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Mehrere Schüler seien immer wieder in grauen Schlabberhosen zum Unterricht an die Realschule Süd in Bad Oeynhausen gekommen, sagte die Direktorin Anja Sprengel am Deutschen Presse-Agentur. Das sah aus „wie frisch vom Sofa“. Vor gut einem Jahr habe sich die Schulkonferenz der Sache angenommen. Das Gremium aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern stimmte laut Sprengel für ein Verbot. Seitdem sind Jogginghosen und Kappen im Unterricht tabu.

Kann man machen, muss man aber nicht. Ist halt auch die Frage, was genau als Jogginghose definiert wird. Ich als Sportlehrer trage an Tagen, an denen ich viel Sportunterricht habe, auch den ganzen Tag über meine Trainingshose. Da ich erwachsen bin, würde ich mir das ehrlich gesagt auch nicht verbieten lassen. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich diese ganze Schuluniform- bzw. „wir geben den Schülern vor, was sie anzuziehen haben“-Sache etwas kritisch: Klar findet man das als Lehrer nicht so geil, wenn irgendwelche Schüler ein Cap und eine abgeranzte Jogginghose tragen – wo dann auch noch der Arsch in den Kniekehlen hängt. Aber wir leben nun mal in einer Demokratie. Und wenn jemand so rumlaufen möchte und die Eltern hier auch nicht einschreiten, dann ist das nun mal sein Problem (und sein Recht). Sehe ich so!

Und Ihr?

Quelle: Jumpradio.de

Danke an Simon für den Link!


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46 KOMMENTARE

  1. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, warum Jogginghosen in Deutschland so mies angesehen werden. Früher bin ich auch nur mit Jeans oder ähnlichem raus gegangen, heute gehe ich teils auch in Jogginghose einkaufen, wenn mir danach ist. Es ist mir inzwischen vollkommen egal, was andere von mir denken mögen. Solche „Schlabberhosen“ sind eben total bequem und warum sollte ich mich in eine unbequeme Jeans zwängen, wenn ich auch einfach eine bequeme Hose tragen kann. Ich trage im Büro schon den ganzen Tag eine Jeans, da bin ich froh, wenn ich abends was bequemes tragen kann.

    Von mir aus könnte mich auch in der bank oder im Supermarkt jemand bedienen, der eine Jogginghose trägt. Es ist mir vollkommen egal, denn es sagt absolut nichts über dessen Qualifikationen aus und nur weil irgendwelche Spießer es vielleicht „nicht angemessen“ finden, sehe ich dennoch keinen Grund, warum ich ebenso denken sollte.

    Ich habe übrigens vor einer Weile auf Youtube einen Kanal durchgesuchtet, in dem eine Amerikanerin, die eine Weile in DE gelebt hat, über die Unterschiede zwischen den Ländern gesprochen hat und da kam es auch auf genau dieses Thema. Sie hatte nach dem Sport noch immer eine Sporthose an und wunderte sich dann darüber, dass sie so angestarrt wird, weil man das in DE wohl wirklich so gut wie nie sieht, wenn die Leute nicht gerade auch Sport machen. Das hat mich schon etwas zum Nachdenken gebracht, denn ich war früher auch einer dieser „deutsche Spießer“, der nur in Jeans und ähnlichem rausgegangen ist, aber dabei ist es so viel bequemer, wenn man was anderes trägt und einem die Meinungen von anderen Leuten, mit denen man nicht einmal interagieren muss, vollkommen egal ist. Warum sollte ich mich darin einschränken lassen, was ich anziehe und mich zum Einkaufen fein rausputzen oder wenn ich kurz zum Bäcker gehe, um mir ein Brötchen zu holen? Sagt das irgendetwas aus, dass ich die Leute dort nicht ebenso freundlich grüßen würde oder gleich das Image des ganzen ladens runterziehe, nur weil ich „nicht richtig gekleidet“ bin?

  2. Also ich wüsste nicht was meine Tochter antreiben würde ausser zum Sport ne Jogginghose anzuziehen, kommt wohl daher weil ich immer auf die gängigen Jogginghosen Kasper zeige und sage “ schau dir mal die an“. Muss wohl eher ein spezielles Problem diverser Schichten sein.

