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Das Robert Koch-Institut zeigt sich zunehmend beunruhigt über den Öffnungskurs der Politik. Jetzt hat die Behörde eine explosive Prognose vorgelegt. Ob die Warnung wohl verstanden wird? (Via)

Hier ist die Rede davon, dass aufgrund der ganzen Virus-Mutationen an Ostern basierend auf den aktuellen Tendenzen von 23.000 Neuinfektionen am Tag und einem Inzidenzwert von 200 auszugehen ist. Der Hauptgrund dafür ist die Virusvariante B.1.1.7 („britischen“ Variante), die zu sehr viel explosiveren Ausbrüchen führt. Diese Voraussage wird übrigens von vielen bekannten Virologen geteilt: Man geht sogar davon aus, dass wir in vier Wochen eine höhere Inzidenz haben werden als an Weihnachten…

Kann man also vielleicht noch mal darüber nachdenken, ob es wirklich Sinn macht, JETZT um jeden Preis mit dem Öffnen anzufangen?





38 KOMMENTARE

  1. In meinem Umfeld wird jetzt schon schön geschwurbelt das NUR durch die selbsttests die Zahlen Steigen und schulen wieer schließen müssen etc. also hat das nach deren Meinung keine anderen Gründe sondern NUR die Selbsttests… und zu Ostern wirds genauso sein.

    Es ist sovielen Leuten einfach nicht mehr zu helfen… die verdummung der Menschen zeigt sich einfach so extrem. Aber in deren Augen sind die ja die einzigen mit dem Durchblick *facepalm*

  2. Also ich hoffe jetzt einfach mal dadurch das die Gruppe der am stärksten gefährdeten jetzt eigentlich schon ziemlich durch geimpft sein dürfte ist, wie ja auch die Regierung und Experten wie z.B. Lauterbach, die Inzidenz nur noch ein Teil der Rechnung und nicht mehr der alleinige Schlüsselwert.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/214402/Altersabhaengigkeit-der-Todesraten-im-Zusammenhang-mit-COVID-19-in-Deutschland

    Wenn trotz hoher Inzidenz die Krankenhäuser klar kommen, sehe ich da kein Problem die öffnungsmaßnahmen weiter in Vernünftigen Maße voran zu treiben.

    Natürlich wäre es „sicherer“ wenn wir uns alle zu Hause einsperren würden.
    Aber das Leben hat bald auch noch mehrere Facetten als 100 % Sicherheit

  3. Ich denke das der Drops gelutscht ist…

    Eine Verlängerung oder Verschärfung des Lockdowns wird gar nicht mehr so viel bringen.

    Das Volk wird das eh nicht mehr lange so mitmachen b.z.w. scheißt doch jetzt schon gefühlt jeder zweite darauf.

    Ganz im Ernst das hat die Regierung doch selber verbockt.
    Impfdebakel, Maskenaffäre und ein Spahn der sich nicht an die eigenen Regeln hält.
    Und das ist nur einer von vielen Politikern die Wasser predigen aber Wein saufen.

    Für mich war Jahrelang die Schröder Regierung die unfähigste Regierung die wir je hatten.
    Aber die letzten zwei Legislaturperioden unter Merkel haben die Schröder Ära um ein vielfaches
    in den Schatten gestellt.

    Ich hoffe auf einen gewaltigen Knall bei der nächsten Wahl, auch wenns keine guten Alternativen gibt irgendwas muss passieren. Damit bei der CDU mal gewaltig Köpfe rollen.

  4. Das Bild der Regierung in der Pandemie ist leider mehr als Fragwürdig, Impfdebakel, schnelltest ja/nein, Maskenaffäre, immer wieder Fehleinschätzungen, hinzu kommen die üblichen Dinge wie Korruption und besuche bei unnötigen Lobbyveranstaltungen, Wasser Predigen und Wein Trinken (Friseur besuche) und und und…

    Ganz davon ab ist Scheuer immer noch Verkehrsminister, eine absolute Frechheit!

    Aber Ihr Wählt diese unfähigen von CDU und SPD ja immer wieder also spart euch das echauffieren oder ändert endlich mal etwas an euerm wahlverhalten!
    (Und nein, damit ist bestimmt nicht die AFD gemeint)

  5. Die Öffnungsbeschlüsse haben mich fassungslos gemacht und zutiefst verärgert. Jedem, der sich auch nur ansatzweise mit den aktuellen Infektionszahlen beschäftigt, müsste doch klar sein, dass ein erheblicher Anstieg der Inzidenzen zu erwarten ist, wenn man jetzt Lockerungen durchsetzt. Hier wird einem wahrgenommenen öffentlichen Druck nachgegeben, wodurch man das Leben und die Gesundheit vieler Menschen auf’s Spiel setzt. Ich halte das, ehrlich gesagt, für feige und gefährlich. Die Lockerungen sollten unverzüglich und in vollem Umgang zurückgenommen werden.

