Das Wunder von Genua

Und wieder mal beschert Werder Bremen Deutschland einen denkwürdigen Fußball-Abend. Ich bin heute Abend zehn Jahre gealtert, habe aber das perfekte Geburtstagsgeschenk erhalten. Nach einer desolaten ersten Halbzeit, wurde Werder im zweiten Durchgang jede Minute stärker und am Ende folgte der verdiente Lohn. Ein perfektes Beispiel für den Spielverlauf war Marin: Anfangs stand er völlig neben sich, konnte keine drei Meter laufen, ohne über den Ball zu stolpern. Ab der 60sten Minute hat er das Spiel seines Lebens gemacht.

Hinzu kommt, dass zwei der drei Tore von Genau knappes Abseits waren – knapp, aber in der Wiederholung deutlich zu sehen. Dass ausgerechnet Rosenberg das wichtige Anschlusstor macht, den alle Bremer liebend gerne vor der Saison abgegeben hätten, ist natürlich mal wieder eine “Laune des Schicksals”. Die Verlängerung war natürlich hochüberlegen gespielt von Werder: Auf einmal gelang alles, die Abwehr stand bombenfest und vorne wurde toller Kombinationsfußball gespielt.

Natürlich kann man am Ende von einem glücklichen Weiterkommen sprechen, weil das 1:3 halt in der Nachspielzeit gefallen ist. Schaut man sich aber den Spielverlauf an und vor allem das, was Werder in der zweiten Halbzeit an Kampf und Willen gezeigt hat, so ist das Ergebnis am Ende mehr als verdient.

Abschließend möchte ich noch all die netten HSV-Fans grüßen, die am Wochenende (und gerade während des Spiels) über alle möglichen Wege ihrer Schadenfreude Luft gemacht haben: Zehn Jahre Frust und Dominanz der Grün-Weißen haben halt Spuren hinterlassen. Viele Grüße also, liebe HSV-Fans: Und, was macht Ihr so, wenn wir Champions-League spielen?

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