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In der Vergangenheit gab es einen recht eindeutigen „Konsolenkrieg“ zwischen der Xbox von Microsoft und der Playstation von Sony. Beide Firmen veröffentlichten reihenweise Exklusivtitel für ihr jeweiliges Gerät, um Spieler von der jeweils anderen Plattform wegzulocken. Das Ganze führte auf Dauer ein wenig zu einer Spaltung der Community und für viele Spieler bildete ihre Vorliebe bei den Geräten sogar einen Teil ihrer Identität. Interessanterweise hat Xbox CEO Phil Spencer in dieser Woche nun in einem Interview mit XboxEra betont, dass zumindest Microsoft kein Interesse mehr an diesem „Konsolenkrieg“ hat.

Laut Spencer möchte Xbox natürlich auch weiterhin möglichst viel Gewinne mit jedem ihrer Projekte erzielen und die höchsten Einnahmen gibt es auf der eigenen Plattform. Daher ist das Fördern der Xbox auch weiterhin eine gute Idee. Allerdings haben er und die anderen Verantwortlichen mittlerweile erkannt, dass es einige Spieler gibt, die aus den verschiedensten Gründen niemals im Leben eine Xbox kaufen werden und lieber ein Gerät von Sony oder Nintendo verwenden. Xbox hat es aufgegeben diese Personen zu ihrer Konsole zu locken. Die Firma setzt lieber auf eine Verbreitung ihrer Spiele auf möglichst viele Plattformen, um darüber Gewinne zu erzielen.

“I would love to make all of the money for all of the games that we ship, right? Like, obviously we make more on our own platform,”

“It’s one of the reasons that investing in our own platform is important. But there are people, whether it’s their libraries on a PlayStation or Nintendo, whether it’s they like the controller better, they just like the games that are there.”

“I’m not trying to move them all over to Xbox anymore,” (via)

Mit diesen Aussagen betont Spencer noch einmal eine Entwicklung, die sich bei Microsoft und Xbox schon seit einigen Jahren abzeichnet. Schließlich wurde in 2024 bereits häufiger von Xbox betont, dass ihre Spiele auf möglichst vielen Geräten erscheinen sollen. Da Nintendo sowieso schon seit Jahren sein eigenes Ding durchzieht, ist Sony aktuell eigentlich nur noch die letzte Firma, die ihren eingebildeten „Konsolenkrieg“ kämpft. Mit einem Blick darauf, wie albern sich Sony bei den PC-Ports für Exklusivtitel verhält, dürfte das Unternehmen diese Einstellung auch nicht so schnell aufgeben. Das Ganze ist leicht enttäuschend.


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3 KOMMENTARE

  1. Wenn Nintendo sein eigenes Ding durchzieht ist das okay, aber wenn Sony sein eigenes Ding durchzieht ist das albern und enttäuschend?
    Sony bezahlt nunmal für die Exklusivtitel viel Geld, warum sollten die die einfach so als PC Port rausgeben? Ist doch klar, dass man die Verkäufe der PlayStation ankurbeln möchte. Und wenn man sich mal anschaut, was alles inzwischen von den Sony exclusives als PC Version vorhanden ist, ist die von dir erwähnte Kritik schon leicht dahergeholt.

  2. Jo, wenn meine Plattform nur 20 % der Spieler erreicht, Spielverkäufe aber DER Umsatz- und Gewinn- bringer sind und nicht die Plattform selbst, ist es nur logisch, wenn man seine Spiele auch an die restlichen 80 % der Konsolenspieler verkaufen möchte.

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