Verschwörung gegen Stehenpinkler!

Es gibt Themen im Leben, die wirken auf den ersten Blick relativ belanglos. Schaut man aber genauer hin, kann aus einer solchen Belanglosigkeit aufgrund des seit Jahrhunderten ausgetragenen Konfliktes zwischen Mann und Frau relativ schnell eine Art “Glaubenskonflikt” werden.

Ich uriniere im Stehen! Nicht, weil ich für meine Rechte als Mann kämpfe, nicht, weil ich mich irgendwie von den Frauen abgrenzen will/muss, sondern schlicht und einfach, weil es schnell geht und ich es schon immer so gemacht habe. Millionen andere Männer machen es auch und dürfen sich jeden Tag die Beschwerden ihrer “besseren Hälften” anhören. Als Frau setzt man sich nun mal hin, aus dem einfachen Grund, weil man rein anatomisch keine andere Wahl hat. Es gibt zwar hierbei auch Ausnahmen, allerdings fallen diese für mich nicht unter die Rubrik Frau.

Viele Männer rechtfertigen ihr “im Stehen Pinkeln” damit, dass sie ja “so gut zielen können”. Dies ist natürlich nur eine ziemlich dämliche Ausrede. Ich meine, ich könnte auf einen Kilometer eine Fliege mit meinem Strahl treffen (wir Gamer haben “Aim-Skills”, u know?), und trotzdem kann man nicht verhindern, dass beim Strullern einige Tropfen auf die Brille “abdriften”. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Ich für meinen Teil habe dabei wenigstens die Courage, nach dem Strullern die Brille und den Rand von meinen “Pipi-Spritzern” mit Klopapier zu reinigen. Das große Problem ist, dass nicht viele Männer ein solches Verhalten an den Tag legen. Und dann kann ich schon verstehen, dass so manche Dame an die Decke geht.

Nach meinem Umzug trage ich seit dem ersten Tag einen Kampf gegen die Toiletten hier im Hause aus. Da das Haus relativ neu gebaut ist, sind hier auch ganz moderne Toiletten verbaut worden. Scheinbar haben sich die Frauen dieser Welt gegen uns Männer verschworen und es irgendwie geschafft, den Toiletten-Design-Markt zu übernehmen. Denn bei den neuen Toiletten ist es so, dass man im Stehen nicht nur die Brille erwischt, sondern sich auch selbst anstrullert – der Strahl wird quasi reflektiert. Schon irgendwie peinlich, wenn man mit feuchten Knien aus dem Badezimmer kommt. Ich führe also quasi momentan einen Kampf gegen die Unterdrückung durch die Frauen dieser Welt. Ihr teuflischen Toiletten-Designerinnen kriegt mich nicht klein. Ich arbeite momentan hart daran, den genauen Abstand zum Klo herauszubekommen, der mir ermöglicht, im Stehen zu pinkeln, ohne dabei selbst nass zu werden! Mich kriegt Ihr nicht! JOIN THE REVOLUTION!

Und ja, ich habe Fieber…

*Edit*

Nachdem ich Zach meinen “Bericht” verlinkte, antwortete er mit folgendem Zitat, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte:

…aus 10 Meter Entfernung in nicht nur eine, sondern mehrere 0,2 Liter Cola-Glasflaschen und alle perfekt auf den gleichen Wasserstand abgefüllt. Ohne-einen-Tropfen-daneben.

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