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Ich habe letzte Woche auf die harte Tour gelernt, wie wichtig Datensicherheit für den heimischen Rechner und die eigenen Daten ist. Meine HDD-Archivplatte hat sich verabschiedet und mit ihr eine Menge Daten, die mir wirklich wichtig sind (Steuer, Leo, Allimania, etc). Ich habe für solche Fälle zwar eine externe 8TB-USB-Festplatte, aber ich habe vor drei Wochen das letzte Mal einige Daten gesichert (nicht mal alle). Daher muss für den ollen Krömer eine neue Backup-Lösung her, die von allein alle wichtigen Daten sichert.



Da ich weiß, dass der ein oder Andere von Euch aufgrund meines Datenverlustes hellhörig geworden ist und nun selbst entsprechende Maßnahmen einleiten will, schreibe ich mal diesen Blogeintrag, um Euch meine Lösung vorzustellen, die ggf. auch Eure Lösung werden könnte. Ich habe mich hier an einem wirklich kompetenten und ausführlichen Leserbrief orientiert, den mir Community-Mitglied Markus geschrieben hat.

Ich kaufe mir ein NAS-System mit zwei Bays – in meinem Fall das Synology DS218J. Dazu kaufe ich mir zwei 4TB WD Red-Platten. Das System läuft grundsätzlich so: Ich kann über ein Backup-Programm automatisiert alle wichtigen Daten regelmäßig auf das NAS-System sichern lassen. Die beiden Festplatten sind gespiegelt. Ist eine kaputt, sind die Daten nicht verloren: Man tauscht einfach die Platte aus und die noch funktionierende Platte spiegelt die Daten einfach automatisch auf die neue Platte. Damit meine Daten also verloren sind, müssten quasi drei Platten auf einmal kaputtgehen, was meiner Ansicht nach höchst unwahrscheinlich ist.



Mir ist bewusst, dass es hier noch andere Lösungen gibt. Und wie immer, wenn es um Hardware geht, werden die Comments voll sein und “viel besseren und sinnvolleren” Alternativen. Gestern schlug beispielsweise jemand im Twitch-Chat vor, ich solle vier statt zwei Bays einsetzen. Man kann es auch übertreiben und muss nicht mit “Kanonen auf Spatzen schießen”. Und nein, ein Raid-System ist keine Backup-Lösung!

Ich werde mir natürlich trotzdem die Comments durchlesen und mir Eure Alternativen auf jeden Fall anschauen.

54 KOMMENTARE

  1. Ich finde Synology ist eine gute Wahl (vielleicht nicht gerade eine “J”)
    Von der Synology wurde ich die Daten aber noch in die Cloud ( amazon Glacier) schubsen,
    dass macht die Synology auch schön im Hintergrund ohne PC.

  2. Eine Online/Cloud-Lösung kommt für mich nicht in Frage. Einerseits habe ich hier keinen wirklich brauchbaren/schnellen Internetanschluss, außerdem will ich die Daten nicht einfach “irgendwem” anvertrauen.
    Ich mache es daher folgendermaßen:
    * 1 interne Backup-Platte, auf die wöchentlich gesichert wird
    * 2 externe Backup-Platten, auf die abwechselnd gesichert wird
    * 1 externe, verschlüsselte Platte, die im Auto liegt und somit von einem Feuer, Blitzeinschlag usw nicht betroffen wäre… diese wird auhc regelmäßig, aber spätestens dann aktualisiert, wenn ich mal ein paar Tage weg bin…

  3. Falls es nicht schon erwähnt wurde: Kauf die 2 Platten bei unterschiedlichen Händlern, dann ist die Chance sehr hoch, dass sie aus 2 unterschiedlichen Produktionschargen kommen… im blödesten Fall gibt es nämlich in einer Charge Probleme und beide Platten fallen in kurzem Abstand aus…

  4. Eine sehr solide Lösung mit einem großen Nachteil. Es ist alles lokal in einem Zimmer gespeichert.
    Folgende Szenarien passieren schneller und häufiger als man denkt:
    – Brand
    – Wasserschaden (Rohr in der Decke des Zimmers bricht o.Ä.)
    – Überspannung (Leitungsschaden, Blitzeinschlag usw.)

