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Die italienische Porno-Legende Rocco Siffredi setzt sich für die Einführung von Sexualkunde als Pflichtfach in den Schulen des Landes ein. “Pornografie sollte Unterhaltung bieten, für viele junge Menschen ist sie aber mangels Alternativen zum Lernmittel geworden”, kritisierte der 51-jährige Darsteller und Regisseur von Pornofilmen in einer Internetpetition an Bildungsministerin Stefania Giannini.

Bei uns in Niedersachsen wird Sexualkunde bereits in der Grundschule unterrichtet. Ich persönlich bin mir da oft nicht sicher, ob das nicht vielleicht doch zu früh ist. Wenn man sich allerdings die deutsche Medienlandschaft so ansieht, und was über das Fernsehen und Internet vermittelt wird, kann es wohl gar nicht früh genug sein. Ich bin jedenfalls froh, dass ich das Fach nicht unterrichten muss. Ich war mal in den Grundschule bei einer Kollegin dabei, die Sexualkunde unterrichtet hat – was die SchülerInnen da so alles fragen. “Lass das ma’ lieber die Mutti machen”…

Wie seht Ihr die Sache?

Quelle: Focus.de

Danke an Potti für den Link!

14 KOMMENTARE

  1. Beneiden tue ich die Lehrer nicht um den Job, aber wenn ich mir die Anzahl an viel zu frühen Schwangerschaften, oder Erkrankungen an bestimmten Geschlechtskrankheiten unter Teenagern ankucke die oft auf mangelhaftes Wissen und schlichtweg Ignoranz zurückzuführen sind halte ich das schon für ne gute Idee.

    Man muss jetzt nicht den kompletten Regenbogen durchleuchten, und jede noch so abstruse Genderidiolgie/Theorie ans Licht ziehen, egal was die Flitzpiepen bei den Grünen denken, aber mehr Aufklärung was AIDS etc. angeht und Übertragung davon sowie Verhütung sollte definitiv so früh wie es moralisch vertretbar ist angesprochen werden.

    Was auch nen Thema sein sollte ist der dunklere Aspekt der mit Sexualität einhergeht, grade was das kriminelle Element angeht. Das muss nicht unbedingt alles von der Schule übernommen werden, aber die Jugendlichen in Watte zu packen, oder das von den falschen Leuten lernen zu lassen, tut keinem nen Gefallen auf lange sicht. Das selbe gilt für Drogen, grade weil die Hand in Hand damit gehen.

  2. Hätte ich Kinder im entsprechenden Alter, hätte ich sie wohl gezwungenermaßen auf eine Privatschule schicken müssen. Grund ist dieser Schwachsinn von grün-rotem Lehrplan hierzulande, der eben das vorsieht, was hier beschrieben wird und noch viel mehr.

    Grundlage ist die Genderideologie. Kurz gesagt ist das eine Pseudowissenschaft mit etwa so viel Substanz wie der Glaube an das fliegende Spaghettimonster, deren Grundannahme davon ausgeht, dass unser Geschlecht biologisch nicht festgelegt wäre.

    Speziell die Grünen arbeiten daran, diesen Blödsinn möglichst früh in kindliche Gehirne zu implantieren, vermutlich um gefestigte sexuelle Identitäten und damit mittelbar später die Familien zu verhindern. Das wiederum hat seinen wesentlichen Ausgangspunkt in der Pervertierung bzw. Überzeichnung der Homosexuellengleichstellung.

    Anders gesagt: Wo wir uns wohl alle einig sind, dass Homosexualität keinesfalls zu Diskriminierung führen darf, was ja politisch längst erreicht ist, will die Genderideologie jegliche sexuelle Minderheit zum Regelfall und im Endeffekt die “normale” Heterosexualität zu etwas verschwindend unbedeutenden erklären.

    (Ich muss leider etwas weiter ausholen, da man ansonsten Hintergründe und Auswirkungen kaum nachvollziehen kann.)