    • Du zeigst imemr auf die „Jogginghose Kasper“ und sagst zu deiner Tochter „Schau dir mal die an“? Damit bist du in meinen Augen ein absoluter Spießer, der genau zu dem Problem gehört, dass sich Leute darüber aufregen, was andere Leute anziehen.
      Was bringt dich dazu, so zu reagieren? Traust du dich selbst nicht eine Jogginghose in der Öffentlichkeit zu tragen und überspielst deinen Neid damit, weil du die Meinung anderer Leute über dich über dein eigenes Wohlbefinden stellst und dir so selbst verbietest eine Jogginghose zu tragen?

  3. Ich kenne Leute, die kommen mit Jogginghose in die Uni, nicht weil sie asozial oder uninteressiert wären, sondern weil sie es bequemer finden. Die Professoren juckt es auch nicht, solange man interessiert ist.
    Das gab es doch vor Jahren schonmal mit Mädels, die nem Schulleiter zu knapp bekleidet waren, oder?

  4. Es gibt halt gewisse Umgangsformen, ich finde gerade in der Schule sollte darauf geachtet werden diese einzuhalten. Dazu gehören so Dinge wie das man grüßt, die Hand gibt und Augenkontakt hält, wenn man mit jemand spricht. Aber auch sich angemessen zu kleiden. Letzteres sieht halt jeder etwas anders, aber für mich sind z.b. Kappen oder andere Kopfbedekungen in Innenräumen ein NoGo. Jogginhosen – naja, wenns eine ansprechende ist lass ichs mir einreden, der Schüler soll es ja auch bequem haben. Aber ein abgeranztes Ding mit dem ich nichtmal zum Briefkasten würde hat in der Schule nichts verloren.
    Ich bin öfters bei Vorstellungsgesprächen dabei, keiner achtet wirklich mehr darauf, dass die Bewerber mit Anzug und Krawatte kommen (IT). Aber es sollte halt schon frisch gewaschen und gebügelt wirken was der Bewerber anhat.

  5. Jeder sollte das tragen dürfen was er möchte und gerade wenn man den ganzen Tag in der Schule rumsitzt ist ne bequeme Hose doch Ideal.
    Ich versteh allgemein die Stigmatisierung von Jogginghosen in unserer sonst so Toleranten Gesellschaft nicht.

  6. Geht es hier um funktionelle Joginghosen wie Steve sie als Lehrer trägt oder geht es hier eher um die Werbebanden ähnlichen Dinger von Amstaff, Fubu, Karl Kani und Co? Diese Umstandsmode finde ich z.B. keine angemessene Schulkleidung.

  7. Die Schule versucht einen ja theoretisch aufs Berufsleben vorzubereiten.. Und auf der Arbeit oder einem Vorstellungsgespräch kann man ja auch nicht einfach mit Schlabberlook Auftreten! (Es sei den es ist beruflich nötig)
    Mir ist es natürlich persönlich egal wie die Schüler zur Schule gehen, aber angemessene Kleidung ist ja nicht zuviel verlangt!

    • Die Schule soll Wissen vermitteln und Kinder zu mündigen Bürgern erziehen. Das schulische Bildung nur dazu dient auf das Berufsleben vorzubereiten ist der feuchte Traum aller neoliberalen, hat aber absolut nix mit dem humanistischen Bildungsideal zu tun.
      Außerdem ziemlich krasses slippery slope Argument. Was ist denn angemessene Kleidung für das Berufsleben und damit für die Schule? Jogginghosen nicht, was ist mit T-Shirts und Hosen? Damit kannste dich auch nicht bei der Bank bewerben. Was ist mit Subkulturen wie Punks oder Goths? Dürfen die weiterhin so aussehen wie sie Aussehen? Was ist mit Schülern im Blaumann, ist ja schließlich Berufskleidung?

      • Das Schule NUR dazu dient auf das Berufsleben vorzubereiten habe ich nie behauptet…
        Und natürlich kannst du tragen was du willst, aber du darfst dich nicht wundern wenn du in der Berufswelt nicht ankommst…
        Ich kenne selbst einige Punks die ihre „Kultur“ während der Arbeit bei Seite legen und einfach mal nicht versuchen aus der „Reihe“ zu tanzen…
        Für mich wird z.B. eine Jogginghose nie ein seriöses Kleidungsstück sein und ich werde auch nie einen Bewerber ernst nehmen, der sich bei mir mit solch einem Schlabberlook bei mir vorstellt.
        Aber das gute an der Demokratie ist, dass wir alle eine eigene Meinung haben dürfen! Zumindest sollte man dies meinen! 😉

        • Was redest du hier eigentlich die ganze Zeit von Bewerbungen?
          Nirgendwo wurde behauptet, dass Schüler, die ind er Schule eine Jogginghose tragen, diese auch zu irgendeinem Bewerbungsgespräch tragen würden.
          Deine „angemessene Kleidung“ ist ebenso vollkommen unwichtig, weil es total relativ ist. Für dich mag eine Jogginghose keine angemessene Kleidung sein, für andere eben schon.

