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Bobby Kotick, der CEO von Activision Blizzard, hat zugestimmt, dass sowohl sein Gehalt als auch sein jährlicher Bonus um 50 Prozent gekürzt werden. Zwei weitere Vergütungssysteme, der „Transformation Transaction Award“ und die „Shareholder Value Creation Incentive“, wurden ebenfalls gestrichen. Das letztgenannte Anreizsystem soll ihm laut früheren Medienberichten ungefähr 200 Mio. Dollar in Form von Aktien eingebracht haben – nach Steuerabzügen blieben ihm ca. 41 Millionen Dollar davon übrig. (Via)

Das ist übrigens ein Argument, was ich jetzt bereits mehrfach in irgendwelchen Comments gelesen habe: „Ja, aber er hat ja nur 40 Millionen bekommen“. Häh? Das ist doch überhaupt nicht relevant. Fakt ist, dass er 200 Millionen aus dem Unternehmen „rausgezogen“ hat – seine persönlichen Steuerabzüge ändern daran nichts. Von den 200 Millionen hätte man sämtliche in den letzten Monaten und Jahren entlassene Mitarbeiter wahrscheinlich mindestens zehn weitere Jahre beschäftigen können.

Und Kotick ist nicht blöd: Auch wenn er sich jetzt schön öffentlichkeitswirksam auf die Halbierung seines Gehaltes/Boni einlässt, wird es garantiert irgendwo ein Hintertürchen geben…



16 KOMMENTARE

  1. In Deutschland kostet eine Stelle (~65k Brutto) den Arbeitgeber ca. 100.000€ / Jahr. 100k Brutto sinds schon ca. 160k. Für 40 Mio kommt man was Mitarbeiter angeht, garnicht mal soweit wie man denkt.

    Also ne Mio in Deutschland finanziert 10 Stellen für 1 Jahr oder eine Stelle für 10 Jahre. Also 200 Stellen, 10 Jahre. Wenn man deutsche Maßstäbe nimmt. Was in Murica ne Stelle kostet, weiss ich nicht. Ist auch keine Wertung hier, nur mal fun facts zu Personalkosten. Wie gesagt, denkt man nicht auf den ersten Blick – weil von den 100k die so ne 65k Brutto stelle kostet, gerade mal 30k auf dem Konto eines Arbeitnehmers landen.

    • Deine Rechnung ist halt Quatsch. Ein Großteil der entlassenen Mitarbeiter war Community-Support, also Gamemaster, Community-Manager, usw. Die haben nie im Leben so viel Kohle verdient. Not even close!

        • Ja und? Das Ding hatte ich auch hier aufm Blog. Ist jetzt keine große Sache. Darin findet man größtenteils Leute aus Irvine und auch wenig bis keinen Community-Support. Ich habe einen Community-Manager gefunden, der laut seiner Angabe 35.000 Dollar im Jahr verdient. Wie ich sagte: Deutlich drunter!

          • War kein Widerspruch von meiner Seite. Schließlich bestärkt das von mir verlinkte Spreadsheet deine Argumentation doch.

      • Sry, war keine Wertung. Eher so ein „Fun Facts“. Die Rechnung ist alleine deswegen schon Quatsch, weil der Arbeitgeber in Amerika wesentlich weniger Zuschüsse zahlt.

        Was ich eigentlich sagen wollte ist, das sehr viele Denken die Stelle kostet genau das was man an Jahresentgelt (Brutto) verdient und wenig Gespür dafür haben was eine Stelle real an kosten verursacht (Arbeitgeber Zuschüsse, Arbeitsplatz, Miete, Strom, …).

        Mit 200 Mille kann man definitiv sehr viele Stellen über ein Jahrzehnt sichern.

    • Wie kommst du von 65k auf 100k?

      65 ist doch bereits der Bruttobetrag, den der Arbeitgeber zu bezahlen hat, oder?

      • Der Arbeitgeber hat aber noch mehr zu Bezahlen. Die 65k Brutto gehören „dir“ und davon zahlst du deine Abgaben, Krankenkasse, renten & pflegeversicherung, einkommenssteuer etc.

        Der Arbeitgeber zahlt aber ebenfalls Anteilig diverses, sog. Lohnnebenkosten:
        „Gesetzliche Lohnnebenkosten für Arbeitgeber. Für jeden angestellten Mitarbeiter muss der Arbeitgeber Beiträge an die gesetzliche Sozialversicherung zahlen. Die SV-Beiträge und weitere Umlagen machen durchschnittlich 21 Prozent des Bruttogehalts aus.“

        Dazu kommen Kosten für Schulungen, Strom, Miete der Bürofläche, Reinigung und Instandhaltung, Equipment etc.

        Ja, das sieht man alles nicht – bis man selbst mal Personalkosten zu zahlen hat. Ist spannend.

        • Ja, mega spannend…..oder du hättest einfach das wirkliche Durchschnittsgehalt in Deutschland google können (47700 €) und hättest dir die Kommentare erspart.

  2. Die Tatsache, dass sein Gehalt und seine Boni halbiert werden und er trotzdem weiter bei Blizzard arbeitet, zeigt eigentlich, das er definitiv und eindeutig mehr als genug verdient.

  3. Boah wenn ich dem sein selbstgefälliges Grinsen schon sehe bekomm ich nen Anfall.
    Solange mir niemand das Gegenteil beweisen kann ist und bleibt er für mich der Hauptgrund warum Blizzard heute so ein Sauladen ist

    • Der gute Bobby ist halt ein echter Goblin.
      Man munkelt er war die Inspiration für Diablo3’s Treasure Goblins.
      Zumindest wünsche ich mir das.

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