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Seit rund drei Jahren spielt Eva Herzig in der ARD-„Steirerkrimi“-Reihe mit. Jetzt soll damit Schluss sein. Der Grund: Die Schauspielerin will sich nicht gegen Corona impfen lassen. Ihr Arbeitgeber findet das unverantwortlich und kündigt die Zusammenarbeit. (Via)

Finde ich eine Frechheit! Es ist eine Sache, dass man sich als Pfleger in einem Altersheim impfen lassen muss – denn hier hat man nun mal mit alten und kranken Menschen zu tun. Aber eine Schauspielerin rauszuschmeißen, weil sie sich nicht impfen lassen will, ist in meinen Augen eine Unverschämtheit. Ich würde an ihrer Stelle direkt dagegen juristisch vorgehen. Man MUSS in unserem Land (oder wie hier in diesem Fall in Österreich) immer noch die Wahl haben. Die ganzen Querdenker-Trottel, die monatelang von einer Impfpflicht gesülzt haben, wurden belächelt und jetzt nimmt das gefühlt mehr und mehr eben genau so eine Form an. Das kann und darf einfach nicht sein. Meinung Meinung!



66 KOMMENTARE

  1. Ich kann die Impfskepsis durchaus verstehen, auch wenn ich sie nicht teile. Gerade in ihrer Position als alleinerziehende Mutter mehrerer Kinder, denkt man da wohl eher an die Risiken als an die gesellschaftlichen Chancen. Auch das ist nicht unbegründet, waren doch eher junge Frauen mit höheren Impfnebenwirkungen bei Astrazeneca betroffen. Und täglich kommen neue Erkenntnisse zu den verfügbaren Impfstoffen – Herzmuskelentzündungen zb etc…

    Man muss aber auch anerkennen, dass der Arbeitgeber in der Verpflichtung ist Arbeitsschutz zu gewährleisten und dieser Schutz verursacht Kosten. Wenn er auf Grund einer Person ein ganzes Team schützen muss und dementsprechend höhere Kosten hat oder auch Ausfälle in Form von Absagen anderer Anbieter für die Produktion notwendigen Dienstleistungen hinnehmen muss, kann das auch schnell zu einem wirtschaftlichen Faktor werden, der das ganze Unternehmen existenziell bedroht.

    Und letztlich hört die Freiheit dort auf, wo sie andere Freiheiten bedroht. Schön und gut, dass sie sich nicht impfen lassen will, aber wieso sollten ihre Kollegen gezwungen sein mit ihr zu arbeiten und die Gesundheit ihrer Familien und Bekannten riskieren?!

    Leider keine einfache Frage.

    • Naja gerade als Elternteil möchte man doch auch seinen Kinder schützen, diese dürfen ja nicht geimpft werden (wenn die noch kleiner sind)
      Ich persönlich schätze das Risiko der Impfung kleiner als das von Corona ein.
      Deswegen war mir die Impfung wichtig. Bin zumindest schon 1 mal geimpft.

  2. Schauspieler sind in der Regel nicht fest angestellt. Sie haben meistens nur Werkverträge die sich auf einen Film, eine Staffel oder ein Thesterstück beziehen. Die Verträge laufen somit einfach aus. Da kann man juristisch gar nichts gehen machen. Und wenn sich der Arbeitgeber entscheidet, dass sie als umgeimpfte ein Risiko für die Produktion darstellt: Pech gehabt!

    Kann die Profuktionsfirma verstehen. Ein Coronafall am Set und es entstehen exorbitante Kosten.

  3. Warum sollte man die Wahl haben müssen? Wir haben für bestimmte Erkrankungen für Kinder Impfpflichten und ich finde eindeutig, dass es eine Impfpflicht gegen Corona geben müsste. Sehe keinen einzigen Grund dagegen.

    Aber auch ohne gesetzliche Pflicht ist es aus Sicht des Arbeitgebers vollkommen richtig, ,sie loszuwerden. Wenn sie als einzige am Set ungeimpft ist, ist sie eine ständige Belastung, kann sich anstecken, muss sich testen lassen, man muss Mundschutz tragen usw. usf. nur wegen einer bescheuerten Person. Ne, sorry, die Interessen der Allgemeinheit überwiegen die irrationalen Ängste einer Einzelperson für mich in diesem Fall.

  4. In Österreich gibt es zwar keine generelle Impfpflicht, aber jeder Arbeitnehmer der Kundenkontakt hat, kann von seinem AG dazu „gezwungen“ werden. Und Kundenkontakt kann man schnell hindrehen.

    Mir aber ergal, diese Schwurbler sind es nicht wert sich darüber zuviel Gedanken zu machen.

  5. Null Mitleid.

    Steve, du bist der ultra vorsichtige, der lieber später als früher öffnen will. Alles so sicher wie möglich. Dass du dich dann gegen Impfpflichten aussprichst, finde ich sehr seltsam.

    Die Frau ist ungeimpft am Set eine Bedrohung für andere. Wenn sie das Risiko für sich tragen will, ist das ja ok, aber gegenüber der Crew ist es halt frech. Von daher finde ich die Kündigung voll ok.

    • Sehe ich ähnlich. Klar hat man auch das Recht sich nicht impfen zu lassen, die Frage ist nur: Warum sollte man?
      Ich habe bisher noch kein Argument gegen die Impfung, abseits von Querdenker-Geschwurbel, gehört, dass irgendwie schlüssig gewesen wäre. Wer Angst vor den Nebenwirkungen hat, sollte sich vielleicht informieren und nicht rumheulen. Ich hab mir nach der ersten Dosis Moderna auch die Seele aus dem Leib gekotzt, so what? Dafür bin ich jetzt safe und stecke sehr wahrscheinlich auch niemanden mehr an.
      Bei Masern gibt’s ne Impfpflicht für Kinder trotz Impfquote von über 90 Prozent, aber bei einer Krankheit die unser gesamtes Leben massivst einschränkt, setzen wir auf Freiwilligkeit? Kann ich nicht verstehen.