    • Ja dann muss man aber mir Anzug zu Schule erscheinen ;D gibt ja genug Berufe wo das Pflicht ist, so wie es massig Berufe gibt wo man auch bequeme Kleidung anziehen darf. Letztes Jahr im Sommer wurde die Anzugpflicht in unsere Bank übrigens aufgehoben. Oder für welchen Beruf soll die Schule nun exakt vorbereiten? IT, Großhandel etc. sehe ich auch die Leute in Jeans und Jogginghosen rumsitzen und das ist auch gut so ^-^ Selbst unsere Chefs, darunter eine Multimillionär läuft im Betrieb mit lockerer Kleidung herum und dudst jeden, zum Glück hat sich in dem Bereich die letzten Jahre sehr viel gelockert und man schaut mehr auf die Arbeit der Angestellten, also auf das Äußere.

  8. Finde ich okay. Wer nicht Sportlehrer ist, Zuhause gerade auf der Couch faulenzt, oder gerade wirklich Sport macht sollte keine Jogginghosen tragen imho. Zuhause trage ich Sie selber, aber draußen wirklich nur zum Sport.

  9. Auch auf die Gefahr hin, dass ich damit Langeweile verbreite: Diese gleichmacherischen Tendenzen sind Ausflüsse linken Gedankenguts. Gleichstellung (nicht: Gleichberechtigung), Frauenquoten, Extratoiletten und letztlich auch Uniformismus in der Schule, es darf keine Unterschiede geben.

    Nun ist ein Verbot von Jogginghosen noch keine Einführung von Schuluniformen, und man muss auch berücksichtigen, dass es gewisse gesellschaftliche Konventionen gibt, so geht man zum Beispiel nicht in der Badehose oder im Bikini zur Beerdigung. Aber die persönliche Freiheit (linkes Unwort) gebietet es eben, diese Ränder der Extreme möglichst schmal zu halten. Eine Jogginghose ist jedenfalls keine „Extremkleidung“.

    Und bevor jemand Kopftücher erwähnt, das sind nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch politische Symbole. In dieser Kategorie würde ich auch herkömmlich geschnittene Shirts oder Jacken mit Parteienlogos oder Antiwerbung („FCKSPD“ o.ä.) oder sogar eine einfache „MAGA“-Baseballcap einordnen, die lehne ich nicht unter dem „Bikini“-Gesichtspunkt ab, sondern weil Politik an der Schule nichts verloren hat.

    • 1)Kopftücher sind per se kein politisches Symbol.
      2)Wenn überhaupt sind Schuluniformen „politische Auswüchse“, egal welcher Richtung. Du wirst in erzkonservativen/rechten Kreisen genauso viele Sympathien für Schuluniformen finden, mit ähnlichen Argumenten. „Damit die nicht alle rumlaufen wie Obdachlose“ und co. ist im Endeffekt auch nur eine Einschränkung der Freiheit.
      3)Wie kann es ein „linker Auswuchs“ sein, wenn es von der Schulkonferenz beschlossen wurde? Dann musst du aber seine sehr linke Schule haben, wenn Eltern, Lehrer UND Schüler dort links sind…und meiner Erfahrung nach sind die Schüler bei den SKs immer am schwächsten vertreten aus Faulheit, also die Gruppe, die man noch am ehesten als Links titulieren würde.

      Das nur als Gegenargument. Persönlich hätte ich jetzt auch nichts dagegen, wenn meine Schüler in Jogginghose im Unterricht hocken. Solange sie wenigstens dezent gehalten sind und nicht in irgendwelchen potthässlichen Neonfarben daherkommen, aber auch das ist dann ja am Ende persönlicher Geschmack.

      • 1) Ich konkretisiere: Das islamische Kopftuch. Sollte aber für die Gegenwart selbstverständlich sein.

