Kim Schmitz und Mega

Das neue Projekt von Kim „Dotcom“ Schmitz heißt “Mega” und ist mal wieder eine Filesharing-Plattform – er selber nennt es einen Cloud-Service. Wie umstritten der Mann ist, brauche ich Euch wohl nicht zu erzählen. Dutzende Presseartikel zu dem Thema wurden mir von Euch in den letzten Tagen verlinkt, daher nehme ich die Sache hier mal auf. Interessant sind auch Eure Einschätzungen/Reaktionen zu Mega und der Person Schmitz – diese gehen von “Visionär” bis hin zu “abgezockter Verbrecher”.

Bei t3n.de gab es in den letzten Tagen eine sehr kritischen Artikel über Schmitz, mit dem Titel “Warum ich Kim Schmitz nicht einmal meinen Hausmüll anvertrauen würde“. Aber so ganz unrecht hat der Verfasser nicht…

Die unternehmerische Karriere von Kim Schmitz ist gepflastert von unzähligen verprellten Geschäftspartnern, Aktionären und Kunden. Trotzdem stürzen sich jetzt Hunderttausende auf seinen neuen Online-Speicherdienst Mega – unter anderem, weil ihre privaten Daten in der Kimble-Wolke besonders sicher sein sollen. Paradox […] Kim Schmitz trommelt damit, die Daten würden beim Upload verschlüsselt und seien damit besonders sicher. Sicher vor den Augen von Ermittlungsbehörden mögen sie sein, sicher gespeichert sind sie aber definitiv nicht. Die Daten der 50 Millionen angemeldeten Megaupload-Nutzer sind im Zuge der Schließung des Dienstes verloren gegangen, ähnliches würde wohl bei einer Mega-Abschaltung geschehen. Schmitz betont zwar , der Dienst sei von Anwälten auf Wasserdichtheit geprüft worden wie kein anderes Startup in der Internet-Historie. Trotzdem: Mega ist jetzt das weltweite Angriffsziel Nummer 1 der Content-Industrie, die nichts unversucht lassen wird, um die Plattform vom Netz zu nehmen […] Mega wird zweifellos zumindest kurzfristiger Erfolg beschieden sein – die Uploader in den einschlägigen Warez-Foren haben den Dienst bereits für sich entdeckt und laden Inhalte in die Kimble-Cloud, die sich mittels Premium-Services später zu Geld machen lassen werden. Innerhalb weniger Stunden registrierten sich 500.000 Nutzer, was die Server in die Knie zwang.

Zum Abschluss mal die Frage an Euch: Wie seht Ihr denn Kim Schmitz und seine neue Filesharing-Plattform Mega?

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