      • Eine Freundin von mir hat eine Autoimmunkrankheit und darf! Deswegen nicht geimpft werden…

        Soweit zum Thema informieren.
        Da ist nicht nur bisschen kotzen und gut.

        Wenn die Frau sich nun nur wegen ihrer Überzeugung nicht spritzen lassen will, dann hält sich mein Mitleid auch in Grenzen.

        • Von Menschen die nicht geimpft werden KÖNNEN, hab ich ja auch nie gesprochen. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann, hat mein volles Mitgefühl und für diese Menschen sollten sich ja möglichst alle impfen lassen, die es können.

      • Wenn du mit Freiwilligkeit nicht klarkommst, solltest du vielleicht lieber nach Russland oder China auswandern. Da kann dir sicher weitergeholfen werden. Eine generelle Impfpflicht wird es in Deutschland nie geben, da immer im Einzelfall abgewogen werden muss ob individuelle Rechte höher stehen als der Schutz anderer, oder sich diesem unterordnen müssen. Im Falle Kinderlähmung, Masern und Co. ist es für mich wesentlich leichter pro Impfpflicht zu argumentieren als das bei Corona der Fall ist. Nenn mich Schwurbler, aber bisher konnte mir noch keiner verständlich machen warum die im Schnellverfahren produzierten Impfstoffe plötzlich Kindern verabreicht werden sollten.

        Ein entscheidendes Argument gegen eine Impfung ist für mich immer, wenn der Nutzen den Schaden nicht überwiegt und das wäre bei den unter 16jährigen imo gegeben. Der Gesetzgeber hat übrigens die Hürden für den Nachweis eines Impfschadens so hoch gelegt, dass man in Deutschland praktisch so gut wie keinen mehr anerkannt bekommt.

        • Es gibt in Deutschland bereits eine generelle Impfplicht für Masern und es gab sie auch früher und es gibt sie übrigens in fast allen demokratischen Länder der Welt. Du sagst ja selbst, dass es für dich in Fällen „Kinderlähmung, Masern etc.“ leichter zu argumentieren wäre, während du im Satz davor Impfpflicht für etwas für China erklärst. Das beißt sich doch. Warum soll es bei Corona weniger angezeigt sein eine Impfpflicht zu beschließen, die gesamtgesellschaftlichen Folgen der laufenden Pandemie sind doch um ein Vielfaches erheblicher und für alle schädlicher, als Einzelfälle von Masern.

          Wenn für dich das maßgebliche Argument die Nutzen- Schadenabwägung ist, dann müsstest du noch belegen, welchen Schaden eine Impfung bitte bringen soll – wieviele % der Fälle führen zu ernsthaften Schäden? Dem musst du dann noch die ebenso seltenen Fälle von schweren Verläufen bei Jugendlichen (die gibt es! ) gegenüberstellen UND die Folgefällge durch Infektionen, die lediglich von Jugendlichen übertragen werden UND die potentiellen Mutationen, die in Jugendlichen entstehen können, die zwar selbst nicht erkranken, dem Virus aber als Mutationswirt dienen.

          Wenn du das alles objektiv zueinander in Bezug stellst, sehe ich überhaupt nicht, wie eine „Schaden- Nutzen“ Abwägung irgendwas anderes ergeben soll als eine generelle Impfplicht für alle.

          • Die Impfpflicht bezieht sich ganz konkret auf die Masern und mal ehrlich es hat bis 2020 gebraucht sie einzuführen. Diese Impfung gewährt auch einen 100%igen Schutz und ist mehr als durcherforscht. Uns liegen Daten aus Jahrzehnten vor. Alles Umstände die für Corona nicht gelten. Die Impfung bietet weder 100% Schutz, noch hält sie dauerhaft an und die Zukunft vorherzusagen bedarf einer Glaskugel. Im Endeffekt ist Corona exakt wie die Grippe mit dem hässlichen Nebeneffekt eine unschöne Lungenkrankheit als Bonus ausschütten zu können. Wir werden beides aber irgendwann in der Zukunft gleich handhaben. Wir werden die Risikogruppen (freiwillig) jährlich impfen und fertig.

            In Deutschland allein kommt es jedes Jahr ca. zu 1000 schweren Komplikationen, die auf eine Impfung zurückgeführt werden können. Etwa 300-400 Anträge auf Anerkennung werden jährlich gestellt (weil diese Menschen dauerhaft geschädigt sind und Unterstützung brauchen) und dabei wird bis auf 20-30 Fälle jährlich (in den 2000er Jahren) alles abgelehnt. Vorher war die Ratio etwas besser, weil die Probleme mit der Pockenimpfung teils so dramatisch offensichtlich waren, dass man diese kaum ablehnen konnte.

            Wenn man das bedenkt und dagegen die schweren Verläufe der 0-16 Jährigen stellt ergibt sich bei mir einfach keine Impfung für Kinder. Und was Mutationen betrifft kannst du gerne mal Google bemühen. Diese sind in aller Regel gut für den Wirt. Je ansteckender ein Virus wird desto mehr Power verliert er nämlich. Andersrum steckt ein Körper der sich schon mit Vielem infiziert hat einen weiteren Angriff in der Regel besser weg, als einer der bisher kaum was hatte.

            Hier wird argumentiert als könnten wir mit nem jährlichen Fix für alle Corona aus Europa tilgen wie die Pest, aber das ist einfach nicht wahr. Wir werden in Zukunft eine Grippe 2.0 haben und zig tausend Menschen werden jährlich daran sterben. Daran ändert auch unser aktuelles Ausnahmezustand-Spielchen nichts. Wir haben jetzt nur den Grundstein dafür gelegt dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig krank werden, aber früher oder später müssen wir wieder in den „Normalzustand“ wechseln. Ich meine läuft sonst noch irgendwo ein bundesweiter Ticker für Tote durch Krankenhauskeime, den Straßenverkehr oder sonst irgendwas?

