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31ste Ausgabe des Herrenspielzimmers: Heute wieder mit Sascha und Sascha. Und wie immer in letzter Zeit isses ein äußerst spannender und ausgeglichener Talk geworden: Wir hatten alles dabei Sport, Politik, Gaming und auch ein bisschen Corona. Kann man gut beim Leveln hören. Also schaltet einfach mal rein!

Hier eine Übersicht über alle Themen dieser 31. Folge:

– Serientalk: Jupiters und Sweet Tooth (ab 01:00 min)
– Bundestagswahl: Was kann man noch wählen? (ab 13:06 min)
– Digitalisierung an deutschen Schulen (ab 27:00 min)
– Gendern? (ab 39:39 min)
– Burning Crusade Release (ab 45:55 min)
– Leo der kleine Löwe: Jetzt bei Spotify und co (ab 49:37 min)
– Eishockey WM (ab 53:27 min)
– 3D Druck: Die Mandalorian drucken (ab 58:00 min)
– EM 2021: 14.000 Zuschauer in München? (ab 01:09 Std)

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15 KOMMENTARE

  1. Es schokiert mich, dass Enclase wirklich glaubt, man hätte keine Nachteile durchs Nicht-Gendern. Gerade an Unis wird deine Thesis einfach nicht abgenommen. Wer klagt denn da anstatt den Feminazis einfach ihren Willen zu geben?

  2. Nur eine grundsätzliche Anmerkung. Weniger für Steve – dem dürfte das vermutlich klar sein – als für potentielle Wähler unter den Zuhörern:

    Eine Kleinstpartei zu wählen hat dieselben Auswirkungen wie den Stimmzettel ungültig zu machen (wird von ganz Schlauen auch bisweilen empfohlen) oder gar nicht zu wählen: Stimmen für Parteien, die an der 5%-Hürde scheitern, haben keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlamentes. Null, nada. Diese Stimmen fallen komplett unter den Tisch.

    Wenn am Ende 19 Kleinstparteien jeweils 4,9% der Stimmen erhalten, und die zwanzigste Partei bekommt die restlichen 6,9%, dann sitzt diese Partei mit 6,9% alleine im Bundestag, und zwar mit 600+x Sitzen. Das ist natürlich auf die Spitze getrieben, aber es soll verdeutlichen, dass ihr mit Eurem Stimmzettel nur dann Einfluss ausübt, wenn ihr gültig und eine Partei wählt, die tatsächlich ins Parlament einzieht.

    Die Politik begreift das auch nicht als Denkzettel. Bei der Wahl 2013 sind rund 15% aller Stimmen unter den Tisch gefallen, das Parlament wurde also nicht nur von den 70% Wählern, sondern nur von 85% dieser 70% gebildet. Glaubt ihr, die hätten auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass rund 4 von 10 Bundesbürgern sie eigentlich gar nicht dort haben wollten?

    Wenn ihr Protest wählen wollt, dann macht das koordiniert. Einigt Euch – Beispiel – auf die freien Wähler, macht eine große Kampagne „alle Protestwähler bitte FW wählen“, und schickt diese Leute ins Parlament. Aber bevor ihr etwas wählt, was am Ende „Sonstige“ ist, könnt ihr es auch gleich bleiben lassen. Und beschwert Euch die nächsten 4 Jahre nicht über die Regierung, Euch war es ja bei der Wahl egal.

    • Naja, so ganz verloren ist die Stimme ja nicht wenn man eine Partei wählt welche die 5%-Hürde nicht schafft.
      Sowohl FDP als auch AFD wären 2013 in den Bundestag eingezogen und eben nicht an der 5%-Hürde gescheitert, hätten die 2.718.921 Wähler statt ungültig oder eine andere Partei zu wählen, stattdessen gar nicht gewählt.

