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Der frühere Nationalspieler ist für die Weitergabe von kinder- und jugendpornografischen Dateien zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden […] Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag Berufung eingelegt. Damit ficht sie aber nicht das verhängte Strafmaß an. Sie will lediglich erreichen, dass das für die Straftaten benutzte Tatmittel dauerhaft eingezogen wird – also das Mobiltelefon, von dem aus die Nachrichten mit den kinderpornografischen Dateien verschickt wurden. (Via)

Himmel! Da denkt man, dass aufgrund der massiven Kritik an der Strafe gegen Metzelder Berufung eingelegt wird und dann geht es nur um das scheiß Handy. Seid Ihr eigentlich der Meinung, dass zehn Monate auf Bewährung zu wenig sind?



30 KOMMENTARE

  1. Die Einordnung der Strafe finde ich als Laie wirklich schwierig. Insgesamt erscheint mir der Bereich sexuelle Gewalt immer mit, für mein Baugefühl“ zu niedrigen Strafen bewährt zu sein. Allerdings finde ich auch die vor allem auf FB und Twitter geforderten Strafen (Straflager bis Lebenslänglich/Tod) reichlich übertrieben.
    Man darf halt nicht vergessen, dass unser Rechtssystem auch eine Rehabilitierung vorsieht, auch Straftäter haben Rechte.

    Zu dem gesamten Themenkomplex Pädophilie fand ich dieses Video recht interessant:

    • Finde das Video auch gut, bin der Meinung man muss bei mit Thema differenzierter umgehen und finde die „Hetzer“ die es bei dem Thema immer gibt sehr kontraproduktiv.

      Aber es geht eben darum Opfer zu schützen und diese Strafe bagatellisiert das schon ein bisschen, vor allem hat ja seine Verteidigung noch argumentiert dass er nicht pädophil ist sondern nur auf der Suche nach einem Sexuellen Kick war, das macht es für mich eher noch Schlimmer

  2. Wie lange der auf Bewährung ist, ist mir eigentlich egal. Ich finde es viel wichtiger, dass solche Leute sich zu einer Therapie verpflichten müssen. Der hat ja schließlich über das „unaussprechliche“ nachgedacht. Was auch immer er damit gemeint hat. Bah…

    • Grundsätzliche Zustimmung, allerdings sind „erzwungene“ Therapien – wenn wir jetzt nicht von körperlichem Entzug bei Drogensüchtigen reden – meist nicht besonders wirksam. Die Grundvoraussetzung für eine Therapie ist ja die „Krankheitseinsicht“. Wenn ich gar nicht denke, dass mit meinem Verhalten etwas nicht stimmt, warum sollte ich es dann ändern? Und wenn Metzelder einsieht, dass sein Verhalten falsch war und er konsequent ist, wird er sich auch freiwillig in Therapie begeben.

  3. Ich verstehe nicht wieso ein Geständis überhaupt Strafmildernt ist wenn alle Beweise auf den Tisch liegen. Ein Geständis muss vorher kommen und ohne das Beweise auf den Tisch liegen.

    • 1. Ein Geständnis muss nicht gleich Strafmildert sein.
      2. Ein Geständnis ist kein Beweis, einfach zu sagen „ich habe X gemacht“ ohne das es für X Beweis gibt, bringt dem Gericht und der Staatsanwaltschaft gar nix, außerdem muss man sich nicht selber belasten.

    • Ich bin kein Jurist, aber ich denke mal, dass ein Geständnis eine Voraussetzung für „Reue“ ist, was ja durchaus strafmildernd sein kann. Wenn jemand eine Tat abstreitet, obwohl eindeutige Beweise vorliegen, zeigt derjenige ja, dass er sein Fehlverhalten nicht einsieht und somit vielleicht auch das Wiederholungsrisiko größer ist.

  4. Keiner von uns war beim Prozess dabei, keiner kennt alle Umstände, alle Aspekte, alle Hintergründe, deshalb sollten wir uns zur Frage des Strafmaßes zurückhalten.

    Ganz objektiv sind für die abgeurteilte Tat 10 Monate auf Bewährung ohne Geldauflage o. ä. ein mildes Urteil. Aber ob sich das aus den Tatumständen oder aus dem Verlust seiner sozialen Reputation ergibt oder aus einer Kombination von allem, darüber können wir bestenfalls auf Stammtischniveau diskutieren.