    Brand und Wasserschäden sind klar. Überspannungen können z.B. auftreten, wenn der Energieversorger vor Ort vor Jahren Mist gebaut hat. Der unterirdische Knotenpunkt für dein Stromkabel zum Haus ist nicht gut versiegelt, es läuft Wasser rein, eine Leitung verliert den Kontakt usw. Das hat zur Folge, dass jedes Gerät, dass irgendwie mit der Steckdose verbunden ist, zerstört wird. Ähnlich wie beim Blitzeinschlag nur mit niedrigerer Spannung. Solche Überspannungen passieren täglich in Deutschland, egal ob Blitz oder Fehler.

    Besonders bei solchen eh schon extrem ärgerlichen Fällen will man nicht auch noch alle Daten verlieren. Daher würde ich dir zu Cloudspeicher raten. Die Preise sind sehr günstig geworden. Da muss man zwar nicht groß auf Datenverlust achten, aber auf Datenschutz, wenn der einem wichtig ist. Es gibt Anbieter, die vorm Upload alles verschlüsseln, ob da Regierungen drauf Zugriff haben, kann dir niemand beantworten. Aber zu paranoid muss man meiner Meinung nach auch nicht werden. Auch das lokale Backup reicht meist aus, aber bei den erwähnten Fällen eben nicht. Musst du für dich abwägen.

  5. Ich könnte jetzt lange Schreiben, oder Dir einfach ein Video verlinken, welches quasi das aufgreift, was man als Privat Person machen kann, ohne arm zu werden.
    https://www.youtube.com/watch?v=0H5LrF8PIeg
    Ich betriebe seit gut 10 Jahren eine 6 Bay QNap (der Konkurrent von Synology) mit mittlerweile insgesamt 15 TB WD Red und WD Red Pro.
    Läuft immer noch Sahne. Alles wichtige von diesem großen Datenbestand sichere ich im Wechsel auf 2 große Platten in regelmäßigen Abständen automatisiert ähnlich wie im Video gezeigt.
    Ob Du diese Backup Platten jetzt zu Hause, bei einem Freund, oder in einem Banksafe lagerst ist Dir überlassen.
    Der Cloud würde ich nur bedingt vertrauen. Ist denke ich auch eine persönliche Einstellung, ob man fremden Firmen seine privaten Daten anvertraut.

  6. Ich würde ein NAS nicht als wirkliches Backup sehen, weil dort Dateien immer noch überschrieben und gelöscht werden können. Daten da zusätzlich zu speichern ist natürlich sehr gut, aber man sollte doch immer mal wieder auf ein WORM-Medium wie eine Bluray oder DVD-R sichern. Die Medien kann man dann auch einfacher z.B. in einem Safe aufbewahren/verstecken. Das NAS müsste man an einem Heizungsrohr oder so festmachen und die Festplatten so sichern, dass nicht jemand die einfach so raus nehmen kann.
    Neben Feuer sind Einbrüche auch immer eine reale Gefahr.

  7. Ich muss sagen ich halte von der NAS-Lösung nicht viel. Die ist veraltet. Bis vor 5 Jahren war es das Beste, mittlerweile gibt es aber bessere Lösungen. Als Backup lohnt sich das heutzutage nur noch für Firmen und Nutzer, die sehr sensible/illegale Daten haben; und dann auch nur, wenn sie in der Lage sind die NAS speziell zu sichern. Allen anderen würde ich Cloud-Lösungen empfehlen. Preislich kaum noch Unterschiede, bieten einem aber zahlreiche Vorteile: Räumliche Trennung (gegen Brand, Wasser, etc), seperates Stromnetz (gegen Kurzschlüsse), seperates und oft sichereres Netzwerk (gegen Hacker, Viren, Trojaner etc), sehr viel einfacher nutzbar, es muss nichts eingerichtet werden, alles vorkonfiguriert, zusätzliche Features wie Wiederherstellung älterer Versionen einer Datei (Versionsverwaltung im Backend), Kundenservice u s w

      • Als ich mich damals informiert habe war pCloud die beste Wahl. Kann aber sein dass es mittlerweile noch bessere Anbieter gibt

      • Ich habe Arq (https://www.arqbackup.com/) laufen (nur für meine Fotos (> 100GB)), das die Daten auf Amazon Glacier schiebt (oder andere Cloudspeicher). Glacier ist sehr günstig, dafür dauert es im Fall einer Wiederherstellung etwas, bis sie dir die Daten bereitstellen können. Arq verschlüsselt die Daten vorher bei dir, so dass du dir um die Datensicherheit keine Sorgen machen musst.