      • Da muss ich dir in Teilen widersprechen. Ich zitiere § 6 Absatz 3 Bundeswahlgesetz:

        „Bei Verteilung der Sitze auf die Landeslisten werden nur Parteien berücksichtigt, die mindestens 5 Prozent der im Wahlgebiet abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten oder in mindestens drei Wahlkreisen einen Sitz errungen haben.“

        Ungültige Stimmen bleiben also außer Betracht.

        • Danke, du hast natürlich recht, da habe ich einen Fehler gemacht.
          Allerdings spielt das für die Wahl 2013 keine Rolle, die ungültigen Stimmen waren von den Werten die ich mir angeschaut hatte bereits abgezogen. Es bleibt also dabei, dass der relative Anteil der Stimmen von FDP und AFD durch die Stimmen auf andere unter 5%-Parteien so weit gesunken ist, dass sie dadurch selbst dazu gehört haben.

          Ich gebe aber gerne zu, dass ist schon ein außergewöhnliches Szenario und wie du korrekt angemerkt hast, auf die Parteien welche über 5% kommen hat es keine Auswirkung.

    • Stimmen für kleine Parteien geben diesen zumindest noch eine möglichkeit Ihre Wahlkampfkosten zu erstatten… also ganz verschwendet sind sie nicht.

  3. Also zum Thema Wahlen fällt es mir echt schwer mich zu entscheiden.
    Auf der einen Seite denke ich man sollte ne kleinstpartei wählen um die „großen“ mal zu zeigen was falsch läuft. Da wäre meine erste Wahl die Partei der Humanisten, andererseits denke ich das dabei leider zu wenig Leute mitmachen um überhaupt nur auf 5% zu kommen bei allen kleinstparteien.
    Finde daher evtl. Sogar wirklich den richtigen Ansatz grün mal ne Chance zu geben auch wenn das bitter in die Hose gehen kann, aber danach hat man vlt mehr offene Ohren um endlich die alten Parteien mal abzustrafen.
    Ansonsten muss ich echt sagen die folge war sehr gut anzuhören und ich habe selten Podcast erlebt wo ihr euch so einig wart in euren Argumentationen und trotzdem gab’s ne schöne Diskussionsrunde, sehr angenehm so.

    • Die Grünen sich halt Teil der „alten Parteien“. Die Argumentation der Diskussionsrunde ist sicher in weiten Teilen richtig: Das (weltfremde) grüne Programm wird sowieso nicht durchgesetzt mangels absoluter Mehrheit. Es wäre in der Tat interessant festzustellen, was im Falle des Falles davon in einem Koalitionsvertrag, der auf Realitäten basiert, noch übrig bleiben würde. Die Grünen haben das vor rund 20 Jahren schonmal demonstriert: Damals waren sie überzeugte Pazifisten und haben als solche die Bundeswehr in ihren ersten Auslandseinsatz geschickt. Das soll jetzt völlig wertfrei sein, aber es zeigt, dass jede Partei ihre Utopien für Realpolitik aufgibt bzw. aufgeben muss, sobald es ans Eingemachte geht.

      In diesem Zusammenhang eine Eilmeldung: Dasselbe würde für eine AfD-Regierung gelten! Auch die würden nicht einen Tag später aus EU, NATO, UNO und sonstigen Teilen des Alphabets austreten, auch die würden nicht den netten Dönermann von nebenan nach Sibirien ins Gulag deportieren! Deine ganze Argumentation „mal eine Chance geben, um die anderen abzustrafen“ kannst du also auf jede nichregierende Partei anwenden.

      Was absolut richtig ist, ist das mit dem „bitter in die Hose gehen“. Auch das gilt für Grüne letztlich ebenso wie für FDP, AfD oder sonstige. Letztlich kannst also nur abwägen, welche Bitterkeiten für dich noch am wenigsten unverdaulich wären. Wie es schon die Diskussionsrunde sagte: das kleinste Übel zu wählen, kann eigentlich kein Wahlgrund sein. Aber damit kratzen wir eben wieder am Thema Utopie/Realität: in der Utopie gibt es eine heilsbringende Partei, in der Realität haben wir in der Tat nur die Auswahl zwischen mehreren Übeln.

