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Erinnert Ihr Euch noch an dieses Video, welches vor einigen Jahren durchs Netz wanderte und für großes Aufsehen sorgte? Es ging damals um eine kleine Revolution im Grafik-Bereich, da die Firma Euclideon behauptete, eine neue Form der Computer-Grafik entwickelt zu haben – man sprach damals von “unendlicher Grafikpower” und keinerlei Polygon-Einschränkungen mehr. Experten in diesem Bereich bezeichneten die Ausführungen der Firma als schlichtweg unmöglich.

Jetzt, einige Jahre später, hat Euclideon ein neues Video veröffentlicht, was ebenfalls wieder für großes Aufsehen sorgt und vor allem für Gaming-Branche extrem interessant sein könnte: Darin wird beschrieben, warum es aktuell zu schwer ist, in Computerspielen eine realistische Welt darzustellen. Darüber hinaus wird gezeigt, was mit ihrer eigenen Technologie möglich ist. Das Ergebnis ist der absolute Wahnsinn. Schaut einfach selbst mal rein!

Danke an Sundancer für den Link!

24 KOMMENTARE

  1. Sieht gut aus. Aber nicht so krass wie der Erfindet vielleicht denkt. Finde man merkt schon ein krassen Unterschied zur einem Photo z.b.

  2. in einem ihrer anderen videos zeigen sie auch, wie sie komplett wien (und andere städte) digitalisiert und “bereisbar” gemacht haben.
    dort wird auch gesagt, dass die wien-datei >1terabyte schluckt, aber innerhalb von nur 0,8s geladen wurde und auf einem laptop “spielbar” ist.

    wie es mit animationen usw wird ist natürlich offen und vieles andere auch noch. trotzdem ist es schön zu sehen, dass es voran geht und das ganze vielleicht in ~5 jahren einzug in games erhalten könnte.
    evtl zunächst auch nur für die statischen teile der map und später erst für den rest.

    in anderen videos ist auch zu sehen, dass man auch fantasieobjekte in “unlimited detail” herstellen kann, ganz normal über 3dmax usw. nur das mit den scannern ist eben für echte gegenstände/umgebungen, was einem natürlich eine menge arbeit abnehmen kann

  3. Ich hoffe, die sind nicht beleidigt, wenn ich ihnen sage, dass ich keine Sekunde geglaubt hab, dass das echte Bilder sind. Zu Gute halten muss ich ihnen, dass ich nicht genau weis, warum ich das sofort gesehen habe. Und es sieht trotzdem hübsch aus.

    • Ging mir genauso. Ich denke eines der Hauptgründe ist die Art wie die Kamerafahrt über die Objekte gleitet, einfach zu sehr wie in vielen Gametrailern und zu unrealistisch Flüssig. Zwar bekommt man sowas mit der Kameratechnik heute auch hin, allerdings haben solche Kamerafahrten ein anderes Feeling als eine Kamerfahr durch eine 3D welt.
      Zum anderen ist es IMO das Licht in der Kathedrale. Es ist einfach ALLES beleuchtet und hat nicht so viel Tiefe in den schatten wie es auf einem Foto hätte, die Schatten selbst sind relativ Hell. Aus einer beleuchteten Kathedrale bin ich es gewohnt das sehr harte, dunkle, teils auch kantige Schatten von so ziemlich allen Objekten geworfen werden, wodurch sehr viele Hell-dunkel Kontraste herschen sollten.

      • Mir sind auch die Beleuchtung und die Kameraführung als Gründe durch den Kopf gegangen.
        Grad letzteres führt bei mir manchmal dazu, dass sogar echte Aufnahmen irgendwie unreal wirken.

  4. Mhh, ich bleibe auch erstmal skeptisch. Vor allem als er meinte “Ja, man sieht sofort wenn was real ist, wie z.B. das hier” fand ich schon, dass man gesehen hat dass das computergrafik war.

    • wahrscheinlich wegen der lightmap. die scanner und allg die technologie soll ja hauptsächlich die polygone ersetzen, sprich kurven usw wirklich rund machen. detaillierter eben.
      an licht, reflexionen usw wird da nichts besonders anders gemacht afaik, deshalb ist es natürlich noch immer nicht 1:1 wie in echt

  5. Mittlerweile ist die Firma ja schon etwas weiter gekommen indem sie sich nicht mehr zu sehr auf Spiele konzentrieren. Und für das, was sie aktuell damit machen ist die Technik auch super. Keine Frage. Für Spiele sehe ich da mit der Technik allein aber keine Zukunft. Ich vermute jetzt mal ganz dreist, dass sie für ihre angekündigten Spiele eine Mischung aus Polygonen und Atomen nutzen werden.