    • Inklusion ist echt toll! Da habt ihr beide recht!
      Entweder du marschiert mit uns in die selbe Richtung oder du bist unser Feind und wir lassen dich nicht an der Gesellschaft teilhaben.
      O.o

    • Es gibt Tests oder nicht?
      Sie kann sich vor jedem Drehtag testen lassen. So ist auch die Regel: Genesen, Geimpft oder negativ.
      Es gibt keine Regel die sagt: Nur geimpft

  6. Es ist ein schwieriges Thema und die Grenze zwischen Querdenker-Geschwafel zur normalen Meinung verwischt gerade drastisch. Aufpassen!

    Wenn der Arbeitgeber es voraussetzt, dass er nur mit geimpften zusammen arbeitet möchte, ist es sein gutes Recht. Als Arbeitgeber muss er jegliche Kosten und Ausfälle vorher Kalkulieren. Ein Corona-Ausbruch ist jedoch nicht Kalkulierbar, da je nach persönlichem Ausgang die Person dann auf der Intensiv-Station liegt und Wochen/Monate benötigen um zurück ins Leben brauchen – oder gar verstirbt.
    Der Arbeitgeber hat hier auch die Fürsorgepflicht und muss für die Gesundheit des Personals sorgen.

    „Die Fürsorgepflicht gehört ebenfalls zu den Nebenpflichten des Arbeitgebers. Es ist seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Leben und die Gesundheit des Arbeitnehmers geschützt sind. So muss der Arbeitgeber alle nötigen Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur Unfallverhütung einleiten. Je nach Tätigkeit sind dabei eine Reihe von Vorschriften einzuhalten. “

    Persönlich sehe ich hier wenig Spielraum für eine Klage.

    Dass das in den Medien jetzt breit getreten wird, zeigt mal wieder wie Einseitig berichtet wird. Eva Herzig hat es im Interview ja schon gesagt: „sie hat es ja nicht anders erwartet.“

    Warum jetzt also an die Presse gehen, wenn alles vorher schon bekannt war? Sie hat sich klar dagegen entschieden und trägt die volle Konsequenz.

    • Arbeitgeber müssen alle kosten einkalkulieren. Wir haben für jeden positiven coronatest alle nach Hause geschickt und das Gebäude desinfizieren lassen. Sofern eine Impfung verfuegbar ist macht das absolut Sinn.

  7. Bei einem Bürojob entsteht nur ein minimaler finanzieller Schaden wenn sie krank wird und im worst-case ein paar Leute ansteckt. Als Schauspieler sieht das ganz anders aus wenn da ein kleines Vermögen fließt um die ganze Crew für den Dreh zu organisieren. Wenn man während einer Pandemie, in so einer Branche, bewusst diese Entscheidung trifft ist man auch selber schuld…

    Von den humanitären Schäden will ich gar nicht erst anfangen.

  8. Mittlerweile sehe ich Impfverweigerer als die Schmarotzer unserer Gesellschaft. Viele haben Bedenken, aber es ist der Baustein zur Normalität. Sie stellen sich auf ein intellektuelles und moralisches Podest und diskreditieren wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Ironie ist, dass die, die sich verweigern, von denen profitieren, die sich Impfen. Sie werden in ihrer Ignoranz auch noch bestätigt, wenn in der Bevölkerung die Inzidenz durch Impfungen sinkt und spielen die Gefahr der Pandemue herunter. Die Selbstbestimmung findet wohl dann ihre Grenzen, wenn man in einer Gesellschaft die Gesundheit anderer beeinträchtigt.

    • Solang es noch nicht mal ansatzweise möglich ist die Bevölkerung flächendeckend erst-bzw zweit zu impfen, profiterst du eher davon das es Leute gibt die sich nicht impfen lassen als andersrum.und wenn du jeden der es derzeit nicht tut pauschal als Schmarotzer, intellektuell und moralisch verwerflich und wissenschaftsfeindlich bezeichnest dann hast du a. Den Schuss nicht gehört und b. Stellst du dich selbst auf nen Turm…

    • Ich verstehe deinen Punkt und sehe ihn persönlich ähnlich. Die meisten Impfverweigerer lehnen die Impfung aus, für mich völlig unverständlichen Gründen ab.

      Allerdings ist das auch eine Debatte, der wir uns als Gesellschaft stellen müssen: Was ist uns wichtiger? Die Freiheit des Individuums oder die Gesundheit des Kollektivs?
      An einem anderen Beispiel: Sollten Raucher für ihren Lebensstil bestraft werden? Oder Leute, die mit Erkältung zur Arbeit gehen?
      Ich persönlich bin der Meinung, dass zu einer freien Gesellschaft auch das Recht gehört, dumme Entscheidungen zu treffen. Wo man allerdings die Grenze zieht, ist dann immer wieder spannend.
      In der Impfungs-Debatte bin ich mir nicht sicher, möchte aber nur eins sagen: Druck erzeugt immer Gegendruck.

  9. Die Frage ist werden durch das nicht Impfen lassen Arbeitsabläufe gestört so das es zu Verzögerungen und somit zu Mehrkosten kommt, jeder dreh Tag kostet halt Geld

    Ich glaub da es hier um das ÖR Fernsehen geht und dem Tatort ist die Empörung schon mal an sich gegeben.
    Wenn jetzt bei zb The Mandalorian ein Schauspieler sich nicht impfen lassen würde und sich die Kosten der dadurch erhöhen und die Dreharbeiten länger dauern würde hätte man wohl mehr Verständniss für die Entlassung.