  6. Spoiler:
    https://www.tagesschau.de/ausland/italien-lockdown-ostern-103.html

    Wir arbeiten gut daran, dass das hier auch wieder kommt.
    Ich wurde die ganze Zeit immer verarscht, wenn ich sagte, es sind nur Landtagswahlengeschenke hier in in Ba-Wü und RlPf. Aber wenn man die neueren Zahlen anschaut, zB in Karlsruhe (Stadt und Land).

    Währenddessen müssen sie in den Nachbarstädten den C&A zwangsschliesen, weil es zu tumulten kommt…

    Klar, die Angebote waren toll und viele wollten endlich mal wieder einkaufen, aber gerade in Städten mit bei über 200 waren, dann gleich wieder so ein Verhalten, nur weil man im Moment unter 50 ist

  7. Naja man kann das Versagen von Bund und EU bzgl. der Impfstoffbeschaffung und Impforganisation eben nicht mehr länger auf die Wirtschaft abdrücken.

    Woher sollen diese ganzen MILLIARDEN kommen die uns der immer länger dauernde Lockdown kostet ? Das sind schon jetzt irreparable Schäden die wir vermutlich noch in 100 Jahren spüren werden.

    Die Risikogruppen sollten eigentlich inzwischen längst geimpft sein. Der Lockdown hatte bisher den Zweck das Gesundheitssystem zu entlasten und das ist jetzt eigentlich nicht mehr nötig, wie ja auch jetzt (ich glaube im Saarland?) ein Gericht zurecht entschieden hat. Wenn bei einer Inzidenz von 200, 300 oder sogar 500 in Zukunft die Intensivbetten trotzdem nicht knapp werden, sehe ich auch kein Problem bei diesen Inzidenzwerten.

    Das macht hier (völlig zurecht) so langsam auch keiner mehr mit. Mein Landkreis bekommt es ja nicht mal gebacken endlich Prio Gruppe 2 zu impfen, während die Nachbarkreise schon fast durch sind mit Gruppe 2, warte ich immernoch auf meinen Termin.

    Das schlimmste ist ja auch noch, dass man beim Astra Zeneca Impfstoff erst nach über 2 Monaten die zweite Dosis bekommen kann und dann erst den „vollen“ Schutz hat.

    Wenigstens wohnt 90% meiner Family im richtigen Landkreis, gehört ebenfalls zu den Gruppen 1 + 2 und ist inzwischen geimpft. Die kann ich jetzt immerhin ruhigen Gewissens wieder regelmässig besuchen.

    • junge, es ist ja nicht so, als ob wir ohne lockdown jetzt keinen schaden (wirtschaftlich: kosten) durch corona hätten.

      und nur weil es eine risikogruppe gibt, heißt das nicht, das der rest eigentlich sicher wäre?

      mir ist schon klar das du offensichtlich menschen mit geld aufwiegen kannst, aber ich bin froh, dass zumindest nicht alle in der regierung das auch so tun.

  8. Das Problem ist dass es jetzt tatsächlich an die Substanz geht. Hotels, Restaurants, Musiker, Theaterangestellt, Sporctclubs, Tanzlehrer, und viele viele mehr. – Alle sind jetzt quasi ein Jahr in der Zwangspause, die Hilfen kommen entweder gar nicht oder super spät und auch nur mit mega viel bürokratischem Aufwand, der nur über einen teuren Steuerberater geleistet werden kann. Viele Selbstständige haben gar keine Ansprüche auf irgendwas. In einem halben Jahr ist dann tatsächlich davon das meiste weg, Existenzen vernichtet, die das System dann anderswo auffangen muss. Und die einzige Hoffnung durch die Impfung wurde gnadenlos vergeigt mit keiner Aussicht auf Besserung in den nächsten 6 Monaten.
    Ich bin ja auch völlig dafür so weit wie möglich Rücksicht zu nehmen, aber die 12 Monate Imkompetenz irgendwie eine Lösung zu schaffen, dass die Alten und Gefährdeten geschützt sind, sodass das Leben abseits vom für Unternehmen arbeiten gehen stattfinden darf, ist einfach nicht mehr Verständlich. Mein Vertrauen in die Politik ist nach noch anfänglicher Befürwortung absolut auf Null gefallen.

