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In dieser Woche machte Ubisoft wieder einmal durch eine leicht problematische Aussage auf sich Aufmerksam. Laut einem leitenden Mitarbeiter müssen sich Spieler nämlich langsam daran gewöhnen, dass sie ihre Spiele nicht selbst besitzen dürfen und solche Medien sich nur noch über Abo-Dienste „mieten lassen“. Aufgrund dieser kontroversen Aussage starteten in den letzten Tagen natürlich viele Diskussionen rund um dieses Thema. Eine der interessanteren Meinungen stammt von Swen Vincke von Larian Studios.

Vincke betonte in einem Tweet, dass er absolut gegen die von Ubisoft getroffenen Aussagen steht. Er versteht zwar die Vorteile für kleinere Studios, aber er möchte das bisherige System rund um das Kaufen von Spielen trotzdem beibehalten und fördern. Er sieht viel Wert in dieser Vorgehensweise, weil dadurch mehr Vielfalt und Kreativität gefördert werden. Wenn Spiele nur über Abo-Angebote angeboten werden, dann sinkt automatisch die Qualität des Contents. Schließlich würde sich jeder Entwickler dann darauf konzentrieren, nur Dinge zu erschaffen, die sich gut über so einen Dienst vermarkten lassen.

Dem Chef von Larain Studios zufolge ist seine Einstellung der Grund dafür, warum man die von dem Studio entwickelten Spiele auch niemals in einem Abo-Dienst antreffen wird. Daher dürfte das extrem beliebte Baldur’s Gate 3 auch in der Zukunft niemals über den Game Pass von Microsoft oder PS Plus verfügbar sein. Das Ganze ist zwar ärgerlich für manche Fans, aber die Firma hat gute Gründe für diese Einstellung.

Wer seine Spiele über Abo-Dienste anbietet, der wird nämlich nicht von den Fans bezahlt, sondern er erhält sein Geld von den Publishern. Larian Studios hat sich in der Vergangenheit aber hauptsächlich über Spieleverkäufe, Spendensammlungen auf Kickstarter oder auch private Darlehen von Banken finanziert. Aufgrund dieser Vorgehensweise war das Studio zwar immer auf den Erfolg seiner Spiele angewiesen und es gab nie eine Sicherheit, aber als Ausgleich dafür blieb man auch immer unabhängig. Mit Blick auf diese Vergangenheit ist es verständlich, warum Larian kein Interesse an Abo-Diensten von Publishern hat.


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