    Ich meine das ist eine Schauspieler in , keine Bürokraft .
    Die Arbeitet mit zig Verschiedenen und immer wieder wechselden ,Ton Leuten. Kameramännern Schauspielern und Komparsen usw zusammen . In ganz Deutschland in verschiedenen Produktionen da sollte man sich schon Impfen wenn man den Beruf ausüben will.
    Gut man hätte sie auch auch die Wache ins Büro setzten können , nur muss man dann wieder die Drehbücher umschreiben

  10. Ein Infektionsfall an einem Filmset kann horrende Kosten verursachen. In einem Betrieb kann immer jemand übernehmen, bei Schauspielern ghet das aber nicht.
    Das hier ist eine reine Kosten-Nutzen Rechnung. Die gefährdet die Produktion, also Tschüss!
    Durchaus nachvollziehbar.

      • Finde ich spannend. Halte es für sinnvoll, aber senkt auch nur das Risiko. Geimpfte können immernoch überträger sein (bewiesen). Der Impfschutz fällt mit der Zeit in noch eher nicht bekanntem ausmaß ab (Auffrischung vorr. 1 x pro Jahr).

        Finde ich fraglich ob das dem Recht auf körperliche unversehrtheit genügend (objektive) Gründe gibt, um das juristisch unanfechtbar zu machen. Ich halte jegliche Impfpflicht in Sachen neuartiger Corona-Impfstoffe und unbekannten Langzeitfolgen aktuell einfach nicht mit Grundgesetz vereinbar. Arbeitgeber, Bundesregierung etc. kann erstmal viel fordern – obs Karlsruhe standhält ist dann die andere Frage (s. Datenvorratsspeicherung usw.). Erlassen und Gefordert wird erstmal viel, juristische rechtmäßigkeit kommt erst später.

        Ist aber spannend.

        • Was heißt „neuartige Impfstoffe“?
          mRNA ist neu, da hieß es „unbekannt, gefährlich!“, dann kam AstraZeneca mit der bewährten Vektor-„Funktion“, bot aber weniger Schutz, Ergebnis: „Den Dreck will ich nicht, ich nehme nur das gute Biontech!“.. und zum Thema Langzeitfolgen: Was genau meinst Du? Bei Impfungen treten die „Langzeitfolgen“ spätestens 2-3 Monate nach der Impfung auf.. und es wurden bereits Millionen Menschen geimpft, so dass man da einen sehr guten Überblick hat… die Impfstoffe sind definitiv besser und sicherer als die Krankheit…

          • Erstmal – ich bin selsbt geimpft. Aber deine Aussagen kann ich so auch nicht stehen lassen.

            Erstmal, Israel – die derzeit am meisten BionTech geimpft haben, äußern sich skeptisch und untersuchen derzeit Herzmuskelstörungen im Zusammenhang mit Biontech. Der Grund warum Astra so mies dasteht ist nur eines: Marketing, eine gnadenlos verpeilte Bundesregierung und zum Teil auch Schmutzkampagnen aus wirtschaftlichem Interesse.

            Zum anderen, hat es einen Grund warum eine normale Impfstoffzulassung ca. 6-7 Jahre dauert und nicht 6 Monate. Gerade weil man Seiteneffekte abwarten will. Was denkst du warum man schwangere nicht impfen will? Weil keiner die Daten sammeln will, ob es probleme mit dem Kind in 6 Jahren gibt. Ob es Probleme bei der Frau gibt. Was denkst du warum Kinder später kommen? Weil keiner die Daten sammeln will, aus Angst vor Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen von Rauchen treten eben nicht nach 3 Monaten auf. Und ob mrna/vector für Coronaviren nach dem 10. Schuss einen Herzinfakt verursacht zu 0.1% werden wir erst sehen wenn wir in 10 Jahren die Daten haben. Alles vorher sind Vermutungen, basierend auf Vergangenheit und ähnlichen Wirkstoffen (Educated Guess). Wenns so einfach wäre, wären Pharma unternehmen hier gerade nicht so zurückhaltend wenns um mögliche Langzeitfolgen geht.

        • Leider kann ich nicht direkt auf deine Antwort von 15:42 antworten, daher hier:

          Wie kommst Du auf 6-7 Jahre, die eine normale Zulassung angeblich dauert? Bei PEI und RKI habe ich Aussagen gefunden, dass dies normalerweise rund 2 Jahren erfordert.
          Bei den Corona-Impfstoffen wurde es beschleunigt, indem notwendige Finanzmittel frühzeitig GARANTIERT worden sind und weil praktische Studien und Verwaltungsaufwände etc. parallel durchgeführt wurden, das hat enorm viel Zeit gespart und gleichzeitig wurden die tatsächliche Testphase mit Probanden sogar etwas verlängert….

          Warum vergleichst Du das Rauchen mit einer Impfung?

          Welche Anhaltspunkte gibt es, dass eine 10. Impfung einen Herzinfarkt auslösen könnte? Da würden dann ja auch die von dir genannten 6-7 Jahre der Zulassung nicht ausreichen…

          Die Myokarditis-Fälle aus Israel sind noch nicht wirklich geklärt (z.B. lt. Gesundheitsamt keine signifikante Häufung im Vergleich zum Vorjahr). Die Patienten konnten größtenteils erfolgreich behandelt werden, soweit ich das gelesen habe gab es lediglich 2 Todesfälle…

          Ja, es ist wichtig und gut, dass Todesfälle nach einer Impfung dokumentiert und analysiert werden, aber bislang gibt es doch keinen wirklich belastbaren Grund, mit den Impfungen zu warten. Auch Schwangere und Stillende werden ja mittlerweile geimpft, Antikörper sind auch in Neugeborenen/Gestillten zu finden… auf jeden Fall sind die Risiken bei der Impfung geringer als die Risiken bei einer Covid-Erkrankung…

      • Du hast auch das Recht, nicht Auto zu fahren. Kannst dich sogar zu Tode hungern, wenn du Bock hast.
        Nach dem Sinn kann man aber schon mal fragen.

      • Das war doch absolut nicht meine Frage. Mich würde einfach der Grund für das Nicht-Impfen interessieren. Und nicht einfach nur „darum“

        • Einen rationalen Grund gibt es zumindest: unbekannte Langzeitfolgen.
          Contergan lässt grüßen.

