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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird “Spiele-Sucht” (Gaming Addiction) im nächsten Jahr offiziell als eine psychische Störung anerkennen […] Die Entscheidung die “Spiele-Sucht” in die Klassifikation der Krankheiten aufzunehmen, stößt aber auch auf Kritik, u. a. von der “American Psychological Association”, die einem Bericht zu dem Schluss kommt, dass viele Aspekte dieses Krankheitskonzepts umstritten bleiben.

“Oh Gott, oh Gott! Wir wollen die Computerspieler nicht in unserer Gesellschaft – nicht mal im Sucht-Bereich”. Die Erkenntnis, dass Computerspiele süchtig machen können, ist längst überfällig. Dass die WHO da überhaupt so lange gebraucht hat, die Sache aufzunehmen, ist eigentlich eine Farce. Aber dass das jetzt auch noch auf Widerstand trifft, ist leider mal wieder typisch für unsere in diesem Bereich konservative Gesellschaft…

Quelle: 4Players.de

Danke an Thomas für den Link!

3 KOMMENTARE

  1. Meine Idealvorstellung waere Spiele, insbesondere im Mobile bereich mit suchtfoerdernden mechaniken zu kennzeichnen, und eine Entwicklung weg davon zu starten. Aber zum Beispiel ist Tabak ohne Zusatzstoffe weiterhin ein Nischenprodukt, und das Rauchen komplett verboten wird oder ausstirbt ist nicht unwahrscheinlich.

    Bei den Computerspielen stehen wir in der Tat sehr viel naeher am Anfang und haben den grossen unterschied zu anderen Suchtstoffen, das eine positive Nutzung ohne Schaeden moeglich ist. Fuer diese Einsicht muessen wir als Gamer kaempfen in der Gesellschaft.

    Es gibt zur Zeit wieder vermehrt Videos zu WoW-Klassik und der Casualisierung (deins war Klasse Steve!).
    Ich wuerde mal darueber nachdenken wie stark der Suchtfoerdernde aspekt bei vielen Mechaniken die nach Klassik eingefuehrt worden eine Rolle gespielt hat. Bei Lootboxen ist das relativ offensichtlich, aber auch bei WoW gibt es viele Dinge wo man genau weiss das man als Spieler nur das Nutztier in der Skinner box ist. Und ich spiele es trotzdem. *blush*

    • Tabak ohne Zusatzstoffe ist ein Nischenprodukt? Gibts dazu Statistiken? Ich bin selber Raucher und in meinem Freundes- bzw. Bekanntenkreis drehen eigentlich alle selbst und zwar aus Tabak ohne Zusatzstoffe. Dazu kommen dann noch die Luckies ohne Zusätze und ähnliches, die gehen laut Aussage meines Mitbewohners der an einer Tankstelle arbeitet auch gut weg.

  2. Ich glaube eher nicht, dass es an der spielefeindlichen, konservativen Gesellschaft liegt, sondern daran, dass die Mechanismen aufgrund der Neuheit des Mediums noch nicht vollständig geklärt sind. Und es hängt eben ein gewissen Rattenschwanz an einer offiiellen Erklärung zur Sucht oder Verhaltensstörung und irgendjemand muss dafür ja in letzter Instanz die Verantwortung übernehmen. Und da ich nicht derjenige bin, wäre ich vorsichtig mit irgendwelchen Anschuldigungen, denn vermutlich wäre ich in dieser Situation ähnlich vorsichtig mit irgendwelchen offiiellen Erklärungen.

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