Das in dieser Woche in den Frühzugang übergegangene Civilization 7 wird von Vorbestellern stark kritisiert. Für viele Spieler fühlt sich das Spiel einfach noch immer unfertig, was sich wohl besonders beim Interface und relevanten Kleinigkeiten bemerkbar macht. Als Reaktion auf diese durchaus ernste Kritik haben die Entwickler von Fireaxis gestern einen Blogeintrag veröffentlicht, der ihren kurzfristigen Notfallplan für eine Aufwertung des Spiels beinhaltet.
Over the last few days, the team has been poring over your feedback, including our most recent Steam Reviews during the Early Access period. As stewards of the Civilization franchise, we hold ourselves to a high standard and always strive to create the best game possible. Civ would not have come this far without you, and your opinions matter greatly to us. (via)
Laut den Entwicklern haben sie die folgenden 3 Bereiche ausfindig gemacht, die aktuell von ihnen priorisiert werden:
- Verbesserungen am Interface: Die höchste Priorität des Entwicklerteams sind wohl weitere Verbesserungen am Interface des Spiels. Dafür sammeln sie aktuell Feedback. Geplant sind unter anderem eine intuitivere Oberfläche, eine verbesserte Sichtbarkeit auf der Karte und eine angepasste Formatierung.
- Von Spielern gewünschte Funktionen: Die folgenden Funktionen sind von den Entwicklern basierend auf den Wünschen der Spieler geplant:
- Verschiedene Teams für Mehrspielerpartien.
- Spieler sollen ihr Start/End Zeitalter selbst festlegen können.
- Die volle Anzahl von Spielern soll in Mehrspielerpartien erlaubt sein.
- Es soll mehr Arten von Spielkarten geben.
- Namen von Städten und Religionen lassen sich anpassen.
- Hotsea-Multiplayer ist geplant.
- Patch 1.1.0 bringt Verbesserungen der Spielqualität: Der neue Patch 1.1.0 soll im März erscheinen. Das Team hat viele Verbesserungen und Problemlösungen für dieses Update geplant.
Ansonsten versprechen die Entwickler in ihren Beitrag auch noch, dass sie Civilization 7 über Jahre hinweg unterstützen möchten und sie bereits an einer neuen Roadmap für alle Verbesserungen arbeiten. Der siebte Teil der Civilization-Reihe könnte sich in der Zukunft also tatsächlich wie ein fertiggestelltes Spiel anfühlen. Es kommt wohl ganz darauf an, wie umfangreich das Update im März ausfällt. Vor dem Erscheinen dieses Patches sollte aber wohl niemand diesen Titel kaufen oder noch mehr Geld in DLCs investieren. Schließlich klingen Versprechungen zwar immer nett, aber man sollte Publishern und Entwicklern bei solchen Sachen nicht automatisch vertrauen.
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Wie kann man nur ein unfertige Spiel für bis zu 120€ kaufen? Wieso macht man so etwas? Jeder mit Vernunft gesegnete Gamer wartet einfach 2-3 Jahre nach dem Release bis alle Fehler beseitigt wurden, das Spiel wirklich fertig ist und alle DLCs raus sind um dann die Complete Edition für unter 20€ im Säle zu kaufen. Alles andere ist wirklich nur dämlich.
Ich hab immer meine Probleme mit dieser Sichtweise. Nicht damit zu sagen „ich kauf das Spiel, wenn es günstiger ist/fertiger ist“, das ist völlig okay. Aber diese mitunter abwertende Haltung gegenüber denen, die Vollpreis zahlen – das sind literally diejenigen, die dir das Spiel finanzieren. Denn wenn alle immer 2-3 Jahre warten, bis das neue Civ nur noch 20€ im Sale kostet mit allen DLCs, dann wird Civ nicht plötzlich günstiger, sondern es gibt einfach nur kein neues Civ mehr.
Warum ein Spiel unfertig, verbuggt und ohne DLCs nur schwer ertragbar unbedingt auf den Markt kommen muss, ist wiederum ein ganz anderes Thema…
„Jeder mit Vernunft gesegnete Gamer wartet einfach 2-3 Jahre nach dem Release (…) Alles andere ist wirklich nur dämlich.“
Sehe ich ein wenig anders. Klar sollte man keine Spiele mehr vorbestellen oder advance Access unterstützen, bin ich voll bei dir. Aber als passionierter Gamer 3 Jahre warten bis man ein Spiel spielt? Ich würde bei einigen Titeln nicht so lange warten können, gebe ich zu.
Auch wenn ich weitgehend zufrieden bin verstehe ich die kritischen Stimmen. Deluxe Editions verkaufen und die ersten DLC’s ankündigen, obwohl das Kern-Spiel noch ordentlich poliert gehört, das gibt kein gutes Bild ab.
Früher haben die Firmen für teures Geld Betatester bezahlt, jetzt bezahlen die Betatesta die Firma um Betatesten zu dürfen