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Finanzminister Olaf Scholz will das Corona-Loch in der Wirtschaft stopfen – mit Steuergeldern von Topverdienern. Friedrich Merz nennt das „Neidsteuer“ und löst so eine hitzige Debatte aus. (Via)

Wenn man will, dass die dicken Wirtschaftsbosse, die sich selbst trotz Corona-Krise Million-Gehälter zahlen, ein bisschen zur Kasse gebeten werden, ist man natürlich neidisch. Und wenn man möchte, dass das Geld in unserem Land (und auf der Welt) ein bisschen gerechter aufgeteilt wird, ist man natürlich ebenfalls ein Kommunist…

Mir ist absolut schleierhaft, dass man in der CDU auch nur ansatzweise darüber nachdenkt, diesen Mann zum Parteivorsitzenden (und evtl. Kanzlerkandidaten) zu machen. Mit Merz an der Spitze ist diese Partei noch unwählbarer als vorher…



91 KOMMENTARE

  1. Ach herrjeh…

    Wenn doch alle die hier kommentieren in die Wirtschaft oder die Politik gehen würden.
    Deutschland wäre instant ein Utopia in dem ausnahmslos jeder wunschlos glücklich wäre.

    Also los, ihr ganzen schlauen Internet-Dudes!
    Los! Geht in die Politik und setzt eure Spitzen Vorschläge da doch durch, anstatt hier unter dem Blog eines Lehrers aus Norddeutschland rum zu klugscheißen.

    Los, Hop Hop!

  2. So wie Merz hier teilweise abgefeiert wird, müssen sich in der Community ja erstaunlich viele Multimillionäre und/oder Ewiggestrige tummeln.

    • Ohne Merz zu feiern. Olaf Scholz hat bei Lanz es nicht geschaftt/gewollt zu dementieren, dass jemand der das Haus seiner Eltern erbt (Normales Einfamilienhaus) auf dieses dann Vermögenssteuern zahlen muss.

  3. Die einzige Frage ist: Was sind Topverdiener? Ab wann ist man Topverdiener?

    Der/Die Manager/in mit 100k brutto im Jahr mag im Vergleich zum Durchschnitt sicher ein Topverdiener sein, wenn er/sie damit seine/ihre Familie versorgen muss, ist er/sie trotzdem weit davon entfernt sich einen Ferrari leisten zu können.

    Geht es nur um die Vorstände und Geschäftsführer, die Millionenboni bekommen? Wenn ja, dann führen wir überspitzt gesagt eine Steuer für eine Hand voll Menschen ein.

    Wenn nein, und auch das Beispiel oben ein Topverdiener ist, dann ist es aus meiner Sicht tatsächlich eine „Neidsteuer“.

  4. Ich halte es für Grundlegend falsch Top Verdiener mit einer Extra Steuer quasi zu bestrafen dafür
    das sie im Leben alles richtig gemacht haben. Das ist irgendwie der falsche Ansatz.

    Mir würde es eher zusagen wenn es eine gesunde Gehaltsobergrenze geben würde, auch Begrenzungen bei Prämien bei erreichten Zielen und Begrenzungen bei Abfindungen. Das frei gewordene Geld könnte man dann der normalen Arbeiterschicht zu gute kommen lassen um die Schere Arm/Reich zu verringern.

    Die Gefahr das “Top“ Manager dann abwandern ins Ausland ist dann leider gegeben.
    Aber es gibt genug Leute die auf solche Posten dann folgen. Nur weil jemand viel verdient muss er nicht zwangsläufig gut sein. Vielleicht ist es dann auch nicht so verkehrt wenn man solche Geldgeier ans Ausland verliert.

    • „Ich halte es für Grundlegend falsch Top Verdiener mit einer Extra Steuer quasi zu bestrafen dafür das sie im Leben alles richtig gemacht haben.“

      Das darf man so einfach nicht stehen lassen. Viele Millionäre haben geerbt oder stammen aus reichem Elternhaus (Geld erleichtert dein „alles richtig machen“ sehr!). Zum Beispiel unser „Self-made-man“ Donald Trump, der von seinem Vater insgesamt 60 Millionen Dollar „Starthilfe“ bekommen haben soll. Oder der vielgerühmte Elon Musk, der Vermögen in Höhe mehrerer Millionen in Projekten verbrannt hat, bevor er mit Paypal, Tesla und SpaceX ins Rampenlicht gerückt ist. Zugegeben, er hatte mit zip2 einen guten Coup gelandet, der ihm die Anfangsfinanzierungen ermöglicht hat, stammt aber auch aus wohlhabendem Elternhaus.

      Was ich sagen will: die Legende „vom Tellerwäscher zum Millionär“ ist aufgrund Chancenungleichheit so heute fast nicht mehr möglich, außer du entdeckst und schließt eine Marktlücke. Abseits davon entscheidet in hohem Maße deine Bildung über dein Einkommen und Bildung ist zu einem großen Teil auch an soziale und finanzielle Situation des Elternhauses gekoppelt.

    • Also hat jeder, der nicht zu den Top-Verdienern gehört, im Leben etwas falsch gemacht? Also alle Lehrer, Krankenpfleger, Bus- und Bahnfahrer, Supermarktkassierer, oder generell die meisten Menschen, von denen die Gesellschaft abhängt?

      Seien wir mal ehrlich, die Arbeit der meisten Top-Verdiener ist nicht so viel mehr wert als die ihrer „Untergebenen“. Auch ein Elon Musk oder ein Jeff Bezos könnten alleine nichts bewerkstelligen, was mehrere Milliarden einbringt.

      Was deinen Vorschlag mit der Gehaltsobergrenze angeht, im Grunde ist es doch für den Top-Verdiener am Ende einerlei, ob er mehr Geld an den Staat abgeben muss oder ob er von Anfang an weniger verdient.

    • Erbschaften werden ja hier zu Recht als nicht selbst verdient charakterisiert, aber wenn man dem entgegentreten will, dann doch bitte direkt: bei der Erbschaftssteuer. Und nicht über irgendwelche anderen Steuern..

  5. „ein bisschen zur Kasse gebeten werden, ist man natürlich neidisch. Und wenn man möchte, dass das Geld in unserem Land (und auf der Welt) ein bisschen gerechter aufgeteilt wird, ist man natürlich ebenfalls ein Kommunist…“

    Vielleicht die besten Worte, die ich von dir je gelesen habe.

      • definitiv! Menschen, die für die Gesellschaft gutes tun, werden dafür viel zu wenig entlohnt. Krankenpfleger, Altenpfleger, Erzieher, Bus/Bahnfahrer, Müllabfuhr. Die haben alle locker nen 1000er mehr im Monat verdient. Und ich würde es ihnen alle gönnen, die sie den auch bekommen.
        Der Arbeitnehmer, der sich im Büro den Arsch platt sitzt und dafür 100k+ im Jahr bekommt, sollte dafür mehr abdrücken. Und Geschäftsführer, Sportler oder andere, die sogar nochmal ne Schippe drauf mit 1Mio+ im Jahr verdienen, sollten davon auch viel mehr abgeben, als es aktuell der Fall ist.