    Jedenfalls sehen die hiesigen Lehrpläne – für Grundschüler – u. a. vor, mit Vibratoren, Plastikvaginas und ähnlichem zu spielen, im Spiel ein Bordell zu betreiben und ähnlichen Unfug. Wohlgemerkt: Wir reden von Grundschülern, die – präpubertär – noch gar keine natürliche Geschlechtlichkeit entwickeln konnten. Aber genau das ist das Ziel: Sie sollen sie auch nicht entwickeln, weil sie sich im Zweifel als heterosexuell entpuppen würden. Und das ist für diese Genderideologen so ziemlich das schlimmste, was es geben kann.

    Fragt mich nicht, wie sich das hat überhaupt nennenswert durchsetzen können. Aber wir sollten geschlossen gegen die Frühsexualisierung der Kinder eintreten.

    Es hat einen guten Grund dafür, dass strafrechtlich Sex mit Kindern (also unter 14) ein absolutes Tabu ist. Und wenn man auch über ein, zwei Jahre hin oder her durchaus diskutieren kann, so begreife ich nicht, weshalb ein(e) Sieben- oder Achtjährige(r) jedes Detail vom Analf… bis Oralf… kennen soll. Wem soll das nützen? Den Kindern in diesem Alter jedenfalls nicht.

    • Blödsinn. In BaWü wo Grün-Rot regiert wird der Regierung genau de Mist vorgeworfen, den du da nachgeplapperst und wenn man sich dann den Lehrplan anschaut, dann entspricht er genau der WHO vorgabe.

      • Ich muss dir insoweit Recht geben, als dass ich mir mangels schulpflichtigen Kindern nicht sicher bin, ob der grün-rote Genderlehrplan schon gilt oder noch in Planung ist. Sicher weiß ich aber, dass es im vergangegen Jahr in Stuttgart des öfteren Demos gegen den Lehrplan bzw. die Genderideologie gegeben hat.

        Da wurde dann natürlich allenfalls in der Form “böse rechtsradikale Demo” drüber berichtet.

        Ich bitte auch, nicht falsch verstanden zu werden: Wenn wir über Sexualkunde in der Form “so funktionierts biologisch” und “Verhütung rocks” reden würden, hätte ich kein Problem damit, auch wenn ich die Grundschule – einfach aus biologischen Gründen – für zu früh halte.

        • Exakt das soll aber im Lehrplan stehen – mit dem Zusatz, dass Bücher nicht mehr mit “NUR MANN UND FRAU PLUS KINDER WEISS CHRISTENTUM” steht, sondern auch andere Ethnien, Geschlechtskombinationen und Religionen eingestreut werden, damit die Kinder lernen: ah, es kann auch anders sein.

          Um mehr geht’s nicht. Wo dieser Wahnwitz her kommt, die Kids würden in Bordellen Spielen gehen… das ist einfach nur paranoid.

