen ?
    Das in den USA jeder mit ner Knarre rumläuft ?
    Das Schwarze in den USA leider häufiger mal auf die Kriminelle Ebene abrutschen ?
    (Warum und wieso ist nen ganz eigenes komplexeres Thema)
    Gangster Hip Hop samt Lifestyle bei Schwarzen mit niedrigen Bildungsstand zum guten Ton gehört,
    Bloods and Crisps und viele andere von Schwarzen dominierten Gangs sind die Folge.
    Wir beide wissen auch das bei solchen Gangs Bullen abknallen zum guten Ton gehört.
    Das Thema ist halt komplexer.
    Polizisten sind am Ende auch nur Menschen, Menschen die sich selbst schützen müssen und die in den USA nen verdammt undankbaren Job machen müssen.
    Menschen die in diesem Beruf in den USA unter solchen Bedingungen unter einem unglaublichen Stress stehen. Natürlich entschuldigt das nicht solche Vorfälle wie den von George Floyd (der wohl auch alles andere als nen braves Lamm gewesen ist). Die Gefahr dort so dermaßen zu verrohen ist nunmal leider gegeben. Auch Polizisten sind am Ende nur Menschen.
    Wenn du es besser kannst, kannst du ja mal nen Jahr Polizist in so einem Problembezirk Bulle spielen. Vielleicht erhellt das ein wenig deinen Geist und du erkennst das die Probleme deutlich komplexer sind. NIEMAND wird als Rassist geboren.

    Beide Gruppen sind Täter aber auch Opfer zu gleich.
    Interessiert es dich wenn nen Bulle von so ner Gang abgeknallt wird nur weil er Bulle ist ? Na ?
    Unsere Gesellschaft macht es sich aber lieber leicht, sucht sofort nen schuldigen und hängt die Sau im Dorf auf. Anstatt mal über den Tellerrand zu blicken und zu schauen warum sowas entsteht,
    und wie man sowas langfristig verhindern kann.

    “Weil also im Endeffekt beide Seiten rassistisch sind, erhält die offen und unbestreitbar rassistische Seite mehr Zulauf. Ich muss zugeben, die Logik erschließt sich mir nicht.“
    “Dazu fällt mir sehr vieles ein, aber was mir vor allem unter den Nägeln brennt ist:
    HEUL DOCH!
    Wenn du stolz darauf sein willst, weiß zu sein, dann sei es einfach. Keine Polizei der Welt wird es dir verbieten. Wenn dich Leute allerdings aufgrund deiner Ansichten vielfach für ein Arschloch halten, ist das ihr gutes Recht. Wenn dich das stört, ist das dein Problem. Dieses ständige Geweine ist unerträglich. Ihr habt ein Recht, gut zu finden, was immer ihr wollt, und andere haben ein Recht, euch dafür scheiße zu finden.“

    Das alles scheint deinen Horizont ein wenig zu überfordern.

    Hier gehts nicht darum das man stolz auf “weisse“ Haut sein darf.
    Das ist doch genau der falsche weg und heizt die Stimmung nur weiter auf.
    Es geht darum das man alle Menschen gleich behandelt und bewertet egal welche Hautfarbe eine Person trägt.
    Du sagst es ja schon selber… Menschen die stolz auf ihre “Weisse“ Haut sind scheinen für dich Arschlöcher zu sein. Sind dann Schwarze die das selbe machen für dich auch Arschlöcher ? Wenn nein gratuliere ich dir dann bist du genauso ein Rassist.

    Der eine Rassismus wird zugelassen/toleriert der andere nicht.
    Sobald du Rassismus von irgendeiner Seite zu lässt macht dich das am Ende selber zum Rassisten weil du solch ein Gedankengut unterstützt.
    Richtig wäre es sämtlichen Rassismus zu ächten.

    Nur so lässt sich Rassismus bekämpfen.
    Unsere Gesellschaft gibt sich als tolerant und antirassistisch,
    kriegt es aber bis heute nicht hin alle Menschen gleich zu bewerten
    sondern ist im Kern sogar oftmals selbst rassistisch.