        Der Mensch, der einen Dienst für die Gesellschaft, sollte in meinen Augen mehr bekommen, als jemand der stumpf nen Ball von A nach B kickt.

        • Jemand der stumpf einen Ball von A nach B kickt hat für seinen Job viel mehr geopfert und viel härter arbeiten müssen als jeder Normalbürger es jemals tun wird.

          Es braucht verdammt harte Arbeit auf so einem Niveau so performen, egal ob Sport oder Wirtschaft. Aber jeder der irgendwo im top Promille Bereich aktiv ist hat ganz sicher mehr Arbeit reingesteck und mehr dafür geopfert als es irgendwer sonst bereit ist.

          Abgesehen davon werden die Spieler eben auch nach dem bezahlt was sie einbringen. Es ist nicht einfach nur Sportler A der 100 Million im Jahr verdient, da hängen noch eine ganze Kette an anderen Leuten daran die mitverdienen, darunter auch ganz normale Bürger sie beispielsweise im der Verwaltung des Vereins arbeiten.

          Natürlich wäre es schon wenn einfach jeder mehr Geld verdient. Aber ist es denn so schwer zu verstehen das man danach bezahlt wird was man selbst erwirtschaftet…

  6. Die schleichende Umverteilung von unten nach oben ist im Finanzkapitalismus aufgrund der Zins- und Zinseszins-Mechanik systemimmanent. Um das System am Laufen zu halten, muss regelmäßig und fortdauernd das Geld von oben wieder abgeschöpft und nach unten verteilt werden. Geschieht das nicht oder nicht im notwendigen Rahmen (wie derzeit), droht eine Verarmung der fast gesamten Gesellschaft durch eine Vermögenskonzentrierung auf ganz wenige Hände.
    Daraus folgen wiederum soziale Unruhen mit nicht absehbaren, katastrophalen Folgen (Bürgerkrieg, gewaltsame Revolutionen, Zusammenbrechen der Wirtschaft, Hyperinflation). All das ist übrigens sowohl in Deutschland als auch im Rest der Welt schon öfters passiert und auch der Grund, wieso wir so große soziale Netze aufgespannt haben.
    Wenn die Reichen nicht bereit sind, ihren Wohlstand auf kurz oder lang wieder mit dem Rest der Gesellschaft zu teilen, müssen sie darauf vorbereitet sein, ihn notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen. In der USA ist man in dem Bereich ja schon deutlich weiter, wenn man sich zb die Gated Communities inklusive Söldnerfirmen, die diese bewachen, anschaut.
    Wer in diesem Zusammenhang von einer Neidsteuer spricht, wenn öffentlich überlegt wird, die Superreichen endlich vernünftig zu besteuern, hat entweder die Zwänge des Finanzkapitalismus nicht verstanden oder ist ein gewissenloses Arschloch, welches weiß, dass es im Ernstfall seinen eigenen Hintern in Sicherheit bringen kann. Beides kein Kanzlermaterial.

  7. Also für mich hat er damit absolut Recht! Aber dass das bei der breiten Masse nicht ankommt, kann ich nachvollziehen.

    Tatsächlich ist Deutschland Weltweit das Land mit der HÖCHSTEN STEUERLAST und daran Schuld sind die Roten!
    4000 Millionäre verlassen pro Jahr das Land. Mag sein, dass das für den Solzialdemokraten alles egoitische Arschlöcher sind. Dabei haben die sie vertrieben und kosten uns damit mehr Steuergelder, als wenn man Anreize zum Bleiben schaffen würde.

    Natürlich sind die „reichen Wirtschaftsbosse“ das Feindbild des „einfachen Mannes“. Olaf Scholz ist eine Witzfigur. Anstatt den Bürgern das Sparen durch Aktien beizubringen, kommen Steuern und Steuern und Steuern und er selbst rät zum Sparbuch! Der Witz hoch 10. Aber so kennt man das von den Sozialdemokraten. Sich dann aber über Altersarmut aufregen, weil man die Rendite schön den Banken überlassen hat.
    In der Hinsicht würde ich Merz echt begrüßen! Einer der auf den Tisch haut. Und ich bin der Meinung, dass es in einer kapitalischten Gesellschaft, in der man die Leute an die Hand nimmt, ihnen das Sparen erklärt, es jedem besser gehen würde als unter jeder sozialdemokratischen Regierung der Welt. Aber da fehlt vielen die Weitsicht. Ich hab nicht, XY hat, also muss er das teilen. Ist mir zu kurzsichtig!

    • +1000000

      Wir schenken doch schon alles in die EU und haben gleichzeitig die höchste Steuerlast, höchste Strompreise, usw usw… da sind wir die Nr.1, bei sonst nichts.

      Außerdem warum so ein Stress? Die Wahl wird sowieso verschoben und die Gottkanzlerin regiert weiter. Sie schauen ja schon wie es in Thüringen ankommt gerade.
      Dann wird der Laden hier endlich komplett zugesperrt bis Ostern, und dann kann eh keiner mehr bezahlen. Yeah!

    • Ich habe diese Bildzeitungsscheiße einfach so fucking satt.

      Deutschland ist nicht das Land mit der höchsten Steuerlast der Welt.
      Hier ist eine Aufstellung der Steuereinnahmen von EUstat:
      https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/10190759/2-30102019-AP-DE.pdf/72ce46f9-7391-1283-3f6c-ebd94d45de65
      Wie man sieht, sind die Steuereinnahmen Deutschlands, auf das BIP bezogen, im europäischen oberen Mittelfeld.

      Man kann allerdings, wie es die Springerpresse tut, auch etwas unredlicherweise lediglich die Steuern auf den eigenen Lohn bzw. das Einkommen abziehen (und Dinge wie Konsumsteuern oder sonstige Abgaben etc. außen vor lassen), dann landet man hier:
      https://www.welt.de/wirtschaft/article175842986/Steuerlast-Nur-ein-Land-verlangt-noch-hoehere-Steuerbeitraege-von-den-Buergern.html
      Selbst dann jedoch sind wir nicht einmal Platz 2 IN EUROPA, geschweige denn der Welt.

      So, das hat mich jetzt buchstäblich eine Googlesuche und weniger als 10 Minuten Arbeit gekostet. Warum ist es nicht drin, wenigstens einmal die Grundlagen der eigenen Weltanschauung wenigstens so kurz zu überprüfen, bevor man offensichtlich unwahre Behauptungen in die Welt setzt?