    Bei der Content-Erstellung für Spiele sehe ich da allerdings weniger Probleme. Einzelne Objekte einscannen und platzieren sollte kein Problem sein. Auch sollte es kein Problem sein Polygonmodelle in “Atom”-Modelle umzuwandeln. Bei der Berechnung von Licht und Physik und den Animationen lasse ich mich gern überraschen. Dass das mit aktuellen Rechnern bei dieser utopischen Masse an Daten machbar ist, glaube ich erst wenn ich es sehe 😉

  6. Das Problem an dieser Technik ist nicht die Grafik an sich. Selbst wenn man es schaffen würde jedes Spiel auf einem entsprechend großen Medium auszuliefern, denn solche Voxel-Wolken brauchen unmengen an Speicherplatz. Da sind die Patch days auf den Konsolen, über die sich immer wieder aufgeregt wird, Peanuts gegen. Und auch Streamen übers Netz wird schwierig, wenn man auf dem Land nur ne 1k Leitung hat.

    Wenn man das Speicherplatzproblem also gelöst hat stellt sich als nächstes die Frage: “Woher kommen denn nun meine Level?” Wie der Herr in dem Video so schön erläutert hat müssen die eingescannt werden. Das funktioniert super so lange man die entsprechende Kulisse vorliegen hat. Wenn nicht… na ja, dann kann man so gut wie jedes Spiel vergessen, weil es bei Spielen nun einmal auch darum geht in fremde Welten abzutauchen. Wenn ich mir den Wald vor meiner Tür in unlimited details angucken möchte brauche ich eben nur vor die Tür gehen und mich nicht vor den Rechner setzen. Die Alternative wäre natürlich das ganze als Kulisse zu bauen, abzuscannen und hinterher wegzuschmeißen. Klingt nicht gerade nach einer guten Idee. Vor allem weil selbst beim Film, von dem die Kulisse ja eigentlich kommt, niemals eine so detaillierte Kulisse gebaut werden würde, dass sich diese Technik dafür lohnen würde. Oder man erstellt es, auf die “alte” Polygon Art und Weise, am Computer.

    Das nächste Problem ist dann die Beleuchtung: Bei den Scans handelt es sich mehr oder weniger um drei dimensionale Fotos. Dementsprechend ist das Licht von der Szene vorgegeben und , wenn überhaupt, nur extrem schwierig zu ändern. Adé dynamische Beleuchtung mit einem schön inszenierten Tag-Nacht-Wechsel.

    Kommen wir zur Physik und zerstörbaren Umgebung: Eigentlich super machbar denkt man sich da auf den ersten Blick, weil ich ja keine Polygon-Begrenzungen mehr habe. Allerdings muss die Geometry der Bruchkanten, etc. ja auch irgendwo her kommen wenn alles eingescannt wird. Dafür bräuchte man dann ein Scan-Verfahren welches auch in die Objekte hinein sieht und diese Informationen speichert, was wiederum den Speicherplatz enorm erhöht. Es geht mir bei diesem Punkt nicht darum, dass mit Voxel-Engines keine zerstörbaren Landschaften möglich sind. Minecraft ist wohl ein gutes Beispiel, dass das kein Problem ist.

    Zum Thema Animationen hat sich der Herr ja mittlerweile geäußert, aber gezeigt wurde da noch nichts. Wenn es keine klassischen Skeletal-Animations sind, die dann irgendwie auf die einzelnen Punkte gemappt werden, stellt sich die Frage wie die Animationen dann “aufgenommen” werden.

    Die Idee an sich ist gut, aber wenn sie nicht zaubern können werden die “Spiele” so interaktiv wie ein 3D-Foto.

  7. Das + Oculus Rift + Sehenswürdigkeiten.

    Ich meine Museen, Kirchen oder Tempel. Das mit der Grafik und in VR, da kann selbst die 80 Jahre alte Oma sogar was von der Welt sehen.

  8. Ich verstehe nicht, warum alle so geil auf realistische Grafik in Games sind. Wenn ich realistische Grafik will dann gehe ich vor die Tür!
    Ich möchte in Games ganz bewusst ein unrealistisches Szenario mit unrealistischer Grafik haben, um für einen bestimmten Zeitraum einfach in eine andere Welt einzutauchen und zu erleben.
    Grafik ist in Games wirklich ein Faktor, der total unwichtig ist. Der wichtigste Faktor, um ein Game wirklich zu genießen ist der Spielspaß.