          Ich habe mich übrigens impfen lassen, weil ich das Risiko für Langzeitfolgen geringer schätze, als einen schweren Coronaverlauf. Das muss man aber nicht so sehen.

          • Contergan ist ein Medikament, kein Impfstoff.
            Am ehesten wäre wohl ein Vergleich mit Pandemrix (löste selten Narkolepsie aus) passend.
            Damals war aber die Studiengruppe so klein (2.000), dass die Narkolepsie (1 von 16.000) nicht aufgefallen ist.. bei den Corona-Impfstoffen waren die Studiengruppen um ein Vielfaches größer… und somit ist eigentlich klar, dass die Corona-Impfstoffe sicher sind.. und auch die Sinusvenenthrombosen sind, bezogen auf die Gesamtzahl der Geimpften, sehr sehr selten und die Erkrankung ist weitaus gefährlicher.

            Molekularbiologe Martin Moder hat den Vergleich mit Pandemrix schon vor ein paar Monaten gut erklärt:

    • Nicht impfen generell oder Covid-19? Denke das ist ein großer Unterschied.

      Ich kenne einige sehr gut gebildete Leute die sonst gegen alles was Standard ist und gut erprobt ist sich impfen lassen (Tetanus z.B.).

      Warum nicht Covid-19, dafür gibts eine ganze Menge an Gründen:

      * Ranghohe Virologen selbst können keine Aussage über Langzeitfolgen der Impfstoffe sagen, denn die Pharma Konzerne die die Patente halten, sind sehr verschwiegen über die Details. Zum Beispiel Bret Weinstein (https://en.wikipedia.org/wiki/Bret_Weinstein), der weder eine Empfehlung noch eine Ablehnung zeigt, sondern sagt das zum aktuellen Zeitpunkt mit den aktuellen Daten nur Vermutungen sind.
      * Es handelt sich um eine Profitorientiertes Geschäft. Das impliziert direkt verheimlichung und zurückhaltung, vor allem von negativen Fakten.
      * Das nicht alle Vaccine nicht frei von Risiken sind, ist logisch (wie alle) – aber auch das kommt erst jetzt langsam raus.
      * Wir wissen nicht, ob schwangere geimpft werden können und in 2 Jahren noch alles in Ordnung ist. Es gibt keine Langzeitdaten.
      * Das eigene Risiko wenn ich Maske trage und mich entsprechend im öffnetlichen Raum verhalte kann kleines Risiko bedeuten und ich für mich selbst den Impfstoff als größeres Risiko sehen.

      Usw. Es gibt ne ganze Kette an Pro- und Kontra argumente für „Covid-19 Vaccine“. Allgemein alle Impfungen abzulehnen ist ne ganz andere Geschichte. Da werden die Gründe etwas weniger.

      Aber mal so nachgedacht: Wenn in 10 Jahren rauskommt, nach dem 10. Shot das irgendwas nicht passt dann sind wir am Arsch. Und von den CEO’s kommt dann nicht „oh ja das war unsere Schuld“, sondern da kommt ein „Ach in den Tests war das nicht ersichtlich“.

      Hier gehts um ne Risikoabschätzung.

      • „Es handelt sich um eine Profitorientiertes Geschäft.“
        Welches Geschäft ist das denn nicht? Autohersteller machen auch öffentliche Rückrufe, wenn mit Bremsen, Airbags etc. Mängel bekannt werden… und bei den Impfstoffen haben, soweit ich weiß, ja auch die Staaten/Regierungen die Haftung übernommen…

        Und warum immer wieder das „Langzeit“-Argument? Die Probleme treten doch spät. 2 Monate nach der Impfung auf.. und mittlerweile sind so viele Geimpft, dass man da sehr gute Daten hat… wenn sich jemand erst in 2 Jahren gegen mit AZ impfen lässt und 1 Woche später an einer Sinusvenenthrombose stirbt, bedeutet das nicht „Langzeitfolge! 2 Jahre später verstorben!“.. aber genau das machen dann einige Panikmacher daraus…

  11. Tja, das Thema wird wohl letztendlich überall irgendwann kommen. Wenn Menschen wieder direkt Kontakt haben was macht man mit denen die die Impfung verweigern?
    Vermutlich wäre es sinnvoller erstmal zu reden anstatt einfach rauzuwerfen. Und ob ein Arbeitgeber damit am Ende vor Gericht durchkommt muss sich zeigen.

    • Da ist halt auch die Frage welche Verträge schon unterschrieben wurden -> Kündigung vs „Dann wird da wohl nichts draus“.
      Allgemein finde ich es aber auch sehr schwierig. Ich denke jeder Mensch hat das Recht zu entscheiden, ob sie geimpft werden wollen oder nicht, aber die Frage ist immer welche anderen Optionen es gibt um andere zu schützen -> Maske, regelmäßige Tests (auf eigene Kosten)?
      Grundsätzlich stellt sich die Frage wessen Recht höher wiegt, der Schutz der Gesundheit anderer (geimpft und nicht geimpft) oder die Selbstbestimmung?

      Gerade bei Filmproduktionen wo man folglich auch engeren Kontakt ohne Masken hat ist es natürlich schwierig.

      • Ich bin froh sowas nicht entscheiden zu müssen. Das Problem ist ja, dass damit auch weiter dem Virus Nahrung und Grundlage für Mutationen gegeben wird.
        Und die Selbstbestimmung endet ja schon damit, dass ich nicht nackig auf die Straße gehen kann.

        • Letzteres liegt aber am Recht auf geistige Unversehrtheit aller anderen 😋.
          Aber ja, entscheiden müssen möchte ich es auch nicht. Auch wenn ich glaube, dass es rechtlich „relativ“ gut möglich ist sich abzusichern und auf den Mitarbeiter-Schutz zu berufen ist da immer noch die Frage ob im Zweifelsfall man einen Gerichtsprozess will bzw finanziell tragen kann, besonders bei kleineren Unternehmen?