  5. Ganz erlich bei uns im Dorf hat sich ein Mädchen mit 15 Prostituiert (Heute auch noch) und hat unter anderem mit Bvb Spielern in den Früher 2000er Geschlafen für Geld. Das ist auch bei uns bekannt und das weis ich jeder im Dorf. Daher sehe ich das eher Nüchtern. Wer weis wie die wahren umstände sind. Ich glaube Persönlich das sowas weiter verbreitet ist als wir alle Glauben und das die Welt teilweise anders aussieht. Ich möchte aber betonen das ich unsere Gesetzte und die Verurteilung nicht in Frage stelle. Er hat Dummheiten begangen und wird dafür hart gepeinigt. Ich kann auch die Kritik dahinter nicht verstehen. Persönlich denke ich das es aufgrund der Relativ Milden verurteilung nicht um Missbrauchsbilder handelt oder von Minderjährigen die es nicht Wussten oder gezwungen wurden ( Hoffentlich, ansonsten soll er in der Hölle schmoren) vllt. wurden sie ihn ja auch Bewusst zugespielt oder es waren Bilder von Jungen Frauen die bewusst sollchen Material erstellen. Etwas dürftig finde ich die Kommunikation mit der Öffentlichekeit seites des Gericht.

    Im Großen und ganzen finde ich das Urteil gut.

    Ich möchte aber auch noch anhängen das ich bei Leeroy vor 3 Monaten ein Video gesehen habe wo ein Vater seine 2 Minderjährigen Töchter auf schwerste Missbraucht hat wobei 1 davon Schwere Psychische langzeitschäden davon getragen hat ( Das Video ist noch Online und ihr werdet es sofort finden).
    Der Typ hat 3,5 Jahre Haft bekommen und die untersuchungshaft wurde angerechnet und er ist nach Knapp 2,5 jahren auf freien Fuß gekommen. Der Mann hat eine neue Frau und plant wieder Vater zu werden.
    Da schüttel ich nur den Kopf. Sowas sollte viel viel viel viel viel viel schlimmer geahndet werden. Dagegen siet der Metzelder aus wie ein weißer Ritter.

    • Kinderpornographie, bzw das besitzen und verbreiten von solchem Material ist für dich eine „Dummheit“?
      Wenn man gegen eine Laterne läuft, weil man aufs Handy guckt ist das eine „Dummheit“.
      Wer kinderpornographisches Material besitzt und dieses verbreitet ist genau so ein Verbrecher, wie die Leute die Kinder vergewaltigen und das Material erstellen und haben nicht nur eine kleine „Dummheit“ begangen.

      • Ich weiss die Medien schlachten das Thema aus und betiteln alles was Minderjährig ist mit Kinderpornographie.

        In wahrheit gibt es aber einen massiven Unterschied zwischen Kinderpornogrpahie (Kinder im Sinne von 7-12, VOR der Pupertät und gänzlich ohne ausgeprägte primäre und sekundäre Geschlechtsorgane) und Kinder in der Pupertät (Hebephilia) (13-14) und Jugendlichen (15-17).

      • Und nein, der Besitz einer Videoaufnahme einer Straftat ist keineswegs selbst eine Straftat. Das Lesen eines Buches mit expliziter Beschreibung einer Vergewaltigung (s. GoT) und dabei – wenn man so möchte – kranke Phantasien zu haben ist ebenfalls keine Straftat.

        Beide Fälle sind in diesem Fall aber Strafbar, weil es so definiert ist und gesellschaftlich gewollt ist. Aber im Grunde ist es eine Ausnahme. Durch die neue Gesetzgebung sind auch Fiktionelle Beschreibungen enthalten über Missbrauch an Kindern strafbar, genauso wie animierte/ künstlich erstellte Darstellung. Wie gesagt, es ist so – weil es gesellschaftlich gewollt ist. Und ich gebe hier keine Wertung ab.

      • Das mit der Dummheit war auf Stevinhos aussage bezogen das er die Bilder anderen Frauen , warum auch immer , zugeschickt hat.

  6. Ich finde die 10 Monate auf Bewährung zu wenig und man hätte dort noch eine saftige Geldstrafe mit im 7stelligen Bereich raufschlagen können, das es auch weh tut…..über die Bewährung lacht er doch.
    An sich, was Zord sagt, ist schon richtig, die soziale Ächtung wird dort schon gut reinschlagen, die Strafe an sich auf jeden Fall nicht….

