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Blizzard lässt die Entwicklung der WoW-Fan-Mod »Voice Acted Quests« einstellen. Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, alle Quests der Stufen 1-60 vollständig zu vertonen. Fans von World of Warcraft fanden das Projekt interessant, einige meldeten sich sogar, um selbst Stimmen einzusprechen.

Warum klärt man sowas nicht von Anfang an mit Blizzard ab? Jetzt geht wieder das Geheule los. Fakt ist nun mal, dass WoW Blizzards geistiges Eigentum ist. Man darf daher auch selbst entscheiden, was man in diesem Zusammenhang zulassen möchte und was nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass Blizzard solche Projekte einstellt/verhindert. Die offizielle Begründung ist dann meist, dass man eine Gefährdung der Spielerfahrung von WoW befürchtet. Ob man das nachempfinden kann oder nicht, spielt hierbei keine Rolle, weil Blizzard das nun mal selbst entscheiden darf.

Quelle: Gamestar.de

23 KOMMENTARE

  1. Mir herzlich egal ob Blizzard im Recht ist oder nicht. Sympathisch ist das keinesfalls. Aber das war Blizzard eh noch nie.

      • Was soll daran dumm sein? Das trifft es eigentlich sogar im Kern ziemlich gut. Sicherlich mag das rechtlich sauber sein und Blizzard hat natürlich auch jedes Recht zu bestimmen was mit ihrem eigenen Franchise passiert…

        Dennoch ist das im Hinblick auf die Publicity einfach ein ziemlicher Griff ins Klo. Dass die Geschichte im Moment so hohe Wellen schlägt dürfte wohl unter anderem auch damit zusammenhängen, dass die Ankündigung des Addons seitens der Community schon auf extrem positive Resonanz gestoßen war. Offensichtlich gibt es dahingehend in der Community wohl einen Bedarf die etwas drögen Quests und Textmassen mal anständiger zu präsentieren – sonst hätte das Addon wohl kaum jemanden interessiert.

        Dass die Emotionen dann etwas hochkochen wenn Blizzard daraufhin wie die Axt im Walde mit der Verbotskeule um sich schlägt ist doch nicht verwunderlich. Wenn sie hier stattdessen irgendwie versucht hätten einen Kompromiss zu finden oder noch besser ein Gegenangebot in Aussicht zu stellen wäre das wohl kaum soweit gekommen.

        Es ist eben ein himmelweiter Unterschied, ob man schlichtweg nur mit Verboten um sich wirft oder ob man sich hinstellt und erklärt “Sorry Leute, das ist halt einfach nicht unser Qualitätsanspruch – wir sehen aber, dass der Bedarf da ist, also packen wir das mal mit auf unsere Agenda und setzen es lieber professionell um”.

        Das ist eigentlich das gleiche wie mit den Classic-Servern und dem Nostalrius-Shutdown damals. Da hat Blizzard auch den wahrscheinlich größten Shitstorm in ihrer Firmengeschichte fabriziert. Der wäre auch weitestgehend zu verhindern gewesen, wenn Blizzard da schon statt nur ein Verbot auszusprechen ein entsprechendes Gegenangebot in Aussicht gestellt hätte – und nicht erst 1,5 Jahre später.

        Gerade bei einem Unternehmen wie Blizzard sollte man doch eigentlich meinen, dass diese eine entsprechend gut besetzte PR-Abteilung haben, die ein gewisses Feingefühl für solche Dinge hat.

        • Sehr spät, aber ich wollte es noch anfügen:
          Meiner Vermutung nach zeigt Blizzard hier die Art von PR, die man gerne haben will: “Wir sind Blizzard, wir hören auf die Community, aber am Ende des Tages werden wir immer machen, was wir für richtig halten und niemand wird uns zu irgendetwas drängen.”

          Man hätte die Classicserver auch schon 1,5 Jahre vorher ankündigen können, aber dann müsste man die Leute auch 1,5 Jahre länger warten lassen, hätte noch weniger zu präsentieren gehabt als jetzt und evtl. wäre das Projekt versandet, weil man es nicht richtig vorbereitet hat. Blizzard hat also völlig richtig gehandelt, auch weil man durch die Distanz gezeigt hat, dass man sich nicht von einem Shitstorm beeindrucken lässt.

