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In der vergangenen Woche fand in dem Van Gogh Museum in Amsterdam ein spezielles Event statt, welches in Zusammenarbeit mit der Pokemon Company auf die Beine gestellt wurde. Um den 30. Geburtstag des Museums zu feiern, können Besucher dort aktuell eine Reihe von Fanartikeln zu Pokemon erwerben, die optisch alle auf den Werken von Van Gogh basieren. Zusätzlich dazu gibt es eine spezielle Pikachu Promo Karte für das TCG bei dem Kauf eines Artikels.

Auch wenn die gesamte Aktion sehr cool erscheint, so wurde der Start des Verkaufs aber bedauerlicherweise komplett durch gierige Scalper ruiniert. Diese Menschen tauchten direkt beim Verkaufsstart in Massen im Museum auf, um die Fanartikel und die seltenen Karten für den Wiederverkauf auf Ebay zu ergattern. Die Karte liegt je nach Region mittlerweile irgendwo zwischen $85 und $400 und die anderen Artikel werden ebenfalls extrem überteuert verkauft.

„This makes me so sad and is why we can’t have nice things. I saw so many wanting to go over in the first few days just to get any card and merch to resell. This is not an acceptable practice. If you do that, shame on you.“ (via)

Mehrere von Besuchern aufgenommene Videos zeigen, wie unverschämt diese Scalper vorgegangen sind und wie sie teilweise anderen Menschen die Produkte aus den Händen reißen. Das Ganze wirkt einfach nur wie ein Haufen unzivilisierter Tiere, der die eigenen Wünsche über das Wohl von allen anderen stellt. Viele normale Gäste zeigten sich erschrocken darüber, dass ein eigentlich für Kunstliebhaber und vor allem KINDER ausgelegtes Event auf diese Weise ruiniert werden kann.

Auch wenn mittlerweile alle Produkte verkauft wurden, so möchte das Museum noch bis zum 07. Januar immer mal wieder neue Produkte nachreichen und Kunden können die Produkte auch noch über die Internetseiten des Museums oder des Pokemon Centers erwerben. Zusätzlich dazu wurde ein Limit von 1 Artikel pro Käufe eingeführt. Laut dem Museum ist so eine Grenze wohl dringend notwendig, um die Geldgier der Leute zu reduzieren.


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3 KOMMENTARE

  1. Finde immernoch wild, dass sowas überhaupt rechtlich erlaubt ist.
    Die definition von wirtschaften besagt doch den unbegrenzten Bedarf mit begrenzten Gütern bestmöglich zu decken. Aber diese Individuen machen nichts, als ein Produkt zu verknappen und dann das selbe Produkt teuer anzubieten. Dabei erfüllen sie keinen Nutzen für die gemeinschaft, so wie normales wirtschaften es sollte. Sie bedienen sich nur parasitär am Kapitalismus.
    Wäre es nicht möglich die Dinger online zu kaufen, und sie bieten als Leistung an mir die Karten zuzusenden, wäre dafür ja eine Gebühr verständlich. Aber ein online verfügbares Gut so zu verknappen ist doch einfach nur unethisch…
    Fand ich schon bei den NFL Tickets in Deutschland schlimm…

  2. Traurig genug, dass sowas Retail überhaupt funktioniert…man könnte ja erwartet, dass da ein Sicherheitsdienst solchen Leuten freundlich die Tür zeigt

    • Dass es überhaupt einen Sicherheitsdienst braucht…
      Etwas Anstand und weniger Gier wären ausreichend. Erinnert an die Toilettenpapierknappheit.

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