  12. Vorweg ich stehe auf der Warteliste für die Impfung bin aber Prio 4, daher noch nicht geimpft. Aber das ganze sollte eine private Sache sein. Entweder ich lasse mich impfen oder nicht. Diese Impfpflicht durch die Hintertür wie wir sie hier praktizieren wird nur dazu führen dass sich gesellschaftliche Gräben vertiefen. Ich hatte zusammen mit meinem Kollegen auf der Arbeit zu Anfang der Pandemie mal ein „wir schwurbeln mal die wildesten Verschwörungstheorien zusammen“ und schauen dann mal was davon eintritt. Erschreckend wie oft wir richtig lagen.

  13. Mit der (nicht existierenden) Impfpflicht läuft es ähnlich wie mit der sogenannten Meinungsfreiheit:

    Du darfst alles sagen, was du willst, du verlierst dafür nur Haus, Hof und Job.
    Du bist nicht verpflichtet, dich impfen zu lassen, du verlierst lediglich Arbeit, Reisefreiheit u. ä.

    Nicht falsch verstehen: ich verstehe die Motive der (faktischen) Imfpflicht durchaus, und ich kann denen auch ein Stückweit zustimmen. Aber dann sollte man es verdammt noch mal auch so benennen, anstatt sich euphemistisch darum herum zu mogeln. Ebenso wie bei der Meinungsfreiheit.

    • Die Meinungsfreiheit hat noch nie jemanden vor gesellschaftlicher Ächtung und/oder Ausgrenzung geschützt. Es gab immer einen Dorftrottel mit dem niemand etwas zu tun haben wollte. Es gehört eben auch zur Meinungsfreiheit das Menschen eine Meinung zu der Meinung anderer Menschen haben dürfen. Und daraus darf jeder seine Konsequenzen ziehen.

      Genauso die Reisefreiheit, die ist auch zu einem großen Teil fremdbestimmt. In der EU haben wir zumindest Dank des Schengen Abkommens eine gewisse Reisefreiheit. Alle anderen Länder können dir die Einreise verweigern und schon wars das mit der Reisefreiheit.

      Meinungsfreiheit, Reisefreiheit und Berufsfreiheit sind typische Buzzwords die völlig falsch verwendet werden um irgendeinen Quatsch zu rechtfertigen.

      • Es geht nicht um gesellschaftliche Ächtung, sondern um „handfeste“ Konsequenzen. Ich stelle dir das mal dar: wenn du dich früher am Stammtisch ausgetauscht hast, dann wurde in den meisten Fällen über die Meinungen diskutiert. Schlimmstenfalls hast du den Stammtisch verloren. Was aber NICHT passierte, war, dass dein Reifen zerstochen oder dein Arbeitgeber angerufen wurde, was nicht passierte, war Entglasung oder ein Graffiti an der Hauswand.

        DAS sind Konsequenzen, die nicht in Ordnung sind. Und wenn du allen Ernstes behaupten willst, das sei genau dasselbe, dann muss ich davon ausgehen, dass du Hirn gegen Ideologie getauscht hast. Das müsste eigentlich jeder Forrest Gump begreifen.

        Und was die faktische Zwangsimpfung angeht, habe ich die Reisefreiheit gar nicht erwähnt. Es geht um den Besuch von Kultur- oder Gaststätten, es geht bis hin zur Stigmatisierung, eine Maske tragen zu müssen. Die Reisefreiheit ist da die geringste meiner Sorgen.

        • Das ist ja auch nicht das gleiche. Wenn du früher am Stammtisch deinen scheiß erzählt hast dann interessiert das auch nur die Leute die dort am Stammtisch sind. Wenn du heute am Stammtisch deinen Scheiß erzählst dann interessiert das auch nur die Leute die dort am Stammtisch sind.

          Wenn du dich früher auf dem Marktplatz auf eine Kiste gestellt und dort Verschwörungstheorien von dir gegeben hast, dann hast du sehr wahrscheinlich nicht mehr lange seriöse Arbeit gehabt. Und heute ist es genau das gleiche bei Facebook oder Twitter.

          Das hat nichts mit mangelnder Meinungsfreiheit zu tun. Wenn du dich im privaten Rahmen (Stammtisch) äußerst sind die Konsequenzen andere als wenn du dich im öffentlichen Raum (Social Media o. Marktplatz) äußerst.

          Achja, du hast die Reisefreiheit bei der Impfpflicht explizit erwähnt im Ursprungspost, das waren literally 2 Beispiele, Arbeit und Reisefreiheit. Das nimmt schon trumpsche Züge an mit deinen Lügen.

          • OK, sorry, mit der Reisefreiheit habe ich mich selbst überlesen. Mea culpa. War aber, wie ausgeführt, nicht meine Hauptsorge, mir ging es, wie ausgeführt, eher um inländische „Reisen“ bzw. Besuche von öffentlichen Einrichtungen. War scheiße ausgedrückt, ändert an der Argumentation aber nichts.

            Und zum Rest: Auch wenn du dich auf dem Marktplatz auf eine Kiste gestellt hast, dann hast du immer noch nicht die Denunzianten gehabt, die leidenschaftlich alles dafür tun, dass deine Existenz vernichtet wird. Diese Lumpen – ich erinnere an den berühmten Reim – findest du heutzutage haufenweise.

            Zu meiner Schulzeit nannte man diese Leute „Petzer“. Und in der sozialen Hierarchie standen sie berechtigterweise weit unter dem verpetzten Delinquenten. Diese Petzer sind aber typischerweise nach Verlassen der Unterstufe verschwunden. Heute brüsten sie sich auf Indymedia & co., wobei ich ernsthaft bezweifle, dass es sich dabei um Präpubertäre handelt.

