Reisebericht München

Es war mal wieder ein ereignisreiches Wochenende im schönen München. Ich weiß, dass viele von Euch mit der WoW-Nacht nicht 100% zufrieden waren. Ich kann aber immer wieder nur darauf hinweisen, dass wir ca. 1/3 der Sendung nicht durchführen konnten. Ich denke, dass der letzte Teil die Sendung sehr schön abgeschlossen hätte: Hanna spielt die Deathknight Startgegend und wir reden dazu mit Drunken und dem Deathknight-Gast. Leider war dies aus den allseits bekannten Gründen nicht möglich. Ansonsten fand ich persönlich die Sendung recht gelungen: Es gab sehr viel positives Feedback zum Trading-Card-Teil – auch wenn es für meinen Geschmack etwas zu lang war. Mir hat an diesem Abend der Auftritt von Pepper und das Zusammenspiel zwischen uns am meisten Spaß gemacht. Daher werde ich ab jetzt immer, wenn wir in München zu Gast sind, versuchen, Pepper als Co-Moderator zu gewinnen. Ebenso wollen wir beim nächsten Gastspiel den einzigartigen Drunken ins Studio holen.

Ich muss eh sagen, dass ich und meine Freundin es immer recht gut in München haben. Alle kümmern sich um uns und geben sich große Mühe. Nachdem uns Hanna am Freitag Morgen vom Flughafen abgeholt hat (Stichwort 180 auf der Autobahn und Schuhe ausziehen), ging es erstmal in die Stadt. Dort saßen wir in einem Bistro, aßen leckere Fachitas und warteten auf Pepper. Dabei wurden wir Zeuge des üblichen Münchener Straßenchaos: Ein Lastwagen hält mitten in der Stadt zwischen gefühlten 500 Auto, dreht in aller Ruhe und parkt rückwärts ein. Sowas habe ich in dieser Form auch noch nicht gesehen. Klingt wahrscheinlich weniger schlimm, als es wirklich wahr. A pros pos Einparken: Hanna hat ihren Mini ja auch vor ihrer Wohnung einparken wollen. Wir führen ca. drei Mal im Kreis, weil Hanna mit 80 durch die Gegend fuhr und uns jedes Mal anmaulte, wenn wir an einer Parklücke vorbeifuhren: “Ey, da war eine, warum habt Ihr denn nichts gesagt?” – “Ähm, weil Du mit 80 dran vorbeigefahren bist evtl”. Am Ende reichte es dann mit viel Drehen und Schieben doch für eine ziemlich enge Parklücke, für die sich Hanna den halben Nachmittag feierte (Screenshot) – man achte hierbei auf der rechte Hinterrad.

Irgendwann musste Hanna dann arbeiten und wurde von Pepper als unser Reiseführer abgelöst. Mit Pepper durften wir dann erstmal ca. eine Stunde sein Auto suchen. Ist ja nicht so, als würde er aus Bayern kommen. Als wir dann endlich das entsprechende Parkhaus gefunden hatten, gurkten wir noch durch drei Etagen, bis wir seine Kiste endlich gefunden hatten. Anschließend lästerten wir noch etwas über Hannas Einparkkünste, bevor Pepper selbst ca. zehn Versuche für eine wesentlich größere Parklücke brauchte. Kann es sein, dass irgendwie niemand in München Einparken kann? Als Pepper aus seinem Auto ausstieg konnte man ihm den Stress auch irgendwie ansehen: Seine Hose hing in den Knien und seine samtrote Unterhose guckte zu 2/3 raus. Bis zu Sendung setzten wir uns dann in ein Café und plauderten über Gott und die Welt.

