Der dritte Teil meines neuen Hörspiel reißt es raus, da bin ich mir ganz sicher. Ich hoffe, Ihr gebt der Sache nochmal ne Chance. Paul, Malte und Can spielen darin „Marvel Rivals“ – allerdings liegt der Schwerpunkt eher auf einer jungen Heilerin, die als Random das Team joint. Hört einfach selbst mal rein. Es lohnt sich!
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Mich erinnert das Ende an die alten Serien, She-Ra, Bravestar wo am Ende immer so eine Art „Und die Moral von Geschicht“ kam. Orko war das glaub ich. Dort war das etwas knapper und prägnanter. Vielleicht kann man daraus was machen und Werte vermitteln, zumindest wenn es junge Hörer erreicht.
Ansonsten ist es nicht ganz mein Humor; k.A. obs am Alter liegt mit Mitte 40. Ich mag eher so einen bösen Humor ala Lisa Echkart. Unabhängig davon handwerklich sehr gut gemacht – nicht das wir etwas anderes gewöhnt wären
Ich fand es gut! Genau solche Szenen (natuerlich nicht mit dem eins zu eins Wortlaut) schon erlebt, kam also realistisch rüber.
Ich kann den Gedanken nicht nachvollziehen, es wäre keine Sozialkritik, weil nicht instant einer der Charaktere Kontra gibt. Der Wink mit dem Zaunpfahl kommt am Ende ja ohnehin.
Vielleicht ists unterhaltsam, aber wie ich bei manchen Filmen und Serien auch feststelle- es mag es nicht schlecht sein, nur bin ich anscheinend nicht die Zielgruppe.
Und nein, weder erkenn, noch erkannte ich mein jüngeres Ich darin, deswegen greift die „Sozialkritik“ bei mir da nicht; haben wir halt einfach ne andere Auffassung- was total in Ordnung ist. Viel Erfolg wünsch ich dir dennoch damit, Hauptsache du hast Spass daran!
Das hat es leider nicht rausgerettet, eher im Gegenteil. Ich gehe auch nicht so wirklich mit, dass es „sozialkritisch“ ist – der sozialkritische Teil ist das Nachwort, was aber eigentlich nicht zum Hörspiel dazugehört. Das Hörspiel selbst, auch wenn es nur die Realität abbildet, geht komplett unkritisch mit der Situation um, außer halt, das Can ein wenig annoyed mit seinen Freunden ist.
Jetzt kann man natürlich sagen „es muss nicht alles kritisch behandelt werden“, was absolut richtig ist. Ich find einige der sexistischen Jokes in Allimania auch heute noch zum schreien komisch. Aber das ist es halt: Es ist lustig. Zwei Schmuddelnerds die zwischen „die Geile“ und „die Schlampe“ alternieren sind halt nicht lustig…oder zumindest fand ich es nicht gerade lustig.
Es ist also nicht lustig und nicht kritisch, womit ich wirklich nicht weiß, was es eigentlich sein soll. Die Dialoge sind natürlich zu 100% realistisch, so reden die Kids, so ähnlich hab ich auch mit 12-14 Scheiße gelabert, keine Frage. Aber nur weil es die Realität ist, ist es ja nicht unterhaltsam. Eher im Gegenteil.
Ich versuche mir schon die ganze Zeit zu überlegen, ob ich NerdrageFM als Kind/Teenie gehört hätte. Schließlich habe ich ja damals viele verschiedene TS-Mitschnitte oder auch Ibash-Zitate gelesen. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass ich das Hörspiel so, wie es jetzt ist, auch damals schon ad acta gelegt hätte, weil es mir nichts gibt.
Glaub das sind jetzt viele Worte für „ist nichts meins, sorry Brudi“, aber ich hab halt doch eine Weile darüber nachgedacht. Teilweise auch, weil ich die ganze Zeit auf den „Twist“ gewartet habe, der es zu einem Stevinho-Hörspiel macht. Mir hat ja damals auch die erste Folge von Allimania Classic so gar nicht gefallen, aber das hat sich mit Teil 2 ja sofort behoben. Aber hier?
Zumindest für mich kann ich sagen: Hier hast du zum ersten Mal so richtig ins Klo gegriffen, fürchte ich
Natürlich ist es sozialkritisch. Es hält den Gamern sogar einen Spiegel vor. Denn eines ist doch wohl klar: Dieser toxische Umgang miteinander ist gerade im Low Level Bereich in vielen Spielen der Alltag. Und im Abspann ist sogar noch unsere eigene Meinung dazu mit eingebunden.
Ich habe schon so vor mich hingegrübelt, warum viele von Euch so allergisch drauf reagieren. Vielleicht isses bei dem ein oder anderen doch der Spiegel, der einem vorgehalten wird?
Aber es ist doch nicht kritisch, nur weil es real ist. Ich hab gerade schon überlegt, was ich wohl denken würde beim anhören, wenn ich dich nicht kennen würde und vllt. noch den Abspann weggeklickt hätte – was ich btw wirklich anfangs gemacht habe, bis es mir komisch vorkam, das die Folge noch so lang ist.
Ich kann halt im Hörspiel nicht sehen, dass irgendwas an dem Verhalten kritisiert wird, außer der „die hat mehr Kills als ihr“-Satz. Ansonsten bleibt es unkommentiert stehen.
