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Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof bekommt nach SPIEGEL-Informationen wohl hunderte Millionen Euro Steuergeld. Viele andere Unternehmen müssen derweil bis März auf ihre Hilfsgelder warten. (Via)

Waren die nicht vorher schon einige Male fast insolvent? Bei der Lufthansa verstehe ich die Kredite ja noch halbwegs, aber warum will man so einen Konzern künstlich am Leben halten, der eh schon seit vielen Jahren schwankt? Da hängen ne Menge Arbeitsplätze dran – ist mir schon klar. Aber wenn man mal ehrlich ist, sind solche traditionellen Kaufhausketten auch nicht mehr zeitgemäß. Es ist meiner Ansicht nach nur eine Frage der Zeit, bis da endgültig die Lichter ausgehen. Oder was meint Ihr?



23 KOMMENTARE

  1. Die sind schon pleite seit ich denken kann… das Konzept Kaufhaus hat sich überlebt, da kann man noch soviel Geld rein buttern und noch ne „onlineshop“ Steuer einführen…das wird mich zB auch nicht dazu bringen in eine Innenstadt zu fahren um dort Waren zu kaufen die es im Onlinehandel günstiger gibt.

  2. Hätte man die Banken nicht gerettet hätten wir ganz andere Probleme.
    Manche hätten es auch damals verdient Pleite zu machen.
    Die Vorsorge der Monopolstellung der Online Marktplätze.
    Arbeitsplätze, Transportwesen, Zulieferer, Instandhaltung und Modernisierung.
    Die verlieren alle ihre Aufträge und Kunden das ist ja nicht nur Kaufhof.
    Amazon hat schon eine so Große Macht im Onlinehandel, entschließt der sich aus Deutschland auszusteigen (zahlt endlich Steuern in den Umsatzländern) hätten wir da echt Probleme. Ausserdem bin ich ein Kunde der gerne auch in Geschäfte geht um sich das Teil der Begierde live anzusehen und dann dort kaufe.

  3. Warum? Weil die Leute, welche die CDU/SPD wählen, genau die Leute sind die immer noch zu kaufhof gehen, nämlich rentner für die internet bestenfalls neuland ist

  4. In Braunschweig, wo das tolle und unglaublich schöne Gebäude auf dem Bild steht, haben sie ende letzten Jahres jetzt dicht gemacht.
    Das Konzept eines Kaufhauses braucht man wohl heutzutage nicht mehr und ich selbst war da schon seit Jahren nicht mehr da drin. Früher als Kind war man da öfter mal mit den Eltern da unterwegs, da war das irgendwie ein anderes Feeling. Aber das waren die 90er und ohne Online Shopping.
    Ich selbst als Einzelhändler, der bisher in den neuen Medien tätig war, wüsste aber aktuell auch nicht, was den EH in der Innenstadt noch groß retten könnte. Das Einzige was noch einigermaßen zieht, sind Fachhändler mit spezialisierter Beratung und Ware, aber die kosten meistens, und das sind viele Leute nicht bereit zu zahlen. Außerdem kann man diese Läden hier easy an einer Hand abzählen, wenn es um Multimedia und PC’s geht. Ich seh da leider echt schwarz was mein Berufszweig angeht… :/

  5. Es ist Wahljahr. Wir müssen uns nur erinnern, wie lange die Schlecker-Pleite die Schlagzeilen beherrscht hat, sowas kann die Regierung bis September nun so gar nicht brauchen.

    Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wurde gerade eben vom 31.1. bis zum 30.4. verlängert. Das hatte ich vor ein paar Tagen schon vorausgesagt. Und es wird noch weitere Verlängerungen geben, bis man über den Wahltag hinaus ist.

    Das ist Politik. Und ich sage ausdrücklich: Das würde jede Regierung so machen. Linke, Rechte, Liberale, völlig egal. Im Wahljahr ist sich jede Regierung selbst die nächste, unabhängig von der Farbmischung.

  6. Ganz ehrlich ich hab eh nicht verstanden, wie sich diese Ungetüme so lange gehalten haben.
    Der Trend geht doch ganz klar zum spezialisierten Handel mit entsprechend detaillierter Beratung und weg von dem Riesenladen der zwar alles hat aber die Beratung abstinkt und wenn man dann was wirklich spezielles sucht das nichtmal bestellen kann.

