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Die Ablehnung zieht sich durch alle Parteien: 74 Prozent der Deutschen wollen Schulz nicht auf einem Ministerposten sehen. Auch bei den SPD-Wählern hat er kaum noch Rückhalt. 59 Prozent würden ihm kein Mandat geben.

Was ist eigentlich mit Martin Schulz passiert? Schon krass, wie beliebt der Mann bei seinem Antritt war und wie sehr diese Beliebtheit durch die Niederlage bei der Bundestagswahl und das Koalitions-Hickhack gelitten hat. Wenn ich ehrlich bin, finde ich Nahles jetzt auch nicht viel prickelnder. Es würde mich nicht wundern, wenn der neue „Popstar“ der SPD Juso-Chef Kevin Kühnert bald eine tragende Rolle in der Parte übernehmen würde. Das könnte man auch prima als „große Erneuerung“ und Verjüngung der Partei verkaufen…

Quelle: Welt.de

13 KOMMENTARE

  1. Habe mir die Debatte auf Phönix nach den Sondierungsgesprächen angeschaut. Kevin Kühnert würde ich wirklich nicht als gelungene Alternative sehen. Allein seine Rede war dermaßen uninspirierend und schwach, dass selbst die Frau Nahles ihn mit Leichtigkeit toppen konnte. (Wobei die Frau wirklich unsympathisch ist. Wo ich dir grundsätzliche Recht geben würde, dass man die „Jungen“ für einen Wechsel ran lassen sollte.

    Aber selbst da, kann ich aus Erfahrung bei den JUSOS (jeder war mal Blauäugig) sagen, wird sich nicht viel ändern. Außer Genderpolitik, Gleichberechtigung von Frauen und Umgang mit Flüchtlingen haben die kaum Themen mit denen Sie punkten könnten. Wird nicht viel bei rumkommen.

    Es ist nun mal so, dass die Linke sich mit Themen beschäftigt die für den Mittelstand irrelevant ist. Und genau diese Mittelschicht ist bei jeder Wahl nur am taktieren wen sie wählen kann, der dann nicht wieder hintenrum eine Verteuerung mit sich bringt.

    Schade wie eine ganze Generation an Sozialdemokraten versagt hat und nur noch Berufspolitiker ohne großen Willen zum Wandel hervorgebracht hat.

  2. Schulz zieht mittlerweile keine Sau mehr an. Ich frage mich warum du Kevin kühnert hier in Klammern packsf, wenn du davon sprichst, dass er eine tragende Rolle in der SPD übernehmen könnte. Gerade solche Leute wie ihn braucht die SPD gerade. Eine Linke Erneuerung mit Machtperspektive abseits der großen Koalition. In der Geschichte der jungen Bundesrepublik wurden oft gute Spitzenpolitiker von der SPD aus dem Juso-Verband rekrutiert. Kühnert steht für echte Erneuernung. Für einen neuen sozialen Weg, den die SPD dringend braucht. Solange so einer nicht das Ruder übernimmt wird die SPD in der Wählergunst nicht mehr steigen.

    • Was ist denn das fuer einer? Ich jedenfalls kann Kevin nicht so recht einordnen. Ausser das er einen saubloeden Unterschichten-Vornamen abbekommen hat und auch noch aus Berlin kommt (was mich jetzt nicht total ueberschwaenglich positiv bei einem Typen Baujahr 1989 macht) weiss ich so gut wie nix vom tollen Juso-Bundeschef. Laut Wikipedia war er ab 2015 stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender und für die Themen Steuerpolitik, Rentenpolitik, Strukturpolitik, Rechtsextremismus und Migrationspolitik sowie für die Social-Media-Arbeit zuständig. Ich wage zu behaupten das man schon mit einem dieser Themenkomplexe gut zu tun haette um von 2015 bis heute eine echte Expertise zu erarbeiten. Seine bisher medial beachtetsten Einfaelle waren #NoGroKo und die Einladung an alle fuer 10 Euro SPD Mitglied zu werden, um auf dem kommenden Parteitag gegen den Koalitionsvertrag stimmen zu koennen. Momentan sehr sehr fragliche Leistungen.

  3. Das Problem ist einfach, dass die SPD im Prinzip die gesamte Parteispitze austauschen müsste, wenn man ihr so etwas wie eine „Erneuerung“ ernsthaft abgekaufen wollen würde.

    Solange man aber genau mit den Pappnasen, die den Absturz der Partei selbst durch ihr Handeln (oder Nicht-Handeln) zu verantworten, weiterhin an der Spitze antritt ist kaum verwunderlich, dass der Wähler das abstraft. Und Schulz hat sich durch seine jüngsten Aktionen eifnach derart lächerlich gemacht, dass er sich von der Glaubwürdigkeit her bestens in genau jene Gruppe einreihen kann.