    Aber ich vermute mal ganz stark das du dennoch weiter nur in Schubladen denken kannst.

  2. Wir sollten uns wieder darum kümmern den Anschluss an China und die USA zu finden statt den ganzen Tag mit unnötigen Links Rechts Artikeln in allen Medium zugebombt zu werden. Gar nicht zu reden von dem Genderquatsch.
    Leisten diese Menschen eigentlich iwas zum BIP? Oder sind die den ganzen Tag nur auf Demos und bei Twitter aktiv? Ich hab gar nicht die Zeit mich 24/7 über irgendwas unnötiges zu empören.

    • Ah, ein erleuchteter Zentrist. Ja, auch Menschen, die nichts zum BIP leisten durchaus etwas fürs Land. Ohne Anti-Atomkraft Demos würde z.B. mittlerweile wohl überall radioaktiver Müll vergraben liegen. Ohne 68er-Bewegung dürften Frauen immer noch nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten, Homosexualität wäre immer noch illegal und ich könnte noch ne Weile so weiter machen.
      Wer sagt: „Ich hab gar keine Zeit mich aufzuregen“, hat mmn einfach aufgegeben, bzw. nie Interesse daran gehabt, irgendwas ändern zu wollen.

      • Dann würde ich mich mal anschnallen. Im Süden beziehen wir täglich Strom von Französischen AKWs, und in Zukunft werden auch wieder mehr AKWs gebaut (In China gerade 44) da es nur mit Photovoltaik und ein paar Windrädern nicht geht den Laden aufrecht zu halten. Bis Kernfusion funktioniert ist AK die cleanste Technologie wenns nach dem geliebten CO2 geht.

        Außerdem habe ich nicht gesagt, ich habe keine Zeit mich aufzuregen, sonst würde ich hier ja gar nix schreiben. Man darf sich dennoch wundern, was die Menschen eigentlich hauptberuflich machen, die auf jeder Demo am Start sind, oder irgendwelche Wälder „blockieren“.

  3. Die Doku ist schon etwas älter, aber immer noch sehr sehenswert. Das sind übrigens genau die Strukturen die IB und JA gerne in Deutschland und Europa schaffen würden.

    Ich bin beim Lesen aber ein wenig über folgende Aussage von Dir gestolpert :“nur weil ich keinen Bock auf den Gender-Quatsch habe“. Also gleich vorweg, dich in die Nähe der alt right zu setzen ist nicht nur faktisch komplett falsch, sondern verkennt auch die Gefahr die die alt right real darstellt. Wer keinen Unterschied zwischen deinen und kinkis politischen Ansichten sieht weil ihr in einem Thema übereinstimmt dem ist nicht mehr zu helfen.

    Nun aber zu der Aussage von dir. Ich bin darüber gestolpert weil der Ausdruck „Gender-Quatsch“ so gut wie nichts aussagt, die gender studies sind nunmal ein kompletter Forschungszweig. Mich würde daher interessieren an welcher Stelle dein Problem mit dem Begriff gender auftritt:

    1. Bei der grundthese der gender studies, nämlich dass das soziale Geschlecht (gender) und das biologische Geschlecht (sex) zwei unterschiedliche dinge sind.

    2. Bei den sozialen Implikationen die diese These mit sich bringt, also das typisch männlich und typisch weibliche Dinge soziale Konstrukte und kein biologischer determinismus sind.

    3. Bei der these, dass ein binäres Verständnis von gender ein soziales Konstrukt ist und es über Zeit und Raum Beispiele von gesellschaftlich akzeptierten, nicht binären, Geschlechtern gibt.

    4. Beim sprachlichen Akt des genderns.

    Das ist wie gesagt kein Angriff und nicht böse gemeint. Mich würde nur interessieren wo genau für dich der stolperstein liegt, denn das würde zukünftige Diskussionen zum Thema vereinfachen.

    • Hey Rolle, keinen Bock jetzt wieder auf seitenlange Diskussion in den Comments. Wer meinen Blog in den letzten Wochen und Monaten verfolgt hat, wird wissen, wo hier genau mein Problem liegt. Nimm’s mir nicht krumm.