        Amazon Glacier kann man natürlich auch mit anderen Clients nutzen (z.B. Cloudberry).

      • Ich würde mal auf sowas hier tippen:
        https://hubic.com/de/offers/storage-10tb

        Ich persl. habe auch 2bay NAS im RAID 1 und bei meinem Schwiegervater 1bay NAS als externes Backup.

        Betreibe diese Lösung seit mehr als 8 Jahren und da sind die Kaufkosten wieder rein.
        Bei Cloud-LÖsung würde ich grundsätzlich nur verschlüsselte Backups hochladen.

    • Da muss er die Daten zusätzlich verschlüsseln oder dem Anbieter sehr sehr vertrauen.

      Was ist wenn der Anbieter pleite geht? Wenn die US Regierung einen handelskrieg ausruft?

      Als zusätzliches Backup gegen die von dir genannten Dinge : ja. Als alleiniges Backup würde ich doch das inhouse System vorziehen.

      • Du hast bei solchen Lösungen noch immer deine lokale Version auf deinem PC/Laptop usw. Also selbst wenn es solche Probleme geben sollte, hast du noch immer deine eigene lokale Version aller Dateien. Und man kann sich seinen Anbieter ja aussuchen. Wenn man den USA nicht vertraut sucht man sich einen europäischen/deutschen.

        Gleiches gilt für Datenvertrautlichkeit. Wenn du dem Anbieter nicht vertraust, such dir einen anderen. Und einige bieten auch Verschlüsselungen an

        • Und wenn ich alles selbst vorhalte muss ich niemand vertrauen.
          Ja ich hab das Original noch am Rechner, was ist mit Versionierung? DIe will ich in der Regel nicht auf dem Arbeitsrechner vorhalten.

          Zudem ist ein NAS ab einger gewissen Datenmenge schlicht deutlich billiger, mein Datennas hat schon 8 Jahre auf dem Buckel und hat einmalig 300 Euro gekostet (hab aber alles selbst gebaut). Und Steve hat sicher viele Daten (Videoschnitt und so)

          • Das mit den einmaligen 300€ ist total die Milchmädchenrechnung. Du hast in den 8 Jahren wahrscheinlich nochmal 300€ an Stromkosten für den Dauerbetrieb der NAS bezahlt. Dann kommt noch hinzu, dass immer was kaputt gehen kann und der Ersatz/die Reparatur auch wieder auf deine Kosten geht. Auch ist meiner Meinung nach Zeit, die für die Konfiguration, Wartung usw draufgehen kostbar.
            Dass man seine Daten niemanden anvertrauen möchte kann ich als Argument noch verstehen, finanziell nimmt sich das aber echt nichts mehr. Muss aber natürlich jeder selbst entscheiden

          • Wie gesagt ich hab das selbst zusammengestellt mit nem sehr stromsparenden Prozessor, unter last braucht das ding an die 20Watt, ohne last bin ich bei ~10. Und meist hat das Ding keine last.

            Konfiguration hat einmalig sicher nen Tag gedauert, aber ansonsten gibts da nichts zu Warten, ab und an mal über die Logs gucken ob alles rund läuft.

            Klar kann immer was kaputt gehen, aber bei knapp 1 TB an Daten wie in meinem Fall müsste ich Jährlich mit 120 Euro rechnen, da kann schon was kaputtgehen 😉

    • Cloud hat zwei Vorteile: bequem und örtliche/räumliche Trennung der Datenträger.

      Dafür ist man aber auch vom Anbieter abhängig und vertrauenswürdig ist meines Erachtens per se kein Anbieter! Kann man natürlich auch anders sehen, ich persönlich traue Fremden (und das sind Cloud-Anbieter eben) aber keine persönlichen/sensiblen Daten an, vor allem nicht ALLE die ich habe.

  8. Ich finde das ist eine gute Lösung für Normalanwender. Man kann es wie bei allem auch hier maßlos übertreiben, aber Deine Lösung ist ein guter Kompromiss zwischen Kosten, Aufwand und vor allem Zeitinvest.

