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Keine Glaskuppeln, sondern riesige Vasen könnten die Unterkünfte der zukünftigen Marsbewohner sein. Das schlägt jedenfalls ein Start-up aus den USA vor. Die Habitate sehen außerirdisch aus aber sollen auch perfekt an die Mars-Umgebung angepasst sein.

Ich verstehe diesen “hippen” Drang nicht, in naher Zukunft den Mars besiedeln zu wollen. Was sagte der bekannte Physiker Harald Lesch neulich so schön zu zu dem Thema:

Mir ist bewusst, dass die Ressourcen der Erde endlich sind, und wir irgendwann nach Alternativen suchen müssen, aber warum will man um jeden Preis jetzt schon damit anfangen? Und warum der Mars?

Quelle: Wired.de

16 KOMMENTARE

  1. Ich schließe mich da Hawkings Meinung an. Die einzige Chance für das Überleben des Menschen ist die Ausbreitung auf neue Planeten. Die Forschung in die Richtung geht eh viel zu langsam. Man müsse sich nur vorstellen, wie weit die Menschheit heute ohne Kriege, ohne Rückfälle in das dunkle Mittelalter wäre. Utopie, ich weiß. Dennoch sind genau solche Projekte für die Zukunft wichtig.

    • in Kriegszeiten werden in der Forschung die größten Sprünge gemacht.
      Wernher von Braun ziel war es schon mensche mit Raketen ins all zu bringen … so was finanzieren kann aber nur vom Militär für Militärische zwecke V2 war das Endprodukt im 3Reich.
      nach dem zweiten Weltkrieg hat Wernher von Braun in der USA weiter gemacht aber auch da war die treibende kraft der Kalte krieg mit der UDSSR. im Kalten Krieg haben die Russen den ersten Satellit und den ersten Menschen in die Umlaufbahn gebracht.

      SPACE-X ist das erste von Invistoren/Privater Hand finanziertes Projekt in der Raumfahrt.

      genau das selbe gilt auch für das Internet, damals nur für Militär zwecke gedacht und gemacht.

      eine Marsmission kann in absehbarer zeit nur geben wenn die Russen, NASA, ESA, Japan und China zusammen arbeiten. aber zusammen arbeiten bedeutet die neusten technologischen Errungenschaften preis geben und da spielt keiner der Großmächte mit.

  2. Ich denke viele haben das Gefühl das diese Überlegungen wieder “realistischer” werden. Musk, SpaceX und Blue Origin haben daran bestimmt keinen kleinen Anteil. Ist aber zumindest teilweise auch berechtigt. Zum ersten mal bedarf es keinen bizarr überbudgetierten Programs eines Staates um in der Raumfahrt etwas in Bewegung zu setzen.
    Der Rest ist denke ich so ein halb-nostalgischer halb romantischer “Frontier Spritit”, die Fantasie neue Welten zu erkunden und sich neuen Lebensraum zu erschließen, Grenzen zu erweitern.

    Finde ich aber ehrlich gesagt eine schöne Abwechselung zu dem andauernden Weltuntergangsperspektiven. Nicht das Umweltschutz und Klimawandel nicht wichtige Themen wären, aber das ganze sorgte für einen irgendwie pessimistischen Blick auf die Menschheit, Welt und die Zukunft insbesondere. Der Sprung zur interplanetaren Gesellschaft ist da natürlich der deutlich positivere und fortschrittsbejahendere Gedanke – auch wenn er nicht ganz vernünftig ist.

  3. Lieber jetzt, wo es noch nicht notwendig ist, als dass man dann anfängt wenn es eigentlich zu spät ist. Und der Mars ist die einzige real Möglichkeit. Alle anderen Planeten sind kaum bewohnbar. Man könnte höchstens noch bei einem der Jupitermonde vorbeischauen, aber die haben den 10-fachen Minimalabstand im Vergleich zum Mars.