      • Zu faul zum selber googlen? Na gut. Die erste Beschreibung dieser Grundannahme erfolgte durch den Psychiater Robert Stoller im Jahre 1964 (Der Abstract lässt sich hier: https://www.pep-web.org/document.php?id=IJP.045.0220A finden, leider ist der gesamte Artikel nur mit Account zugänglich). Sie beruht unter anderem auf der Feststellung, dass anatomisch intersexuelle Menschen dennoch häufig eine klare soziale Geschlechtsidentität entwickeln, mit der sie sich selbst identifizieren und mit der sie identifiziert werden wollen. Daher wurde eine Terminologie entwickelt, die zwischen „sex“ (also dem rein biologischen Geschlecht) und „gender identity“ oder „gender“ (also dem sozial gelebten und wahrgenommenen Geschlecht) unterscheidet. Wird von „Gender studies“ gesprochen, bezieht man sich in der Regel auf Fragen, die letzteres behandeln.

        • Warum googlen, wenn du mir hier schön eine Antwort lieferst 😉
          Mir kommt es aber wenig überzeugend vor, wenn gesagt wird, dass Gender vornehmlich ein soziales Konstrukt ist. Da wird das Pferd aus meiner Sicht von hinten aufgezäumt. Vielmehr würde ich sagen, dass vornehmlich der biologische Aspekt auch den Haupteinfluss auf das Gender hat.

    • Was hat Gender-Studies denn gebracht? Zum Thema Corona kommt aus der Richtung jedenfalls nichts hilfreiches. Die Naturwissenschaften (welche überwiegend durch toxische weiße Männer geprägt ist, welche ja angeblich an jeglichem Übel die alleinige Schuld tragen) haben jedoch maßgeblich dazu beigetragen, hier eine Impfung zu finden und unters Volk zu bringen.
      Dabei würde es laut Gender-Studies ja ausreichen, einfach nicht mehr über Corona zu reden, da ja alles nur ein soziales Konstrukt ist, welche durch Sprechakte erzeugt wird.

      • Was haben die Rechtswissenschaften denn gebracht? Zum Thema Corona kommt aus der Richtung jedenfalls nichts hilfreiches. Die Naturwissenschaften (welche überwiegend durch innovative und einfallsreiche Menschen geprägt ist, welche ja angeblich an jeglichem Übel die alleinige Schuld tragen) haben jedoch maßgeblich dazu beigetragen, hier eine Impfung zu finden und unters Volk zu bringen.
        Dabei würde es laut Rechtswissenschaften ja ausreichen, einfach Corona zu verbieten, da eine gesetzliche Regelung ja alles einfacher macht.

        • Netter Versuch, aber du hast natürlich Recht. Aus Richtung der Geisteswissenschaften kam da nichts, egal welche man betrachtet.

          Davon abgesehen liefern die anderen Geisteswissenschaften schon etwas brauchbares, auf das Beispiel was Gender-Studies jetzt konkret an gesellschaftlichen Nutzen bringen warte ich dagegen noch.

          • @butters
            Durch Studien der Geschlechterforschung, weiß man bspw. das Studentinne/Schülerinnen – unabhängig von ihrem bisherigem Leistungsniveau und davon wie gut oder schlecht sie vorbereitet waren – in Tests schlechter abschnitten, wenn in entsprechenden Aufgaben nur die männliche Form verwendet wurde.
            Dies ist nur ein kleines Beispiel, was aber sehr deutlich zeigt, wie wichtig die Gender-Studies sind, um derartige Effekte in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu erfassen und um womöglich entsprechende Verbesserungen zu erreichen.
            Dieses Gender-Studies Bashing i. S. v. „was Gender-Studies jetzt konkret an gesellschaftlichen Nutzen bringen warte ich dagegen noch“ nur weil man selbst zu bequem ist sich mal vernünftig zu informieren ist absolut deplaziert!

