Eine amerikanische Kirche verloste zwei Sturmgewehre

Gemeindemitglieder der Oasis Church of All Nations hatten laut einem Bericht der „Washington Post“ (Sonntag Ortszeit) Zehn-Dollar-Lose vor einem Supermarkt der Kleinstadt Oxford verkauft. Die Hauptgewinne: zwei halbautomatische AR-15-Sturmgewehre. Das AR-15 zählt in den Vereinigten Staaten zu den populärsten Gewehren. Allerdings erlangte es immer wieder traurige Berühmtheit, weil Amokläufer die Waffe bei Massakern einsetzten. Auch der Todesschütze von Las Vegas, Stephen Paddock, hatte mehrere solcher Gewehre in seinem Arsenal.

Eine Kirche, die kurz nach einem so tragischen Ereignis zwei Sturmgewehre über eine Verlosung an zufällige Bürger verteilt, erscheint mir persönlich selbst für die USA ein wenig zu weit zu gehen. Selbst ohne den kurz zuvor in Las Vegas stattgefundenen Amoklauf finde ich Sturmgewehre als Hauptpreise für ein von einer Kirche organisiertes Event sowohl äußerst geschmacklos als auch gefährlich. Schließlich stand die gesamte Verlosung dem ursprünglichen Bericht zufolge allen Besuchern offen, was selbstverständlich auch Kinder und Personen von eher fragwürdiger Gesinnung beinhaltete.

Ich glaube, dass ich nie verstehen werden, wie man mit Schusswaffen so unverantwortlich umgehen kann.

Quelle: faz.net

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