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Insbesondere die Gastronomie trifft der Corona-Lockdown hart. Der Virologe Hendrik Streeck fordert nun, Restaurants probeweise wieder zu öffnen – und kritisiert den von der Regierung festgelegten Schwellenwert. (Via)

Man sollte nicht mehr auf Experten hören, die bisher konsequent mit wirklich JEDER Voraussage und Einschätzung falsch lagen. Auf Twitter trendet seit Tagen der Hashtag „SterbenMitStreeck“ – auch wenn ich diesen äußerst makaber und unangebracht finde (typisch Twitter halt), zeigt es doch, dass die Menschen ihn und seine Analysen nicht mehr wirklich ernst nehmen.

Für mich ist das ein wenig das „Prof. Pfeiffer“-Prinzip: Wieso werden Experten, die wiederholt bewiesen haben, dass sie keine Ahnung haben dass ihre Einschätzungen eher mit Vorsicht zu genießen sind, immer wieder befragt und in x Talkshows zu dem Thema eingeladen? Warum gilt hier nicht das Leistungsprinzip?

Man kann ja fast schon sicher davon ausgehen, dass man jetzt, wo er das fordert, eher vorsichtig mit dem Öffnen der Restaurants sein sollte…

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25 KOMMENTARE

  1. Gerade in der Gastro sind Hygeniemaßnahmen sehr effektiv, durch die Besucherlisten können potenielle kontaktpersonen einfach nachverfolgt werden. Zur Not eben mit Ausweißpflicht, damit die Namen in der Liste auch wirklich korrekt sind.

  2. Nicht nur Restaurants, die Debatte um ein Ende der gesamten Shutdown Misere muss nun endlich geführt werden.
    Das Problem ist doch, dass wir uns immer noch vollkommen illusorischen Vorstellungen hingeben, dass diese Krise ein baldiges Ende finden wird. Das Gerede der gesamten Zero Covid Jünger ist nicht nur falsch sondern auch in hohem Maße naiv. Es gibt keinen weg mehr in die Welt vor Corona.

    Wir müssen endlich lernen mit diesem Virus zu leben und einen einigermaßen normalen gesellschaftlichen Alltag zu organisieren . Dieser ganze Dauerlockdown ist nichts anders ein Versagen der Politik. Man weiß nicht was man tun soll und bevor man nachhaltige Konzepte entwickelt, wie wir mit der Situation auf unbestimmte Zeit leben, steckt man lieber den Kopf in den Sand und zieht die Lockdown Karte. In der Hoffnung das nach 1,2 oder 20 Monaten endlich wieder alles so wie früher ist.

    Ich bin der letzte der sagt dass diese Lockdowns nichts gebracht hätten oder das sie nicht sogar notwendig gewesen wären aber es ist keine Dauerlösung.

    Die Zeit hätte genutzt werden müssen um zu analysieren wie man ein „normales“ leben trotz Corona ermöglichen kann. Hygienekonzepte für Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe, Fördermittel für Desinfektion und Luftreinigung, Infrastruktur für die digitale Bekämpfung der Krise (Apps die funktionieren, Meldereiter etc.), Aufstockung Medizinischer Kapazitäten und vor allem einheitliche und logisch durchdachte Maßnahmen die sich an der lokalen Situation vor Ort orientieren. Den gezielten Schutz von Risikogruppen durch, auf Sie zugeschnittene Maßnahmen, nicht zu vergessen.

    Als die Pandemie ausgebrochen wurden uns die getroffenen Maßnahmen als alternativlos verkauft. Den Menschen wurden Horrorszenarien präsentiert.
    Nun wird es endlich Zeit zu erkennen, dass diese Szenarien nicht eintreten werden und deshalb die Strategie zu hinterfragen ist.

    Den Grenzwert von 35 halte ich ebenfalls für groben Unfug. Es gibt unterschiedliche Faktoren die Ausschlag geben ob ein wert von 35 in einer Region nun gut oder schlecht zu verarbeiten ist. Dann bitte unterschiedliche Werte, aufgrund einheitlicher Kriterien erarbeiten, die vor Ort auf kommunaler Ebene umsetzten werden.

    • Mal eine kurz Frage unter Fachleuten: Wie willst du ein normales Leben trotz Corona etablieren, ohne dabei zehn- bis hunderttausende Menschenleben (je nach beobachtetem Zeitraum) zu opfern?

      • Das ist doch der Punkt: 82 Millionen kehren zu einem normalen Leben zurück, einige Zehntausende werden dafür sterben müssen.
        Dank der Impftrödelei der EU mehr als nötig.
        Schlichte Abwegungssache, was einer Gesellschaft wichtiger ist.

        • Wenn fester Teil des Plans ist, dass Zehntausende sterben, ist das offen und ehrlich und aus meiner Sicht scheiße. Wenn das der Plan sein soll, bin ich froh, dass die Politik das mehrheitlich anders sieht.