    Aber noch was zu den Synologys: Die Dinger sind weit mehr als ein NAS. Ich hab mehrere von denen daheim, aber auch bei Freunden/ Kunden als SOHO-Serverlösung installiert. Für den normalen Privatanwender sind so praktische Sachen drin wie automatisches Foto-Backup im WLAN vom Handy (ja, geht auch alles mit Cloud XYZ, aber ich spare mir lieber den Traffic und hab es dann auch bei MIR zu Hause liegen). Ansonsten haben die Dinger alles vom WebServer über MailServer oder (die größeren Versionen) auch taugliche Video-Surveillance-Stationen mit einer großen Listen von unterstützten Webcams. Nimm Dir auf jeden Fall mal die Zeit und beschäftige Dich was mit den verfügbaren Apps.

    Gegenüber einem klassischen Mini-Server haben die Dinger den Vorteil, dass sie quasi unverwüstlich sind. Im Zweifel geht mal eine Platte kaputt – die ist aber schnell ausgetauscht und ansonsten läuft das weiter. Meine älteste Synology läuft seit 2013 (DS213j) mit 2 1TB WD green (damals war die Green-Serie der Hype) im 24/7 Betrieb und bisher OHNE Ausfall oder Fehler. Dann habe ich noch eine 215J, bei der seit 2015 bisher erst eine WD RED wegen fehlerhafter Sektoren getauscht werden musste. Das NAS hat artig gewarnt und kein Problem. Sonst laufen die und laufen und laufen …

    Noch ein TIPP: Die WD-Red Serie ist eine gute Wahl. Ich hab vor ca. einem Jahr mal mit Seagate experimentiert, als die Iron-Wolf Serie rauskam. Was soll ich sagen: Nach 2 Retouren bei frischen Platten, die schon beim Einbau zu viele fehlerhafte Sektoren hatten, bin ich wieder zu WD gegangen und da hat die erste Lieferung gleich fehlerfrei funktioniert.

    Ergo: Ich denke für Deine Anforderungen an Backup eine gute Wahl + extrem viele Extras (wenn man möchte) und mehr Backup geht halt immer – nur die Sinnfrage nicht vergessen 😉
    Vor allem was nützen Dir X lokale Backuplösungen mit USB-Platte usw, wenn Deine Bude mal abfackelt?

    Gaaaaanz wichtige Dokumente, die auf gar keinen Fall verloren gehen dürfen, daher immer mal wieder in die Cloud schieben. Aber auch dafür gibt es tolle Apps für die Synology, mit der Du zusätzlich für bestimmte Ordner ein verteiltes Backup einrichten kannst.

  9. Gute Wahl denke ich. Wollte ich dir auch empfehlen aber insgesamt is es dann doch etwas teuer mit Festplatten , aber du brauchst auch mehr Speicher aufgrund der ganzen Videos :-).
    Wir hatten bei unserem Synology DS nur das Problem das der Lüfter nach 1 Jahr erst anfing zu quietschen und dann komplett aus fiel. Konnte man aber auch als Anfänger mit nem Lüfter für 5-10 Euro austauschen.

  10. Alles gut so! Habe ich genauso bei einem Selbständigen Freund aufgesetzt inkl. Hardware.
    Als Tool zum kopieren nehme ich “Iperius Backup”.
    Das ist total simpel aufgebaut und für jeden zu verstehen.

    Ich bin eher dafür direkt auf der NAS zu arbeiten und per USB eine externe Festplatte an die NAS anzuschließen als letztes Backup. Dann kommt man zentral via. Smartphone, Notebook, PC, … und alle anderen Geräten an die Daten ran.

    Ich kann auch blind neue Geräte einbinden und formatieren ohne vorher darüber nachzudenken, ob noch etwas wichtiges auf den Geräten war. 🙂

    PS: Drücke dir die Daumen, dass deine Daten vom Fachmann gerettet werden können.

  11. Für den Privatanwender eine akzeptable Lösung, als kleinen Rat aber nebenbei: Bring das Gerät nur auf Bedarf in dein Netz. So verhinderst du bei einer versehentlichen Infektion, dass so ein kleines Mistvieh auch deine Backup Daten verschlüsselt. Irgendwo in den Kommentaren habe ich das Wort Veeam gesehen, wenn du nur eine Kiste sichern willst, ist das etwas Overkill, hast du aber mehrere Rechner, hast du hier ein Kommandopult mit allen Knöpfen und Schaltern die man braucht.