    • „Ich bin ja auch völlig dafür so weit wie möglich Rücksicht zu nehmen, aber die 12 Monate Imkompetenz irgendwie eine Lösung zu schaffen, dass die Alten und Gefährdeten geschützt sind, sodass das Leben abseits vom für Unternehmen arbeiten gehen stattfinden darf, ist einfach nicht mehr Verständlich.“
      Mit Verlaub, das liegt auch daran, dass eine solche Lösung schnell gefordert, aber realistisch nicht umsetzbar ist. Risikogruppen sind heterogen und über die gesamte Gesellschaft verteilt. Diese Vorstellung, man riegelt die Pflegeheime ab (wie auch immer das gehen soll) und dann wird alles gut, ist immer schon abwegig gewesen.

      Ich verstehe schon, dass der Lockdown Leuten buchstäblich an die Substanz geht. Aber das Problem ist doch, dass durch Lockerungen aufgrund der dann zu erwartenden Steigerungen der Inzidenzen der Lockdown insgesamt verlängert wird. Und letzten Endes nützt das Niemandem.

      • Zitat: Aber das Problem ist doch, dass durch Lockerungen aufgrund der dann zu erwartenden Steigerungen der Inzidenzen der Lockdown insgesamt verlängert wird.

        Das Problem ist halt, dass man eigentlich gar nicht lockern darf. Bei uns in Bayern liegt ja Schweinfurt. Die Stadt hatte vor drei Wochen eine Inzidenz von 7,5. Niedrigster Wert in Deutschland. In Bayern wird extrem vorsichtig gelockert, trotzdem ist Schweinfurt jetzt auf einem Inzidenzwert von 84,2.

        Das zeigt: Das ganze NoCovid Konzept mit Lockerungen in grünen Zonen (Schweinfurt hat bei weitem nicht so gelockert wie sie nach noCovid dürften!) ist Quatsch, der nicht funktioniert.

        Es zeigt weiterhin: mit der Mutante dürfen wir gar nicht lockern, bis wir 60% der Bevölkerung geimpft haben. Der R-Wert von B117 ist dafür zu hoch.

        Wir haben damit zwei Optionen, die beide beschissen sind:
        1. Wir bleiben bis zur Impfung von 60% im Lockdown. Zeitfenster Juli/August.
        2. Wir lockern und nehmen hohe Fallzahlen, viele Kranke und Tote in Kauf.

    • ich hör seit einem jahr nur ‚jetzt geht der lockdown an die substanz‘

      alles was gerade pleite macht, da kommt hinterher wieder wer rein. hotels, da kommt ein neuer besitzer, läden in schönster innenstadtlage? da stehen die unternehmen schon schlange.

      scheiße für das individuum, aber das ist eben das risiko wenn man in der wirtschaft spielen will.

  9. Schule geöffnet, 2 Wochen später hat meine Schwester die im Home Office arbeitet, sich bei Ihrem Sohn mit Corona angesteckt, ÖPNV wieder hoffnungslos überfüllt, Kliniken überfüllt mit „normalen“ Patienten, alle Geschäfte wieder geöffnet, keine Maskenpflicht mehr in der Innenstadt. Also mich wundert gerade nichts.

  10. Ich muss mich jeden Tag beim Fahren mit dem Regio durch Schleswig-Holstein massiv zusammenreißen. Jeden Tag siehst du Menschen ohne Maske, runtergezogener Maske, schief sitzender Maske. Es wird 0,0 durchgegriffen, selbst Fahrenkartenkontrolleure ignoren es einfach. Außer die Leute mit einem „ich-prügel-dich-gleich-ins-Krankenhaus“ Blick anzustarren mach ich aber auch nichts mehr. Und dabei war in den letzten 2 Tagen die Bahn so voll, dass ich nicht mal nen Sitzplatz kriegen konnte. Wenn man es dann noch ständig aus der Reihe hinter sich husten hört, will man einfach nur noch schreiend davonlaufen…
    Dann jeden Tag in den Instagram Stories von Leuten die einfach Parties feiern. Es hat alles keinen Sinn mehr …