      • Als die gesamte Corona Situation damals ausgebrochen ist, waren es bekannte Politiker die parteiübergreifend gesagt haben, dass die Lockdown-Maßnahmen dem Zweck dienen die entscheidenden Kurven abzuflachen (Krankenhausauslastung etc.).
        Das war das Argument, dass von Anfang an so kummuniziert wurde. Es wurde immer gesat, die Maßnahem haben den Zweck den Zusammenbruch von Systemen, ob nun im Gesundheitssektor oder staatlich, zu verhindern. Wir sind nun an einem Punkt angekommen an dem wir realtiv sicher sagen können das dieser Zusammenbruch, der über allem schwebte, nicht passieren wird.
        Damals hies es, soweit ich mich erinnern kann, dass man sogar damit rechnete dass sich bis zu 60% der gesammten Bevölkerung in den nächsten Jahren infizieren werden.

        Ich bin der letzte der sagt, dass wir nun im angesicht der Katastrophe die letzte Party zum Untergang feiern sollen. Aber der Untergang ist abgesagt.

        Es gibt keine Recht auf eine staatliche Vollkaskoversicherung, die einem das eigene Leben in jeder Eventualität absichert. Ein gewises Risiko gehört dazu und ich halte es auch für vertretbar.

        Ich möchte übrigens auch anmerken, dass jeder natürlich eigene Maßnahmen treffen kann die weit über die staatlichen Regulierungen hinaus gehen. Ich habe den ersten Lockdown für absolut richtig gehalten, daran möchte ich gar keinen Zweifel aufkommen lassen. Auch Hygienekonzept und Masken werden uns noch eine Ewigkeit begleiten, was ebenfals, ohne Einwand, richtig ist. Es wird nun aber Zeit eine gewisse Normalität mit Coroan zu entwickeln. Zero Covid ist eine Illusion.

        Kollateralschäden werden sich leider nicht vermieden lassen.
        Ich kann hier natürlich auch nur sagen was ich für richtig halte und das ist am Ende eine Frage der ab Abwägung.

  3. Restaurants hätten nie geschlossen werden dürfen. Sie wurden im letzten Sommer mit Auflagen zugeballert von Sitzordnung bis zu Raumlüftung, die sie alle brav und mit entsprechendem finanziellen Aufwand erfüllt haben. Dementsprechend gab es zu keiner Zeit einen Hinweis, dass Restaurants Ansteckungsherde wären, im Gegensatz zu ÖPNV oder Schulen: ersterer wurde nie angepackt, und über das auf-zu-auf-zu-Schulchaos müssen wir wohl nicht reden. Aber die Restaurants, die alle Auflagen erfüllt hatten und keine besondere Gefahrenquelle darstellten, mussten schließen. Hey kein Problem, sie kriegen ja ihre Umsätze weiterbezahlt. Ja, mit 3-6 Monaten Verzug, und das dafür erforderliche Geld fällt vom Himmel, das muss ja niemand von uns zahlen, oder? Übrigens, der Strom kommt aus der Steckdose …

    Diese Regierung – und da zähle ich die Länder mit – war wahlweise zu feige, zu faul oder zu blöd, um innerhalb der letzten 12 Monate mal ein ansatzweise schlüssiges Konzept zu erarbeiten. Statt gezieltem Schutz von Risikogruppen wird mit dem großen Nudelholz der gesamte Mittelstand geplättet, spezifische Risiken bleiben völlig unberücksichtigt. Die Impfstoffbeschaffung wird aus ideologischen Gründen nach Europa ausgelagert, und nicht nur nach Europa, sondern in die Hände von Ursula von der Leyen, die sich ja inzwischen in jedem einzelnen Amt als Totalausfall erwiesen hat.

    Es war nicht alles falsch, was die Regierung gemacht hat, das will ich damit nicht sagen. Aber die Ausführung war größtenteils dilletantisch.

    Also ja, macht die Restaurants wieder auf, besser heute als morgen. Und das nicht, weil es von Dieter Bohlen, Vladimir Putin, dem Papst oder Joe Biden so gefordert wird, sondern weil es das einzig richtige ist.

      • Ich tue mich damit echt schwer, aber hier gebe ich Kinki mal Recht. Fast nirgends wurden so gute Maßnahmen getroffen wie in der Gastround die Nachverfolgung potentiell angesteckter ist durch die Gästeliste sehr einfach.

      • Du hast auch keinen Beweis dafür, dass du im letzten Jahr niemanden ermordet hast. Also bitte melde dich bei der nächsten JVA! Merkste selber, oder?

      • Restaurants haben bessere Hygienekonzepte als Frisöre und diese dürfen am 1. März wieder öffnen, da von Ihnen keine Gefahr ausgeht, also ne?

    • „und das dafür erforderliche Geld fällt vom Himmel, das muss ja niemand von uns zahlen, oder?“

      Naja Geld lässt sich ja leicht drucken und bei der EZB hat man schon lange vergessen wo eigentlich der Ausschalter an der Presse ist. Irgendwann fliegt uns dass ganze billige Geld halt um die Ohren. Aktienkurse und Immobilienpreise sind die Vorboten.