    WD Platten bin ich jetzt persönlich kein Fan von, schlechte Erfahrungen gemacht. Aber ich kann nicht abraten, da nicht wenige Leute im Bekanntenkreis meinen, diese sein ok. Bevorzuge Seagate bei Scheiben, bei SSD gleich Samsung. Bisher nie eine verreckt und das ist für mich ausschlaggebend 🙂

  12. Ich hab ein Qnap mit 2 10 TB Palatten das ich alle 7 Tage von allen möglichen Geräten die Daten zieht Jeden Monat Hänge ich eine Externe Platte dran wo ich den Inhalt Des NAS Speichere und dann zur Seite lege.
    Denn wie oben schon mal erwähnt Raid/Nas ist kein Backup. Denn wenn mal der Blitz einschlägt dann ist alles kaputt.

  13. Guter Anfang. Um der 3-2-1 Backup Strategie wirklich nachzukommen fehlt noch ein Offsite Backup. Ich kann da nur Backblaze empfehlen, neuerdings auch mit EU-Datacenter und noch neuer auf Wunsch mit langer/”ewiger” History! Am besten Mal anschauen, auch deren Einstellung und Blog sind sehr zu empfehlen!

  14. Gute Lösung, ein Tip dazu, kauf die beiden Festplatten bei 2 verschiedenen Händlern, klingt erstmal doof, aber wenn du die zeitgleich beim gleichen Händler kaufst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du 2 Platten aus dem gleichen Production Run bekommst, bei 2 verschiedenen Händlern ist die chance geriger, der Vorteil an Platten aus 2 verschiedenen Production Runs ist, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass beide gleichzeitig kaputt gehen.

  15. Genau so eine NAS setze ich seit 1 Jahr als Backup Lösung ein.
    Ich bin im Januar Vater geworden und will keine Bilder/Videos verlieren. Daher hab ich eine Synology DS218+ gekauft (war im Angebot inkl. Platten). Richtig gut finde ich die automatische Sicherung von PCs/iPhone/Android-Geräten. Kann ich nur empfehlen👍

  16. “Und nein, ein Raid-System ist keine Backup-Lösung!”
    Eh ich bin verwirrt, Du hast doch ein Raid System. Raid 1, pure Spiegelung.
    Ich finde das übrigens eine super Lösung, mehr braucht man im privaten Bereich auch wohl eher selten.

    • Was bringt dir ein RAID wenn du Daten überschreibst? Richtig, nichts. Hast du ein modernes Backupsystem kannst du ohne großen Speicherbedarf deine Systeme 6 Monate sichern (Forward-Incrementel Backup), Veeam ist hier Marktführer.

      Das ist auch ein Grund warum zwei Bays reichen für deinen Use Case, mehr Bays bringen im RAID 1 nur eine höhere Verfugbarkeit und Lesegeachwindigkeit, aber mal ehrlich das Teil piept so penetrant wenn ne Platte ausgefallen ist…so what.

      Würde vllt noch einmal Geld für eine externe Platte in die Hand nehmen und darauf sichern, das Backup bringt dir nichts wenn ein Verschlüsselungstrojaner an deine BUs kommt (Kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht eingerichtet habe). Daher externes Backup immer sinnvoll 🙂

      Viel Spaß damit!

    • Musste bei dem Satz auch kurz stutzen und habe mich dann kurz eingelesen. Es ist wohl darauf bezogen, dass man nicht nur ein Raid-System als Systemfestplatte benutzen sollte, also die Daten nicht nur alleine auf dem Raid liegen, da auf diese Weise immer noch einiges schiefgehen kann (wütendes Löschen, Virenbefall und Weiteres in diese Richtung). Täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Backuplösung trotz allem den Aufbau eines Raid 1 hat.

  17. Ich denke auch, dass diese Lösung für die gegebenen Ansprüche völlig ausreichend ist. Natürlich kann man immer mehr machen, aber irgendwann ist der Kosten/Nutzen-Faktor einfach nicht mehr gegeben.

