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Lost Ark ist ein südkoreanisches MMORPG, das 2022 in Europa und Nordamerika erscheinen soll. Ein YouTuber zeigt in einem Video, dass Amazon das Spiel optisch stark auf den Westen anpasst. (via)

Wenn Computerspiele von dem westlichen Markt nach Asien gebracht werden oder das Ganze andersherum stattfindet, dann passen die Entwickler das jeweilige Spiel für gewöhnlich optisch immer ein wenig an. Solche Veränderungen sind notwendig, weil die Menschen in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Ansichten für erlaubte Inhalte haben und es je nach Land andere Richtlinien für solche Dinge gibt. Das beste Beispiel dafür sind Skelette, die für eine Veröffentlichung in China oft verändert und in Zombies verwandelt werden muss.

Aufgrund dieser Umstände wird Amazon Games natürlich auch die eine oder andere optische Anpassung an dem im Jahr 2022 in Europa und Nordamerika erscheinenden MMO Lost Ark durchführen. Auch wenn solche Veränderungen zu erwarten sind und teilweise sogar eine Notwendigkeit darstellen, so sind viele Spieler aktuell aber nicht wirklich zufrieden mit der Arbeit von Amazon in diesem Bereich. Diese Unzufriedenheit basiert hauptsächlich auf unnötigen Veränderungen am Spiel, der Entfernung von bestimmten Inhalten und der als Zensur eingestuften Desexualisierung bestimmter Figuren. Dem Video des YouTubers Divium Furor zufolge hat Amazon die folgenden Anpassungen für den westlichen Markt durchgeführt:

  • Die weiblichen Figuren zeigen in der Charaktererstellung deutlich weniger Haut als in den Versionen für Russland oder Südkorea.
  • Viele Figuren in der Spielwelt besitzen in EU/NA anstelle ihrer eigentlich hellen Hautfarbe eine deutlich dunklere Hautfarbe. Die dunklen Hautfarben decken dabei verschiedene Töne von Braun und Schwarz ab.
  • Es fehlen scheinbar einige Zwischensequenzen. Diese Clips werden wohl abgespielt, wenn ein Charakter bei einem NPCs den maximalen Beziehungsstatus erreicht hat. Die Sequenzen zeigen dabei dann Dates und andere leicht romantische Interaktionen zwischen den Figuren.

Während die meisten Spieler mit dem Hinzufügen von mehr NPCs mit dunklen Hautfarben leben können, so ärgern sie sich derzeit aber sehr über die Zensur. Die Änderungen an den Outfits der weiblichen Charaktere werden als unnötige Zeitverschwendung der Entwickler und Entfernung von Spielinhalten angesehen. Amazon Games hat allerdings bereits bestätigt, dass die in Korea/RU verwendeten Rüstungen nicht komplett entfernt wurden. Sie sind noch immer im Spiel vorhanden und können ausgewählt werden. Die Entwickler haben sie nur etwas aus dem Rampenlicht gerückt und mehr Optionen hinzugefügt.

Was die fehlenden Zwischensequenzen betrifft, so ist dieser Punkt den Spielern scheinbar am wichtigsten. Schließlich sind diese Videos richtiger Content im Spiel, der eine Belohnung für das Investieren von sehr viel Arbeit und Zeit in einen NPC darstellt. Leider gibt es dazu bisher noch keine Aussage von Amazon. Diese Clips könnten einfach nur in der westlichen Beta von Lost Ark fehlen und in den nächsten Monaten noch ihren Weg in das fertige Spiel finden. Das Ganze muss noch nicht einmal wirklich Zensur darstellen. Möglicherweise fehlte dem Team einfach nur die Zeit dafür, um diese Sequenzen rechtzeitig für die Beta anzupassen und für ihre Version des Spiels vorzubereiten. Der Release des Spiels in einigen Monaten wird zeigen, ob diese Zwischensequenzen der Zensur zum Opfer gefallen sind. Ihre Entfernung wäre auf jeden Fall ärgerlich, weil das Steigern einer Beziehung mit einem NPC scheinbar vielen Spielern viel Freude bereitet.

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1 KOMMENTAR

  1. Also ich muss sagen, dass mir die Rüstung in dem Screenshot bei EU am besten Gefüllt. Diese Highend Rüstungen, wo ein weiblicher Charakter eigentlich nur einen Metall-Tanga an hat und vielleicht noch einen Metall BH aus dem die Übergroßen G Körbchen Brüste halb rausfallen, sind einfach Schwachsinn. Das was wir da für uns bekommen sieht viel natürlicher und sinnvoller aus.

    Das mit den Dates wiederum finde ich unnötig. Gut, ich weiss nicht was das für Videosequenzen waren und was konkret der Inhalt war und wie sie gemacht waren. Aber bei den alten Bioware Spielen war das auch nie ein Problem. Wenn das jetzt also keine unnötig cringige Sex-Szene oder so war, dann fänd ich das irgendwie blöd, dass die raus sind.

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