        • Natürlich wurden schon früher Menschen für ihre Sexualität, politischen Ansichten oder andere Andersartigkeiten aus dem Job gemobbt oder gar nicht erst eingestellt. Das fand nicht nur am Stammtisch statt. Chance auf schwerwiegende Konsequenzen durch die Gesellschaft waren früher nur viel kleiner, weil es im eigenen kleinen Umfeld stattfand.

          Heute plärrt man seine Ahnungslosigkeit auf großen Social Media Plattformen in die Welt hinaus. Mit der steigenden Reichweite steigt dann natürlich auch die Chance darauf, dass man mit seiner Meinung anderen auf die Füße tritt. Neu ist lediglich der Umfang des Widerspruchs.

          Es finden sich im world wide web eben nicht nur viele Gleichgesinnte sondern auch viele Menschen mit gegenteiliger Meinung. Und denen steht doch zu für sich persönlich Konsequenzen zu ziehen. Ich z. B. würde niemals in Atilla Hildmanns Restaurant essen gehen auf Grund seiner Meinung zu Corona. Dank Social Media finden sich heutzutage sehr viele Gleichgesinnte. Sollte auf Grund dieses Boykotts sein Restaurant schließen müssen, habe ich kein Mitleid.
          Der Druck durch die potenziellen Konsequenzen (Umsatzeinbußen) auf die Arbeitgeber hat sich also durch die potenzielle Masse heutzutage erhöht.

          Hab schon damals 2009 in der Ausbildung gelernt die Themen Sport, Politik und Religion im Verkauf zu vermeiden. Blöd wenn man dann auf seinem Social Media Profil seinen Arbeitgeber angibt der mit verkaufen seine Brötchen verdient.

          • Nicht zu vergessen für ihre Religion, dazu hat eine bestimmte deutsche Regierung mal explizit aufgerufen. Aber du kannst doch nicht unsere gesellschaftlichen Sünden aus der Vergangenheit als Rechtfertigung heranziehen. Bei jeder Gelegenheit wird political correctness verlangt. Das N-Wort als Beispiel darf man ja nicht mehr verwenden. Wer es trotzdem tut, ist von gestern. Und dazu muss ich dann feststellen: Wer deshalb Reifen zersticht, ist von vorgestern oder vielmehr von 1933-45.

            Oder um es plastischer auszudrücken: Die Denunzianten regen sich auf, wenn sich Leute benehmen, als stammten sie aus dem letzten Jahrhundert. Aber selber verwenden sie Methoden aus dem Mittelalter.

            Und jetzt nehme ich mal dein ganz konkretes Beispiel: Würde Jan Böhmermann dabei erwischt werden, wie er in Atilla Hildmanns Restaurant essen geht, wäre das für dich Grund genug, dass Böhmermann „gecancelt“ wird?

          • In deinem konkreten Beispiel entscheide nicht ich ob jemand „gecancelt“ wird oder nicht. Sondern ich treffe für mich eine Entscheidung ob ich auf Grund dessen das Böhmermann gerne vegan isst z. B. kein ZDF mehr schaue.

            Wird dem ZDF vermutlich scheiß egal sein, ob Schloos von Steves Blog kein ZDF mehr schaut. Aber wie sieht es mit Werbepartnern aus die ggf. weg fallen oder wenn mehr Menschen denken wie ich und tatsächlich die Quote einbricht?

            Das sind die Mechanismen die die Arbeitgeber unter Druck setzen. Und Kunden/Geschäftspartner haben noch einen viel längeren Hebel als der laute Twittermob.

            Mit dem Böhmermann Beispiel hast du übrigens ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit eines ÖR gegeben. Ist Möglichkeit als Mitarbeiter dort „gecancelt“ zu werden doch auf Grund seiner finanziellen Unabhängigkeit geringer als im privater Journalismus.

      • Ich weiß zwar nicht, an welcher Stelle du mir die Ahnung absprechen willst, aber offensichtlich hast du selber keine, denn keiner redet hier von juristischen, sondern von gesellschaftlichen, tatsächlichen Konsequenzen. Juristischen Ärger kriegst du für die „falsche“ Meinung meistens nicht, so weit sind wir noch lang nicht. Der Verlust des Arbeitsplatzes ist aber im Zweifel sogar schmerzhafter als eine Geldstrafe. Ein zerstochener Reifen, eine kaputte Scheibe genauso.

    • Ist schon scheiße ne ?
      Früher konntet ihr Rechten noch ungestraft diesen Weltverbesseren ins Gesicht sagen das sie ins KZ gehören oder Deutschland verlassen sollten.
      Und heute bekommt ihr schon ne Verbaleschelle bei der kleinsten Kleinigkeit .

      Das muss sich echt scheiße anfühlen , fast so als ob man Job,Haus und Hof verliert,… weint ruhig weiter.

      • Nein, Gutmenschen zu sagen, dass sie ins KZ gehören, war schon immer als Volksverhetzung und/oder Beleidigung strafbar. Und wenn ich von Strafbarkeit rede, rede ich eben nicht von verbalen Schellen. Du bist also sowohl in Sachen Tatbestand als auch in Sachen Sanktion im völlig falschen Kapitel gelandet.

        Mein Ratschlag an dich wäre daher, deine Ahnungslosigkeit nicht derart zur Schau zu stellen. Was aber wirklich nur ein Ratschlag ist, denn schließlich respektiere ich deine Meinungsfreiheit.

    • Ich bin immer wieder verwundert kinki wie du das aushälst was die Leute unter deinen Beiträgen ablassen, das ist Teilweise unter aller Sau.

      • Ich mache mir über die Bildung der jungen Generation keinerlei Illusionen, deshalb kann ich allenfalls mal positiv überrascht werden. Die meisten hier sind halt wie holländische Tomaten: rot und geschmacklos.

