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Krömer redet in diesem neuen Vlog-Format mit Euch über Gott und die Welt. Einfach mal kurz ein bisschen Schnacken – 10 min für Zwischendurch. Heute geht es um die Themen: Frühling, Allimania-Remake, U-Bahn Bettler und Katar-Boykott. Schaut mal rein, vielleicht isses ja was für Euch!

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2 KOMMENTARE

  1. Ich muss auch zugeben, dass ich Bettler störend finde. Nein, nicht diejenigen, die irgendwo hocken, freundlich nach Geld fragen und fertig sind, wenn du was gibst oder weitergehst.
    Aber dieses penetrante „ins Gesicht“ finde ich einfach nur belästigend – und gerade in Corona-Zeiten möchte ich eigentlich nicht, dass mir jemand so zu nahe rückt. Auch dieses „och komm schon“ oÄ ist richtig nervig.
    Am allerschlimmsten finde ich aber eigentlich die „schlechte Gewissenstour“. Mein Highlight war ein Mann, der mich nach ’nem Euro für Essen gefragt hat. Wollte das Geld geben (ich war jünger, was soll ich sagen), aber eben fix noch eine SMS fertig schreiben, da kam der Satz „so ein schönes Handy kann ich mir ja nicht leisten“.
    …das war 2014. Ich hatte und habe ein Fliphandy ohne Kamera für 15€. Ja, da hab ich mir aber richtig was gegönnt hab ich mir da!

    • Bin da ganz bei dir. Ich kann und will nicht abstreiten, dass das wirklich arme Leute sind, aber in Köln hab ich sie überall: Sie sprechen dich in der Bahn an, am Bahnhof, im und vor dem Supermarkt und man kommt gar nicht an ihnen vorbei.

      Gerade am Hauptbahnhof sehe ich immer die selben jungen Mädchen, die entweder jemanden verloren haben oder denen Geld fehlt. Natürlich fragen sie am Anfang immer, ob man Englisch spricht, damit auch ja der Eindruck entsteht, sie würden einen nicht verstehen. Gleichzeitig ist aber auch dieselbe ältere Dame dort, die seit 10 Jahren mit demselben Schild rumläuft, auf dem ein Foto eines kleinen Kindes ist. So alt wie dieses Schild ist, frag ich mich, ob das Kind mittlerweile Abi hat oder kurz der Rente steht.

      In der Innenstadt kann man schon davon ausgehen, dass das eine eingeschworene Truppe ist, denn es sind immer dieselben Leute, die sich dort rumtreiben. Andere trauen sich gar nicht mehr dahin. Diese sind es aber auch, die die anderen Obdachlosen in ein noch schlechteres Licht rücken als ohnehin schon, denn diese Bettelmafia, der man jeden Tag über den Weg läuft, sorgt schon dafür, dass man selbst abstumpft und sich ein Schubladendenken einstellt. Dabei kann der Mann unter der Brücke wirklich bedürftig sein. Wenn man darüber nachdenkt, ist es schockierend, wie sich die eigene Haltung dadurch verändert. Gleichzeitig will man ja auch nicht, dass irgendjemand auf der Straße leben und betteln muss.

      Solche, die wirklich penetrant auf die Tränendrüse drücken, habe ich aber auch zu genüge gehabt. Da war mein Highlight, als ich mir bei REWE am Bahnhof ein Leberkäsebrötchen kaufen wollte, als mich jemand ansprach, ob ich ihm was kaufen könnte, weil er hunger hat – und auch wirklich aussah und roch wie jemand, der mal eben das nötige Kleingeld hat – also sagte ich der Verkäuferin, sie solle bitte zwei machen. Hat ihm nicht gepasst, weil er Vegetarier ist. Daraufhin hat das Team von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und ich hab ihn nicht mehr gesehen.

      Seit der Pandemie ist es allerdings weniger geworden, in erster Linie, weil ich wirklich nur noch rausgehe, wenn es absolut sein muss.

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