        2) Was speziell Einheitskleidung angeht, gibt es den egalitaristischen und den militaristischen Ansatz. Bei Schülern können wir – egal aus welcher politischen Richtung – von ersterem ausgehen. Es gab vor Jahren auch hier auf dem Blog schon Diskussionen z. B. um Markenklamotten, Eltern, die sich selbige nicht leisten können, Schüler die deshalb gehänselt werden. Der Gedanke, dass man Schülern „ihre Herkunft“ nicht ansehen soll, stammt deutlich aus der linken Denke der Gleichmacherei. Historisch mag es – denken wir an das Dritte Reich – auch andere Ansätze gegeben haben; damals spielte sicher auch der Gedanke einer „Nachwuchsarmee“ eine Rolle. Anyway, vorliegend geht es mir ja nur um die Tendenz, ich habe ja deutlich zwischen Uniformen einerseits und dem Jogginghosenverbot andererseits unterschieden.

        Hierbei gestehe ich dir aber zu, und nach nochmaligem Nachdenken möchte ich meine Eingangsaussage insoweit relativieren, dass es im konkreten Fall tatsächlich eher darum gehen könnte, dass die Schüler „ordentlich“ angezogen sein sollen, was dann tatsächlich eher eine Tugend aus dem rechten Spektrum wäre.

        Was hier letztlich ausschlaggebend war, geht leider aus dem Arikel nicht deutlich hervor, lediglich die Meinung der Direktorin deutet eher auf die letztere (rechte) Motivation hin. Was aber wiederum, siehe unten, der erwarteten politischen Tendenz in NRW eher widerspricht, es bleibt letztlich offen.

        3) Und eine linke Schulkonferenz ist nun wirklich kein Kunststück. NRW ist immerhin das SPD-Stammland, und das merkst du auf die Dauer in jedem Land in der öffentlichen Verwaltung, welches lange Zeit von einer politischen Richtung dominiert wurde oder wird.

        • 1)Ein „islamisches Kopftuch“ ist immer noch kein politisches Symbol, sondern ein religiöses. Und ja, daran besteht ein sehr großer Unterschied.

          2)Mir geht es hier nicht um die „was ist besser?“-Diskussion, das nur voran. Aber mal ganz grundsätzlich: „Freiheit“ ist ein Wert, der nach rechts wie nach links abnehmend ist. Das ist einfach eine Tatsache. Konservativ stellt sich gerne als „law and order“-Seite dar. Mehr „law and order“, sprich mehr Kontrolle bedeutet aber zwangsläufig weniger Freiheit. Sicherheit und Freiheit sind zwei Seiten einer Skala und je höher die Sicherheit, desto niedriger die Freiheit. Dasselbe kann man auch auf „kulturelle“ Aspekte übertragen, wozu ich jetzt dieses Thema einfach mal zuordnen würde. Dabei muss es nichtmal um die „Uniformierung“ im militärischen Sinne gehen (ich hatte z.B. nicht an das Dritte Reich gedacht, sondern an das Zweite oder auch konservative Gesellschaften wie Japan).

          3)NRW mag das Stammland der SPD sein, aber „links“ ist hier dennoch ein dehnbarer Begriff. Was du vor Augen hast, den „Kommunisten light“ findest du vllt. in Bremen, aber nicht in NRW. Ich würde sogar behaupten, die NRW-SPD-Wählerschaft ist verhältnismäßig einer der konservativsten in ganz Deutschland. Das nur dazu.
          Dann saß ich in einer Schülerkonferenz für Jahre und habe auch viele andere Verantwortliche aus diesem Bereich von anderen Schulen kennengelernt. Dort wird nicht in den Dimensionen „links oder rechts“ gedacht. Meistens kommen solche Vorschläge aus dem Lehrerkollegium und sind eher aus einer Alltagserfahrung heraus motiviert. In diesem Fall kann ich mir das Argument „die sehen alle aus wie die Penner“ sehr viel eher vorstellen als „ich will nicht, dass man den Schülern ihren Reichtum ansieht“.
          Einen ähnlichen Fall hatten wir mal an unserer Schule, als die klare Forderung der Lehrer im Raum stand, ein schulweites Handy- und Technikverbot zu veranlassen. Also nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Pausen. Darunter fielen Handys, Smartphones, MP3-Player usw. Grund war nicht „wer es sich nicht leisten kann, wird diskriminiert“, sondern die latente Gefahr von verschicktem Material, was „nicht gut“ ist. Von Mobbingvideos über Nacktfotos…du kannst es dir sicher denken.
          Die Lehrer haben damals geschlossen dafür gestimmt, von uns Schülern waren vllt. drei Gestalten anwesend. Wir hatten jetzt Glück, das von den Eltern alle dagegen gestimmt haben, sonst wäre die Idee durchgekommen.