    Ich hätte auf der Fläche lieber mehrere kleinere Läden als einen so nen riesen.

  7. Ich hab kein Mitleid mehr übrig für diese ewig gestrigen. Mir tuts nur leid für die Arbeiter. Schuld ist da sicher nicht der Staat sondern das Unternehmen das sich einfach weigert oder versäumt hat zu evolven.

    Vielleicht sollte das „Rettungsgeld“ eine Umstrukturierung/Modernisierung vorraussetzen…

    Aber hey… wen will ich hier veralbern. Da wird in ein paar Jahren wieder die Hand aufgehalten und die Arbeiter müssen wieder bibbern.

  8. Bevor man sich ernsthaft Gedanken machen muss wen man sonst in diese Würfel Reinsubventioniert, kauft man sich noch ein Paar Jahre Zeit. Man ist einfach Ratlos…

  9. Nicht nur Karstadt Kaufhof ist insolvent, dass Problem ist mittlerweile viel größer als man glaubt.

    Wirtschaftlich haben wir uns vom Urkapitalismus, in dem der Markt sich selbst bereinigt längst entfernt und sind in eine unheilige Sozialismus-Hybridforn gerutscht.

    Stichwort Zombifizierung.

    Dass der Staat in der Krise Unternehmen stützt um die Wirtschaft nicht nachhaltig und tiefgehend zugrunde zu richten, ist vollkommen verstädnlich und aus ökonomischer Sicht auch wünschenswert ABER !, wie viele Unternehmen gibt es die auch vor der Krise schon nicht mehr wettbewerbsfähig waren.

    Billige Kredite, Subventionen und eine europäische Geldpoliktik die jeden Zweifel unter Tonnen an frisch gedruckten Euronoten begräbt machen es möglich, dass solche Firmen immer weiter existieren. EU Subventionen die ganze Branchen am leben erhalten mal außen vor gelassen.

    Unternehmen müssen pleite gehen dürfen. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Nur so, kann sich der Markt dynamisch entwickeln und Raum für Innovationen schaffen. Dadurch, dass wir wirklich alles und jeden „Retten“ wird das ganze nur hinausgezögert. Eines Tages platzt die Zombiblase und dann knallts.

  10. Da heißt es immer „Der Markt reguliert sich selbst“ aber wenn er sich dann regulieren will wird doch eingegriffen. 🤔 Hm

  11. Denke mal für Bund und Länder ist Karstadt Kaufhof relativ trivial, aber viele Städte hängen an den Kaufhäusern. Teilweise als „Zentrum der Innenstadt“, aber hauptsächlich, weil die Immobilien so groß sind, dass man die kaum anderweitig vermietet bekommt – sprich sie drohen, lange leer zu stehen. Und für eine Innenstadt ist so ein leerer Koloss ein echter Nackenschuss.

    • Dann abreißen und Wohnungen bauen , die brauchen wir keinen Karstadt.

      Keine braucht diese Kaufhäuser mehr , wir brauchen guten Fachhandel die die Bedürfnisse ihrer Stadt kennen.
      Früher ist man in die Innenstadt gefahren mit Kind und Kegel und sich seine Sachen gekauft und am ende wenn die Gören brav waren bekamen sie noch fürs durchhalten ein kleines Spielzeug aus der Spielwarenabteilung.
      Aber wer macht das noch?
      Wann fährt man in die Innenstadt ? Wenn man dringend etwas brauch und zwar Jetzt und nicht erst in 24h von Amazon.

      Beispiel Elektromarkt.
      Man braucht Stecker XYZ und fährt zu Euronics oder Co , entweder wird der Verkäüfer sagen haben wir nicht oder muss ich erst bestellen .
      Gehst zum kleinen Elektroladen greift der einmal in die Schublade und du hast deine Stecker und der der hat sogar noch Gitarrenseiten .

      Macht die Dinger dicht und baut was anständiges hin . Unten schöne Ladenzeilen mit Läden und Bistros und oben Wohnungen.

        • Bei uns hat ein Laden zu gemacht und zu 1-2 Zimmerwohngen umgebaut, Innenstadt und auch bezahlbar für Normalverdiener.