  9. Sie sagen zwar Animationen wären möglich. Aber bisher habe ich nur statische Szenen gesehen! Bis sie mir die “schönen” Features wie Animationen und veränderbare Umgebungen zeigen warte ich mit dem Lösen meines Hype-Train-Tickets 😉

  10. Ganz so toll und erstaunlich finde ich das persönlich gar nicht und solche fancy Apparaturen wie im Video benötigt man dafür auch nicht. Zudem ist mir aufgefallen, dass gewisse Feinheiten von dem Laserdings gar nicht erfasst werden, vor allem in der Kirche schweben da ein paar Kreuze herum. Schau dir mal “The Vanishing Of Ethan Carter” an, da haben die Entwickler mit simplen Fotos gearbeitet und diese am Computer zu 3D-Modellen zusammenrechnen lassen. Eine Technik, die es schon seit einiger Zeit gibt. Resultat: Eines der (zumindest grafisch) realistischsten Spieleerlebnisse seit Langem.

  11. Ist natürlich geil aber wenn man ein Auge dafür hat erkennt man schon davor das es keine echten Aufnahmen waren. Ich hab nur darauf gewartet das er den “plot” platzen lässt.

  12. laagen die videos oder liegt das an mir ^^ ?

    ist bei mir manchmal sogar beschwommen oder grün verwischt/verpixelt, ka wie ich das erklären soll

  13. Absoluter Wahnsinn! – Was man alles mit so einer Grafik anstellen könnte. Für solche Spiele wie “Second Life” eröffnet sowas ganz neue Türen!

    Seit dem Release dieses Videos kann die Gaming-Industrie nicht mehr das Wort “realistische Grafik” in den Mund nehmen.

    Der Vergleich zwischen Crysis und dieser Technologie sind Welten! – Ich möchte die aktuelle Grafik nicht schlecht reden, aber wer so eine Chance nicht nutzt möchte sich nicht weiterentwickeln und mit so wenig Geld wie nur möglich maximalen Profit rausschlagen.

    Das erste Spiel was mit dieser Technologie rauskommt wird glaube ich alle Verkaufsrekorde der letzten Jahre locker in die Tasche stecken!

    Ein MMORPG oder Shooter in dieser Grafik? – Absoluter Traum. Man könnte diese Technologie auch super für Simulationen für Verkehr, Polizei, Militär etc. zur Schulung nutzen.

    Wenn das mit Gebäuden und Umgebung geht wird dies auch mit Menschen möglich sein, sowas von Krass!

    Ich hoffe das diese Technologie weiter gefördert wird und hoffentlich bald genutzt wird. Jetzt mal ehrlich die Hardware die heutzutage auf dem Markt ist stemmt das locker. Der PC wird in den seltesten Fällen auch nur zur Hälfte ausgenutzt. Jedes Jahr kaufen sich die Leute die neuste Hardware obwohl die ältere völlig ausreichend ist!

    Die Gaming-Industrie lebt von der Hardware-Industrie und anders herum.

    Das war mein Wort zum Sonntag 🙂

    • Erschreckend viel Unsinn in deinem “Wort zum Sonntag”.

      Die Gaming-Industrie lebt nicht von der Hardware-Industrie. Konsolen geben die Verkaufsrekorde vor, nur selten schafft es ein PC-Titel alleine in solche Dimensionen. Der PC hat im Gamingsektor einen relativ kleinen Stellenwert, was oft in schlechten Ports, mangelnder Optimierung oder völlig ausbleibenden Umsetzungen mündet.

      Damit muss man sich abfinden.

      Auch das PCs in den seltensten Fällen auch nur zu 50% ausgenutzt werden, halte ich für völligen Unsinn, sofern man nicht gerade an mangelnde 6 oder 8 Kern Auslastung denkt, die sowieso kaum einer vorweisen kann (und wenn, dann nur mit HT).

      Grenzen sind relativ problemlos auszumachen, wenn man sich nicht mit 60 FPS zufrieden gibt, weil der Gaming-Monitor das Doppelte schafft. Von 4K und ähnlichen Tendenzen, die du ohne SLI bei modernen Titeln nicht in passender Detailstufe ausreizen kannst, ganz zu schweigen. Schon bei 1440p wird es manchmal eng.

      Und zum Schluss ist es auch einfach eine Tatsache, dass die Engine noch viele Jahre von einem produktiven Einsatz entfernt ist. Was bringt uns ein massives Plus an Umgebungsdetails, wenn simple Animationen bereits problematisch werden und jegliche Dynamik außerhalb dieser Modelleisenbahnwelt noch nicht gut umsetzbar ist?

      Mittelfristig (also noch in vielen Jahren) wird auch weiterhin mit Wasser gekocht.

    • Die Hardware die heute rauskommt will aber auch verkauft werden, und es hat Gründe wieso man für die Spiele alle paar Monate oder Jahre ne neue Karte braucht.

      So eine Grafik (so fern das überhaupt echt ist, ich bin da skeptisch) ist da im Aufrüstrennen kontraproduktiv was die Interessen von Intel & Nvidia angeht, und kommt solange die Mitreden können garantiert nicht auf den Markt.

