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Spotted by Reuters tech correspondent Josh Ye, an article titled „Deeply exploring the value of electronic games industry is an opportunity we can’t miss“ has called for China to dedicate more attention to developing its games industry, potentially signalling a sea-change in the government’s hostile attitude. Chinese gaming stocks rose significantly on the news. (via)

In den vergangenen Jahren hat der Markt für Computerspiele in China ziemlich gelitten. Aufgrund der Einstellung der dort vorhandenen Regierung wurde diese Art der Beschäftigt oft als problematisch eingestuft und Spieler wurden sowohl in ihrem Spielverhalten als auch bei ihren Käufen eingeschränkt. Auch wenn einige Unternehmen international noch immer erfolgreich sind, so mussten sie vor Ort aber immer mehr Verluste erleiden.

Interessanterweise sieht es aktuell aber ganz danach aus, als könnte sich diese Einstellung in der nahen Zukunft ändern. Möglicherweise wird die chinesische Regierung die Computerspiele bald weniger problematisch ansehen und tatsächlich sogar einen Sinn in dieser Beschäftigung sehen. Dadurch könnte sowohl das Verwenden als auch das Entwickeln dieser Produkte in dem Land etwas stärker gefördert oder zumindest nicht mehr ganz so stark eingeschränkt werden.

Ausgelöst wurden diese Hoffnungen durch einen Artikel in der chinesischen Tageszeitung Peoples Daily. Dieser Beitrag trug den etwas langen Namen Deeply exploring the value of electronic games industry is an opportunity we can‚t miss und er drehte sich um die möglicherweise durch Computerspiele gebotenen Vorteile für China. Der Beitrag selbst ruft China dazu auf, den Spielen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sich stärker mit dem Thema zu beschäftigen.

Als Grund für die mögliche Notwendigkeit einer Anpassung der eigenen Einstellung gibt der Artikel einige interessante Hintergründe an. Das Ganze wird nämlich als ein wichtiger Punkt in dem Wettstreit zwischen den USA, der EU und China beschrieben. Das Europäische Parlament stuft die Computerspiele als vorteilhaft ein und es weist diesen Produkten eine überraschende Bedeutung in den Bereichen der Kultur, der Wirtschaft und der Technik zu. Unterhaltung dieser Art hat sich zu einem wichtigen Element der Soft Power eines Landes entwickelt. Daher sollte China angeblich nachziehen und ähnliche Vorteile aus diesen Produkten ziehen.

Wichtig dabei ist, dass die Peoples Daily diesen Beitrag vermutlich nicht einfach so verfasst hat. Die Zeitung wird direkt von der chinesischen Regierung betrieben und druckt daher keine Beiträge, die nicht den Willen des Staates verdeutlichen. Solch ein Beitrag spricht also dafür, dass zumindest Elemente in der chinesischen Regierung die Computerspiele als wichtige Ressource einstufen. Die Einstellung dazu könnte sich also tatsächlich bald ändern. Alleine die Chance darauf hat in dieser Woche wohl schon dafür ausgereicht, um den Wert einiger chinesischer Firmen zu steigern.

Für Firmen und Spieler in China ist das eigentlich eine gute Nachricht. Die Kontrolle der Regierung wird sich vielleicht in der nahen Zukunft ein wenig lockern und mehr Freiheiten bei Spielen bieten. Natürlich passiert das Ganze dann natürlich nur, weil diese Produkte ein weiteres Werkzeug in der Rivalität zwischen China und anderen Teilen der Welt darstellen können. Wenn China die Spiele-Industrie aktiv unterstützt und dadurch viele Menschen begeistert, dann steht das Land in den Köpfen von Menschen deutlich besser dar. Einfluss dieser Art darf man nicht unterschätzen.


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1 KOMMENTAR

  1. „Chinese gaming stocks are soaring on the news.“

    Scheint mir da ein Mitgrund zu sein. Gerade in den letzten Tagen kommen ein paar gute Signale zu viel in dieser Richtung aus China wie z.B. die Abkehr von der Zero Covid Strategie, die alle den chinesischen Aktienmarkt befeuern. Könnte alles nur Strategie sein.

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