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Viele Eltern müssen neben ihrem Job gerade auch noch Lehrer ihrer Kinder sein. Ein Spagat, der nicht gelingen kann. Wo sind die Alternativen der Schulen? Warum hinkt Deutschland beim Thema digitales Lernen so hinterher? Der Podcast sucht im Gespräch mit der Expertin Ines Bieler vom Zentrum für Lehrerbildung der Universität Halle nach Antworten. Bieler arbeitet an der Initiative „Lehramt@digital“ und war lange selbst als Lehrerin tätig. (Via)

Ist ganz interessant. Geht aber eher von dem Schlag Lehrer aus, der in der Corona-Zeit seinen Arsch nicht hoch bekommt und den Schülern maximal irgendwelche Hausaufgaben und Arbeitsaufträge zukommen lässt. Wie Ihr wisst, ist das bei mir und vielen Kollegen da draußen anders. Vielleicht würde sich hier was ändern, wenn uns die Bundesregierung bzw. die Länder in Sachen „digitales Lernen“ nicht so allein lassen würden. Ich finde es nach wie vor schade, dass hier im Grunde (mal wieder) nichts getan wird und statt dessen krampfhaft versucht wird, irgendwie die Schulen wieder zu öffnen…

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11 KOMMENTARE

  1. Ich habe neulich einen interessanten Vlog mehrere Spiele Entwickler gesehen „DevPlay“. Dort haben sie erzählt das selbst Ihre Kinder keinen PC besitzen, sich dafür auch nicht interessieren und alles über Ihr Smartphone handhaben und evtl. noch eine Konsole besitzen. Dadurch sind die Kinder/Jugendliche die nur Smarpthones nutzen, einfach völlig überfordert, simpelste Programme am PC zu installieren und einzurichten, auch mal eine interessante Perspektive.

  2. Das ganze ist eine Katastrophe!

    Das einzige, was viele Elten bekommen und ich habe mich inzwischen mit einigen anderen unterhalten sind Arbeitsaufträge. Wenn man Glück hat noch ein paar Musterlösungen. Die Aufgaben für die Woche werden oft Sonntag Abend erst auf eine Plattform hochgeladen und die ist dann Montag morgens total überlastet. Das heiß Sonntag Abend, Aufgaben herunterladen, ausdrucken und sich einen Überblick verschaffen. Dabei machen manche Lehrer nicht mal eine Aufteilung auf Wochentage, das dürfen die Eltern dann machen. Wir reden hier von der 6. Klasse, manche Kinder bekommen das da vielleicht schon hin, meine halt nicht.

    Die Plattform wird bei uns vom Land(!) bereit gestellt, ich weiß nicht was da an Geldern geflossen ist aber es wird nicht wenig gewesen sein. Das das ganze dem Zugriff Montags morgens nicht stand hält habe ich ja schon geschrieben, außerdem ist die Bedienung unübersichtlich. Auch die Lehrer scheinen nicht wirklich zu wissen wie man das bedient. Vermutlich hat ihnen das auch keiner erklärt.

    Bisher gab es auch nur Aufgaben für die Hauptfächer, also Deutsch, Mathe und Englisch.

    Das ganze geht nun schon 5 Wochen so. Ich frage mich wie die Kinder den verpassten Stoff wieder aufholen sollen und es ist ja auch fraglich wie es bis und vielleicht auch nach den Sommerferien weiter geht.

    Als Fazit wird hier, meiner Meinung nach die Lehre auf die Eltern abgewälzt, die das neben der Arbeit mal mit machen sollen. Ich sehe, dass es Ausnahmen gibt die sich viel Mühe geben, aber bei vielen ist das wohl so ähnlich wie bei mir und das macht mich ein Stück weit wütend.

    • Kein Kind wird einen Bildungsschaden erleiden, wenn 2-3 Monate Stoff „verloren“ gehen bei einer Lernbiografie von zum Teil mehr als 10 Jahren. Kannst mir glauben.

      Die Lernpläne sind zum Teil auch viel zu voll mit Unsinn. Meine Schüler bekommen das selbe. Jedoch ist es verboten neue Themen erarbeiten zu lassen. Eine differenzierte Wiederholung und Festigung bzw. Differenzierung mit herausfordernden Aufgaben für leistungsstarke Schüler kann man durch aus als sinnvoll betrachten. Bei mir gibt es nur Material was wir schon behandelt haben. Somit begrenzt sich die Hilfe der Eltern auf ein Minimum. Außerdem gibt es Aufgaben und Dinge (Lesetagebücher etc.) für die man in der Schule gar keine Zeit mehr hat, die aber für jedes Kind machbar sein sollten und einen Lerneffekt fürs Leben haben.

      Manchmal muss man die Kirche einfach im Dorf lassen. Kein Kind wird durch die Zeit dümmer. Deutsch und Mathe sind nunmal die Kernfächer, daher ist das komplett nachvollziehbar.Kacke ist das nur für 1. Klässler. Aber auch in der 6. Klasse kann man anfangen sein Kind dahin zu führen eigenverantwortlich zu lernen. Lieder ist das verloren gegangen, da mittlerweile viele Kind bis Abends im Hort sind.