      Von Microsoft oder Sony mit ihren Konsolen, für die sie dann keine Gründe mehr hätten neue rauszubringen die auch mit den Käufern ziehen will ich gar nicht anfangen.

    • Ja, es kann sein das die Technik durchaus Vorteile hat, aber im Video wird nicht darauf eingegangen wie das alles funktioniert.
      Also erstmal wäre wirklich belastbares Material gut.
      Denn “einfach” einen 3D Scan machen, ist jetzt nichts neues und spätestens bei der Beleuchtung stehen wir weiter wie der Ochs vorm Berg bzw genau da wo Crytek und alle anderen auch dran arbeiten, volle dynamische Lichtsimulation. Da hilft kein Laserscanner und unsere PCs haben es eben noch nicht drauf das in Echtzeit wirklich zu simulieren.
      Also falls die Technik wirklich so gut funktioniert, bringt sie natürlich den Vorteil das man eventuell den visuellen Zustand der Realität zu einem bestimmten Zeitpunkt kopieren könnte, wobei ein Laserscanner an sich nur Punkte erstellt ohne Farbinfos etc, aber das sind Sachen wo es Ansätze/ Lösungen gibt. Aber weder die Lichtsimulation noch sonst irgendwelche Simulationsfragen sind in dem Video angesprochen worden.
      Und ich bin immer ehr vorsichtig, von daher bin ich gespannt auf mehr Infos.

    • Ich bezweifle dass das erste Spiel damit einen Verkaufsrekord aufstellt, da es immer noch sehr hardware hungrig sein dürfte. Denn als der in Real-Time da durch die Kirche spaziert ist sah das nicht mal nach 25 FPS aus. Es geht halt darum soviele Kunden wie möglich zu erreichen, denn die Firmen müssen auch irgendwie überleben, und darum wurde auch Directx9 extrem lange unterstützt. Nicht falsch verstehen, ich feier diese Idee mit den Atom statt Polygon modell sehr. Aber solang sich das nicht in Real-time mit animierten Charakteren bewiesen hat, sollte man die Kirche im Dorf lassen. Und man glaubt das viele Leute ständig neue hardware glauben, das es ist eher so das die Leute alle 4 JAhre nen Rechner bei MediaMarkt und Co kaufen und das wars dann. Die Steam-Statistiken sagen da meiner Meinung nach schon viel aus.

      Aber ja, eine Simulation, ein Third-Person oder Ego-Shooter Game wären bombe damit.

    • Prinzipiell hast du recht, nur um ehrlich zu sein: Manche Spielehersteller scheuen solche Grafikmöglichkeiten weniger aufgrund dessen, dass sie vllt aufwenidig oder teurer wären, sondern daher, dass kaum jemand diese Spielen kaufen würde… Ein spiel muss aus Publisher-Sicht in erster Linie Massentauglich sein… und sein wir mal ehrlich: Wäre z.B. WoW damals mit Grafiken wie heute Crysis oder so rausgekommen, es hätte sich nicht mal ansatzweiße so verkauft. Klar gibt es viele Leute, die sich beispielsweiße alle 1-2 Jahre spätestens die neuste Hardware zulegen und dann damit null Probleme haben… aber wenn ich allein mal Beitragskommentare lese wenn die neuen WoW-Modelle gezeigt werden wo jeder Zweite kommentiert “ob das mein PC packt?”, muss ich sagen, dass es doch recht wenige sind, die selbst die heutigen Spiele auf Max-Anforderung flüssig spielen können, weil bei vielen halt das nötige Kleingeld für häufige Neuanschaffungen der aktuellen Hardware fehlt. Bei mir z.B. wäre dieses Kleingeld zwar da, allerdings fehlt mir zum einen die Lust dann ständig meinen PC neu einzurichten als auch der Sinn darin, denn solange ich das spiel auch mit geringerer Grafikeinstellung spielen kann und es dann nicht aussieht wie wenns vor 10 Jahren rauskam, seh ich keinen Grund hunderte von Euros für neue Hardware rauszuschmeisen, nur damit das spiel ein wenig “hübscher” ist… den meisten geht es nämlich nicht um das Aussehen, sondern das Gameplay, wie man es z.B. an Klassikern wie CS 1.6 o.ä. sieht.

      Und deshalb denk ich das die Publisher so eine Grafik frühestens dann wirklich ins Auge fassen werden, wenn die durchschnittshardware der Spieleindustrie dem halbwegs gerecht werden würde bzw es eine möglichkeit gibt, diese Unlimitet-Polygone-Technology auch auf geringerer Hardwareauslastung nutzbar zu machen.

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