        • Dann baust du da halt ne Merkel Statue hin ,wen AFDler bist ne Höcke Statue oder einen Springbrunnen alles aber auch wirklich alles macht mehr Sinn als ein Karstadt
          Jemanden der seit 20 Jahre nur Verluste macht , ein totes Geschäftskonzept hat muss man auch mal sagen ist dann gut jetzt.

      • Dann find mal jemanden, der da was baut – bzw. erstmal jemanden, der das Grundstück kauft, denn die Gebäude gehören ja idR nicht Karstadt-Kaufhof, sondern irgendeinem Vermieter. Und dann muss das auch noch alles genehmigt werden. Solange dieser Prozess läuft (gute zwei bis drei Jahre) steht das Ding halt leer, inmitten der Innenstadt. Worunter dann btw auch die kleinen Händler leiden, weil „nur für ein Kabel“ fährt halt niemand in die Innenstadt, sondern bestellt es einfach bei Amazon.
        Und für sozialen Wohnungsbau müsste erstmal die Kohle da sein…ganz zu schweigen von dem Schwall an Protesten, warum man so eine gute Lage für „diesen Unfug“ verschwendet, anstatt dort Gewerbe anzusiedeln.
        Wobei tbh das Gewerbe mit diesen Flächen auch kaum was anfangen kann, denn die wollen ja eigentlich Superbüros haben und keine überproportionierte Lagerhalle mitten in der Stadt.

        • Dauert das halt 2-3 Jahre die Investoren gehen schon nicht Pleite. Ne dann lieber Steuergelder verschwenden (Die Inhaber von Karstadt sind ja so arm).

          Und in 3 Jahren können wird die wieder retten ,denn die Kredit sieht der Bund im Leben nie wieder. Da kannst die 3 Jahre auch warten und was neues aufbauen das macht mehr sinn
          Wir füttern ein totes Pferd die machen jedes Jahr Verlust und wir geben ihnen Geld für ein Totes Geschäftskonzept .

          Null Verständnis das man warum die retten sollte .

          • Tatsächlich ist Karstadt-Kaufhof saniert. Und selbst Corona hat man mit hartem Schnitt einigermaßen geschafft.

            Nicht falsch verstehen, ich hab keine emotionale Bindung zu Kaufhäusern. Mir ist tbh auch dieses Innenstadt-Blabla ein bisschen suspekt. Aber ich verstehe schon die Begründung, warum zumindest viele Städte ein Interesse haben, den Laden am laufen zu haben.
            Und warum diese Städte das nicht selbst zahlen, sollte glaube ich jeder wissen.

    • Wir mussten in der Berufsschule nen 3/4 Jahr ohne Projektor auskommen weil die Stadt kein Geld für die Reparatur hatte, oder haben wollte.
      Am Ende haben wir nen neuen Projektor bekommen weil das Austauschen gegen ein modernes Gerät günstiger war als das Reparieren des älteren Modells.

  12. Wenn man bei denen mal online bestellt weiß man auch, wieso die pleite sind.
    Man kauft 5 Artikel, die verschicken 5 Pakete. Versandkosten bezahlt man natürlich nur einmal, die DHL freut sich.
    Oder man erhält 1-2 Wochen nach Bestellung aufeinmal die Mitteilung, der Artikel sei nicht mehr vorhanden – storno.
    Verpackt wird auch oft so grottig, dass die Pakete teilweise halb offen/kaputt ankommen.
    Bei denen online zu Bestellen ist einfach ein Albtraum. Und wenn mal alles glatt läuft bleibt immernoch das Problem, dass die fast jeden Artikel einzeln losschicken. Wie wollen die so gegen andere Händler ankommen?
    Die sind irgendwann vor 20 Jahren mal hängengeblieben und entwickeln sich null weiter. Das Geld, das da investiert wird, ist verloren

    • Vorallem ist es geil wenn man da online mit Gutscheinen einkaufen will. Meine Frau hat zu Weihnachten vom Chef zwei Karstadt Gutscheine bekommen.

      Wollte sich online was kaufen. Pro online Einkauf kann man nur einen Gutschein einlösen. Was ist denn das bitte ? Hab ich noch nie gehört.

      Diese Kaufhäuser verdienen die Pleite. Sowas braucht 2021 keine Sau mehr.

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