  11. Ich denke das Problem ist mittlerweile auch, dass immer weniger sich an die Regeln halten. In meinem Bekannten- und Freundeskreis ist es fast schon beängstigend, wie innerhalb der letzten 1-2 Monate nahezu jegliche Disziplin abhanden gekommen ist. Und ich bemerke bei mir selbst auch, dass ich mich in letzter Zeit öfters zu „kleinen“ Überschreitungen bei den Regeln hinreißen lasse.
    Ein Lockdown, egal wie hart, ist leider nur so gut, wie die Leute, die ihn einhalten.
    Mein Erklärungsversuch ist, dass viele für sich selbst mittlerweile abwägen, was negativer für sie ist: Ein eisernes Einhalten von 4 Wochen Lockdown ohne Ende in Sicht oder das Risiko einer Corona-Erkrankung mit allen möglichen folgen. Und dabei denke ich, dass sich über den letzten Wochen bei einigen die Balance verschoben hat.

    Die Leute haben einfach die „Schnauze voll“ und das macht mir ein wenig Angst, weil ich nicht sehe, wie sich härtere Maßnahmen im Falle eines Anstiegs vermitteln und vor allem durchsetzen lassen. Insbesondere mit Blick auf das Vertrauen, welches über die letzten Wochen verspielt wurde (Impfdebakel, Hin und Her bei Schnelltests, Maskenaffäre, und bedauerlicherweise noch vieles mehr).

  12. Deutschland kotzt mich nur noch an. Man ist zu doof zum Impfen und sperrt weiter ein. Gleichzeitig macht man den Leuten Angst. Angst wirkt leider zu gut als Ablenkung vom eigenen Versagen. Ich würde mich ja sofort impfen lassen und den Spuk für mich als beendet erklären. Geht aber nicht, weil wir hier zu doof zum Scheißen sind. Wenn’s nicht bald vorwärts geht, besorge ich mir meinen Jab in Israel oder Kuba.

    • Ein Hinweis auf statistisch zu erwartende Entwicklungen ist keine Angstmache. Und der Mangel an Impfstoff liegt nicht nur an unserer „Dummheit“, sondern auch z.B. daran, dass unsere lieben amerikanischen Verbündeten den Export von in den USA produzierten Impfstoffen unterbinden.

      • Naja da haben sie auch völlig Recht. Ich würde auch sofort verbieten jeden in der EU produzierten Impfstoff zu exportieren. Hat Italien ja gott sei dank sogar gemacht auf eigene Kappe und die Ausfuhr von Astra Zeneca Chargen verhindert.

        Die USA und UK haben einfach früh genug bestellt. Fast ein halbes Jahr bevor unsere Volldeppen in der EU auf „Bestellen“ gedrückt haben.

        Nette Info nebenbei. Hätte die EU einfach bei aus aussichtsreichsten Kandidaten (Biontech, Astra Zeneca und Moderna) im Sommer 2020 komplett Dosen für jeden EU Bürger bestellt / gekauft, dann hätten wir zwar in Gesamtmenge zu viel gehabt (was man immer noch hätte weiterverteilen können), aber es wäre immer noch billiger gewesen als eine einzige Woche Lockdown.

        • „Hätte die EU einfach bei aus aussichtsreichsten Kandidaten (Biontech, Astra Zeneca und Moderna) im Sommer 2020 komplett Dosen für jeden EU Bürger bestellt / gekauft, dann hätten wir zwar in Gesamtmenge zu viel gehabt (was man immer noch hätte weiterverteilen können), aber es wäre immer noch billiger gewesen als eine einzige Woche Lockdown.“
          Ich bin da etwas zwiegespalten. Einerseits hast du da völlig Recht damit, dass ein solches Vorgehen besser gewesen wäre, andererseits bin ich aber unsicher, ob dann tatsächlich mehr zur Verfügung stünde. Schließlich haben sowohl Biontech als auch AZ gerade regelmäßig Lieferschwierigkeiten (von Moderna mal ganz zu schweigen). Dennoch wäre es in diesem Fall klüger gewesen, dort weitsichtiger zu handeln, da stimme ich dir zu.

  13. Das Problem ist das so langsam es für wirklich viele sehr eng wird. Im ersten Lockdown konnte man noch gut sagen hmm Keine Reserven gehabt das Pech. Jetzt ist der zweite lockdown schon bald 4 Monate durch und da kann ich es voll verstehen das langsam bzw es sehr schnell auf deine Wand zugeht.
    Ich bin in der super glücklichen Situation ohne Probleme von zuhause aus zu arbeiten. Da ist es einfsch zu sagen lasst alles zu easy. Ich verstehe die Leute langsam, da geht es um Existenzen. Das ist das Problem zu den ganzen covidioten kommen die wirklich verärgerten Menschen, aber die haben wenigstens einen Grund.

