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Als wenn Blizzard momentan nicht schon genug schlechte Presse um Hong Kong und Co. hätte, traf man in Irvine nun eine sehr fragwürdige Entscheidung rund um die Esports-Turniere auf der BlizzCon. Statt den Teilnehmern von AWC und MDI den Gewinn aus der Spielzeug-Crowdfunding-Aktion anzurechnen, behält man das Preisgeld ein und finanziert beide Turniere rein aus dem Geld der Community. (Via)

Ich finde das frech. Ich weiß, das machen „alle“ so – mit dem Unterschied, dass Blizzard das Mythic Dungeon Invitational (MDI) und die Arena World Championships (AWC) KOMPLETT von der Community crowdfunden lassen. Ich persönlich finde es generell ein Unding, dass Multi-Millionen-Dollar-Companys die Community in Sachen Preisgelder für die eigenen Events zur Kasse bitten. Aber das Blizzard seine Community das komplette Ding bezahlen lässt, ist natürlich mal wieder die Spitze. Ich weiß, dass der ein oder andere Fanboy jetzt wieder „was regst Du Dich auf, man muss ja nicht spenden“ (oder in diesem Fall das Ingame-Spielzeug kaufen) anmerken wird. Ich finde es trotzdem dreist und bin hier wohl offensichtlich nicht der Einzige…

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16 KOMMENTARE

  1. Hmm so sehr mir Blizzard momentan auf die Nüsse geht mit Ihrer Firmenpolitik und Ihrer Entwicklung, aber dieser „Shotstorm“ ist absolut ungerechtfertig. Es stand klipp und klar drinne, min. 500.000 und 25% der Toy Einnahmen werden dafür genutzt. Da stand absolut nichts davon, dass Blizzard selber diese halbe Million aufbringt. Sie hätten höchstens den Topf voll gemacht, wenn die Leute nicht so bescheuert gewesen wären dieses Toy zu kaufen. Sollen Sie sich doch freuen, der Preispool ist dadurch sogar bei 600k+. Einfach mal genauer lesen und nicht denken, anderen Firmen machen das auch so. Jeder der nicht total blind durchs Leben läuft, hätte dies kommen sehen müssen. Nicht umsonst hat Activision mittlerweile vollends die Zügel in der Hand. Profit über alles. Und wir sind denke ich noch lange nicht am Ende, da wird noch vieles kommen.

  2. Ich habe gestern bei Gamestar gelesen das Blizzard einen großen Sponsor (Mitsubishi) für ihre E-Sportsevents, wegen der Hong Kong Sache, verloren hat. Das könnte eine direkte Folge daraus sein.

  3. Wenn es wirklich „spenden“ wären dann sollte Blizzard nicht nur 25% des Pets sondern 100%!! an die Spieler geben…. aber tja was soll man sagen? Blizz weiß inzwischen wie man aus scheiße Gold macht.

  4. Man kann es nicht oft und laut genug sagen: Die Firma heißt nun mal ACTIVISIONblizzard. Hat die Community aus Hearthstone, D3, Overwatch und allen voran HotS nichts gelernt? Es geht um Profit, Rentabilität und Kostenersparniss damit der Aktionär jedes Jahr ne fettere Rendite einstreicht damit der Aktienwert schön hoch bleibt denn der bedingt die Boni des Managements.
    Ob da nun hunderte Mitarbeiter entlassen werden oder gut laufende Titel komplett zerstört werden ist denen doch völlig egal so lange die Lämmer…uhm…Spieler weiter brav Kohle nachschieben. Sie lassen die Gewinnsumme 100% von den Spielern zahlen und streichen hintenrum das 3fache für die eigene Tasche ein. 1,98mio Reingewinn. Ja GEGE!
    Wer EA wegen ihrer Praktiken, völlig zu recht, boykottiert sollte ähnliche Maßstäbe auch hier ansetzen.

    • Aber erst seit morhaime weg ist… Activision Blizzard heißt schon ne Weile so, nur war es all die Jahre eben nicht zu merken.. seit morhaime weg ist sieht man einfach die schnell es berg ab geht und wie wichtig morhaime für Blizzard war.