          • Paranoia meets stille post meets besorgte Bürger, anders ist dieses hartnäckige Gerücht wohl nicht zu erklären.
            Hierzu folgendes:
            Es ist quatsch wenn jemand davon spricht Grundschulkinder würden im Spiel Bordelle betreiben oder was man in dem zusammenhang auch gerne liest: SM Sexpraktiken und andere Fetische erklärt bekommen. Das ist schlichtweg falsch, es war nie so geplant und ist auch nie passiert.
            Zweitens, als jemand der während des Studiums – genauer gesagt zuletzt vor 3 Jahren – an einer Grundschule aushilfstechnisch gearbeitet hat folgendes: Die Annahme jedes Grundschulkind wäre in einer kleinen Blase spielt nur mit Barbie, Lego und Holzeisenbahnen und nimmt nichts von seiner Außenwelt wahr ist Quatsch. Wir leben ineiner sehr sexualisierten Welt, ob das gut oder schlecht ist lasse ich an dieser Stelle dahingestellt, aber es ist die Gesellschaft in der wir Leben die sich so etabliert hat. Ich spreche hierbei nicht von Pornographie, aber Sex sells als verkaufsargument begegnet einem jederzeit und es ist naiv hier davon auszugehen dass die Kinder dies nicht wahrnehmen. Unabhängig davon gibt es immer Kinder die schon das eine oder andere aufgeschnappt haben und ihr “Wissen” freimütig teilen. 8 Jährige die zu einander sagen “Blas mir doch einen”, ich habs erlebt. Das Kinder dann während des Unterrichts auch fragen stellen, die sie ihre Eltern nicht fragen MÖCHTEN, ist an dieser Stelle nur natürlich (welche Eltern fördern nicht die Neugier ihres Kindes wo es nur geht). Diese Fragen sollten dann auch in gewisser Form beantwortet werden – schließlich sollte kein Grundschulkind im Internet nach Begriffn suchen müssen die auf einschlägige Seiten verweisen.
            Drittens: Das einzige Thema der Genderwissenschaften – die ich im übrigen ebenfalls für aufgebauschten Quatsch halte, deren Bedeutung aber von besorgten Bürgern (ist das eigentlich mittlerweile das Äquivalent zu deren “Gutmenschen”?) massiv überbewertet wird- welches Inhalt im Lehrplan findet und meines Erachtens auch finden sollte, ist dass es eben nicht nur die klassische Mann-Frau-Verheiratet 2 Kinder Familie gibt, sondern auch gleichgeschlechtliche und/oder andersgestaltete Liebe – UND DASS ES OKAY IST WENN MAN SICH SO FÜHLT. Mehr nicht. Daraus wird dann seitens der besorgten Bürger gerne gemacht, dass die heterosexuelle, klassische Familie von den “linksgrünversifften Genderideologen” ja ausgelöscht werden soll, schlimmer noch, dass man so das deutsche Volk wie sie sich das eben vorstellen (Hustblondblauäugigzähwielederhartwiekruppstahlhust)von der Welt tilgen will. Und an dieser Stelle werfen ein paar ganz besonders überzeugte Individuen dann gerne noch mit Worten wie BRD GmbH, Bilderberger Konferenz, Illuminaten/Zionisten und anderem Quatsch um sich – wie man allerdings an dieser Stelle spätestens nicht selbst merkt ‘okay mit was für Leuten bin ich hier eigentlich einer Meinung?’ verschließt sich meinem geistigen Fassungsvermögen

          • Wenn es nur um Verhütung und Biologie (und “Moslems, Hindus und FSM-Anhänger f…en genauso) ginge, wozu bräuchte es dann ein separates Unterrichtsfach? Vielleicht bin ich out of date, aber darunter verstehe ich, dass das Fach im Stundenplan für ein gesamtes Schuljahr zwei Wochenstunden oder so einnimmt.

            Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber um zu lernen, wie ein Kondom funktioniert, habe ich keine +/- 80 Stunden gebraucht!

            Und damit ist auch noch nicht die Frage beantwortet, weshalb Kinder unter 10 Jahren wissen müssen, WIE es zwei Männer oder zwei Frauen (oder größere Gruppen) mit einander treiben.

          • @Tris: http://www.kultusportal-bw.de/site/pbs-bw/get/documents/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/kultusportal-bw/Bildungsplanreform/Arbeitspapier_Leitprinzipien.pdf

            http://www.tagesspiegel.de/politik/sexuelle-vielfalt-im-unterricht-wieso-ist-der-lehrplan-so-umstritten/9326766.html

            Wir scheinen uns ja einig zu sein, dass Gender Mainstreaming ein pseudowissenschaftlicher Quatsch ist. Ich erlaube mir aber durchaus eine gewisse Paranoia, wenn ich sehe, dass inzwischen über 200 Lehrstühle für diesen Quatsch existieren, dass Berlin ein extra Toilettenhäuschen für weder-Mann-noch-Frau aufmacht, dass politisch und rechtlich überall von “Gleichstellung” die Rede ist, was über die “Gleichberechtigung” des Grundgesetzes weit hinausgeht, dass (z.B. in Wien) anstelle von Ampelmännchen gleichgeschlechtliche Ampelpaare montiert werden uvm.