  2. Auch wenn sie natürlich im Recht sind, so muss man das trotzdem nicht gut finden.
    Es gibt so viele dämliche Mods für WoW. Da hätte eins, das einen die Quests vorliest quasi auch nicht geschadet. 😀

    • Damit macht man es sich aber etwas sehr einfach finde ich.
      Vergleichen wir das ganze doch mal mit einem Buch das du geschrieben hast, würdest du es gut finden wenn dass jemand nimmt, Vorliest und das dann Kostenlos zugänglich macht? Ich vermute mal nicht.

      • Apfel – Birnen . Das Addon ist ja nur für Leute, die das eigentliche Spiel besitzen und auch nur die können damit etwas anfangen. Die Questtexte sind im Vergleich zu einem Buch halt auch nicht das komplette Produkt. Mit den reinen Questtexten in Audio-Form könntest du nichts anfangen.

      • Der Unterschied ist, dass du das Buch dann nicht kaufen musst und dir so anhören kannst. Um die Mod zu nutzen musst du trozdem WoW spielen.

      • Wenn eine sinnvolle Nutzung wie in diesem Falle vorraussetzen würde, dass der Konsument mein Buch vorher gekauft haben muss und mir sogar noch eine monatliche Gebühr dafür abführt?

        Ja, fände ich dann sogar sehr gut.

  3. Wäre das ein Addon geworden, oder hätte das so ins Spiel integriert werden sollen? Gegen ersteres kanns ja wohl kein Veto geben, bei der Art wie Addons das UI und andere Dinge umgestalten können, ist doch alles optional dann.

  4. Atze hat dazu einen schönen Beitrag geschrieben auf Justblizzard. Blizzard findet dieses Projekt selber toll, muss es aber verhindern, da sie sonst die Rechte an ihrem geistigen Eigentum verlieren könnten. Murica halt.

  5. blizzard hegt nunmal einen gewissen qualitätsanspruch.. und bei den fan produkten können die den ggf. nicht halten.. nuff said

    • Darum wird es weniger gehen, da es ja nur ein Addon für das Spiel ist. Und wenn es da nach Qualität gehen würde, wären die meisten Addons verboten. Das installieren eines Addons ist ja optional und Blizzard weist auch darauf hin, dass Addons das Spielerlebnis auch negativ beeinflussen können.

  6. Ob das Projekt gegen irgendwas verstößt ist nicht bekannt. Es ist die Aussage eines Communitymanagers, weder die eines Rechtsgelehrten und schon garkein gültiges Urteil.

    Das man sich halt nicht auf einen Rechtsstreit mit einem Weltkonzern einlässt ist was anderes. Ich finds schade, fand das Projekt klasse.

    • Einen Rechtsstreit? Ich lache mich tot. Sie dürfen nun mal selbst entscheiden, was mit ihrem Computerspiel passiert. Es spielt keine Rolle, ob das Projekt gegen irgendwas verstößt oder nicht.

      • So einfach ist es halt nicht, wenn sie das Spiel verkaufen gehen sie einen Vertrag mit dem Käufer ein, der diesem auch bestimmte Rechte zugesteht.

        Aber ich wollte eigentlich nur generell darauf hinweisen, dass eben “jemand von einer großen Firma stellt eine Behauptung über rechtliche Dinge auf” != “es ist eine rechtliche Tatsache” ist.

          • Diggah, ich sag’s Dir nochmal: Es ist ihr geistiges Eigentum. Sie entscheiden, was damit geschieht. Hätten sie gewollt, hätten sie mir damals sogar ein Fan-Projekt wie Allimania untersagen können, da dort Charaktere vorkommen, die aus dem WoW-Universum stammen und damit ihrem geistigen Eigentum unterliegen. Wenn Du ein Spiel kaufst, kaufst Du das Recht, das Spiel unter ihren Voraussetzen zu spielen – mehr nicht.

  7. Wahrscheinlich hat man bei Blizzard einfach keinen Bock, abertausende Voicelines durchzuhören um zu überprüfen, ob da nicht irgendwo was drin ist, was man nicht im Spiel haben will.

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