      • Ich denke auch er und all die anderen leitenden Mitarbeiter, die über die Jahre gegangen sind, hatten irgendwann genug vom finaziellen Druck seitens Activision. Das war schlicht nicht mehr ihre Firma. Wenn ich mich recht entsinne hat Acti ja relativ früh auch einige wichtige Posten mit eigenen Leuten besetzt, Finanz-Management war’s glaub ich. Seit dem erodiert „unser“ Blizzard mehr und mehr.
        Ab einem gewissen Punkt sollte man dann auch realistisch sein und das eigene Fanboytum kritisch hinterfragen.
        Bestes Beispiel ist ja im Moment Bethesda. Die sind an einem Punkt angelangt an dem sie langsam obsolet werden. Einfach nur traurig.

  5. Tja, das ist Blizzard 2019. Hauptsache wir schiebenen ihnen Geld in den A***. Die Community interessiert sie nur dann, wenn sie richtig sauer wird. Und das auch nur, weil sie dann wirtschaftliche Schäden fürchten. Die einzige Ausnahme, wo es zuletzt ein wenig anders war, war Classic. Aber dabei scheint es wohl zu bleiben

  6. Ich habe generell kein Problem mit diesen Prinzip. Valve macht es ja immer ähnlich bei Dota 2 TI. Dabei gibt es schon seit vielen Jahren bei Dota 2 einen BattelPass und 25 Prozent der Einnahmen gehen in den Preispool. Erst so enstehen diese hohen Preisgelder. Dafür gibt es dann beim TI keine Sponsoren und keine Werbeunterbrechungen, was mich persönlich sehr freut, da in anderen Esport-Events gefühlt fast alles von einer Firmer xy präsentiert wird.

  7. Naja wenn die Leute blöd genug sind dafür zu spenden.

    Auch bisher wurden die Preisgelder durch Einnahmen finanziert. (Virtual Ticket Erlöse, Abos und alles was man sonst so kaufen kann bei Blizzard)

    Also wo liegt der Unterschied? Dass Blizzard Gewinn machen will ist kein Geheimnis und wenn sich der Gewinn durch freiwillige Community Spenden (mit Gegenleistung) noch leichter erwirtschaften lässt, warum nicht.

    Trotzdem sollte man Blizzard mittlerweile eigentlich boykottieren, nach all dem Drama in den letzten Jahren. Seit nun auch noch Mike Morhaime weg ist, geht’s gefühlt noch schneller bergab mit der Firma.

    Wäre Classic nicht so fesselnd würde ich schon lange keine Blizzard Produkte mehr beziehen. Und trotzdem hofft man irgendwie, dass auf der Blizzcon mal wieder ein Knaller dabei ist, den man letztendlich doch kauft.

    Es ist echt zu einer Hass-Liebe geworden und es macht mich wahnsinnig traurig wohin sich Blizzard entwickelt hat.

  8. Nunja, Blizzard dürfte als Teil von Activision (machen wir uns nichts vor, Activision-Blizzard in der Form gleichgestellter Partner existiert schon eine Weile nur noch formal) unter finanziellem Zwang stehen. Folglich will man sich diese Ausgaben nicht leisten und wird dort den Rotstift ansetzen wo es nur möglich ist.
    Daher: ja, andere machen das auch, nur, wie du selbst sagst und in dem Video erwähnt, wird dort vom Publisher/Entwickler noch ein gutes Stück beigesteuert.
    Weitaus seltsamer mutet eher an, dass die PR/Marketing Abteilung bei Blizz momentan an allen Ecken und Enden so extrem versagt, gerade in einer Zeit, in der es nicht so gut um Blizz steht.

    • Und dann kommt D4 inklusive dem unabwendbaren xten WoW Addon und alle werden aus Alternativlosigkeit wieder fleißig streamen und Geld in die Blizzard Kassen spülen während Blizz fleißig in China mit ihrer Mobile App Geld scheffelt.. und keinen werden mehr irgendwelche Skandale von diesem Jahr interessieren…

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