      • Jürgen Dietz, der Bote vom Bundestag (rip) hatte einmal sehr wahre Worte gesprochen: „Wenn die Regierung Geld rauswirft, ist das doch nicht Ihr Geld, sondern das Geld Ihrer Urenkel, und die lernen Sie sowieso nicht kennen!“

    • Ich frage mich ja, woher diese mär von „keine besondere Gefahrenquelle“ immer wieder kommt.
      Fakt ist, wenn du im Winter xx Personen in einem Raum zusammensetzt, ist der sehr schnell voll mit Aerosolen.
      Und da man im Restaurant am Platz keinen Mundschutz trägt geht es entsprechend schnell.
      Außer du installierst einen Windkanal im Gastraum. Was aber kaum jemand kann oder macht. Da nuckelt maximal ein kleiner Umluft-Filter in der Ecke das kannst du abhacken.
      Klar jetzt kannst du auf 10m² ein Gast setzten und anordnen wie oft zu lüften ist, aber das ist doch alles völlig illusorisch.

      Ach und btw diesen populistischen Quatsch mit „gezieltem Schutz von Risikogruppen“ kann ich echt nicht mehr hören.
      Schützen wir die aktuell nicht? Wären die irgendwie besser zu schützen, wenn die Pfleger und Angehörigen in Geschäfte, Restaurants und Kino dürfen? Oder meint ihr mit „gezieltem Schutz von Risikogruppen“ gezieltes wegsperren?

      • Ich frage mich, wie du es schaffst, den andauernden Hinweis auf die empirischen Fakten komplett zu ignorieren. Das erste halbe Jahr Corona hat alle möglichen Spreader gezeigt, aber die Gastronomie hat zu keinem Zeitpunkt dazugehört.

        Risikogruppen: Konsequente Tests für Patienten, Pfleger und Besucher von Anfang an, konsequente Maskenpflicht von Anfang an, „Wegsperren“ nur in dem Sinne, dass bei der Rückkehr wieder getestet wird. Inzwischen findet das alles mehr oder weniger statt … nach einer Anlaufphase von einem Jahr. Ich erinnere mich noch gut an die Meldungen, dass die Pfleger mit selbstgenähten Gesichtslappen rumgerannt sind, weil unsere Medizinischen Notvorräte gerade nach China verschenkt worden waren.

        Ist denn „pauschales Wegsperren“ deiner Meinung nach besser als „gezieltes Wegsperren“?

        • Na klar haben die dazu gehört, was denkst du wo in Ischgl&Co die Ansteckungen passiert sind? Auf der Skipiste ganz sicher nicht.

          Die Logik ist doch nunmal ganz einfach, enger Raum, viele Leute, keine Maske -> PENG
          Im Sommer und frühen Herbst waren nunmal allgemein die Zahlen kleiner. Die allermeiste Gastronomie fand außerdem im Freien statt.

    • Komisch ist nur, dass seit Restaurants und Bars etc. geschlossen wurden die Infektionszahlen nicht mehr exponentiell anstiegen „Lockdown light“ seit November…

      Aber lag bestimmt nur am Wetter, oder dem lieben Gott

      • Selbst wenn der Lockdown insgesamt die Zahlen gedrückt hat, lässt das doch keinen Rückschluss speziell auf die Gastronomie zu. Da ist doch alles mögliche geschlossen worden. Und für die Gastro spricht eben, dass sie zuvor entsprechend in Vorsichtsmaßnahmen investiert hatte. Das kannst du z. B. von Schulen oder ÖPNV nicht behaupten.

    • Du willst doch nicht ernsthaft den Sommer, in dem die Außenbereiche ausgebaut wurden und die Innensitzbereiche entsprechend entzerrt sowie aufgrund der höheren Außentemperaturen dauerhaftes Lüften möglich war mit dem Winter vergleichen, in dem alle auf wenigen Quadratmetern im Innenraum sitzen und sich gegenseitig die Aerosole um die Fressen jagen?

      Die Hygienekonzepte der Restaurant scheitern doch allein schon daran, dass da zahlreiche Menschen ohne Maske in geschlossenen Räumen rumsitzen, miteinander klönen, essen und herzhaft lachen. Wem willst Du denn erzählen, dass das kein Ansteckungsherd ist? Da kann man sich noch so oft die Hände desinfizieren, mit Maske aufs Klo gehen und die Tische abwischen oder Kontaktlisten führen (viel Spaß beim Nachverfolgen von Donald Duck und Darth Vader). Das einzige was hier helfen würde wären ausgefeilte Lüftungs- und Luftaustauschkonzepte – und davon sind die meisten Restaurants meilenweit entfernt. Und nein, ich spreche nicht von gekippten Fenstern oder nem kleinen Luftreiniger in der Ecke.

  4. Warum solche Menschen immer wieder eingeladen werden? Vermutlich aus Quoten-Gründen: Wenn jemand mit einer konträren Meinung mit in der Runde sitzt, ist so eine Debatte halt lebhafter.

  5. Hört sich super doof an.
    „Testweise öffnen“? Und was ist wenn der Test nach X Wochen nicht so geil geklappt hat? Sind halt paar Zehntausend mehr erkrankt und gestorben.

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