          Das auch vllt. nur mal, wie situations- und gremiumsabhängig solche Entscheidungen sein können.

    • Schulen mit Uniformen sind oft die konservativsten Lehranstalten der Welt.

      Und ein Kopftuch ist zu allererst ein Kleidungsstück. Schliesslich gibts das auch ausserhalb des Islams.

      • Wie ich schon gegenüber Balnazza konkretisierte: Ich rede vom islamischen Kopftuch. Ja, vor vielen Jahrzehnten gab es auch hierzulande die Tradition, dass unverheiratete Frauen die Haare bedecken, und sogar während meiner Schulzeit erinnere ich mich, dass hier und da die Mädels mal Tücher als modisches Accessoire auf dem Kopf getragen haben.

        Das lässt sich aber ganz einfach von der islamischen Version unterscheiden, und zwar einfach durch die Bitte, es doch mal abzunehmen. Das islamische Kopftuch ist im Kern ein tragbares Gefängnis für in der islamischen Gesellschaft unterprivilegierte Frauen, welches ihr die Individualität nehmen soll. Ganz deutlich wird das bei der Vollverschleierung, aber die einfacheren Versionen treffen dieselbe Aussage. Ginge es rein um modische Aspekte, würde die Frau von Tag zu Tag auch mal darauf verzichten.

        Das ist aber jetzt einen völlig andere Diskussion, ich erwähnte es nur beim Stichwort „persönliche Freiheit“ (des Keidungsstils) vorsorglich, weil es eben tatsächlich das Gegenteil der persönlichen Freiheit ist.

    • Einschränkende Verbote mit Linker Meinung zu verbinden ist mit das dümmste was ich von dir gelesen habe und da war schon viel grober Schwachsinn dabei.

      • Frag dich doch einfach mal, welche Partei von praktisch allen anderen Parteien schonmal als „Verbotspartei“ bezeichnet worden ist. Dann kommst du selber drauf.

        • Wenn das ein Argument ist, dann müsste die AFD ja tatsächlich rechtsextrem sein. Die wurden schließlich auch von so ziemlich jeder anderen Partei und sogar aus den eigenen Reihen als rechtsextrem bezeichnet. 😛

          • Grüne Verbotsvorschläge (ohne Anspruch auf ansatzweise Vollständigkeit!):
            Alkoholwerbung
            Atomkraft
            Fleisch in der Kantine (zunächst nur tageweise)
            Autowerbung
            Tempo > 120 km/h auf Autobahnen
            Egoshooter
            Sexistische Werbung
            Zigarettenautomaten
            Biertrinken in der Öffentlichkeit
            Erste Klasse bei der Deutschen Bahn
            Plastiktüten
            Fracking
            E-Zigarette
            Paintball
            Verbrennungsmotor

          • @Kinki
            Alkoholwerbung: Haben nicht nur die Grünen gefordert
            Atomkraft: Macht Sinn, weil extrem gefährlich, Ausstieg wurde von der CDU beschlossen
            Fleisch: Vorschlag für freiwilligen Verzicht, übrigens geht der Fleischkonsum in Deutschland auch so mittlerweile zurück, was auch gut ist und das sage ich als Allesfresser.
            Autowerbung: Kann ich nichts zu sagen.
            Tempolimit: Schmeckt mir zwar als Vielfahrer nicht, ist aber an sich sinnvoll, weil A: Sicherer und B: Umweltschonender
            Egoshooter: An sich Bullshit, wurde aber ne zeitlang von allen Seiten diskutiert, auch von konservatier Seite, Zitat Stoiber: „Dieses Dreckszeug gehört verboten“
            Sexistische Werbung: Halte ich auch für übertrieben, zumal meiner Meinung nach Männer auch als Sexsymbole in der Werbung herhalten, bei manchen Produkten ist es halt irgendwie unnötig.
            Zigarettenautomaten: Würde mich als Raucher nerven, ist aber, wenn man sich an der Mehrheit (Nichtraucher) orientiert, sinnvoll, vor allem beim Jugendschutz, es ist viel leichter, einen Automaten mit dem Ausweis der Eltern freizuschalten, als den Verkäufer zu bequatschen.
            Biertrinken in der Öffentlichkeit: Halte ich an sich nichts davon, ist aber z.B. bei mir im Ortskern bereits in manchen Bereichen verboten und wir haben nen CSU-Bürgermeister.
            Erste Klasse bei der Bahn: Kann ich nichts zu sagen, hab ich nichts von gehört.
            Plastiktüten: Werden abgeschafft, hat aber nichts mit den Grünen direkt zu tun, sondern damit, dass der Scheiß mittlerweile überall rumschwimmt und ca. 1000 Jahre braucht um abgebaut zu werden.
            Fracking: Ist extrem riskant, mit kaum absehbaren Umweltschäden, wollten die meisten anderen Parteien auch nicht. Ich empfehle dir mal die Doku „Gasland“ zu dem Thema.
            E-Zigarette: Meines Wissens wurde da kein Verbot gefordert, sondern es sollte nur untersucht werden, wie schädlich die im Vergleich zur normalen Zigarette ist.
            Paintball: Ähnliche Geschichte wie bei den Shootern, meiner Meinung nach kompletter Blödsinn, wurde aber auch wieder aus mehreren Ecken diskutiert. In Deutschland sind eh alle etwas empfindlich, was das angeht (darfst ja zB keine roten Farbkugeln nehmen, oder bei Outdoor-Paintball keine Tarnkleidung tragen).
            Verbrennungsmotor: Sollte auf lange Sicht abgeschafft werden, natürlich nicht von heute auf morgen. Ob der Elektromotor besser ist, ich weiß es nicht, aber es gäbe ja noch die Möglichkeit, andere Energieträger zu erforschen. Verstehe dieses manische Festhalten der Deutschen am Verbrennungsmotor nicht, sollte was besseres entwickelt werden, her damit! Leider scheint da nicht wirklich Interesse dran zu bestehen…