      • Sorry, aber dass du nicht mehr als zehn Minuten aufgewandt hast, zeigt sich hier auch.
        Die Steuerquote aus dem ersten Link sagt ja, wie du selbst sogar schreibst, nur etwas über die Steuereinnahmen aus und wird gerne als Maß für die Belastung verwendet, obwohl sie eigentlich ja nur eine Summe bildet und die in Relation zum BIP setzt. Probleme können da z.B. schon hohe Staatsquoten, wie in Deutschland, sein, und die Darstellung verzehrt sich.
        Und es ist keineswegs „unredlich“ die verschiedenen Spielarten der Einkommenssteuer als Hauptbelastung heranzuziehen, das ist die aufkommenstärkse Steuer und dies ist auch die lebensnahe Betrachtungsweise.
        Warum es für den Bürger viel günstiger ist, den in dieser Relation „hohen“ Betrag Einkommen prozentual gering besteuert zu bekommen und dann evtl. kleinere Beträge hoch prozentig besteuert zu bekommen, sollte jedem klar sein.
        Laut https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157905/umfrage/entwicklung-der-abgabenquote-in-der-deutschland-seit-1991/ liegt die durchschnittliche Abgabenlast, also das, was du wirklich abgeben musst, im Schnitt bei über 41%.
        Man kann es auch anders ausdrücken, durchschnittlich arbeitet man bis Mitte Mai ganz umsonst für den Staat, bevor man dann endlich anfangen darf, Geld zu verdienen.
        Zumal es jetzt auch nicht geil wäre, auf Platz 2 statt 1 zu sein lul.

        Das Thema Vermögenssteuer ist einfach ermüdend, denn letzlich ist es natürlich eine Missgunststeuer. Wenn man mag, kann man mal die real erhobenen Beträge in den 90er Jahren anschauen, als es die Steuer noch gab, und gucken, wie hoch diese denn waren. Wirklich viel kommt da nicht bei rum, zum einen weil man natürlich einfach das Land verlassen kann (obwohl Deutschland mittlerweile mehrere gesetzliche Grundlagen geschaffen hat, um Leute, die das Land verlassen, trotzdem noch zu besteuern) und zum anderen weil „Vermögen“ eben nicht „Geld“ ist. Diese Reichen, um die es immer geht, haben ja nicht wie Dagobert Duck einen Geldspeicher im Garten, sondern haben eben Vermögen, also vermögenswerte Rechtspositionen. Deren Vermögen steckt also in der Wirtschaft, und der Staat will eigentlich auch, dass es da bleibt, weswegen sogenannte „stille Reserven“ auch eigentlich erst bei einer eventuellen Liquidierung mal besteuert werden.
        Der größte Trick des Teufels ist so zu tun, als gäbe es ihn nicht und der größte Trick des Etaisten ist so zu tun, als würden dch diejenigen arm machen, die dich für deine Arbeit bezahlen, von denen du Geld bekommst, und nicht diejenigen, die dir von eben diesem Geld wieder einen großen Teil wegnehmen.
        Könnte jetzt noch ausführen, warum inländische Doppelbesteuerung kacke ist, aber das erspare ich uns allen mal.

        • Das mit den 10 Minuten merkt man lieber Karax 😉
          Ich beziehe meine Infos übrigens nicht von Klatschblättern wie die Bild! Aber dafür bedarf es dann eben auch mehr als 10 Minuten Recherche!

          • Mal ganz abgesehen vom Inhalt: Willst du dich wirklich noch damit brüsten, dass du länger als 10 Minuten gebraucht hast, um auf eine Falschinformation zu kommen? Wäre es nicht einfacher, einfach zuzugeben, dass du falsch lagst?

        • Dein Link zeigt auf eine Berechnung, die für mich leider nicht nachprüfbar ist, da sie (mitsamt ihrer Quellenangaben) hinter einer Paywall liegt. Wenn ich das wenige, was ich sehen kann, richtig verstehe, scheint diese sich allerdings auch ausschließlich auf Deutschland zu beziehen und wäre – sofern diese Vermutung stimmt – für einen internationalen Vergleich daher nur geeignet, wenn für andere Länder Daten vorlägen, die mit identischer Methodik erhoben wurden.

          Ich gebe gerne offen zu, dass ich nicht qualifiziert genug bin, um über die sinnvollste Berechnung der Steuerlast eine hochwertige Aussage zu treffen. Gut möglich, dass die Fokussierung auf die Einkommenssteuer eine sinnvollere Berechnung ist, als ich das zunächst vermutete. Mein eigentlicher Punkt bleibt davon unberührt: Egal, welche Berechnungsmethode angewendet wird, in keiner liegt Deutschland auf Platz 1 in Europa. Und wir mögen da verschiedener Meinung sein, aber für mich liegt ein erheblicher Unterschied zwischen „Platz 2 in Europa“ und „Tatsächlich ist Deutschland Weltweit das Land mit der HÖCHSTEN STEUERLAST“, wie es der OP schrieb. Letztere Aussage ist nämlich inhaltlich schlicht falsch.

    • Natürlich will Scholz das nicht, erst möchte er seine Finanztransaktionssteuer durchhaben, die weiterhin nichts gegen CumCum, CumEx, etc. bewirkt aber jeden erfasst, der jetzt über Aktien seine Rente finanzieren will.

      Seit JAHREN wird über Aktien aufgeklärt (übrigens auch in der Bild)
      Die meisten Sparer investieren übrigens auch schon seit Jahren in Aktien,
      wenn auch gedeckelt in Form von Fonds (oder jetzt auch ETFs).

      @Agarack: Sehr enggezogene Berichte, die man jederzeit in die eine wie andere Richtung ändern kann. So sind hier lediglich die Real-Abzüge an Steuer und Sozialabgaben genommen. Die indirekten Steuern sind da nicht berücksichtigt und auch schwerlich vergleichbar. Höchstens, wenn man wirklich die effektiven Steuereinnahmen dieser Pötte auf alle Bürger umlegen würde.

      Wenn man nun die Neiddebatte aufmacht, müsste man hingehen und als erstes die Statistiken getrennt aufbereiten. Dann müsste man Lebenshaltung, Lohnniveau, Direkte und indirekte Steuern, Lohnschere etc. berücksichtigen.
      Dann noch die Grenze festlegen, ab dem man reich ist, oder zumindest zur Profiteursschicht gehört.
      Dann merkt man schnell, dass es häufig tatsächlich um Neid geht.
      Je mehr man verdient, umso mehr kann man auch absetzen.

      Ich sehe das Problem auch eher darin, dass die ehemalige Zwiebel der Bevölkerung zu einer liegenden geschweiften Klammer geworden ist, und dass diese unte immer weiter aufgeht.

      • Leb gerne weiter in deiner Bubble! Die Roten leben davon, dass Leute wie du brav zur Wahlurne gehen und den Mist glauben, dass nur die Reichen schuld an allem sind!

  8. Merz als Lakai Blackrocks in der Rolle als Kanzler ist eine Horrorvostellung. Da wird die Beamtenpension etwas schmaler ausfallen, wenn der Großteil an der Börse den Besitzer gewechselt hat. Mal abgesehen davon, finanziert die Mittelschicht in Deutschland nunmal die Klassen unter und über ihr. Die Geschichte, besonders im kapitalistischen Vorzeigeland, hat gezeigt, dass eine höhere Besteuerung sehr Vermögender (75% Spitzensteuer bis Reagan) den Wohlstand in der Breite der Bevölkerung erhöht. Und die Mär der Abwanderung wird dazu noch als Teufel an die Wand gemalt.

