Mein Bonsai-Fetisch

Jeder Mensch hat Laster! Der Eine sammelt Briefmarken, der Andere baut irgendwelche berühmten Gebäude aus Streichhölzern nach und der Dritte sammelt Modelleisenbahnen. Mein persönliches Laster sind Bonsais. Ich war schon immer ein großer Fan der asiatischen Architektur – dabei vor allem asiatische Gärten. Jeder, der die Karate-Kid-Reihe verfolgt hat, wird wissen, wovon ich spreche: Schöne Koi-Teiche mit den typisch asiatischen Brücken und natürlich Bonsais zum Abwinken. Und nein, mich nervt die pseudo-Asia-Werbung von Hornbach auch.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe meine gesamte Wohnung mit x Bonsais in allen Formen und Farben zugepflastert. Das Problem an der Sache ist leider, dass ich das genaue Gegenteil von grünen Daumen habe: Nämlich den pinken Daumen der Vernichtung. Ich gebe jedes Jahr viel Geld für neue Bäumchen aus, nur um sie im Herbst wieder verrecken zu sehen. Wenn Ihr jetzt sagt “Hey Stevie, es ist normal, dass Bonsais im Herbst ihre Blätter verlieren”, muss ich darauf entgegnen “Ja, das schon, aber ist es auch normal, dass sie verschrumpeln und bis jetzt keine neuen Blätter bekommen haben?”.

Naja, was soll’s: Ich hoffe, dass ich durch diesen Blog einige Gleichgesinnte finde, die mir ein paar Tipps zu meinen hübschen neuen Bonsais geben können, damit sie im Herbst nicht wieder eingehen. Was macht man mit frisch gekauften Bonsais? In größere Töpfchen umtopfen oder erstmal in den alten lassen? Brauchen sie viel oder wenig Wasser? Ist es okay, wenn ich sie direkt auf die Fensterbank stelle? Mögen es die Bäume, wenn ich ihnen Namen gebe? Warum fressen meine Katzen mir immer die teuren Bäumchen weg?

Fragen über Fragen, vielleicht könnt Ihr mir helfen? Hier auf jeden Fall mein neuester Lieblingsbaum: Ich habe ihn “Kalle” getauft – im Andenken an unseren gestrigen Kalecgos-Kill.

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