        • als eher stiller leser hier bin ich auch offt über die kommentare deiner gegensprecher Belustigt, entsetzt, verblüfft und muss auch oft einfach nur den kopf schütteln. also kopfhoch auch wenn ich deine intension nicht ganz verstehe unterhälst du mich immer köstlich.

          ach und steve unironisch von „Die ganzen Querdenker-Trottel“ zu reden ist halt auch eher so naja. aber „Niemand hat die absicht eine Impfpflicht ein zu richten.“ -Walther Ulbricht

          • Im Grunde entlarvt deine Frage nach meiner Intention doch schon das, was hier gesellschaftlich gerade schiefläuft. Ich werfe dir diese Frage nicht vor, sondern bin sogar dankbar dafür. Lass mich die Gegenfrage stellen:

            Würdest du irgendwelche linken Mainstreamer auch nach ihrer Intention fragen, weshalb sie hier posten?

            Die Antworten wären wohl in jedem Fall dieselben: Spaß, Zeitvertreib, Diskussionen führen. In einer „normalen“ Gesellschaft sollte es also gar nicht nötig sein, „ausgerechnet mir“ diese Frage zu stellen. Denn darin steckt ja ein „warum tust du dir das an?“. Es sollte aber keinen Unterschied geben, ob man sich dem Mainstream anschließt oder von ihm abweicht. Beide Meinungsäußerungen sollten gleich „einfach“ sein und im wesentlichen dieselben Reaktionen hervorrufen.

      • Er wird manchmal zu unrecht übermäßig angegriffen, aber in seinen Beiträgen ist auch oft ziemliches Geschwurbel.

        • Definiere Geschwurbel. Die meisten Themen gestalten sich eben komplexer, als dass man sie in einfache Schlagworte verpacken könnte. Das heißt, man kann es schon, aber dann kommen halt irgendwelche Flachheiten dabei heraus. Das kann ich den Kommentatoren hier nichtmal vorwerfen; Dinge zu hinterfragen ist heutzutage nicht mehr erwünscht. Du sollst gefälligst glauben. Das war mal die Unfehlbarkeit der Kirche, irgendwann die des Führers, dann die der NATO, heutzutage sind es eher die Weisheit der EU, die Beglückung durch Zuwanderung und die Klimaapokalypse. Da haben es die Moslems einfacher: die glauben seit 1400 Jahren an dasselbe!

          Und das kann ich nichtmal wirklich kritisieren. Die Menschheit hat seit jeher in ihrem Glauben irgend eine Art von Halt gesucht, weil die Welt zu komplex ist um sie zu begreifen.

          Wenn uns erstmal bewusst werden, an was wir eigentlich so alles glauben – ergo nicht wissen -, dann ist es gar nicht mehr so einfach, zum Beispiel über die Katholiken herzuziehen, die jeden Sonntag das Blut ihres Heilands saufen!

          Wenn ich „schwurble“, ist das der Versuch, meine Meinung rational zu begründen. Und genau das können sich die Gläubigen sparen.

          • Das Geschwurbel ist wie in diesem Text wieder schön zu sehen, dass du bei vielen vom eigentlichen Kern abweichst und zum Rundumschlag gegen alles ausholst, was deiner Weltanschauung widerspricht. Von Merkel über Grüne oder Linke oder wie hier gegen Moslems und dem Glauben.
            Und die „rationale“ Erklärung zu deiner steilen Hypothese, dass Dinge zu hinterfragen heutzutage unerwünscht(er als zu anderen Zeiten) ist, ist dann doch eher subjektiv. Bis jetzt hat seit ewigen Zeiten jede ältere Generation die Jüngeren als die schlimmsten und den Untergang der Menschheit dargestellt. Und dafür stehen wir dann doch noch relativ gut dar. Vor allem sind es meistens die Alten in den mächtigen Positionen, die die Scheiße auf dieser Welt bauen.

          • Zeig mir die Religion oder das Dogma, welches jemals ein Hinterfragen geduldet hat. Um Religionen wurden Kriege geführt, den Islam zu hinterfragen, kostet dich den Kopf, die Nazis waren auch nicht besonders freundlich zu Abweichlern, und heutzutage wirst du als Klimaleugner o. ä. gesellschaftlich hingerichtet. Der einzige Fortschritt, den ich darin erkenne, ist der, dass nicht mehr zwangsläufig Blut fließt. Well done!

            Dass du das als Geschwurbel bezeichnest, bestätigt im Grunde meine These.

            Was die Generationenfrage angeht, so wüsste ich nicht, wo die ältere Generation die Jugend jemals so verteufelt hätte, wie du es hier darstellst. Das war doch eher auf dem Level „was ihr jungen Leute so hört, ist doch keine Musik, ist doch nur Krach!“. Im Gegenteil, eigentlich hat es mit den 68ern angefangen, dass die Jugend die Eltern verteufelt hat. Damals waren die Eltern ja alle Nazis gewesen. Und heute beschwert sich Langstrecken-Luisa darüber, welch beschissene Welt sie geerbt hat. Und damit meint sie wohl kaum, dass es ihr Designer-iPhone nicht in kotzgrün mit Glitzereffekt gibt …

            Der Jugend täte etwas Respekt vor der Elterngeneration Not. Die Jugend sitzt im gemachten Nest, sie kennen keine Not, sie kennen keinen Mangel, und sie betrachten die Welt durch ein 6-Zoll-Display, das sie auch nicht selber erfunden haben. Hätten unsere Eltern das getan, was die Jugend heute von ihnen verlangt, läge das Land immer noch in Trümmern.

          • Es ist Geschwurbel, weil du von heutzutage sprichst und ich sage, es war nie anders und du dann davon „schwurbelst“, dass es früher auch nicht besser war, nur damit du mal wieder über diverse Autoritäten herziehen kannst.
            Und zum Punkt mit der Jugend: das ist eine ziemlich subjektive Angelegenheit. Soll ich dazu das alte Zitat hervorkramen, wo der Jugend auch schon das gleiche vorgeworfen wird, wie es bei dir der Fall ist? (Nur ohne 6-Zoll-Display)

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