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Im Verlauf des heutigen Tages verkündete Microsoft, dass man ca. 1900 Mitglieder ihrer Spiele-Division (Activision Blizzard ist das größte Opfer) entlassen muss. Einige Stunden später enthüllte Blizzard Entertainments Präsident Mike Ybarra überraschenderweise auf X, dass auch er die Firma verlassen möchte. Bei dem heutigen Donnerstag handelt es sich wohl um seinen letzten Tag bei Blizzard Entertainment. Microsoft möchte in der kommenden Woche einen neuen Präsidenten für Blizzard bestimmen.

Interessanterweise hat heute auch noch ein anderer wichtiger Name sich zu dem Ausstieg bei Blizzard entschieden. Allen Adhams hat die Firma heute nämlich ebenfalls verlassen. Adhams ist einer der Gründer von Blizzard Entertainment, der die Firma in 2004 verlassen hatte und in 2016 noch einmal zurückkehrte. Er fungierte seit 2018 als einer der Teamleiter und Executive Producers bei Blizzard.

Berichten zufolge waren weder Mike Ybarra noch Allen Adham ein Teil der 1800 von Microsoft gefeuerten Personen. Trotzdem hängt der Ausstieg der Entwickler wohl mit der Übernahme durch Microsoft zusammen. Zumindest wurde bei Mike Ybarra bestätigt, dass er nicht noch einmal für Microsoft tätig sein möchte und die Firma daher lieber verlässt. Ybarra arbeitete mehr als 20 Jahre lang für Microsoft und er hat wohl keine Freude mehr an einer weiteren Zusammenarbeit. Bei Adham könnte eine ähnliche Situation vorliegen.

“As many of you know, Mike previously spent more than 20 years at Microsoft. Now that he has seen the acquisition through as Blizzard’s president, he has decided to leave the company,” Matt Booty (Microsoft’s game content and studios president)

Die Entlassungen bei Microsoft waren zu erwarten. Schließlich reduziert derzeit beinahe jede Firma in der Branche die Anzahl ihrer Mitarbeiter und durch die Übernahme von Activision Blizzard sich sicherlich viele Posten unnötig geworden. Trotzdem wirkt solch eine Welle mit Entlassungen etwas unschön, wenn erst vor einigen Monaten erwähnt wurde, dass Microsoft bei Blizzard auf Kündigungen verzichten möchte. Solchen Unternehmen darf man einfach nicht glauben.


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