  9. Ich spare jeden Monat mein verdientes Geld. Wenn ich plötzlich Milionär werde durch den Anstieg meiner Aktien sie ich mir mit meinem ersparten Geld gekauft habe. Wäre ich ganz schön angepisst wenn jetzt der Staat kommt und die Hand aufhält.

    Ganz davon ab, keiner dieser Clowns hat es verdient Kanzler zu werden und nach Merkel werden wir uns erstmal umgucken.

    • Und was lernen wir daraus? Menschen die wenig haben sind bereit viel zu geben, Menschen die viel haben werden immer gieriger und sind immer weniger bereit etwas abzugeben.

    • Es geht nicht um den einfach Millionär, zu dem du mit etwas Glück und guten finanzverhalten wirst. Allgemein ist der Begriff Millionär heute vollkommen überzogen, zum Millionär kann man recht leicht werden, wenn es denn dein Ziel ist. mit einem guten normalen Job und etwas Glück in Sachen Anlagen kann es jeder auf kurz oder lang schaffen. Der “Millionär” ist jemand der heute in München ein normales Reihenhaus besitzt, keine fette Villa mit Ferrari.

      Der Begriff des Millionärs kommt aus einer Zeit in der eine Millionen noch wirklich sehr reich bedeutet hat.

      Niemand will dem “Standard” Millionär wie ich ihn hier beschrieb hab an den Geldbeutel.

      Es geht um Menschen die Konzerne leiten und mehr Geld haben als sie in drei Generationen ausgeben können.

      Der merkwürdigste ist ja immer, das so viele normalos die ein einfaches Leben führen überhaupt glauben wie durch Geisterhand jemals in diese Riege vorstoßen zu können. Natürlich ist es möglich, aber dafür musst du schon früh die Weichen auf diesen Pfad stellen. Der 40 jährige Angestellte auf dem Land der glaub das er es noch erreichen kann lebt einfach in seiner Illusion.

      • „Der “Millionär” ist jemand der heute in München ein normales Reihenhaus besitzt, keine fette Villa mit Ferrari.

        Niemand will dem “Standard” Millionär wie ich ihn hier beschrieb hab an den Geldbeutel.“

        Da wäre ich mir nicht so sicher. Genau das wurde Scholz bei Lanz gefragt und er hat es nicht dementiert.

  10. Bei solchen Diskussionen wird m.M.n. leider viel zu wenig über den Tellerrand geschaut.

    Man schickt jetzt Milliarden ins EU-Ausland zu Ländern wie Spanien und Italien, deren Staatskassen leer sind (Im Rahmen der EU Corona Hilfspakete, die an sich aus meiner Sicht an sich richtig sind). Und in Deutschland fängt man Diskussionen an, ob man Gutverdiener und Vermögende noch mehr besteuern soll. Und das obwohl wir mit die höchsten Steuersätze der Welt haben. Die Durchschnittsvermögen in Italien liegen z.B. über denen der Deutschen (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Verm%C3%B6gen_pro_Kopf), während dort die Steuerbelastung auch jetzt schon unter der unseren ist.

    Vereinfacht gesagt schickt man Geld nach Italien und holt das über die Deutschen Gutverdiener wieder rein, während diese Schichten in Italien weiterhin entspannt leben und der Staat dort nicht auf die Idee kommt, das Geld von ihnen einzutreiben.

    Kann zur Vermögensverteilungsdebatte in Deutschland diese Podcastfolge hier empfehlen, die aus meiner Sicht sehr differenziert das Thema aufgreift: https://think-beyondtheobvious.com/laeuft-deutschland-in-die-verteilungsfalle/

    • Du hast wahrscheinlich Recht. Aber das Geld wird ja so oder so in der EU verteilt. Die „Reichensteuer“ würde nur dafür sorgen, dass weniger von den ärmeren und mehr von den Reichen dabei ist. Das mit dem Verteilen in der EU ist eine andere Baustelle, die mit dem hier eher wenig zu tun hat

      • Es hat schon damit zu tun, man könnte ja weiterspinnen:
        Würde Italien seine Reichen mehr besteuern oder zumindest generell ähnliche Verhältnisse wie in Deutschland einführen (siehe auch Rentenniveaus), müssten wir Ihnen weniger/kein Geld schicken und hätten ausgeglichenere Kassen und die Steuern müssten nicht erhöht werden.

        Ich weiß natürlich, dass das alles nicht so einfach ist, und es zig wirtschaftliche Zusammenhänge und Implikationen gibt. Ich finde es nur wichtig auf so etwas aufmerksam zu machen, bevor man hier das Rekordabgabenniveau noch weiter erhöht, welches uns gesamtwirtschaftlich eher schadet als nützt, so lange es nicht sinnvoll investiert wird.

    • Selbst die Griechen sind im Schnitt vermögender als wir Deutschen. Aber das wollen die meisten nicht sehen und verstehen. Und erst Recht sehen sie nicht, dass die Roten daran schuld sind.

  11. Jo, wir sind alle neidisch darauf wie es die Superreichen seit Jahrzehnten schaffen ihre Mitarbeiter auszubeuten. Machen wir uns nichts vor – wenn die Angstellten angemessene Loehne bekommen wuerden, gaebe es keine Milliardaere.

    • Doch, aber sowas von.
      Einige Firmen wären so auf dem Weg nach oben, wenn wir nicht immer von Verwaltungen ausgehen, sondern Leute, die den Kopf frei haben um Innovations-Ideen zu bekommen.

  12. Ich frag mich bei sowas immer woher die auffassung kommt „wer mehr hat kann für den Ausgleich aller sorgen“.

    Topverdiener werden bereits höher besteuert und es ist nicht so alswenn jemand mit 70-90k Jahresgehalt soviel Kohle hat alsdass er mit der Limousine zur Arbeit fährt.

    Aber selbst bei den reichen, zu denen ich selbst definitiv nicht gehöre, ist der Reichtum idR nicht unverdient. Warum sollen diese also gerade unsere Staatswirtschaft „Sponsoren“? Weil sie „nicht soviel Geld brauchen“? Demnach könnte jeder der mehr als 2k netto verdient den Rest an die lokalen Einrichtungen spenden. Weil mehr als 2k braucht man nicht.

    Finds schwierig.. glaub son simples „die reichen sollen ihre Kohle rausrücken – können die eh nicht ehrlich verdient haben“ funktioniert im Gesamtsystem halt nicht

    • Nicht unverdient? Darüber lässt sich gut streiten. Die Top Vermögen sind so zu großen Teilen vererbt und nicht selbst verdient.

      • Okay stimmt, unter Betrachtung des Erbes (Königsfamilien ausgenommen 😜) ergibt sich die Frage ob ich den Reichtum meiner Familie „verdient“ habe.

    • Mit 70-90k zählst du halt nicht als Topverdiener und wenn zB von Vermögensabgaben gesprochen wird, sind diese Leute damit halt auch nicht gemeint. Wir reden hier eher von Menschen, die eine Million aufwärts „verdienen“, oder es beispielsweise geerbt haben.