Nach der WoW-Nacht ging es noch etwas essen, dabei passierte uns ein peinlicher Fauxpas: Der nette Deathknight-Gast fragte, ob er evtl. mitkommen könnte. Wir sagten ihm zu und baten ihn, einfach hinter uns herzufahren. Leider kannte weder Hanna, noch Peppers Navi den Weg zurück zu Hannas Wohnung. Wir verfuhren uns hierbei mehrfach, so dass unser “Verfolger” wohl den Eindruck hatte, wir würden ihn abhängen wollen. Als wir aus Versehen fast auf der Autobahn nach Nürnberg gelandet waren, hatte unser Freund wohl das Gefühl, wir wollten ihm damit sagen, dass er doch bitte Richtung Heimat fahren solle (er kam nämlich aus Nürnberg). Er blieb also auf der Spur und fuhr ziemlich pissed nach Hause. Er rief allerdings nochmal auf meinem Handy an und machte seinem Ärger Luft. An dieser Stelle nochmal ein fettes Sorry für die Sache, aber wenn wir nicht gewollt hätte, dass Du mitkommst, hätten wir einfach “Nein” gesagt.

Am nächsten Morgen ging es mit Hanna durch Münchens Innenstadt shoppen. Hier mal ein schönes Foto vom Rathaus(?): Screenshot. Ich nutzte die Gelegenheit und machte hierbei ein schönes Foto mit einem “Sepplhut” (siehe Anhang). Ansonsten ließen wir die Stunden vor dem Abflug damit ausklingen, dass Hanna für uns kochte und wir Karten spielten. Im Grunde kann Hanna eigentlich ganz gut kochen, das Problem ist nur, dass das Gericht überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen hat. Gemüse und Hähnchen mit Reis und Currysauce – und dazu noch Nüsse im Gemüse. Watt will man machen, war einfach nicht mein Ding. Beim Kartenspiel gab es mal wieder eine typische Hanna-Anekdote: Jeder soll zehn Karten bekommen. Hanna sagt zu Spielbeginn: “Ich habe eine Karte zu viel, Bert, zieh mal eine”… “Oh Mist, jetzt habe ich nur noch neun Karten, Bert, gib mir nochmal eine”. Okay okay, bis dahin fällt die Sache unter das Prädikat “kann ja mal passieren”. Wir spielen das Spiel also ganz normal zu Ende. Als wir alle nur noch eine Karte auf der Hand haben, guckt uns Hanna alle ganz verwundert an, hält ihre drei Karten hoch und fragt: “Ey, moment mal, wieso habt Ihr alle nur noch eine Karte?”.

Eine Hanna-Geschichte habe ich noch: Hanna konnte den gesamten Samstag über nichts anderes reden, als ihre Schokoladen-Diät. Sie hat entschieden, sich eine Woche nur noch von Schokolade zu ernähren, um sich so von ihrer Schoko-Sucht zu heilen. Wir einigten uns im Laufe des Tages darauf, die Sache nicht Schokoladen-Diät, sondern Schokoladen-Desensibilisierung zu nennen. Naja, sie redete jedenfalls von nichts anderem mehr, und stellte sich, aufgeregt wie ein kleines Kind zu Weihnachten, einen Schoko-Speiseplan zusammen. Auf der Rückfahrt zum Flughafen sagte ihr Freund Bert zu mir: “An so einem Tag wie heute, müsste man sich eigentlich an den Strand legen”, Hanna antwortete: “Ja, stimmt Bert, Schokoladensoße wäre auch schön…”

Auch wenn München im Grunde echt schön ist, macht zwar ein Kurzurlaub dort sicherlich Spaß, aber Leben möchte ich in der Metropole nicht, weil es mir einfach viel zu voll und chaotisch ist. Ich würde eigentlich gerne die WoW-Nacht alle zwei Wochen dort machen, weil ich die Studioatmosphäre sehr schätze und das Game-TV-Team einen wirklich tollen Job macht. Aber dieser ganze Flugstress ist einfach nicht alle zwei Wochen zu machen. Ich weiß, es klingt relativ easy, aber glaubt mir, wenn ich Euch sage, dass ich und meine Freundin nach der Reise, bzw. den Flügen immer total platt sind. Trotzdem werden wir die Sendung in regelmäßigen Abständen immer wieder im schönen München abhalten.

An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Pepper, Hanna und Bert für die schönen zwei Tage!

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