  4. Schultz sagte nach der Wahl das SPD in die Opposition geht!!! die SPD steht nicht für eine neue GroKo zu Verfügung!!!
    Schultz hat kein Rückhalt mehr weil er nicht zu seinem Wort steht !!!

    der Spruch : wer hat uns verraten Sozialdemokraten. trifft es dieses mal voll auf den Kopf !
    die SPD Wähler fühlen sich zu recht verarscht.

    Merkel macht es geschickt, die spuckt keine großen töne und sitzt negative Kritik einfach aus.

    hätte die SPD das gemacht was die gesagt haben nach der Wahl ! würden die besser da stehen mit Neueinwahlen. Grüne und FDP haben sich nicht über den tisch ziehen lassen wie die SPD.

    • Naja Merkel hat vor der letzten Wahl gesagt mit ihr würde es keine PKW Maut geben, die Mütterrente hat sie auch abgelehnt – gekommen ist beides auf drängen der CSU trotzdem.

      • Weil die CDU auch schlichtweg keine eigenen Positionen mehr hat. Als über die GroKo diskutiert wurde, haben CSU und SPD sich gegenseitig alles mögliche an den Kopf geworfen, was geht, nicht geht und totaler Unsinn ist. Egal wie man nun zu den einzelnen Positionen steht, dass waren wenigstens irgendwelche konkreten Vorschläge. Von der CDU kam bestenfalls sowas wie „uff, joa, öhm…mhm, also das mit innerer Sicherheit und so, das hat uns in NRW die Wahl gewonnen, das nehmen wir! Und sonst, öhhhhhhhhh, Digitabums! Das hier mit den Computern und so! Jaa….und Europa finden wir auch knorke, das wollen wir auch!“
        Wahrscheinlich kriegt die CSU deswegen soviel Schwachsinn durch, denn wenn die auch nix mehr aufs Papier kriegt, bleibt der Unionszettel komplett leer.

  5. Ich finde es halt einfach super traurig, erst groß versprechen und dabei war die Hoffnung ja nicht so unrealistisch. Der Typ hat ja Erfahrungen ohne ende und was macht der larry, kriecht der Merkel unterm Rock.

    Aber anders rum finde ich die deutschen und die Medien fast schlimmer. Wie groß war der Aufschrei das das die SPD sich jetzt an den Tisch setzen MUSS, damit endlich ne Regierung zu Stande kommt.
    Anstatt der Typ da Eier zeigt und Nö sagt und es einfach eine Minderheitsregierung gibt, wo die Merkel mal endlich zeigen müsste, ob Sie Politik machen könnte, geht die SPD das Spiel nach Macht ein. Und Schulz ist dadurch (selbst schuld) der Leidtragende.

    Wenn ne Partei (SPD) nicht weiß was Sie will außer Macht, dann sorry, ist es einfach nur gerecht das die in 4 Jahren unter 20% sein wird. Traurig nur das die einzige Partei die AfD ist, die vom ganzen Kindergarten der aktuellen Politik profitiert, weil allein die Protestwähler(oder Rechtesuppe) sich ja jetzt schon wieder bestätigt fühlen.

  6. Im Duden könnte man bei Opportunist Martin Schulz reinschreiben. Eigene Aussagen/Versprechen immer wieder gebrochen. Der Mann wäre in anderen Ländern längst politisch am Ende.

    • Dem ersten Satz kann ich voll und ganz zustimmen. Bei dem zweiten bin ich mir da nicht so sicher…

      Gibt sicher Länder wo das der Fall wäre, aber wenn ich bedenke wie lange sich z.B. Silvio Berlusconi halten konnte oder sogar „zurück“ gekommen ist, kann man sich durchaus auch in anderen Ländern was erlauben ohne politisch am Ende zu sein.

  7. Er war ein Popstar, solange er der Gegenspieler zu Merkel war. Jetzt kommt er halt rüber wie der Typ, der seine Prinzipien bei der erstbesten Gelegenheit über Bord geworfen und ne 180°-Wende hingelegt hat. Offenbar sind Wendehälse nur in der CDU zulässig, die haben das immerhin perfektioniert.

  8. Ich finde gut, dass du dich auch mit Politik, hier in deinem Blog, beschäftigst. Besonders für junge Leute sollte man etwas Interesse an Politik wecken. Vielen Dank.
    Gerade so eine Meldung interessiert auch Junge. Schließlich müssen die ja auch irgendwann den „Laden“ hier übernehmen.

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