    • Dann gehe ich mal ins Extreme und frage mich mit welcher Berechtigung hortet die Familie Albrecht Milliarden? Sie haben es selbst erwirtschaftet?

  13. Die Steuern sind in Deutschland schon hoch genug. Wollen die Roten, dass noch mehr Topverdiener in die Schweiz abwandern? Dann gibt es nämlich hier bald gar keine Steuereinnahmen mehr von den Topverdienern und die Mittelschicht muss den Verlust ausgleichen. Nicht optimal, aber dafür gerecht 🙂

    Zu dem Thema empfehle ich folgendes Interview mit Hans Werner Sinn (übrigens ehemaliges SPD-Mitglied): https://www.youtube.com/watch?v=lCeOvWqeTPg

    Davon abgesehen halte ich Merz für den besten aller aktuellen Kandidaten für den Kanzlerjob und ich bin zuversichtlich, dass er dieses Jahr das Rennen machen wird. Die Krokodilstränen der Relotiuspresse und Berufsempörten auf Twitter, nehme ich dabei gerne in Kauf.

  14. Was heißt „unwählbar“? Für dich vielleicht, für andere nicht, Merz hat nach wie vor an der Basis die besten Umfragewerte der drei Kandidaten und ich verstehe absolut warum.

    Was den Vorschlag von Scholz angeht, kommt es darauf an, wen er mit „Topverdiener“ meint. Wenn er endlich mal an die wirklich Reichen, an die Milliardäre und Multimillionäre rangehen würde, fände ich es gut. Aber wenn es wieder bei irgendwelchen gerade mal ein bisschen überdurchschnittlichen Gehältern von Angestellten ansetzt, also meinetwegen bei 100k brutto, was ein leitender Angestellter in einem großen Konzern oder bspw. ein angestellter Anwalt in einer Großkanzlei verdient, dann trifft es definitiv die Falschen. Das sind im Zweifel die Leute, die sich selbst hochgezogen und hochgearbeitet haben und ohnehin mit Abstand den aller größten Teil der Steuerbelastung tragen, während Grund- und Kapitalbesitzer sich ins Fäustchen lachen und wenig bis nichts zum Steueraufkommen beitragen.

    Apropos unwählbar: Spahn soll die bessere Alternative sein? Ein Mann, der vollen Bewusstseins die Verfassung bricht, indem er ein rechtskräftiges Gerichtsurteil per ANWEISUNG an die Verwaltung ignorieren lässt (Sterbehilfeurteil), so einer soll Kanzler werden? Der völlig absichtlich tausenden von kranken Menschen ein menschenwürdiges Ableben verunmöglichst, aus eigener Karrieregeilheit, einer der Menschen vorsätzlich jämmerlich krepieren lässt, die das nach höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht müssten? Da wähle ich lieber die Linkspartei oder Grün, Spahn ist raus für immer und auf alle Zeiten, er ist schlichtweg ein Verfassungsfeind (genau so wie Scheuer übrigens auch, der sich trotz besseren Wissens und aller Beratung vorsätzlich über geltendes Recht hinweggesetzt hat).

  15. Für mich persönlich ist Merz der beste Kandidat, wenn die CDU allerdings Stimmen und die Wahl gewinnen will muss sie jemand anderen aufstellen, am besten wie üblich einen 0815 Politiker der noch nie was anderes gemacht als Politiker sein, damit wird bestimmt alles besser…., wieso sollte man auch jemanden wählen der kompetent ist lol wo würden wir denn in Deutschland da hin kommen. Wir bekämen noch schwedische Verhältnisse wo wir keine Steuererklärungen mehr abgeben müssten oder ähnlich grausam schreckliche dinge wie Bürokratie Abbau.

    • ernsthaft? beste Kandidat? kompetent? Merz?
      Was hat der denn die letzten 10 Jahre gemacht? An der Seitenlinie stehe und dumme Kommentare rein rufen, mehr kann der Typ nicht. Hat gar kein Bock gehabt sich irgendwo in Deutschland politisch zu beweisen, hat den Schwanz vor mutti eingegriffen.
      Hinzu kommt er ist ein Unsympath vor dem Herren den ich rein gar nichts zutrauen.

      Ich wähle seit 25 Jahre CDU, aber den Typ wähle ich ganz sicher nicht.

    • Was? Abbau von Bürokratie? Wie soll dann noch Wohlstand in Deutschland entstehen, wenn keine Milliarden mehr für Bullshitjobs in der Bürokratie verbrannt werden?

  16. Hast du mal geguckt wer das zahlen soll ? Das würde die Topmanager und „Reichen“ nicht mal treffen, sondern maßgeblich die obere Mittelschicht die sowieso an allen Ecken und Enden geschröpft werden.

    Irgendwann gibts halt von denen auch nix mehr zu holen.

    Ich zahle Spitzensteuersatz und was hab ich davon ? Ich meiner Region können wir uns trotz gutem Doppeleinkommen nie und nimmer ein Haus leisten, weil Grundstückspreise hier gerade so bei 1000€ pro m2 losgehen und da steht noch eine Abrissreife Ruine drauf erstmal.

    Die CDU wäre für mich nur mit Merz als Kanzlerkandidat überhaupt wählbar.

    Die AFD hat es sich für mich mit ihrer Corona Leugnung verspielt. Bleibt nicht mehr viel…

    • Sehe ich auch so und kann dir nur zustimmen!
      An jeder Ecke abdrücken…. aber niemals ein Haus leisten können. Ich würde es begrüßen, nicht in den „hyper“ Sozialismus abzudriften.

  17. Frage 1: Wen zählen wir zu den Topverdienern?

    Frage 2: Wie berechnen wir deren Einkommen bzw. Vermögen?

    Frage 3: Was ist der nächste Plan, sobald die betroffenen alle in die Schweiz abgewandert sind?

    Nicht, dass ich generell gegen eine Vermögenssteuer o. ä. wäre. Ebenso wenig bin ich gegen Coronamaßnahmen, gegen Umweltschutz oder gegen Asyl. Ich frage aber stets danach, wie es in der Praxis funktionieren soll und welche Nebenwirkungen es gibt. Und so mancher Politiker, der nichts als Buzzwords blubbern kann. scheint diesen Blick auf die Praxis völlig verlernt zu haben.

    Soll der Scholz ein ausgearbeitetes, schlüssiges Konzept vorlegen, vielleicht taugts ja was. Früher hats ja auch mal kompetente Sozialdemokraten gegeben! Aber einfach nur ein Schlagwort in die Medien zu kotzen, bewirkt tatsächlich nichts anderes als eine Neiddebatte.