          • Ich habe mich informiert und bis jetzt habe ich da nichts gefunden, was mir irgend einen konkreten Nutzen (außer Selbstzweck zur Daseinsberechtigung) der Gender-Studies gezeigt hätte. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

            Sofern deine Behauptung stimmt (und die glaube zumindest ich persönlich erst wenn ich die konkrete Studie(n) gelesen habe) bin ich also gerne bereit meine Meinung zu ändern. Ich fürchte allerdings, dass dort ähnlich unsauber gearbeitet wurde, wie bei der Erfassung des Gender Pay Gap oder anderen Behauptungen.

          • Die Gender-Medizin, ein Teil der Gender Studies, untersucht beispielsweise wie Männer und Frauen auf Behandlungen reagieren und welche Symptome sich bei ihnen unterscheiden. Medikamente werden Standardmäßig an Männern getestet, können aber bei Frauen auf Grund hormoneller Unterschiede unvorhergesehene Nebenwirkungen haben. Es gibt zwar seit 2011 eine Richtlinie, dass Studien proportional zur Häufigkeit der Erkrankung bei einem Geschlecht zu besetzen sind aber, das ist eben nur eine soll-Richtlinie und kein muss. Die Forschung auf dem Gebiet ist komplett neu, angetrieben von den Gender Studies und rettet leben.

            Gleiches gilt übrigens auch für neue Erkenntnisse bei der Symptomatik bestimmter Erkrankungen. So hat die Gendermedizin herausgefunden, dass sich Herzinfarkte bei Frauen nicht durch den (bei Männern) typischen Schmerz in Herzgegend und linkem Arm melden, sondern häufiger durch einen Schmerz in der Brust, Übelkeit und Magenschmerzen. Da aber Populärwissenschaftlich nur die männliche Symptomatik bekannt ist sterben immer noch mehr Frauen als Männer an Herzinfarkten obwohl deutlich weniger Frauen Herzinfarkte erleiden. Auch hier haben die Genderstudies leben gerettet.

            Aber grundsätzlich ist es auch nicht der Anspruch einer wissenschaftlichen Disziplin möglichst viel nutzen zu haben, es geht um eine akademische Forschung und Sammlung von Wissen. Wo liegt denn bitte außer im Selbstzweck der Nutzen von Germanistik und Romanistik Lehrstühlen? Was machen Philosophie Professoren was nicht dem Selbstzweck der Philosophie dient?

          • Das Frauen und Männer zum Teil unterschiedliche Symptome haben und auch anders auf Medikamente reagieren können ist absolut korrekt. Das hier gezielt geforscht wird unterstütze ich zu 100%.

            Das ist letztlich aber Naturwissenschaft und hat nichts mehr mit der Grundthese der Gender Studies, nämlich dass das soziale Geschlecht (gender) und das biologische Geschlecht (sex) zwei unterschiedliche Dinge sind, gemein. Diese Grundthese halte ich hier sogar für schädlich. Den eine biologische Frau, die sich aber für einen Mann hält, will bestimmt nicht wie eine Frau behandelt werden…

            Die Grünen (großer Unterstützer der Gender Studies) sehen übrigens kein Problem in der niedrigeren Lebenserwartung von Männern. Da hört die Gleichstellung dann ganz schnell wieder auf.

    • In der Öffentlichkeit nehme ich fast ausschließlich Extremisten wahr. Von denen wird die Genderwissenschaft als Strohmannfabrik genutzt. Einseitige Thesen mit Überfixierung auf gesellschaftliche Einflüsse; aus denen sich dann andere, weitere und noch mehr Thesen ergeben; welche dann als Fakten hingestellt werden. Mit Sicherheit gibt es aufrichtige Vertreter mit besten Absichten, die scheinen mir aber eine Minderheit zu sein; oder zumindest annährend unsichtbar in den – von Kontroverse geprägten – Medienlandschaft.

  4. Hab die Doku noch nicht geschaut.
    Was mich nur immer wie so extrem wundert, warum nehmen sich diese Leute gerade in den USA, so extrem die Symbole und Gesten der Nationalsozialisten an?
    War/ist man nicht immer sehr stolz, NS-Deutschland besiegt zu haben?
    Alles „nur“ wegen „White Supremacy“?