Anyway, ich will daraus auch keine Debatte machen (das hier ist Entwurf Nr. 3 dieses Kommentars :D). Für mich funktioniert es halt einfach nicht – ist ja nicht schlimm.
Könnte auch sein, dass es einfach drüber ist, für das alter der Leute, wie einige schon angemerkt haben.
Qualitätstechnisch ist nichts auszusetzen. Inhaltstechnisch triffts halt nicht den Geschmack der Leute.
Allerdings vlt mal so zehn Folgen machen, ruhig immer mit Nachwort, wenn es eh sozialkritisch sein soll.
vielleicht findest du damit eine neue Zielgruppe dafür.
Ich hätte ja nicht gedacht, dass dieser Tag mal kommen wird, aber ich muss Balnazza in so ziemlich allen Punkten vollkommen zustimmen. Was ich aber kurz mal positiv hervorheben möchte: Die KI-Artworks sind wirklich absolut großartig. Die sehen fast so aus als hätte sie Pixar oder Disney höchst persönlich gemacht. Dafür ein riesiges Kompliment!
Zum Hörspiel an sich: Da teile ich Balnazzas Ansicht, dass das es keineswegs sozialkritisch wirkt. Dieser Aspekt wird ja erst im Nachwort angesprochen, das jedoch streng genommen gar nicht zum eigentlichen Hörspiel gehört. Innerhalb der Story selbst wird die Problematik zu keiner Zeit in Frage gestellt oder kritisch reflektiert, was die angebliche Sozialkritik ziemlich fragwürdig erscheinen lässt.
Selbst wenn man das außer Acht lässt, erscheint es oberflächlich, diesen Aspekt als zentrale sozialkritische Botschaft hervorzuheben. Die Tatsache, dass Jugendliche Frauen beleidigen, als großen kritischen Moment darzustellen, bei dem sich nun „alle“ hinterfragen sollten, wirkt insgesamt wenig überzeugend, da es zu simpel und eindimensional bleibt.
Was mich zudem gestört hat und ich deshalb unbedingt noch erwähnen möchte: Die Darstellung des „Glatzköpfigen“ (sorry Namen vergessen) wirkt für mich stark überzogen. Ich finde er overacted total. Sicherlich kann man Charaktere bewusst etwas überzeichnen, um sie deutlicher hervorzuheben, aber in diesem Fall überschreitet die Darstellung klar die Grenze zum Unrealistischen. Seine extreme Explosivität wirkt oft nicht nachvollziehbar und dadurch in weiten Teilen seltsam und unnatürlich. Ehrlich gesagt wirkt auch das gesamte Gespräch immer wieder unnatürlich, weil die Pausen mal zu lange oder mal zu kurz sind oder die jeweilige Reaktion unpassend ist.
Auch Balnazzas Beobachtung bezüglich der nicht vorhandenen humoristischen Ebene teile ich. Die permanente Abfolge von sexistischen Bezeichnungen ist weder lustig noch irgendwie charmant. Nur weil etwas (scheinbar?) die Realität widerspiegelt, muss es ja nicht automatisch unterhaltsam sein – und genau da scheitert das Hörspiel für mich ebenfalls.
Ich habe auch vergeblich auf einen Twist oder irgendein Element gewartet, das dem Ganzen einen tieferen oder typischen Charakter gibt, wie man es von früheren Produktionen gewohnt war. Doch leider kam dieser Moment nicht.
Es wirkt auch alles sehr random und es fällt einem auch unglaublich schwer den Geschehnissen „ingame“ zu folgen und sich vorzustellen was gerade vor sich geht. Es ist einfach sehr anstrengend.
Was ich von Anfang an auch nicht gut fand und ich finde was zu dieser Art von Hörspiel überhaupt nicht passt, ist der Erklärbär Sprecher am Anfang. Es wirkt stilistisch immer unprofessionell und etwas altmodisch, wenn man eine erklärende Stimme benötigt, weil sich der Kontext nicht organisch aus den Dialogen selbst ergibt. (Allimania hatte was Märchenhaftes, ist 20 Jahre alt, das ist eine Ausnahme wo ein Erklärbär gut gepasst hat.)
Und wie du zuletzt im Podcast selbst auch festgestellt hast: Das ganze Format ist irgendwie unglücklich gewählt und seltsam. Es ist gar nicht so klar welche Zielgruppe es ansprechen soll. Es passt weder so richtig auf YouTube noch auf TikTok oder Insta.
Außerdem glaube ich, dass die Jugend dann lieber echte Streams Ihrer Gamer anschaut. Wenn ich hören will wie jemand enrage geht und mit Beleidigungen um sich wirft dann schaue ich einfach Zarbex oder so und brauche kein Hörspiel welches die Situation sozusagen „faked“.
Besser — aber leider nicht gut.
Muss leider zugeben ich fand die Folge sogar noch „schlimmer“. Wie klasse Produziert aber der Humor war diesmal noch weniger meins.
Die Einordnung am Schluss konnte daran für mich leider nichts ändern.
Aber ich glaube fest daran das dass nächste Projekt wieder mehr Zünden wird.
leider nein…
Da muss ich dir leider zustimmen – genau wie die vorherigen Teile spricht mich auch dieser nicht an. Das Konzept geht leider vollkommen an mir vorbei, was ich wirklich schade finde, gerade in Anbetracht der ganzen Arbeit, die du hineingesteckt hast. Aber so ist es nun mal: Man kann nicht alles mögen, selbst wenn man es noch so sehr versucht.