    • Kann ich so unterschreiben, wenn die 3 Fragen natürlich auch etwas polemisch sind. Letztendlich wird gerade über diese verkürzten Zitate in den Medien völlig aneinander vorbeigeredet und ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur irgendjemand weiß, was die einzelnen Politiker jetzt eigentlich als Spitzenverdiener verstehen. Sind das einfach nur Arbeitnehmer in der Industrie, die im Vergleich zu anderen Arbeitsfeldern mehr verdienen? Oder sind das Milliardäre, die jedes Jahr allein mit Zinsen mehr einnehmen, als so mancher in seinem Leben verdient? Und müssten wir diese Diskussion überhaupt führen, wenn Unternehmen wie Amazon überhaupt mal besteuert würden?
      Grundsätzlich kann man sicher aber meiner Meinung nach solche Pauschalaussagen wie das wäre alles nur eine „Neidsteuer“ sparen, das trägt nichts zur tatsächlich sachlichen Diskussion bei sondern zielt nur darauf ab, seine Zielgruppe zu bedienen und/oder der Gegenseite die Legitimation zu entziehen. Wenn man niemand besseren als Spitzenkandidat in der Partei findet, sagt das auch alles.

    • Ich glaube kaum, dass die Schweiz die alle aufnehmen würde. Und sei doch nicht so streng mit von Politikern in den Raum geworfenen Ideen und deren Praktikabiliät. Ich habe schon Juristen gehört, die gefordert haben, dass vermeintlich anstößige Inhalte in Social Media solange bestehen bleiben, bis Gerichte darüber entschieden haben.

      • Letzteres könnte natürlich die Gefühlchen so mancher Sensibelchen verletzen, aber was soll daran unpraktikabel sein? Es hätte vermutlich sogar den Vorteil, dass sich mehr auf eindeutig rechtwidrige Inhalte konzentriert wird als auf „das verletzt meine buntgegenderten Gefühle“.

    • Komisch dass du auf einmal so ein praktischer Mensch geworden bist. Du bist ja immer noch ein Konzept schuldig wie Richter Social Media Beiträge moderieren sollen. 😉

      „Nicht, dass ich generell gegen eine Vermögenssteuer o. ä. wäre.“

      Kinkisprech translate: „Ich bin generell gegen eine Vermögenssteuer“

      • Punkt 1 siehe oben.

        Punkt 2: Keineswegs. Nimm alle Barvermögen ab einer Million Euro. (Mehr als das kann ein normaler Mensch eh nicht sinnvoll ausgeben.) Barvermögen, keine Firmenanteile, keine Immobilien, keine Aktien. Knall da eine Vermögenssteuer von 50% drauf, und zwar zahlbar über die nächsten 20 Jahre. Sind also 2,5% pro Jahr. Das ist immer noch weniger als das Geld „erarbeitet“ hat. Ich habe schon oft genug dargelegt, dass der Zinsenzins eines der Hauptprobleme unseres Wirtschaftssystems ist. Exponentielles Wachstum = unendlich steile Kurve = endliche Laufzeit. Mit dieser Vermögenssteuer würden wir die Uhr mehr oder weniger aufs Jahr 2000 zurückdrehen, also die Zinsen zurückfordern, die Arbeiter mit ihrer Hände Arbeit erwirtschaftet haben und die die Reichen leistungslos kassiert haben.

        Daneben bräuchte es noch andere Maßnahmen, z. B. Euroausstieg, aber du hattest ja ausdrücklich die Vermögenssteuer angesprochen.

        • Euroausstieg haha, kinki lässt wieder keine Möglichkeit aus sich lächerlich zu machen. Erkennst du eigentlich selbst die Ironie deiner Person? Immer bedacht darauf deine angebliche „Rationalität“ herauszustellen, nur um dann in allen großen Themen von Klimawandel bis Ökonomie den rechts-ideologisierten Querdenker zu geben, fernab aller seriösen wissenschaftlichen Erkentnisse und Einschätzungen.

          • Und welche Begründung hast du für das Urteil „lächerlich“ außer dem Umstand, dass eine von dir verhasste Bevölkerungsgruppe meine Meinung teilt?

          • Euroausstieg ist das einzig sinnvolle. Ich sehe nicht ein effektiv Vermögen zu verlieren, wenn die Italiener, Spanier oder Griechen mal wieder Scheiße bauen und der Euro an Wert verliert.

            Gleichzeitig pumpen wir Milliarden an Steuergeldern an diese Länder raus, während dort die Leute teilweise mit 55 in Rente gehen und noch genug Kohle haben jeden Tag im Cafe zu sitzen. Der Deutsche Michel soll gleichzeitig am besten bis 80 arbeiten und Geld erwirtschaften.

            Euroausstieg und EU Austritt wären die zwei besten Schritte um die Situation aller im Land zu verbessern (ein paar Politiker inkl. Family and Friends ausgeschlossen, die dann keine Posten mehr aufm Abstellgleis bekommen).

          • Oha, bei Siggi hat der Stammtisch hart zugeschlagen.

            Meine Begründung für das Urteil „lächerlich“ habe ich eigentlich schon erwähnt: in der Wissenschaft, in dem Fall also unter den Ökonomen, herrscht Konsens darüber, dass Deutschland alles in allem einer der größten Nutznießer des Euro ist. Das bedeutet NICHT, dass es nur Vorteile gibt. Lediglich, dass die Vorteile die Nachteile um ein Vielfaches überwiegen. Anders ausgedrückt: Ein Euro Ausstieg würde Deutschland alles in allem schweren Schaden zufügen.

            Im übrigen kann ich den Linksideologen genauso wenig abgewinnen wie den Rechtsideologen, für die hab ich hier auf nem Gaming Blog nur etwas mehr Verständnis: „wenn man jung ist hat man halt Träume“ und so.

          • @gim: Ich wüsste schon gerne, wie du „Konsens“ definierst angesichts Professor Hans-Werner Sinn und vielen anderen, die diesen Konsens jedenfalls nicht teilen.

            Darauf kommt aber gar nicht an, denn Konsens ist kein Argument der Wissenschaft. Im Gegenteil: Wissenschaft ist es, scheinbare Wahrheiten immer und immer wieder zu hinterfragen und zu testen. Im Grunde ist der Dissenz die Grundlage jeder Wissenschaft.

            Wer mit Konsens argumentiert, den kann ich nicht ernstnehmen, das ist genau dasselbe wie beim menschengemachten Klimawandel.

          • Natürlich teilt Hans-Werner Sinn diesen Konsens. Er ist zwar klar eurokritischer als der durchschnittliche Ökonom, aber eine „Rückkehr Deutschlands zur D-Mark“ schlägt er ganz sicher nicht vor.

            Konsens besteht, ganz lapidar ausgedrückt, sobald mind. ca. 80-90 Prozent der seriösen, aktiv publizierenden Wissenschaftler in einem Gebiet zu einem Thema grundsätzlich einer Meinung sind. Und natürlich kommt es für die Politik auf diesen Konsens an. Die Alternative wäre es, sich an einzelnen Randmeinungen zu orientieren.

            Selbstverständlich darf und soll jeder Konsens ständig neu hinterfragt werden. Und wenn gute Argumente vorgebracht werden, dann ändern diese auch den Konsens. Hat man in der Corona Krise doch schön gesehen, Sinnhaftigkeit von Masken ja/nein usw.