  7. Die Frage meinst nicht ernst oder?
    Wenn Kinderpornos und Bewährungsstrafe in einem Satz erwähnt werden kann das nur zu wenig sein. (Zumindest wenn dort nicht steht das er davon nichts wusste oder sonst irgendwas extrem Strafmilderndes)
    Wenn es nach mir gehen würde wären die Mindeststrafen:
    Besitz: 5 Jahre
    Verbreitung: 10 Jahre
    Alles darüber: 20 Jahre Mindeststrafe

      • Also findest du es gut das jemand in großen Mengen Kinderpornos sammelt und frei rumläuft?
        Wir sprechen hier nicht davon das man sich bei Y*uP*rn in der Kategorie verklickt hat oder so. Wir sprechen davon das man sich über DarkNet Webseiten Zugänge zu Material verschafft hat das explizit dafür erstellt wurde

        • Meinst du wirklich, höhere Strafen würden diese Menschen davon abhalten, sich solche Misshandlungs-Darstellungen anzuschauen? Meinst du wirklich, die reflektieren vorher nach dem Motto „Mhm, für 1 Jahr Knast würde ich mir das schon geben, aber 5 Jahre, ne, da lass ich das lieber“?

          • Das spielt für mich weniger eine Rolle.
            Aber meinst du wirklich ein Opfer freut sich wenn solche Menschen ohne Strafe davon kommen?
            Stell dir mal vor das du erfährst das sich dutzende Männer auf ein Video wo deine Schwester/Frau/Tochter missbraucht wird einen von der Palme wedeln und dafür keine echte Strafe bekommen.
            Wir sprechen hier von Videomaterial auf dem Kinder missbraucht werden. Das sind keine normalen Pornos oder so etwas.

          • Ganz ehrlich? Wir wäre der Straf-Aspekt ziemlich egal. Es würde mir nicht darum gehen, dass dieser Mensch jetzt für irgendetwas Buße tun muss, oder dass ich meine Rachegelüste befriedigen kann. Meine oberste Priorität wäre, dass dieser Mensch keinen anderen Menschen mehr Schaden würde. Das bedeutet in diesem Fall, dass er konkret lernt mit seinen Gelüsten umzugehen, ohne Menschen zu schaden. Es gibt genügend Menschen, die mit ihren pädophilen Neigungen leben können, ohne auf Misshandlungsdarstellungen zurück zu greifen, siehe auch das Video von Flin. Für so etwas braucht es therapeutische Unterstützung und Begleitung, da helfen auch 10 Jahre Knast nicht.

          • Irgendwie scheinst du entweder ein sehr eigenartiges Unrechtsbewusstsein zu haben oder du denkst nicht zu Ende wovon hier gesprochen wird.
            Für den letzteren Fall zur Klarstellung: Die Kinder werden unter anderen wegen diesem Mann (bzw. dieser Männer) missbraucht.
            Hast du mal darüber nachgedacht wovon wir hier reden?
            Da vergewaltigt ein oder mehrere Männer ein Kind und dieser Mensch (wobei ich ihn nicht mehr als Mensch ansehe) finanziert diese Menschen und keult sich darauf einen.
            Es gibt also keinen Unterschied ob er im Zimmer sitzt und dem Typen der gerade das Leben eines Kindes beendet zujubelt oder das per Video anschaut.

            Vielleicht bin ich zu einfach gestrickt, aber ich begreife wie man hier von Therapien und sonst was reden kann. Wer so eine Tat begeht, unterstützt oder sonst was hat jedes Recht verwirkt.

            P.s.: Nur zum Abgrenzen: Therapie für solche die ihre Gelüste vor dem Begehen einer Straftat in den Griff bekommen wollen finde ich sehr gut. Solchen Menschen muss man auch helfen.

    • Das ist eben der Unterschied zwischen einem modernen Rechtsstaat und mittelalterlicher Lynchjustiz.

      Unser Strafsystem ist glücklicherweise so aufgebaut, dass es vor allem auf Rehabilitierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft zum Ziel hat, so wie es in einem vernünftigen Rechtstaat auch sein sollte.

      Unser Strafsystem hat aber nicht Rache zum Ziel oder die Umsetzung irgendwelcher Gewaltphantasien des pöbelnden Bildzeitungs-Mobs.

  8. Hatte mir mal das mögliche Straßmass im Gesetz angeschaut. Da er nicht vorbestraft ist, ein Geständnis abgelegt hat und er auch keine Bilder selber aufgenommen hat, ist wohl das Strafmaß rechtlich nicht zu beanstanden (rein objektiv, persönlich finde ich es auch zu niedrig). Vermute mal die Staatsanwaltschaft hat da nicht viel Potenzial gesehen, da Fehler im Urteil zu finden die zu einer höheren Strafe führen könnten. Die Hauptstrafe ist eh die soziale Ächtung, der wird den Rest seines Lebens keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen. Selbst wenn er den Namen ändert und Auswandert ist er Berühmt genug das er früher oder später immer als Pädophiler erkannt und entsprechend behandelt wird.

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