  4. So abwegig ist das gar nicht.
    Dinge wie Klimawandel, und Ressourcen Knappheit machen sich heute schon bemerkbar.
    Spätestens unsere Kinder werden gezwungen sein ihr Leben massiv zu ändern um zu überleben.
    JETZT haben wir halt noch die Ressourcen das ganze möglichst angenehm und komfortabel zu gestalten, aber je länger wir damit warten desto unangenehmer wird es….
    Besonders im High end Technologie bereich haben wir den Ressourcen schon gut zu spüren bekommen und der rest wird folgen.
    Hätten wir nicht den nachteil der 700 Jahre “Dunkles Mittelalter” ( Danke Katholische Kirche) Währen wir halt schon deutlich weiter…..

  5. Steve, lieber jetzt, wo wir die Ressourcen noch erübrigen können als später wo unsere Ressourcen niedriger sind.
    Ausserdem braucht so ein Projekt doch eh Jahre wenn nicht Jahrzehnte.

    @Macehead: Die Venus hat ne Oberflächenentemperatur von mehreren Hundert Grad. Die ist noch lebensfeindlicher als der Mars.

  6. Das hat nichts mit “hip” zu tun. Die Weltraumforschung geht tatsächlich viel zu langsam voran, weshalb nun sogar Privatunternehmen zur NASA aufschließen konnten und oben mitmischen.

    Es gibt einfach so vieles, was man dort lernen und entdecken kann. Es geht dabei auch weniger um mehr Resourcen, sondern um das Voranbringen der Menschheit als ganzes.

    Was für einen niedrigen Stellenwert die (Weltraum)Forschung bei den meisten hat, ist traurig, aber auch irgendwie bezeichnend für unsere Generation.

  7. lieber zu früh als zu spät oder? und als ziel kommen wohl nur unsere beiden “nachbarn” planeten in frage, also venus oder mars.
    warum es der mars geworden ist weiß ich nicht aber ich vermute mal das er lebensfreundlicher ist?

    • Naja, vergleichen wir mal:

      Mars:
      Athmosphärendruck: 0,006 bar
      mittlere Temperatur: -55°C

      Venus:
      Athmosphärendruck: 97 bar (entspricht ca. 900m Meerestiefe auf der Erde!)
      mittlere Temperatur: 464°C
      Regen aus Schwefelsäure

      Einfach gesagt: Der Mars ist mit dem Erdmond vergleichbar, sogar etwas lebensfreundlicher, weil er gut 1/3 der irdischen Schwerkraft hat (der Mond ca. 1/6). Dort kann man Strukturen aufbauen, Habitate, die das menschliche Leben ermöglichen.

      Die Venus ist ein Höllenplanet, auf dem Blei schmilzt und es Schwefelsäure regnet. Soviele Klimaanlagen kannst du gar nicht mitnehmen, dass es dort erträglich wird!

    • Auf Venus herrschen Temperaturen von 400°C, der Mars ist dagegen mit durchschnittlich -60°C um einiges lebensfreundlicher.

    • Sagen wir es mal so.. auf der Venus ist es so heiß, dass Blei ohne weiteres zutun schmelzen würde.
      Um es in Zahlen auszudrücken, auf der Venus herrschen Temperaturen von 400° bei Nacht, und 500° am Tag.
      Leben, zumindest so wie wir es kennen, ist damit nicht einmal für eine Sekunde möglich.

  8. Jetzt schon? Wir sind 1969 mit der Saturn V auf dem Mond gelandet und bis heute ist die Saturn V die größte Rakete die je gebaut worden ist. Wir hätten schon viel weiter sein können, hätte Nixon Wernher von Braun’s Marsprojekt unterstützt und nicht das unnütze Spaceshuttle. Und die Generation die damals die Mondlandung als Kind verfolgt hat sitzt jetzt in führenden Positionen und hat den Drang da mal etwas Bewegung reinzubringen. Zurecht, wie ich finde.

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