  14. Ich sehe das mit dem Öffnen auch extrem kritisch. Aber wir sind an einem Punkt angekommen wo viele selbstständige das Vertrauen in die Regierung verloren haben – gerade in Anbetracht der ausbleibenden (aber versprochenen) Gelder. Die Reserven sind spätestens jetzt im 2. Lockdown alle aufgebraucht. Wenn nicht bald etwas kommt werden Menschen hungern. In Deutschland.

  15. Der Hauptgrund ist einfach das totale Impfversagen in Deutschland und der EU.
    USA und UK werden über unsere dritte Welle lachen.

    • Genau das. Und das schäbigste daran ist, dass sich NIEMAND – weder EU noch deutsche Regierung – für dieses absolute Versagen verantwortlich fühlt. Früher traten Politiker auch öfters mal zurück. Heute wird alles ausgesessen, verschwiegen, abgelenkt. Ich hoffe, die Leute vergessen dieses Nicht-Handeln nicht bei der nächsten Wahl.

      • Aber wen willst du denn noch wählen ?

        CDU und SPD = Coronaversager aller erster Klasse

        Grün und Links = Da können wir den Laden hier endgültig zumachen. Das wäre so als würden wir Kapitän Schettino anheuern um die sinkende Titanic zu retten.

        FDP = Kann man wählen, wenn man Unternehmer ist oder reich ist

        AFD = Im heutigen Zustand für mich leider auch unwählbar geworden. Ansätze sind gut, aber zu viel Parteiinterner Zirkus etc., außerdem koaliert niemals eine Partei mit der AFD und somit ist jede AFD Stimme quasi eine halbe Stimme für Rot/Rot/Grün.

        Und damit wären wir eigentlich schon durch mit allen ernstzunehmenden Kandidaten.

        • Alle ernstzunehmenden Kandidaten für Idioten*

          Das die AFD bei dir am Besten wegkommt, sagt eigentlich schon alles aus.

    • Das Versagen der Verantwortlichen von EU und Bundesregierung ist wirklich beispiellos.
      Diese Regierung hat Deutschland in den letzten 16 Jahren so einiges zugemutet, aber für die gegenwärtige Lage gibt es keine Entschuldigungen mehr.
      Es sollte doch keinen mehr wundern, dass viele Menschen nach Monaten des perspektivlosen Endlos-Lockdowns den Kaffee so richtig aufhaben und die Zustimmung zu den Maßnahmen immer mehr sinkt, weil trotz aller Anstrengungen keine Besserung in Sicht ist.
      Besonders gravierend ist das natürlich alles, weil man jeden Tag durch die Berichterstattung mitbekommt, wo und wie es besser geht: UK, Israel, USA, Chile, Marokko… Länder mit einem klar strukturierten Plan, der umgesetzt wird und dadurch der Bevölkerung aufgezeigt wird, wann der Alptraum überstanden ist.
      In Deutschland macht sich stattdessen Hoffnungslosigkeit breit.

      • Es ist doch nun aber wirklich nicht richtig, ausgerechnet Länder wie das UK oder die USA zu loben, wenn es um die Wege aus der Pandemie geht. Beide Länder haben die Pandemie letztes Jahr wesentlich schlechter gemanaget als wir (die USA haben das Tragen von Masken zum Symbol für „PC culture“ erklärt, das UK hat mitten in der Krise Restaurantbesuche subventioniert). Beide Länder haben auf riskante Wege aus der Krise gesetzt, die sich jetzt auszahlen, so hat die laxere Handhabung von Zweitimpfungen im UK sich bewährt – es hätte aber auch ganz anders laufen können, und dann stünde man sehr viel schlechter da. Man sollte sich nicht von den Medien ständig erzählen lassen, überall anders wäre alles so viel besser. Das ist unterkomplex.