      Was du daraus machst, wählen, nichtwählen, protestwählen, auswandern, weinen, amoklaufen, das musst du für dich selber entscheiden!

      • Die wollen gar nicht aus der EU austreten. Das war mein Hauptargument warum ich blau wählen würde.
        Aber wie wäre es den mit einer grün,blau,gelben Regierung. Jede würde sich gegeneinander Aufheben und die anderen ^grossen Volksparteien^ abstrafen.

          • In der Tat ist das einer der Punkte, der mich an der AfD stört. Aber da würde genau das greifen, was ich oben gesagt habe: das wäre mit keinem Koalitionspartner machbar. Und deshalb gibt es deutlich wichtigere Themen, in denen – nur meine Meinung – die AfD die einzig wählbare Kraft ist.

            Und das, obgleich ich mir durchaus bewusst bin, dass eher die Hölle zufriert als dass Laschet mit der AfD koalieren würde.

  4. Wenn man ein junger Mensch mit Ambitionen ist und/oder Deutschland nicht weiterhin als Verlierer der Digitalisierung sehen möchte und gegen erzwungene Gendersprache, Cancel-Culture etc. gibt es eig. nur eine Wahl. Und wenn man mal unvoreingenommen die Wahlprogramme durchliest wird auch deutlich welche. Oder man kramt wieder alte Geschichten von Hotelsteuern aus um zu rechtfertigen, dass man die im öffentlich-rechten porträtierte „Partei der Reichen“ nicht wählen kann.

    • Wenn man denn die „Partei der Mitte“ auch mal kriegen würde. Viel zu oft und besonders unter Führung Lindners wird aus der „wir wollen das korrigierende Element der Koalition“ nämlich ganz fix das Schoßhündchen der Union, welches alle bürgerrechtlichen Themen über Bord wirft. Die würde man mit den linken Parteien durchkriegen, aber da müsste man eben bei Wirtschaft und den Reichen zurückstecken.

      In seiner letzten Ausführung hat Lindner de facto klargestellt, dass man mit SPD und Grünen nicht zusammengehen will (obwohl Ampel sogar meine Wunschkoalition wäre). Solange die FDP sich also nicht sehr klar zeigt als „wir sind bereit, mit Union, SPD und Grünen zu verhandeln, egal in welcher Konstellation“, ist jede gelbe Stimme eine reine Unionsstimme und damit Unfug.

      • Ist das wirklich ein Argument? Letztlich entpuppt sich doch jede Partei in bzw. durch Koalitionsverhandlungen als Überraschungsei! Solange eine absolute Mehrheit unrealistisch ist, ist jedes Partei- und Wahlprogramm zu 99,9% weiche Verhandlungsmasse. Letztlich kannst du vorher nur sagen, dass in einer Koalition mit FDP mehr gelbe Farbe (oder meinetwegen auch magenta!) drin ist als in einer Koalition ohne FDP. Ob das ein Tröpfchen, ein Schuss oder ein ganzer Eimer ist, das weiß man vorher nie.

        Wenn ich jetzt die Vermutung äußere, dass die FDP aus 2009 gelernt hat und sich kein zweites Mal derart unterbuttern ließe, dann ist das auch nicht mehr oder weniger als deine gegenteilige Vermutung: wir werden es immer erst hinterher wissen.

        Die Unkenntnis, welche Farbmischung am Ende rauskommt, kann also kein Argument dagegen sein, durch deine Stimme dafür zu sorgen, dass die von dir präferierte Ursprungsfarbe überhaupt mit in den Topf kommt.

    • Da würde ich zustimmen, hab ich auch schon paar Mal gewählt, gerade wenn die CDU zu viel Bockmist baut. Naja zuletzt war es 2019 bei unserer Landtagswahl in Thüringen…Ergebnis bekannt….
      Aber was die FDP im letzten Jahr so alles Dummes von sich gegeben hat, motiviert mich auch wenig die zu wählen.

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