            Ich bin nun wirklich kein besonderer Grünen-Fan, aber die aus Prinzip immer als Verbotspartei, oder noch schlimmer, als Pädos (das werfe ich nicht dir vor, aber viele AfD-Anhänger hauen so was raus) zu bezeichnen, ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.

          • @renkin

            Zu deiner Aussage :“[…] oder noch schlimmer, als Pädos (das werfe ich nicht dir vor, aber viele AfD-Anhänger hauen so was raus) zu bezeichnen, ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.“

            Tatächlich hat kinki genau DAS vor ca. einer Woche in einem Kommentar von sich gegeben. Zitat:

            „Aber wir haben bis dahin noch einen Haufen Landtags- und Kommunalwahlen, nicht zuletzt auch die Europawahl, wo wir unser Kreuzchen jeweils unter der Rubrik “Freiheit” machen können … zumindest, soweit es das Internet betrifft, scheinen da ja sogar die Grünen noch drunterzufallen!

            (Ist bei weiterer Überlegung auch logisch, schließlich brauchen die ein freies Internet für ihre Kipos!)“

        • Jede Partei hat schon Verbote gefordert, die CDU/CSU wollte vor Jahren schon „Killerspiele“ verbieten, dass das Verbot von Cannabis aufrechterhalten wird, kommt auch größtenteils aus dieser politischen Ecke. „Verbotspartei“ ist bloß wieder eine von den ewigen Plattitüden, um den Gegner schlecht zu machen.
          Die Grünen haben mal vor Jahren VORGESCHLAGEN, einen einzigen fleischfreien Tag pro Woche in Kantinen einzuführen. Was sagen die Konservativen und die Springer-Presse: „DIE GRÜNEN WOLLEN UNS DAS FLEISCH VERBIETEN!1!!“
          Ach ja und ich schließe mich Sorans Meinung an, dann ist es ja jetzt erwiesen, dass die AfD aus einem Haufen Rechtsextremer besteht.

      • Ich sehs genau so wie Carlos Omse, einfach nur ein idiotischer Vergleich.
        @Kinki1689, Wie kann man eigentlich so viel Schwachsinn von sich geben? Geh die AFD wählen und gut ist. Die Legitimation dazu hast du Dir schon selber zurecht gelegt.

    • Hmmm, Hitler hat aber Uniformismus erst richtig groß gemacht. Systeme wie Hitler-Jugend und co. gaben eine ganze klare Richtung vor, wie der „Deutsche Bub“ sich zu präsentieren und zu verhalten hat.
      Ich würde solch ein Verhalten eher zu Erz-Konservativen schieben, an sich gibt es das Verhalten – wie fast alles – aber auf beiden extremistischen Ecken.

    • Wat? Dir ist schon klar, dass der Großteil, der von dir aufgezählten „Beispiele“ genau das Gegenteil erreichen wollen. Ohne jetzt über die Sinnhaftigkeit und Effektivität von Quoten diskutieren zu wollen …
      All diese Dinge sind gerade dazu da mehr Vielfalt in bestimmten Bereichen zu schaffen.