    • Naja, man war auch sehr stolz darauf, die Verräter und Sklaventreiber in den Südstaaten besiegt zu haben, und trotzdem rennt die Bande ständig mit der konföderierten Kriegsfahne rum – auch in den Nordstaaten. Die Leute sympathisieren halt eher mit den Idealen dieser Fahnen (vor allem, aber nicht ausschließlich dem Rassismus) als mit den Symbolen der „dekadenten und korrupten“ Demokratie.

    • Diese Leute picken sich halt alles passende zusammen und bilden so eine völlig surreale Version ihrer Nation. In der Überzeugung ist man dann eben Nationalsozialist (das große Vorbild der „Reinigung“) und Südstaatler, aber weil man nicht zu den Verlierern gehören will, wird danach wieder fleißig „USA! USA! USA!“ gegröhlt.

      • Zitat von Ajantis:
        “Was mich nur immer wie so extrem wundert, warum nehmen sich diese Leute gerade in den USA, so extrem die Symbole und Gesten der Nationalsozialisten an?“

        Vielen ist es nicht bewusst aber
        Deutsch-Amerikaner stellen mit Abstand die größte Bevölkerungsgruppe der USA. Es gibt mehr Amerikaner mit Deutschen Wurzeln als von jeder anderen Nation.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschamerikaner
        Das könnte erklären warum diese Bewegung auch Zeichen aus der NS Zeit nutzt, weil eben viele Deutsche Wurzeln haben.
        Selbst Trump oder auch viele Hollywoodstars haben irgendwo deutsche Vorfahren.

        Man sollte sich vielleicht fragen warum Menschen so eine Politische Gesinnung entwickeln und sich im laufe der Zeit immer weiter radikalisieren.
        Alles hat ja irgendwo seine Gründe.
        Wer Rassismus bekämpfen will muss auch verstehen wie er entstehen kann.

        Kernpunkt dieser Ideologie ist es die Weisse “Rasse“ und deren Kultur zu schützen.

        In unserer heutigen Gesellschaft wird alles was “Weiss“ ist gerne mal aufs Abstellgleis gestellt und teilweise sogar kriminalisiert. Böse alte Weisse Männer oder die Weissen sind schuld am Unheil auf der Welt.
        Im Kern wandert unsere “tolerante“ Gesellschaft auf der Suche nach “Gleichheit“ gerne mal selbst auf rassistischen Pfaden.

        Die BLM Bewegung b.z.w. der Umgang mit dieser Bewegung hat ziemlich deutlich gezeigt das unsere Gesellschaft immer noch große Probleme damit hat Menschen gleich zu behandeln.

        Eine WLM Bewegung als Pendant dazu das viele Weisse Menschen von Schwarzen aus Rassistischen Motiven umgebracht werden. Wird sofort als Rassistisch eingestuft. Einfach nur weil man Weiss ist.

        Richtig ist beide sind im Grunde absolut rassistisch
        Eine All lives matter Bewegung wäre die einzig richtige gewesen.

        Schwarzer Rassismus oder Rassismus anderer farbiger Nationen werden meist Geduldet oder nicht mal wahrgenommen.

        Jeder Schwarze darf stolz auf seine Hautfarbe sein und bekommt dafür sogar beifall, sag das mal als Weisser.

        Da kann man sich doch nur an die Birne fassen.

        Das zieht sich wie nen roter Faden durch die gesamte westliche Gesellschaft.

        Geht mit den Medien weiter
        Weisse Schauspieler/Comic-helden, werden durch schwarze ersetzt. Was im Grunde absolut okay ist. Aber andersrum wird sowas nie gemacht weils ja rassistisch wäre.

        Unsere tolerante Gesellschaft, bekommt es bis heute nicht gebacken alle Menschen gleich zu behandeln und zu bewerten. Deine Hautfarbe und Herkunft ist am Ende auschlaggebend wie du bewertet wirst und was du darfst oder nicht und das auf beiden politischen Seiten.
        Das ist alles totaler Bullshit.