            In diesem Genderquatsch kommt eine Vielzahl von Interessen zusammen, von Radikalfeministinnen über die LSBTTI-Vertreter bis hin zu Soziologen, die gerne in die staatliche Rente ab 25 wollen, sprich: die o. g. Lehrstühle belegen. Umgerührt wird da eine hochgefährliche Mischung draus, die den ursprünglichen (guten) Gedanken der Gleichberechtigung völlig pervertiert und ein paar Randphänomenen im Promillebereich eine total überzogene Aufmerksamkeit zukommen lässt.

        • eher dumme Demo als rechtradikal. Schlie0lich ist nicht jeder Dumme rechtradikal.
          Schau dir die Richtlinie der WHO (die sich mit dem Lehrplan deckt) an und dann zeig mir die Stelle wo ich diese Genderideologie befindet. Die bloße Erwähnung, dass es Homosexualität gibt kann es ja nicht sein, oder? Denn das ist eine biologische Tatsache (nicht nur beim Menschen), die man im Zusammenhang mit Sexualkunde erwähnen sollte.

  3. Finds in der Grunschule okay.
    Pornos als “Negativbeispiel” zeigen geht aber zu weit, so wie manche Lehrer das schonmal gemacht haben.
    Finde auch ok wenn Jungs und Mädels die intimeren Sachen die geschlechtsspezifisches sind getrennt gelehrt bekommen, sonßt kann das peinlich sein.
    Wobei… vor der Pubertät wohl noch nicht – da schämen sie sich weniger und machen sich auch weniger darüber lustig (“Haha Penis!”).
    Wäre vielleicht ideal.

  4. Hatte es in der Grundschule als Thema in Bio, ob man dafür wirklich ein eigenes Fach brauch würde ich mal bezweifeln.
    Das es in den Schulen aber angesprochen wird es gut viele Eltern schämen sich einfach zu sehr über das Thema und sprechen mit Ihren Kindern so gut wie gar nicht drüber, manche sogar garnicht. Also bleibt es wohl wieder an der Schule hängen ^^.

  5. Ich war in meinem FSJ ein Jahr an einer Grundschule. Ich weiß wie du dich fühlst…hatte selbst schon das Vergnügen das bei meiner Kollegin mitzumachen, die grade praktischer Weise schwanger war. Ich sags mal so, wenn die Kinder nach Sexualstellungen fragen,dann frag ich mich was die Kinder alles schon so im Internet finden.
    Heikles Thema also definitv, aber schwer zu sagen wann es der richtige Zeitpunkt ist, da es vorallem in der Grundschule noch sehr schwer ist einzuschätzen wie reif die Kinder sind und ob es Sinn macht diesen das Thema näher zuerläutern. Es gibt dann Kinder, die oben erwähnte sexuelle Fragen haben und auf dem Pausenhof auch drüber sprechen, dass x mit y Sex hatte (was btw. totaler Blödsinn ist, aber so bekommen sie halt Aufmerksamkeit) und andere, die denken, dass der Storch sie gebracht hat.

    Ich halte wahrscheinlich es am sinnvollsten, damit in der weiterführenden Schule anzufangen, da zumindest eine kleine Aufteilung stattgefunden hat, wie erfolgreich und sinnvoll diese war sei mal dahin gestellt.

  6. Zu früh? Nein, keinesfalls! Meine 2. Klässler haben – auch ohne sexualkunde, die wird erst in der vierten Unterrichtet – oft kein anderes Thema als Sex und Beziehungen. Da kriegst du dann auch ganz klar erklärt das man Sex zum Spaß und zum Kinder machen haben kann und das man (als 2. Klässler) ja wohl auch Sex zum Spaß haben kann.

    Selbst wenn es bei diesen Kids noch nicht zum Sex kommt – wir haben schon einige sehr “hart rummachende” Pärchen, so ist es wichtig, dass sie aufgeklärt sind.

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