            Ein anderer Konsens besteht bei Ökonomen übrigens darin, dass die Hartz Reformen unter Schröder Deutschland wirtschaftlich wieder auf Kurs gebracht haben. Bist du da auch der Meinung der Konsens ist nichts wert und wir sollten uns lieber an der Meinung Sarah Wagenknechts orientieren? Das hört man ja von den Linken immer.

            Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, du hast nicht viel Ahnung davon wie Wissenschaft funktioniert und wie sie zu interpretieren ist. Ich beanspruche mal für mich mehr Ahnung davon zu haben, ich bin nämlich in der Wissenschaft tätig, übrigens als Ökonom.

  18. Ich finde das Wort „Neid“ wird oft auch total falsch verstanden. Wenn A auf B neidisch ist wird immer impliziert, dass A selbst Schuld an seiner Position sei, weil er zB fauler ist. Dabei kann B auch einfach nur Glück gehabt haben, das System besser ausnutzen oder ohne Rücksicht auf Verluste agieren. A kann nichts dafür, der Neid rührt nur daher, dass nicht faire Bedingungen herrschten.

    Neidisch sein finde ich deshalb gar nicht so schlimm. Nur zu glauben die Person, auf die jemand Neidisch ist hätte ihre Position „fair“ verdient, muss nicht zutreffen. Und so ist es oft fraglich, ob Superreiche ihren Reichtum wirklich (auch moralisch) verdient haben.

    Das interessiert den Kapitalismus aber nicht. Und die einzige Instanz, die etwas Fairnis schaffen kann, ist eben die Politik. Und dieses Bestreben nach Fairnis als Neid abzutun geht mMn gar nicht

    • Vermögen wird in Deutschland mittlerweile zum allergrößten Teil vererbt.
      Die Chancengleichheit nimmt dagegen rapide ab.
      Reichtum durch Arbeit ist in den allerwenigsten Fällen noch möglich.
      Natürlich benötigt Deutschland eine höhere Besteuerung der bessergestellten wie das im Detail aussehen soll hört man allerdings wirklich weniger von hochrangigen Politikern.
      Unter CDU CSU wird es dies jedoch sicher nicht geben und sicher nicht unter Merz.
      Meinetwegen soll es Neidsteuer heißen, wenn jemand in der spermalotterie gewinnt und reich geboren wird ist Neid auch angebracht und nachvollziehbar.

    • Neid ist schon deswegen nichts schlimmes, weil es ein ganz natürliches Gefühl ist, das man auch nicht einfach abstellen kann. Klar bin ich neidisch auf jeden, der so wohlhabend ist, dass er im Prinzip spontan entscheiden könnte, dass er jetzt nicht mehr arbeiten möchte und seinen Lebensstandard trotzdem so weiterführen kann. Ich kann das nicht, darauf bin ich schon neidisch. Ich bin schon neidisch auf jeden, der sich ein Eigenheim leisten kann, das heißt ja aber nicht, dass ich ihm das wegnehmen möchte. Neid ist erst dann negativ zu beurteilen, wenn daraus Missgunst geworden ist, vorher ist meine Ansicht nach überhaupt nichts dabei.

  19. Steve, das Problem ist das Topverdiener hier als Äquivalent ab 90.000 Brutto Jahresgehalt dient. Das ist ein übliches Gehalt für Gegenden wie München/Frankfurt, wo man sich mit dem Gehalt trotzdem niemals ein Haus leisten kann. Das ist ein Äquivalent zu A13 für dich als Beamter.

    Hier gehts um keine „Reichensteuer“ – sondern um Steuer für Gutverdiener die in FFM/München Gegend gerademal zur oberen Mittelschicht zählen, vom eigenen Haus träumen und 2500€ Miete zahlen für 100qm Fläche. Die Top Manger betrifft das alles nur sehr wenig.

    Ich wäre hier deutlich entspannter, wenn ich von der Politik irgendwas, auch nur irgendwas zurückbekommen würde, speziell im Kontext von Wohnraum. Aber derzeit siehts für mich so aus: Ich vediene nicht ganz 6stellig. Hab keine Chance auf ein Wohnraum. Zahle nachwievor Soli. Zahle quasi überall maximale Steuern. Und darf mir sicher sein, ich zahle in Zukunft noch mehr.

    Am Arsch die Waldfee

      • Es wurde ja auch nicht behauptet, dass du auf 90 000 Euro kommst. Mal davon abgehen ist der Vergleich zu eh zum Vorteil für dich Steve da du ja viel weniger abgaben zahlst. Wenn ich von ein unteres A13 Gehalt anlege von 4500 Euro würde ich als nicht-Beamter davon 2500 Euro netto oder so übrig haben. Wie viel Netto als Beamter dabei herausfällt und andere Boni wie Pension oder private Krankenkasse kannst du dir noch zusätzlich ausrechen. Wenn ich ein Angestellter >3500 Netto verdienen möchte ist man fast schon bei 90 000 Jahresgehalt. A13 Besoldung geht teilweise, je nach welcher Stufe, bis 5500 Euro…

      • Brutto. Heisst ~ 3.500-3.600€ Netto/ Monat. Also Um die 40.000-45.000 Netto Jahresgehalt. ~ 46% Abgen mit Soli, also üblich für reguläre Arbeitnehmer.

        Damit bin ich in den oberen 7% Deutschlands und „Topverdiener“. So ist es nunmal.

        • Also versteh ich das richtig: Du gehörst zu den 7% Topverdienern und bist der Meinung dass eine Gutverdienersteuer zur solidarischen Abfederung der Pandemiekosten dich nicht betreffen sollte?

          Ja wen denn eigentlich dann? Nur Jeff Bezos alleine?

          • Gibt nochmal einen sehr großen Unterschied zwischen ihm und den Top 1-3% :), die sollte es betreffen, nicht jemanden mit 3-3,5k Netto.

    • Ich kann den Original Artikel nicht finden, aber Scholz hat im letzten Herbst was von 200k im Monat gesagt, bzw. besteuerung von Vermögen ab 2 Mio. Beides für mich keine Mittelschicht 😉
      Für den Herrn Merz ja schon 😀

      Und selbst wenns 90k sind (ich bin selbst in der glücklichen Situation davon nicht ewig weit weg zu sein), da gibt es genug steuerliche Kniffe … es geht ja um das zu versteuernde Gehalt, was meist weit weniger ist.

      Btw, Hamburg ist da nicht besser 😉

      • Mal so mal so. Ja hat scholz mal gesagt, ab 200k. Finde ab 150k kann man ruihg auch nochmal hinlangen – kein Thema. Aber die Realität sieht halt derzeit anders aus: Ich zahl mit 90k halt immernoch Soli. Das ist nichts anderes als eine zusätzliche Steuer für die sogenannten, in der Erklärung auch genannten „Spitzenverdiener“ – also muss ich mit 90k davon ausgehen das ich Spitzenverdiener bin und unter eine neue Steuer, zu 99% fallen werde.