        Rassismus lässt sich nicht mit Rassismus bekämpfen.

        Solche Bewegungen wie Alt Right haben größtenteils Zulauf durch oben genannte Dinge.

        Man sollte schlichtweg mal theoretisch ein soziales Experiment mit Kindern wagen da die Dinge wie Rassismus ja im idealfall noch nicht kennen.
        Du nimmst ne Gruppe Weisser Kinder und ne Gruppe Schwarzer Kinder.
        Die schwarze Gruppe darf Dinge sagen wie ich mag meine Hautfarbe und ich mag meine Kultur und erklärst ihnen ihr dürft es weil ihr Schwarz seit.
        Den weissen Kindern verbietest du es aber sowas zu sagen, sondern sagst ihnen das sie sich dafür schämen müssen, weil sie eben weiss sind. Erklärst ihnen aber zeitgleich das die Schwarzen es nur aufgrund ihrer Hautfarbe dürfen.
        Was denkst du wie entwickelt sich die Gruppe der weissen Kinder ?

        Ein weiterer Punkt ist das unsere westliche linksgerichtete Gesellschaft im Grunde Kritikimmun ist, man selbst ist stets im Recht und nur andere machen die Fehler.
        Selbst wenn man Fehler macht, man findet dann irgend einen Mist den das andere politische Lager gemacht hat und relativiert seinen Mist damit selber.
        Viele würden es sich niemals eingestehen das sie selbst irgendwo Rassistisch handeln, und das sie intolerant gegenüber anderen Meinungen sind.
        Dadurch sind wir bei den heutigen Zuständen angelangt.

        • Meine Fresse. So viel Opferrolle kenn ich sonst nur von der AfD.

          Ich habe fast keine Lust, das Punkt für Punkt durchzugehen, aber na gut:
          „Kernpunkt dieser Ideologie ist es die Weisse “Rasse“ und deren Kultur zu schützen.“
          Rassismus wird hier rein defensiv definiert. Nicht Rassisten sind der Aggressor, nein, sie wollen ihre „Rasse“ und Kultur „schützen“. Die erste Frage die sich hier stellt, ist: Vor wem? Die Anwort wird bewusst weggelassen, liegt aber nahe: Vor Nichtweißen, oder von Weißen, die „sich selbst hassen“.

          „In unserer heutigen Gesellschaft wird alles was “Weiss“ ist gerne mal aufs Abstellgleis gestellt und teilweise sogar kriminalisiert. Böse alte Weisse Männer oder die Weissen sind schuld am Unheil auf der Welt.“
          Hier wird sich ein vortrefflicher Strohmann konstruiert: „Unsere heutige Gesellschaft“ legt fest, dass „die Weissen schuld sind am Unheil auf der Welt“. Interessanterweise verschwinden an dieser Stelle die Anführungszeichen rund um „weiss“, um im Rest der Aussage nicht wieder aufzutauchen.

          „Die BLM Bewegung b.z.w. der Umgang mit dieser Bewegung hat ziemlich deutlich gezeigt das unsere Gesellschaft immer noch große Probleme damit hat Menschen gleich zu behandeln.“
          In der Tat, der Mord an George Floyd und die teilweise brutale Reaktion der Polizei auch auf friedliche Proteste hat gezeigt, dass unsere Gesellschaft Probleme hat, völlig richtig…..

          „Eine WLM Bewegung als Pendant dazu das viele Weisse Menschen von Schwarzen aus Rassistischen Motiven umgebracht werden. Wird sofort als Rassistisch eingestuft. Einfach nur weil man Weiss ist. “
          Oh. Nevermind. Hier wird einfach mal eine Behauptung rausgehauen, die praktischerweise ohne jeden Beleg bleibt und vage genug ist, um sie nicht eindeutig widerlegen zu können (wie viele Menschen sind „viele“?). Wieso sollte sich als Reaktion auf den Polizeimord an einem Schwarzen eine „White Lives Matter“ Bewegung gründen? Überfährt jemand betrunken ein Kind, schreit man doch auch nicht „Aber mein Kind wurde von nem nüchternen Autofahrer totgefahren #soberdrivingkills“

