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Khalil Shreateh, ein arbeitsloser palästinensischer Programmierer, hatte nach eigenen Angaben eine Sicherheitslücke bei Facebook entdeckt […] Der ersten Fehlermeldung ging das Facebook-Sicherheitsteam laut Shreateh nur ungenügend nach, auf Nachfrage habe er nur die Antwort erhalten: “Tut mir leid, das ist kein Bug. Shreateh blieb – sagt er heute – nur ein letzter Schritt: Mark Zuckerberg direkt auf den Fall aufmerksam zu machen. Dazu nutzte er seine Entdeckung aus, um an der Pinnwand des Facebook-Chefs diese Nachricht zu hinterlassen:

“Lieber Mark Zuckerberg, zunächst bitte ich Sie um Entschuldigung, dass ich Ihre Privatsphäre verletzt und an ihre Pinnwand geschrieben habe. Aber ich hatte keine andere Wahl, nachdem ich all die Berichte ans Facebook-Team schickte. Mein Name ist Khalil, ich komme aus Palästina.”

Minuten später war Shreatehs Facebook-Konto gesperrt, sagt der Entwickler.

Schöne Geschichte! Effektiver kann man wohl eine Sicherheitslücke nicht melden. Das ist fast so, als wenn Du Herrn Zuckerberg direkt Deinen 30-Inch-Cock ins Gesicht knallst. Dass sie dem Mann sein Profil sperren und die Belohnung verweigern, finde ich ziemlich armselig – da wurden die Herren aus Kalifornien wohl einfach zu hart vorgeführt…

Quelle: Spiegel.de

11 KOMMENTARE

  1. Das Profil ist längst wieder freigeschaltet und gut besucht, Facebook hat die Nicht-Zahlung damit begründet, dass Khalil nicht den offiziellen Weg gegangen ist, sondern die Nutzungsbedingungen gebrochen hat (Worauf ihm von Usern auf seinem Blog angeraten wurde, den nächsten Fehler einfach auf dem Schwarzmarkt zu verticken. 😉 ). Der (von Khalil selbst veröffentlichte) Emailverkehr zwischen Khalil und Facebooks Whitehat deutet darauf hin, dass er zwar EINEN Fehler gemeldet hat, aber keine Details mitgegeben hat, anhand derer die Sicherheitslücke reproduziert werden konnte, daraufhin hat Facebook halt mit seinen Infos nichts anfangen können.
    Von daher hat Facebook sich sicherlich strittig, im Rahmen der Nutzungsbedingungen aber korrekt verhalten.

  2. Innerhalb des Facebook-Universums ist Zuckerberg der Präsident. Da kommt irgendein Typ dahergelaufen, findet eine Lücke im Zaun des weißen Hauses, spaziert durch, klopft an die Tür und sagt: “hey, da hinten ist ne Lücke im Zaun!”. . .
    Und ihr erwartet feines Tuch und Juwelen als Belohnung?

  3. Relativ normale Reaktion von Facebook. Erst abstreiten dann mundtot machen. Wundert mich das nicht noch irgendeine Klage aus dem Zylinder gezaubert wird wobei er ist kein Amerikaner sonst wäre das sicher eine Option.

  4. Respekt. Typisch Großkonzern: erst nicht auf gutgemeintes reagieren, dann sofort aussperren.

    Aber was soll man mit einem 76 cm langen Schwanz? (1 inch ~ 2,5 cm ) 😀

  5. “Dass sie dem Mann sein Profil sperren und die Belohnung verweigern, finde ich ziemlich armselig – da wurden die Herren aus Kalifornien wohl einfach zu hart vorgeführt…”

    Das letzte mal, als so etwas ähnliches passiert ist, war das die geschichte um George Hotz ( https://de.wikipedia.org/wiki/George_Hotz ) a.k.a. Geohot.
    Daraus ist dann diese ganze “Anonymous/Lulzsec vs Playstation” Affäre gewachsen.

    Der Herr hat einfach nur nach der Ethik des “Full Disclosure” gehandelt. Ziemlich bescheuerter Move von Facebook – mal sehen ob ihnen das nicht hintenrum ins gesicht schlägt.

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