Suchtexperte: Exzessive Spieler sind nicht süchtig

Keith Bakker gilt als Pionier bei der Diagnose und Therapie von Onlinespielesucht. Nun meldet er sich mit einer neuen These zu Wort: Wer extrem viel World of Warcraft spiele, sei nicht süchtig, sondern einsam. Er brauche keine Therapie, sondern seine Eltern.

Ein neuer Tag, ein neuer “Experte”. Ich kann bei diesem ganzen Gefasel nur noch mit dem Kopf schütteln. Hat schon mal irgendwer sich darüber Gedanken gemacht, dass auch nur die Möglichkeit besteht, dass die Leute das Spiel schlicht und einfach spielen, weil es Spaß macht – und das völlig unabhängig vom sozialen Hintergrund der Spieler? Ich denke einfach nicht, dass man 11.Millionen Spieler in eine Schublade stecken kann.

Obwohl die Symptome auf den ersten Blick denen einer Alkohol- oder Rauschgiftsucht ähnelten, sei das eigentliche Problem ein anderes, sagt Bakker. “Je mehr wir mit diesen Jugendlichen arbeiten, desto weniger glaube ich, dass wir von einer Sucht sprechen können. Was die Kids brauchen, sind ihre Eltern und ihre Lehrer. Wir haben es mit einem sozialen Problem zu tun.”

Ich habe da auch so eine These: Experten (und Pioniere) der Diagnose und Therapie von Onlinespielesucht brauchen Geld. Wer also extrem viel veröffentlicht und tolle neue Theorien aufstellt, ist nicht süchtig, auch nicht einsam, sondern einfach nur ein Klugscheißer, der Geld verdienen möchte – und das Thema Onlinespiele und MMOs verkauft sich nun mal gut. Danke an Stephan für den Link.

Hier der Link zum kompletten Text: Golem.de

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