  3. Digitalisierung in Schulen… wirklich eine Katastrophe.
    Mein Sohn geht in die 1. Klasse und erhält Woche für Woche nur einen Arbeitsplan.
    Ab und zu gibt es kurze Videos der Lehrerinnen wo Inhalte nochmal erläutert werden. Aber zu Gesicht bekommt er sie auch darüber nicht. Das könnte auch irgendjemand sein.

    Gab jetzt zusätzlich für Deutsch und Englisch Lern-CD’s für die Kinder.
    Was besitze ich nicht? Einen CD-Player. Haben wir nochmal geschaut ob der Inhalt Online irgendwo erhältlich ist – leider nicht.
    Wir haben uns Abhilfe geschafft, indem ein anderes Elternpaar die CD-Inhalte via Cloud geteilt hat. Nun konnten wir es über die Tonie-Box bereitstellen.

    Mal ganz von den ganzen Kindern abgesehen, die vielleicht nicht mal Deutsch zu Hause sprechen.
    Das wird sicher ein toller Spaß für die Lehrer, wenn die Kinder wieder zurück zur Schule kommen.

    • Unabhängig der fehlenden Digitalisierung. Selbst ich als GS Lehrer Zweifel stark, dass digitaler Unterricht in der ersten Klasse stattfinden kann. Kinder die nicht lesen und schreiben können sind zu Hause nicht anders beschulbar als über den Weg mit einem Arbeitsplan um motorisch zu arbeiten. Alles über Klasse 1 hinaus wäre denkbar. Aber Klasse 1 ist eine absolute Ausnahme.

      Hab auch das Gefühl, dass Eltern da zu viel erwarten (meine nicht dich!).

  4. „Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken“
    Das ist nun mal die folge von jahrzehntelanger Vernachlässigung der Digitalisierung, anstatt auf neue Technologien zu setzen bleibt man hierzulande der Kupferleitung treu und steckt immer mehr Geld in eine veraltete Technologie, anstatt endlich mal anzufangen das Land was die Digitale Infrastruktur betrifft zu modernisieren.

  5. Die Corona Kriese Zeigt leider deutlich wie weit Deutschland Digital zurück liegt. Leider hat die Regierung das Total versäumt. Liegt es daran, dass es fast nur alte Politiker gibt oder weil man nur auf die Auto Industrie setzt? Das deutsche Auto ist aber irgendwie auch 10 Jahre Hinterher, also irgendwas läuft hier im Land Schief. Deutschland sollte sich auf neue Technologien stürzen und zu alter Stärke zurückkehren. Dabei ist eine Überarbeitung des Schul Systems ein Wichtiger Anfang. Späterer Unterrichtsbeginn, mehr Lebenswichtige Lerninhalte, Die ersten Jahre nicht auf Leistung drängen wie In Asien, sondern mit Spaß und spiel an den Stoff kommen. Kinder sind nicht dazu geeignet von morgens bis abends volle Leistungen zu bringen, ihre Kreativität entwickelt sich am besten durch spielen. Ich bin froh dass mein Sohn erst mit 7 eingeschult wird.

  6. Das grundlegende Problem ist doch, dass viele hauptsächlich ältere aber auch manche jüngere Lehrer die digitale Lernwelt als Konkurrent sehen, statt sie als das zu begreifen, was sie ist; nämlich ein Werkzeug für sie. Damit fühlen sie sich in ihrer Stellung und ihrem Job angegriffen und versuchen alles zu blocken was damit zu tun hat. Ich bin im Maschinenbau tätig und ich sehe das gleiche mit CNC-Maschinen bei älteren Kollegen. Da werden fadenscheinige Behauptungen aufgestellt, warum das alles schlecht ist und die Entwicklung in die falsche Richtung geht, warum mit manuellen Maschinen das alles besser ginge. Dabei entstehen durch diese Modernisierungen enorme Chancen für die Leute, höher in der Entgeltgruppe eingestuft zu werden, wenn sie die Maschinen bedienen können, sie müssen weniger körperlich arbeiten und letztendlich kann wirtschaftlicher produziert werden.
    Beim digitalen Lernen sehe ich den Effekt ähnlich, es gibt viele Vorteile für beide Seiten, die aus Engstirnigkeit nicht wahrgenommen werden wollen. Man müsste sich ja sonst ins Handwerk pfuschen lassen und auf seine alten Tage noch etwas anderes machen als alte Arbeitsblätter mit einem neuen Datum zu versehen. In dieser Hinsicht wird entweder von oben der Ton vorgegeben oder es passiert gar nichts. Bei uns wird sich seit langer Zeit eben für letzteres entschieden.

  7. Schnelles zurück zum Normzustand = keiner redet mehr drüber = Geld gespart und wir bleiben Entwicklungsland. Für die 500 Mio (150€ pro Kind für Endgerät) gibt es noch nicht mal Leitlinien. Wird eher ein Impfmittel geben als das da was fließt.

    Aber passt auf, am Sonntag fließen die Milliarden beim großen Autogipfel. (Ich weiß das ist populistisch. Wir haben ja die 500Mio 🤔)

    • Es würde ja schon reichen, sich Partner ins Boot zu holen und beispielsweise mit der Telekom ein vergünstigtes Medien-Paket anzubieten: Vernünftige Internet-Geschwindigkeit, mit Router und allem drum und dran – und dann ggf. nochn Tablet im Paket oder so.

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