    Für diejenigen, die nun etwas ähnliches machen wollen:
    Wichtig ist, dass ihr nicht irgendwelche Festplatten nehmt – in NAS-Systemen laufen die Platten im Dauerbetrieb, normale Desktopplatten sind dafür nicht ausgelegt.
    Die von Steve gewählten WD Red sind extra für den Dauerbetrieb im NAS konzipiert – alternativen wären zum Beispiel Toshiba N300, Seagate IronWolf oder HGST UltraStar.

    • Statistiken belegen, dass die Premium/Datacenter/Bussiness Platten nicht unbedingt ihr Geld wert sind (Backblaze z.B. veröffentlicht da seit Jahren Daten zu, bei denen bewähren sich Customer Platten (die haben aber natürlich auch Parity). Aber der Dauerlauf ist wohl weniger das Problem als Start/Stop Zyklen, Hitze und Vibrationen

    • Also bisher hab ich keine probleme bei meinen festplatten, die ich aus teilweise günstigen 3,5″ externen HDD-Gehäusen ausgebaut habe. Externe HDDs sind ja sogar deutlich günstiger als identische, interne Festplatten …..
      Momentan gibts gerade bei Saturn eine 6TB Intenso extern für 99€ ! Da sind zwei billige 6 TB günstiger als eine 6TB NAS Platte! Die lasse ich im Zweifelk im Raid1 laufen und gut ist. Dass beide zeitgleich ausfallen ist recht unwahrscheinlich…

  18. Top Lösung! War leider die letzten Tage ein wenig im Stress sonst hätte ich dir die auch empfohlen! Wichtig ist halt, dass das Backup dann auch läuft und öfter mal überprüft wird ob man es auch wiederherstellen kann 🙂

  19. Ich habe da auch lange drüber nachgedacht. Letztlich habe ich mich für die MagentaCLOUD entschieden. Schlicht weil mir 1TB reichen und ich damit auch ein Feuer abgedeckt habe.

  20. Hallo Steve, danke für die Info. Ich werde deine Anlage bei meinen persönlichen Überlegungen mit einbeziehen.

    Einer schwacher Trost für dich dürfte sein dass dein GAU zumindest für viele hier in der Community eine Warnung ist.

  21. Wie wäre es einfach mit einer Cloud-Lösung? Alle Dateien sind dann zum einen bei dir lokal auf dem PC und dann noch einmal Kopien davon in der Cloud, die “instant” synchronisiert werden. Da gibts zB 2TB für 350€ (einmalig). Und auf die Cloud kannst du von all deinen Geräten jederzeit zugreifen.
    Oder, wenn man nicht so viel ausgeben möchte, kann man den Cloud Speicher auch kleiner dimensionieren und nur für aktuellere Daten verwenden und das dann 1x im Jahr auf ein lokales Backup ziehen. Dann hat man Aktuelles immer sofort als Backup mit der Cloud synchronisiert und alles was mehrere Jahre alt ist auf der externen Festplatte im Schrank. Und das wäre dann auch fast kostenlos

  22. Hallo Steve, das tut mir Leid das du Daten verloren hast, bestimmt kein schönes Gefühl… Ich hab bisher immer Glück gehabt und konnte selbst in kritischen Momenten immer noch alles sichern.

    Ich suche trotzdem noch nach einer vernünftigen Software zum automatischen Sichern, am liebsten etwas was so ähnlich funktioniert wie TimeMachine von Apple. Zuletzt hab ich immer HardLinkBackup benutzt, das kam da schon ganz gut dran.

    Mit welcher Software sicherst du zukünftig deine Daten?

    • Hey!

      Ich kann dir nur herzlich Veeam Endpoint Protection empfehlen, viel besseres wirst du kostenlos nicht bekommen. Du musst dich nur einmal anmelden, wenn du dazu fragen hast kann ich dir gerne helfen.

  23. Moin Steve,

    meiner Meinung nach sollte man die NAS-Daten nicht spiegeln. Tauchen Fehler auf der Platte 1 auf, werden diese ebenfalls gespiegelt. Ausversehen gelöschte Daten werden in der Regel auf der Platte 2 dann ebenfalls gelöscht. Hier herrscht dann also wieder die Gefahr wichtige Daten zu verlieren.

    Ich würde hier die Daten eher regelmäßig automatisiert komprimieren und auf die Platte 2 kopieren lassen. So hätte man evtl. je nach Tool auch verschiedene Zwischenstände der Daten. Ist die Platte 2 voll, kann man hier sicherlich auch automatisiert die ältesten Backup-Stände löschen lassen.

