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Seit einigen Tagen wird im Shop von World of Warcraft das 5 Euro teure Anstecksträußchenpaket angeboten. Dieses Paket beinhaltet neben 2 kosmetischen Ausrüstungsteilen auch noch 200 Händlerdevisen für den Handelsposten des Spiels. Spieler können durch den Erwerb dieses Angebotes also erstmalig die Währung für den eigentlich auf Tätigkeiten im Spiel ausgelegten Posten mit echtem Geld erwerben.

Auch wenn das Paket recht klein ausfällt und nur einmal pro Account gekauft werden kann, so ist das Ganze für die Community aber ein erster Schritt in eine extrem falsche Richtung. Viele Spieler kritisieren Blizzard für den Verkauf dieser bisher nur für Aufgaben im Spiel gewährten Währung, weil das Ganze irgendwie den Sinn der Sache zerstört. Gleichzeitig macht man sich Sorgen darüber, dass zukünftige Pakete dieser Art noch größere Mengen der Händlerdevisen mit sich bringen. Dadurch könnten „Wäle“ mit viel Geld dann einfach komplett auf Echtgeld umsteigen.

Des Weiteren muss man unbedingt bedenken, dass das Anstecksträußchenpaket nur bis Ende August verfügbar ist und der Handelsposten einer monatlichen Rotation unterliegt. Das Ganze fällt also direkt in die von vielen unschönen Shops betriebene FOMO-Falle. Schließlich wäre es für viele Spieler leicht, den Kauf des Pakets als eine Notwendigkeit anzusehen, wenn ihnen nur noch 200 Händlerdevisen für ein nur temporär im Handelsposten angebotenes Item fehlen. Vermutlich schlägt Blizzard mit diesem Angebot absichtlich genau in diese Kerbe.

Die Spieler von WoW sprechen sich ansonsten auch schon seit Monaten gegen die Möglichkeit von Händlerdevisen für Echtgeld aus. Die für den Shop verwendeten Art-Assets wurden nämlich schon vor einiger Zeit von Data Minern entdeckt und dieser Fund startete erst die allgemeine Kritik an dieser Idee. Mit dem Auftauchen der Währung im Shop fühlt es sich für die Community daher so an, als würden die Entwickler sie im besten Fall ignorieren oder im schlimmsten Fall absichtlich gegen sie vorgehen. Man kann mit Sicherheit verstehen, wieso sich manch ein Spieler dadurch verarscht fühlt.


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4 KOMMENTARE

  1. Dazu kommt, das anscheinend die Blizzard Mitarbeiter noch nie auf einem Prom oder ähnlichem waren, dass „Corsage“ trägt man links nicht rechts.

  2. Sorry, BS, aber ganz grosser, man kann mounts, pets und Transmog schon lange im Shop kaufen. Im Handelsposten gibt es nichts anderes. Und die Sache rotieren da auch durch, und man kann sich was „Freezen“ wenn man ewtas unbeding will und nicht genug Devisen hat.
    Leute die sich darueber aufregen spielen momentan kein WOW.

    • 200 ist um das System kleinzureden und einzuführen. Gib dem noch ein Quartal und dann ist es Standard und nach oben offen.

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