      Aber danke für den Lacher.

      • Frauenquoten sollen Vielfalt schaffen? Frauenquoten negieren die tatsächliche Vielfalt, nämlich dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und unterschiedliche Veranlagungen haben.

        Sind wir uns einig, dass große Konzerne die besten Personen für ihren Vorstand suchen? Und schon immer gesucht haben? Dann frage ich mich, warum so wenige Frauen zu den besten Personen gehören.

        Glaubst du, dass der Gender Pay Gap existiert? Dass Frauen für dieselbe Leistung weniger Lohn erhalten? Dann frage ich mich, warum nicht alle Firmen bei Einstellungen von selbst Frauen bevorzugen.

        Wenn die freie kapitalistische Personalentscheidung dem natürlichen Zustand der Bestenauslese folgt, dann schaffen Frauenquoten einen unnatürlichen Zustand, nämlich den der Gleichmacherei zu Lasten der Qualifikation.

        Sieht man auch sehr gut bei Parteien, die seit Jahren Frauenquoten haben!

        • Selbst mit sehr wenig Ahnung von Wirtschaft kann man wohl sehr sicher bestimmen, dass Vorstände nicht allein anhand von Qualifikation besetzt werden. Das ist ca. so glaubhaft wie zu denken, Ministerposten werden allein anhand von Qualifikation besetzt.

          • Hab ich nicht gesagt. Ich fordere schon lange, dass wenn wir unbedingt eine Frauenquote haben müssen, auch eine Männerquote existieren muss. Ob Quoten dann nun nachher wirklich eine Verbesserung bringen weiß ich nicht, aber so bleiben wie bisher konnte es offensichtlich auch nicht.
            Alternativ sollte man einfach froh sein, dass es nur die Frauenquote geworden ist und nicht der Schwachsinn, den wir in NRW haben, das „Landesgleichstellungsgesetz“, bei dem praktisch jede vom Land finanzierte Stelle, egal wo, bei gleicher Qualifikation bevorzugt von Frauen besetzt werden muss, abzüglich der Vorzüge, die eingeschränkte Personen erhalten. Die Hackordnung ist da also Eingeschränkt>Frau>Mann.
            Führt dann zu so tollen Situationen, wie das im Gleichstellungsbüro meiner Uni, in dem ohnehin 90%+ Frauen arbeiten, Frauen bevorzugt eingestellt werden müssen 😀

          • @Balnazza: Warum kann es nicht so bleiben wie bisher? Wenn Frauenquoten für Gerechtigkeit sorgen SOLLEN, dann stelle ich zwei Fragen in den Raum:
            a) Warum ist die überwältigende Mehrheit der Müllabfuhr männlich?
            b) Warum wird hier keine Quote gefordert?

            Frauenquote beseitigen keine Benachteiligung, sondern sie bescheren Frauen ungerechtfertigte Vorteile: Gleiche oder bessere Chancen bei gleicher oder schlechterer Qualifikation.

            Das ganze Feld des Feminismus‘ war in dem Moment beackert, als wir (in Europa) die Gleichberechtigung erreicht hatten. Und die haben wir. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Feminismus drei Möglichkeiten:
            a) sich auflösen, weil Mission accomplished.
            b) sich auf den Teil der Welt konzentrieren, in dem die Gleichberechtigung noch nicht erreicht wird. War aber wohl zu unbequem, entweder weil man sich dabei wirklich die Hände schmutzig gemacht hätte oder weil es dem Dogma widersprochen hätte, dass man eine bestimmte Kultur nicht kritisieren darf.
            c) über die Gleichberechtigung hinaus weitermachen und fortan nach „Gleichstellung“ a.k.a. Männerdiskriminierung zu streben.

          • Du verstehst halt nach wie vor den Begriff „Gleichberechtigung“ falsch bzw. nimmst automatisch eine extreme Form der „Gleichstellung“ an. Gleichberechtigung war der erste Schritt, der nächste ist die Chancengleichheit. Gerade im Bildungswesen lese ich den Scheiß ja immer wieder „die wollen alle gleiche Ergebnisse haben, gleiche Chancen haben wir doch schon!“ Nein, eben nicht. Und wenn du männerdominierte Vorstände und Aufsichtsräte hast, die auch gerne weiter Herrenklubs bleiben wollen (und again, das ist sicher keine Frage der Qualifikation) haben wir vielleicht Gleichberechtigung, aber eben nicht Chancengleichheit.

