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Auch wenn das Mausoleum der Ersten erst heute Vormittag in Europa freigeschaltet wird, so steht dieser Raid den Spielern in Nordamerika aber schon seit gestern Abend zur Verfügung. Die Spieler in dieser Region hatten also genug Zeit dafür, um die acht verfügbaren Bosse in dem Raid zu besiegen und den bisherigen Endboss Anduin Wrynn niederzustrecken. Dadurch erhielten diese Personen direkt Zugriff auf eine neue Zwischensequenz, die den Kampf abschließt und einige interessante Momente beinhaltet.

(Spoilerwarnung)

Bound by the Jailer’s will, Anduin Wrynn makes an unwilling stand against the heroes of Azeroth.

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Das Cinematic startet damit, dass der noch immer vom Kerkermeister kontrollierte Anduin Wrynn einen vernichtenden Angriff gegen die Helden von Azeroth entfesseln möchte. Anduin kämpft sichtbar gegen die Kontrolle an und in dieser Notlage erhält er die Hilfe von zwei Figuren, die ihn in der Vergangenheit stark beeinflusst haben. An seiner Seite tauchen nämlich die Geister/Erinnerungen an Varok Saurfang und Varian Wrynn auf. Die Worte dieser Erscheinungen helfen Anduin dabei, das verdorbene Schwert in seinen Händen in seine Einzelteile zu zerlegen und sich von der Gedankenkontrolle zu befreien.

Die Spaltung der Klinge sorgt dabei allerdings nicht nur für die Rettung von Anduin, sondern sie befreit auch den letzten Funken von Arthas Menethil, der vom Kerkermeister an das Schwert gebunden wurde. Dieser Umstand wurde in der Vergangenheit bereits durch ein Cinematic etc. angedeutet und er bestätigt sich offiziell in diesem Bosskampf. Dieser Funken von Arthas schwebt kurz im Raid, Sylvanas kann ein wenig Selbstreflexion betreiben und dieser Geist löst sich dann scheinbar einfach so auf. Den Worten von Sylvanas zufolge ist von Arthas nicht einmal mehr eine Seele zum Richten übrig, weshalb der Funke seine Existenz auch nicht aufrechterhalten kann.

Das neue Cinematic lässt sich im Grunde in die Szene mit Anduin und die Rede von Sylvanas aufteilen. Mir gefallen beide Momente eigentlich sehr gut. Anduin hat in der Vergangenheit bereits den Geist oder die Erinnerung seines Vaters gesehen und ich finde es sehr passend, dass er dadurch gerettet wird. Die Anwesenheit von Saurfang ist ein nettes Element, welches für die wichtige Rolle dieser Figur in der nahen Vergangenheit von Azeroth spricht. Auch wenn einige Leute das Auftauchen der Geister nicht verstehen können oder wollen, so wird dieser erste Abschnitt bisher von vielen Spielern gelobt.

Was den Teil mit Sylvanas betrifft, so meckern viele Leute in der Fangemeinde derzeit extrem. Die Spieler beschweren sich über fehlende Aussagen von Uther und Jaina, das Verschwinden von Arthas und die angebliche Erlösung von Sylvanas. Ich persönlich mag sowohl den Dialog als auch das Ende von Arthas. Der Prinz ist vermutlich die sterbliche Figur in der Lore, die absolut keine Rettung verdient hat und einfach verschwinden sollte. Die Story von Arthas wurde mit WotLK perfekt beendet und diese Mini-Rückkehr in Shadowlands passt gut zu seiner bisherigen Rolle. Er wird erneut als Werkzeug verwendet und seine Anwesenheit verdirbt die anderen Figuren. Es ist gut, dass man jetzt scheinbar endlich mit Arthas abschließt und die Figur ruhen kann. Ansonsten ist der Moment keine richtige Unterhaltung und Arthas ist auch nicht wirklich vor Ort anwesend. Daher kann ich verstehen, warum Jaina und Uther sich nach den Quests im Spiel selbst nicht erneut äußern.


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11 KOMMENTARE

  1. Gerade als Arthas-Fan finde ich es gut, dass sie ihn nur so rudimentär zurückgebracht haben. Seine Geschichte wurde erzählt. Mir gefällt das Cinematic inhaltlich und stilistisch sehr gut.

    Gleichwohl hoffe ich das Sylvanas aus dieser Geschichte nicht so einfach herauskommt. Sie darf gerne die neue Kerkermeisterin werden und dann in der „ewigen“ Verbannung leben. Aber eine „es ist wieder alles gut“ Redemption brauche ich nicht.

  2. Musikalisch auf jedenfalls sehr stark, dass es von Invincible rüberfaded zu Lamnent of the Quel’dorei. Und das Saurfang die gleichen Worte benutzt wie sein Sohn, als dieser auf Arthas zugestürmt ist („let it be finished!“)
    Aber davon ab…ffs. Jetzt haben sie Arthas möglicherweise allerletzten „Atemzug“ in der World of Warcraft für character building bei der Schrumpfkopfhexe verschwendet? Are you fucking kidding me? Hey, redemption erreicht, alles ist wieder gut. Mensch, hätte doch nur irgendwer Arthas, Archimonde oder Garrosh gesagt, dass „ups, sorry“ reicht, damit du nicht gekillt wirst…

    Es bleibt nur die schwache Hoffnung, dass Sylvanas, da sie dieses Addon ja offensichtlich überleben wird, danach nie wieder auftaucht. Macht aus ihr den nächsten Jailer und versenkt sie in der Bedeutungslosigkeit, wo sie hingehört.

  3. Die ersten 1:30 von der Cinematic find ich richtig gut. Für den Rest hätte ich denjenigen gefeuert, der das verzapft hat.

  4. Bei Anduins Schrei hatte ich Gänsehaut. Vllt. sollte Blizzard weg von Videospielen und hin zu Animationsfilmen. Das rocken die nämlich nach wie vor.

  5. Ich sag es immer wieder: Videos kann Blizzard echt gut erzählen.
    Die Geisterhand von Varian auf seiner Schulter war einfach episch. Die zweite Hand hätte man sich sparen können, aber ok es sei drum.
    Auch der kleine Monolog war in Ordnung, er hat zumindest damit aufgeräumt das Arthas eben nicht noch einmal auf die Bühne zurückkehrt.
    Insgesamt ein gutes Cinematic in einer leider immer schlechter werdenden Gesamtgeschichte.

    • tbh glaube ich aber auch einfach das es super schwer ist da was gutes zu erschaffen wenn du so eine Fluktuation hast. Da denkt halt jeder immer seine Geschichte ist besser und dann kommt Schrott bei rum, leider.

  6. Das einfach im Hintergrund der selbe Soundtrack kommt wie zum Tod von Arthas in ICC. Gänsehaut und einfach ein feines Detail was ich sehr gut finde. Aktiv zu WoTLK gespielt und das weckt Erinnerungen.

    • Das könnte daran liegen, dass es sich bei besagtem „Soundtrack wie zum Tod von Rathaus in icc“ um O Thanagor handelt. Quasi dem Arthas Musikstück. Ähnlich wie „The imperial March“ welches Darth Vader zugeschrieben wird 😉

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