          „Richtig ist beide sind im Grunde absolut rassistisch
          Eine All lives matter Bewegung wäre die einzig richtige gewesen.“
          Ein klassischer Weg, um Diskussionen über die schlechte Behandlung bestimmter Bevölkerungsgruppen zu verwässern, ist immer das klassische „UND WAS IST MIT UNS??????“ Es wurde spezifisch dagegen protestiert, dass Schwarze von der Polizei sehr viel schlechter und brutaler behandelt werden als Weiße. Wenn du da jemandem sagst: „Warum nicht ALL LIVES MATTER?“, ist die einzig richtige Antwort: „Weil es nun mal die einen mehr betrifft als die anderen“.

          „Geht mit den Medien weiter
          Weisse Schauspieler/Comic-helden, werden durch schwarze ersetzt. Was im Grunde absolut okay ist. Aber andersrum wird sowas nie gemacht weils ja rassistisch wäre.“
          Weiße Schauspieler werden durch schwarze Schauspieler „ersetzt“. Ich habe bereits bei Robert Downey Jr. angerufen, um ihm mitzuteilen, das er jetzt leider durch einen Schwarzen ersetzt wird. Andersrum hingegen passiert das nicht. Kleiner Tipp: Google mal „Whitewashing“.

          „Deine Hautfarbe und Herkunft ist am Ende auschlaggebend wie du bewertet wirst und was du darfst oder nicht und das auf beiden politischen Seiten.“
          Welche signifikante, dein Leben merklich beeinträchtigende Einschränkung erfährst du dafür, dass du weiß bist, durch die „tolerante Seite“?

          „Rassismus lässt sich nicht mit Rassismus bekämpfen.

          Solche Bewegungen wie Alt Right haben größtenteils Zulauf durch oben genannte Dinge.“
          Weil also im Endeffekt beide Seiten rassistisch sind, erhält die offen und unbestreitbar rassistische Seite mehr Zulauf. Ich muss zugeben, die Logik erschließt sich mir nicht.

          „Man sollte schlichtweg mal theoretisch ein soziales Experiment mit Kindern wagen da die Dinge wie Rassismus ja im idealfall noch nicht kennen.
          Du nimmst ne Gruppe Weisser Kinder und ne Gruppe Schwarzer Kinder.
          Die schwarze Gruppe darf Dinge sagen wie ich mag meine Hautfarbe und ich mag meine Kultur und erklärst ihnen ihr dürft es weil ihr Schwarz seit.
          Den weissen Kindern verbietest du es aber sowas zu sagen, sondern sagst ihnen das sie sich dafür schämen müssen, weil sie eben weiss sind. Erklärst ihnen aber zeitgleich das die Schwarzen es nur aufgrund ihrer Hautfarbe dürfen.
          Was denkst du wie entwickelt sich die Gruppe der weissen Kinder ? “
          Hier wird im Endeffekt das gleiche Argument von vorher wiedergekäut: Die Schwarzen werden bevorzugt, weil sie auf ihre Hautfarbe und Kultur (die sie anscheinend, genau wie alle Weißen, gemeinsam haben – dieser rassistische Fauxpas zieht sich durch den gesamten Text) stolz sein dürfen, die Weißen aber nicht. Insofern ist es im Kern verständlich, wenn sich die weißen Kinder später rechten Terror- und Hassgruppen anschließen.
          Dazu fällt mir sehr vieles ein, aber was mir vor allem unter den Nägeln brennt ist:
          HEUL DOCH!
          Wenn du stolz darauf sein willst, weiß zu sein, dann sei es einfach. Keine Polizei der Welt wird es dir verbieten. Wenn dich Leute allerdings aufgrund deiner Ansichten vielfach für ein Arschloch halten, ist das ihr gutes Recht. Wenn dich das stört, ist das dein Problem. Dieses ständige Geweine ist unerträglich. Ihr habt ein Recht, gut zu finden, was immer ihr wollt, und andere haben ein Recht, euch dafür scheiße zu finden.

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