            Lass es mich (auch eher für das Bildungswesen gültig) so vergleichen: Zwei 18jährige sollen an einem 10km Rennen teilnehmen. Beide müssen die gleiche Distanz zurücklegen und haben den gleichen Startpunkt. Für beide gelten die gleichen Regeln. Damit sind sie gleichberechtigt, richtig? Was aber wenn ich dir jetzt erzähle, dass der eine im Ferarri am Rennen teilnimmt und der andere leider nur mit seinem Fahrrad, weil seine Eltern sich nix anderes leisten können?
            Gleichberechtigt sind sie beide, aber um bei dieser Situation von Chancengleichheit zu sprechen, da muss man schon C. Lindner sein. Doch genau diese Situation liegt im Bildungswesen vor zwischen Akademiker- und nicht-Akademikerkindern und genauso hat man diese Situation im Hinblick auf die Karriereleiter als Frau.
            Um also zu deiner Frage zu kommen „warum muss man denn etwas verändern?“ – Das hängt nun davon ab, in welcher Gesellschaft man leben will. Reicht dir Gleichberechtigung? Jo, dann sind wir fertig. Oder sollte es doch lieber Chancengleichheit, wenigstens in Annäherung sein? Dann sind wir in vielen Bereichen noch weit vom Optimum entfernt. Und von alleine wird sich daran auch nix tun.

            Das im Zuge dessen viel Quatsch passiert, ist unbestreitbar. Und natürlich ärgert man sich, wenn irgendwelche Femnazis picky sein wollen. Das eine hat aber mit dem anderen nicht wirklich was zutun.

  10. In meiner Schulzeit hatte ein Mitschüler von mir seine Schulsachen immer in eine Plastiktüte mitgebracht. Auch er wurde vom Lehrer zurecht gewiesen, dass er zukünftig doch bitte mit einem Rucksack zur Schule kommen soll und damit eine Schulsachen transportieren soll.

    Dann sind viele Damen bauchfrei zur Schule gekommen. Das wurde dann auch zum Thema gemacht.

    Habe mich damals schon gefragt warum das einen Lehrer interessiert wie ein Schüler seine Schulsachen transportiert oder wie er/sie sich kleidet.

    Damals wie heute bricht die Jugend gerne mal ein paar Tabus. Sei es mit ihrer Kleidung, ihrem Humor oder ihrem Musikgeschmack. Und immer wieder findet sich jemand der sich darüber echauffiert. Es ist ein Teufelskreis.

  11. Mal abgesehen davon das ich meine Jogginghose zuhause auf dem sofa trage oder beim sport und damit nicht mal den Müll rausbringe weils mir zu peinlich wäre muss das eigentlich jeder selbst entscheiden.
    In vielen jobs gibt es eine art arbeitskleidung. Die trägt man auch egal wie man privat dazu stehen mag.
    Schon bezeichnend wie wir von der alten generation 40+ mit so nem fremdschämfaktor umgehen.
    Aufklären und sensibilisieren wäre vielleicht besser als vorschriften.
    Vielleicht liegts auch an den heutigen vorbildern. Assi tv und influenzer lassen grüßen.
    Ich würde auch nicht mit ner hochwasserhose rumlaufen.
    Allerdings auch nicht in den klamotten die in den 80 und 90 in waren 😉
    Haben nicht alle generationen vor uns auch den verfall der sitten bei den nachfolgenden generationen beklagt.
    Muss so was wie eine never ending story sein.

    • Naja, ist halt auch dein Problem das du dich schämst mit ner Jogginghose den Müll rauszubringen, könnt man auch fragen was da falsch gelaufen ist und wieso es dich juckt was Person xyz denkt.

      • Oh nein, wie kann man bitte mit einer Jogginghose den Müll rausbringen?
        Ohje, was die Nachbarn wohl von mir denken 🙁

  12. Solche Verbote gehen halt auch komplett konträr, was z.B. Erzieher in ihrer Ausbildung beigebracht bekommen.
    Ist wieder ein Fall von Erzkonservativen, brauch man nicht groß zu wundern.

  13. Die Schuluniformen in China sind…

    Eine Art Jogginghose mit Kapuzenjacke. Nicht so edel aber Sau praktisch.

    Und jede Schule/Stadt (je nach Größe) hat ihre eigenen Farben und Muster.

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