        • Es ist nicht unterkomplex, es ist eine simple Tatsache.
          Dass die USA und UK die erste Welle der Pandemie schlechter gehandhabt haben als Deutschland, bestreitet wohl niemand. Wobei zu ganzen Wahrheit auch gehört, das D. keineswegs besser vorbereitet war. Der glimpfliche Ausgang war Glück und der Tatsache geschuldet, dass man in Europa etwas später dran war als andere Länder.
          Aber die Angelsachsen haben rechtzeitig erkannt, dass der einzige Ausweg aus diesem Desaster eine funktionierende Impfkampagne. Dazu gehören Beschaffung und Organisation.
          Beides Punkte, die in Europa bzw. Deutschland halt überhaupt nicht funktionieren. Punkt 1 liegt im Verantwortungsbereich der EU-Kommission, die sich viel zu spät um die Impfstoffe gekümmert hat und dabei auch noch knausrig war. Punkt 2, die Organisation, liegt allein in deutschen Händen und ist ein einziges Desaster. Was nun jedermann ersichtlich macht, zu was die überbordende Bürokratie in deutschen Ämtern führt.
          Selbständige, Landwirte, Häuslebauer wissen schon lange, wie krank die Regelungswut ist und das Land in vielen Bereich nur noch lähmt.

          • Da hast du nicht Unrecht, vor allem bei Punkt 1 nicht, das UK hat aber auch z.B. zu einem Zeitpunkt auf das Verzögern der Zweitimpfung gesetzt, als die Datenlage dazu noch sehr mager war. Das war durchaus auch ein Risiko, das nach hinten losgehen kann. Inzwischen hat sich das als ein wahrscheinlich besserer Weg erwiesen, das war durchaus ziemlich glücklich.
            Die Organisation der Impfkampagne in Deutschland hängt an vielen Ecken, aber die entscheidende Ecke ist die Zulieferung des Impfstoffes, die einfach unter den Erwartungen, und auch hinter den Bestellungen zurückbleibt. Hinzu kam die etwas fragwürdige Entscheidung, AstraZeneca zunächst nur bis 65 freizugeben, die ja jetzt glücklicherweise zurückgenommen wurde. Aber wenn an beiden Schrauben gedreht wird, kann das bei uns immer noch sehr gut werden.

    • Am Freitag hatten wir Subunternehmer aus Polen da, auf der Baustelle, ja find ich auch nicht so gut, aber ist halt waren und dienstleistungsfreiheit und ab einer bestimmten größe des Bauvorhabens ja EU-weit auszuschreiben .
      Die waren vorher in Tschechien und wurden da, unter der Hand, mit dem russischen Mittel geimpft.
      Viele ehemalige Satelitenstaaten scheinen sich da gerne beim großen Bruder zu bedienen, weil sie von der EU sich vergessen gefühlt haben.

    • Wenn man keine Ahnung hat. Erschreckend wie polemisch teilweise die Kommentare hier sind. Dir schon bewusst das die USA und auch UK Impfdosen im Land behalten? Hier hält man sich an Verträge und verhängt keinen exportstop, soll auch noch Länder geben wo nicht 1 Impfung verabreicht wurde. Klar könnt man auch wie die Amis alle Impfdosen einkasieren bis das ganze Land geimpft ist, ist nur leicht assozial, aber hey von den erwartet man auch nichts anderes.

      • Die Regierungen der USA und UK handeln absolut richtig, nämlich im Interesse der eigenen Bevölkerung.
        Alle Mitglieder der Bundesregierung müssen beim Amtsantritt einen Eid leisten, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden. Kanzler und Minister sind in erster Linie Deutschland und seinen Bürgern gegenüber verpflichtet, und nicht der EU und unseren Nachbarn. Wenn im eigenen Land die Dinge geregelt sind, kann (und muss) man freie Kapazitäten nutzen, um unseren Verbündeten zu helfen.
        Aber solange das nicht der Fall ist, sind die Prioritäten klar. Und in einer lebensbedrohlichen Notlage, die bereits zehntausende Mitbürger das Leben gekostet hat und die Folgenschäden durch die enormen Wohlstandsverlust bislang kaum abzuschätzen sind, kann es nur eine Devise geben: Deutschland zuerst!

        • Das kann man so sehen. Wenn das alle so machen, führt das schnell dazu, dass kaum jemand irgendwo noch an Impfstoff kommt. Hinzu kommt, dass die Pandemie ein globales Problem ist und bleibt. Wenn man zulässt, dass die Pandemie in anderen Ländern grassiert, erhöht man das Risiko für Mutationen, da bei einer schleppenden Impfkampagne Selektionsdruck für Viren besteht, die der durch die Impfung ausgelösten Immunantwort widerstehen können. Zu sagen: „Fuck you, got mine“ ist kein sinnvolles Konzept, und „Deutschland zuerst“ zu schreien ist bestenfalls fehlgeleitet und schlimmstenfalls gefährlich.

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