        Aber ich denke die Diskussion hier ist auch irreführend – denn ich hab eigentlich kein Problem noch mehr Steuern zu zahlen, wenn ich wie oben beschrieben irgendwas sinnvollen von der Politik zurückbekommen würde: Bezahlbaren Wohnraum für Familien, Unterstützung für Familien in Zeiten von Corona, ordentliche Bildung, Kitas, vernünftige Festgeld Anlageoptionen – you name it. Mein Frust kommt daher, das ich nichts davon wirklich zurückbekomme. Das einzige Was steigt sind meine Abgaben.

    • Dito. Ich verdiene mehr als die von dir genannte Summe, aber ich bin absolut nicht reich. Ich kann mir in HH niemals im Leben irgend ein Eigentum leisten, außer vielleicht eine Hundehütte. Ich kann mir keinen deutschen Neuwagen leisten, ich kann gerade mal so meine Familie ernähren. Von meinem sechsstelligen Gehalt geht fast die Hälfte für Miete und andere Fixkosten drauf. Dann unterstütze ich noch meine Eltern und versuche etwas für meine Kinder zurückzulegen und habe am Ende des Monats nicht besonders viel mehr, als ich als alleinstehender Student mit gutem Nebenjob habe. Es ist einfach unfassbar bescheuert Gehälter ortsunabhängig zu vergleichen und denselben Maßstab anzulegen. Achja Soli darf ich natürlich auch weiter nach wie vor abdrücken.

    • Mit 90.000€ gehört man meiner Meinung nach schon zur oberen Mittelschicht. Menschen, die über ein so großes Einkommen verfügen dürfen ruhig mehr abdrücken. Der Großteil der Bevölkerung wäre froh die Hälfte davon zu haben. Die sollte man stärker entlasten.
      Und wer wirklich in ne Wohnung mit 100qm für 2.500€ nimmt, hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren.
      Ich wohne in nem Speckgürtel von ner Großstadt in DE und zahle für ein Eigenheim 150qm Haus + 300qm Garten gerade mal 1.200€ monatlich für den Kredit.
      Wie kann man soviel Geld Monat für Monat für einen fremden Menschen verbrennen?

      • Diverse Leute haben dafür auch 7-10 Jahre studiert, da darf man scho mehr verdienen imo. 3,5k Netto ist jetzt kein Betrag den ich dafür als unfair betrachte tbh. Besteuerung für diese Leute ist bisher ausreichend, man sollte evtl. mal ans ganz große Geld.

        • Gar keine Frage, wer gut arbeitet, mutig investiert, ein wertvolles Wissen aufgebaut hat, soll dafür auch entsprechend entlohnt werden! Darum ging es mir gar nicht.
          Ich finde nur, dass diese Menschen durch ihr Einkommen mehr Verantwortung tragen sollten und entsprechend mehr abdrücken müssten, als es momentan der Fall ist. Wie gesagt der Großteil der Bevölkerung arbeitet deutlich darunter und sollte entsprechend entlastet werden.
          Auch ganz klar: Die Spitzenverdiener, die jeden Monat 100k+ einsacken, sollten nochmals deutlich höher besteuert werden.

    • Leute, natürlich seid ihr mit 90.000€ oder mehr reich. Kommt mal wieder aus eurer Blase raus.
      Fragt mal den Großteil der Bevölkerung, der nichtmal die Hälfte von dem bekommt, was ihr habt. Und ich bin klar dafür, dass Leute mit so einem Einkommen ordentlich was abdrücken können und die mit dem Kleinen Gehalt weniger zahlen müssen.
      Wenn ihr soviel Kohle für Miete einem fremden Menschen in den Rachen werft, dann habt ihr einfach die Kontrolle über euer Leben verloren.
      Ich habe ein Eigenheim (150qm Wohnfläche + 300qm Garten) in einem Speckgürtel einer Großstadt in DE und zahlen gerade mal 1.200€ für den Kredit. Wovon 700€ für die Tilgung und somit in meine eigene Tasche fließt. Ich fasse mir immer wieder an den Kopf, wie man sich so verarschen lässt und so krasse Mieten zahlt.

      • sorry für den Doppelpost. Beim ersten kam bei mir ein Fehler nach dem absenden. Dieser hier kann gerne für einen besseren Lesefluss wieder gelöscht werden.

    • Sehe ich ähnlich, nur mal als Beispiel (Steuerklasse 1 & 12 Monatsgehälter)

      60K Jahresgehalt sind ca. 2,9k Netto im Monat (bereits der Spitzensteuersatz)
      75K Jahresgehalt sind ca. 3,5k Netto im Monat
      90K Jahresgehalt sind ca. 4,1k Netto im Monat

      Das ist gutes Geld, aber reich wird man nicht. Ein Gehalt von 90K+ ist auch nicht selten verbunden mit viel Reisen bzw dem Arbeiten in einer Großstadt und für Sprit / Wohnung etc. geht recht schnell einiges drauf.

      Und versucht einmal ein Haus in Hamburg, München, Stuttgart oder Umgebung für 4k Netto zu kaufen, wenn schon hier in einer „normalen“ Stadt die Preise samt Grundstück ab 500k anfangen. Das geht, aber man zahlt dann ~30 Jahre ab.

      Und wer eine Immobilie/ Grundstück erbt, ist somit auch recht schnell auf einem Vermögen von 2 Millionen, obwohl er das Geld nicht auf dem Konto hat.

  20. Nun, zur CDU passt er damit perfekt. Da ist es ja schon seit Jahrzehnten im Gleichschritt mit der FDP Usus, aus „wir müssen Reiche höher besteuern“ ein „die Linkskommunisten wollen dem Bäcker an die Straße an die Rente!!!!“ zu machen.

    Darüber hinaus, und das ist nur so eine Privatbeobachtung, ist es doch amüsant, wie sehr ausgerechnet die religiösesten Kapitalisten und Wirtschaftsliberalen immer diejenigen sind, die am wenigsten Opferbereitschaft zeigen. Der normale Arbeiter muss im 21. Jahrhundert flexibel sein, sich fortbilden, seine Gehaltserhöhungen zum Wohle der Wirtschaft auf ein Minimum beschränken und „Überstunden“ sind keine zeitliche Notwendigkeit, sondern der ganz normale Alltag.
    Aber dem Wirtschaftsliberalen ist all das nicht zuzumuten. Dabei gebe es ganz tolle Ideen, wie man gerade jetzt „alles für die Wirtschaft“ machen könnte. Aber das beinhaltet halt, das Leute verzichten müssten, die das Spiel Kapitalismus gewonnen haben und das geht nun wirklich nicht.

  21. Ich bin ja für Jens Spahn als CDU Chef und Kanzler. finde er ist sehr kompetent und ein schwuler Kanzler wäre großartig für Deutschland.

    • Ich denke Spahn ist ganz gut – aber, eins nicht vergessen bei der Bewertung von Kompetenz: Das Gesundheitsministerium ist eines der dankbarsten Ministerien überhaupt, wo du mit verhältnismäßig wenig (auch wenig politischer widerstand der opossition) viel nach außen hin gutes erreichen kannst. Das ist schwer zu vergleichen mit einem Verkehrs- oder Verteidigungsministerium wo du soviel bullshit altlasten erbst.

      Der schein kann hier leicht trügen.

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