    Software-Tipp: schau dir mal das kostenlose (nur für die private Verwendung) Backup-Tool ‘Veeam Backup’ an. Das nutze ich persönlich und habe damit sehr gute Erfahrungen gesammelt.

    • Hey,

      an sich guter Gedankenanstoß, aber bitte nicht Backup und Verfügbarkeit in einen Topf werfen, da gibt es große Unterschiede.

      Ich denke auch das in seinem Use-Case eher eine externe FP Sinn macht um das NAS zu spiegeln.

  24. Hatte eine ähnliche Lösung, bis der Biltz eingeschlagen ist. Resultat: Rechner + Nas + Alle Platten hinüber. Alle möglichen Rettungsversuche haben leider nichts gebracht.

    Habe seitdem wieder das gleiche Setup, nur eine Platte mehr. Die liegt örtlich getrennt und wird alle 2 Wochen getauscht. Vielleicht etwas paranoid, aber wenn man so viel Glück hatte wird man eben vorsichtiger…

    • Hey Mpex,

      genau die richtige Lösung, viel anders machen das sogar die meisten Unternehmen nicht. Du bist ziemlich sicher 🙂 Alternativ ist auch immer eine Replizierung in die Cloud gut.

  25. Das ist sicher eine gute Lösung, wichtig hierbei ist aber:

    – Die Backups müssen automatisch ohne dein Zutun laufen (man hat ja gesehen was passiert wenn du selbst noch was “zutun” musst 😉 )
    – Es müssen mehrere Versionen vorbehalten werden. Neue Version von Datei A darf also nicht alte Datei A auf dem NAS überschreiben. Sonst hast du Probleme bei dingen wie Verschlüsselungstrojanern, versehentlichen Veränderungen oder auch Datenkorruption (wenn also die Platte auf deinem Rechner kaputte Daten zurückliefert).

    Idealerweise sollte auch beides nicht im gleichen Raum stehen, das NAS am besten im anderen Stockwerk. Damit bei einem Wasserschaden z.b. nicht auch alle Daten wieder weg sind. Auch ein Einbrecher könnte sich mit dem was er in deinem Studio im Keller findet begnügen und sieht eventuell nicht noch oben nach ob er was findet.

  26. Hab das selbe System, funktioniert wie eine Cloud. Da habe ich alle Daten drauf, fertig. Sogar unterwegs kann man auf die Daten zugreifen. Was will man mehr?

    Denke das war eine gute Wahl.

  27. Synology kann ich auch empfehlen. Vor allem auch als Multimedia Gerät:
    – Fotos, Videos von allen Geräten (PC, Smarthphone, Tablet, TV) von der NAS streamen
    – Die NAS auch von außerhalb unterwegs erreichen um Dateien abzugreifen / hochzuladen

    Viel Spaß damit!

  28. Sieht super aus die Lösung!
    Bei mir kommen privat nicht soo viele Dateien zusammen, sodass ich auf Google Drive für 10€/Monat setze und dort 2 TB sicheren (Server von Google) Speicherplatz. Ich zahle aber natürlich mit dem Preis meiner Daten.

    • Mein Bonus Tipp – ich hab’s genauso wie du:
      Hänge deine 8TB USB HDD direkt an die NAS und richte dort ein Copy Job ein der automatisch die NAS auf die HDD kopiert
      Weil falls die NAS abschmiert ODER ein Virus alle deine Daten verschlüsselt – bringt die die Spiegelung auch nicht viel…
      Die USB HDD Schaltest du einmal im Monat an und wieder aus, oder stellt den Backup Job auf alle 14 Tage ein.

      • Hey Benjamin,

        guter Tipp, ich würde aber eher damit einer BU Software auf das NAS sichern und der BU Software sagen das es noch ein zweites Ziel gibt auf das 1x im Monat gesichert wird.

        Noch ist sein NAS frisch, lass es 10 Jahre alt sein und auf einem alten FW Level, wenn du Pech hast musst du genau das NAS mit der FW finden um die Daten wiederherzustellen, hatte ich bei Qnap schon zwei mal.

        Kann aber auch sein das sowas heute überhaupt nicht mehr auftritt, ich hab das nur so gemacht weil ich damit in jedem Fall alles wiederherstellen kann.

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