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Und 100 Millionen Dollar will er jetzt weitergeben: in einem Wettbewerb für Technologie zur Befreiung der Luft vom Klimagas Kohlendioxid […] Das kündigte Musk zur Begeisterung vieler Follower am späten Donnerstag in einer kurzen Twitter-Nachricht an. „Spende 100 Millionen Dollar für einen Preis für die beste Technologie zur Kohlendioxid-Abscheidung“, schrieb er. Details sollen in der kommenden Woche folgen. (Via)

Naja, für 100 Millionen wird sich hier sicher der ein oder andere Wissenschaftler/Erfinder Gedanken machen. Man darf gespannt sein, wie dieser „Wettbewerb“ genau aussehen wird und was am Ende dabei herauskommt. Vielleicht wird es durch Musk „sexy“, etwas (oder noch mehr) gegen CO2 zu unternehmen. Dasselbe hat er mit SpaceX für die Raumfahrt getan, warum sollte ihm das nicht auch im Kampf gegen CO2 und die Klimaveränderung gelingen?



17 KOMMENTARE

  1. Ich habe ja so eine Theorie, dass es Musk bei diesem Preisausschreiben weniger um den Klimawahn geht als mehr um sein Weltraumprogramm. Begründung: Hier auf der Erde hat die Natur bereits die beste „Technologie“ zur CO2-Vernichtung hervorgebracht. Dasselbe Ergebnis mit künstlichen Mitteln zu reproduzieren, macht hauptsächlich dann Sinn, wenn man an die Besiedlung des Weltraums denkt. Auf dem Mond oder auf dem Mars wird die Menschheit solche Lösungen in jedem Fall benötigen. Oder auch für die langen Reisen, da wird man mit CO2-Filtern u. ä. nach heutiger Technologie wohl nicht mehr auskommen.

  2. Haben nicht die Chinesen bereits nen künstlichen Baum mit Algen entwickelt?
    Das Metallgestell ist etwa 5-6m hoch und 2 meter glaub ich im durchmesser.
    Und bindet mehr C02 als etwa 300 Bäume.
    Hab ich irgendwann mal gelesen. Weiß jetzt aber nicht wie weit das vorgeschritten ist.

  3. Bäum Pflanzen reicht einfach nicht. Bäume filtern kein CO² aus der Luft, sie binden es letztendlich nur. Gerade in unseren Breiten setzen die Bäume dieses CO² aber im Herbst wieder frei, wenn sie ihre Blätter verlieren und diese vermodern.
    Außerdem braucht so ein Baum ca. 30 Jahres, bevor er auch nur annähernd genug CO² halten kann. Der Regenwald ist nicht umsonst die Grüne Lunge des Planeten, weil es dort keinen Herbst gibt.

    Jede Technologie die CO² aus der Luft filtert und bindet ist gut. Gleichzeitig muss aber auch der Ausstoß /verringertverhindert werden. Es kann nur gelingen, wenn wir eine Kombination aus beiden Ansätzen verfolgen.

    • Aus dem Biounterricht hast du diesen Unfug aber nicht, oder? Bei der Photosynthese wird CO2 mit (Sonnen-) Energie aufgespalten. Der Sauerstoff wird als „Abfallprodukt“ abgegeben, und der Kohlenstoff ist der Grundbaustein jeder Materie.

      Richtig ist, dass beim Vermodern wieder CO2 entsteht. Die Bilanz ist dennoch positiv, weil nicht der gesamte Kohlenstoff in CO2 umgewandelt wird, sondern alle möglichen Kohlenstoffverbindungen gebildet werden. Letztlich ist unser Erdöl ja nichts anderes als vermoderte Biomaterie. Und die 20% Sauerstoff in unserer Athmosphäre gäbe es auch nicht, wenn der Photosynthesekreislauf keinen Überschuss an O2 produzieren würde.

      Richtig ist, dass der Regenwald effektiver ist als unsere Wälder. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass er ganzjährig arbeiten kann, während unsere Wälder – speziell die Laubbäume – die Photosynthese im Winter einstellen. Aber glaubst du, im Regenwald findet kein Kreislauf statt? Dort sterben und verrotten Pflanzen genauso, und bilden wieder die Grundlage für neue.

      Keine Frage, den Regenwald müssen wir schützen. Das berechtigt uns aber nicht dazu, unsere eigenen Wälder komplett abzuholzen. Wenns um den Klimaschutz geht, lasst ihr das Argument, dass unsere 2% CO2-Anteil einen Scheiß ausmachen, ja auch nicht gelten. Und das, obwohl es im dortigen Zusammenhang ein wesentlich besseres Argument ist.

  4. Wäre nicht die beste Technik um CO2 langfristig aus der Luft zu filtern das Pflanzen von neuen Wäldern? Meint ihr ich bekomme jetzt das Geld? 🙂

    • Ist mMn auch sinnvoller als jede aufwendige Filtertechnologie. Solche Filter kann man meinetwegen an Kraftwerke mit hoher CO2 Emission koppeln. Das CO2 aufwendig aus der Luft zu filtern, bei dem geringen Anteil (400 ppm bzw. 0,04%) halte ich für Wahnsinn.
      Tatsächlich sorgt der erhöhte CO2-Anteil für ein stärkeres Wachstum an Pflanzen. Das ganze reguliert sich also irgendwann von alleine, mit dem großen Problem, dass der Mensch für ein höheres Wachstum an CO2 in der Atmosphäre sorgt, als sich das Ökosystem anpassen kann.

  5. Grundsätzlich gibt es ja schon so einige Forschungsprojekte die sich genau damit befassen, z.b. das Zeug in Basaltsteinen einschließen, es quasi von Gas zu Kristall bringen.

    Aber schaden kann so eine Spendenenaktion nicht denke ich.

  6. Ich hätte da ne Idee: Alle Stellen, die wir in den letzten zwei Jahrzehnten für Windräder abgeholzt haben, wieder aufforsten. Wo kann ich das Geld abholen?!

    • zum einen ist das doch eine sehr sehr begrenzt kleine Fläche, zum zweiten würde ich darauf wetten dass es in D eh schon vorgeschrieben ist, für Windräder abgeholzte Flächen (oder alle anderen baulichen Anlagen von Straßen über Tesla Fabriken usw.) durch Ausgleichspflanzungen wieder aufzuforsten.
      Für so billige Polemik gibts also keine 100 Mio.

      • Problem wäre eher, dass selbst wenn die Fläche begrünt wird, nach spätestens sechs Monaten die Wirtschaftsliberalen und Industrieverbände rumnölen, warum die Gebiete nicht als Gewerbegebiete ausgeschrieben werden…oder „vernünftige Wohngebiete“ zur Attraktivitätssteigerung.
        Und anders als gegen Windräder kannst es dir als „Siedlung“ (aka. fünf Häuser, egal was für welche) abschmatzen, gegen Gewerbegebiete zu klagen.

        • Sorry Balle, aber das ist billige Polemik. Du weißt ganz genau, dass die Windmühlen Abstände zu besiedelten Flächen einhalten müssen, genau deshalb werden sie ja mitten ins Grüne gepflanzt, genau deshalb müssen ja ganze Wälder für sie weichen. Das sind keine Flächen, die in naher Zukunft als Baugebiet ausgewiesen werden würden.

          Ich bin auch kein Freund davon, die „grüne Wiese“ mit Gewerbegebieten zuzuknallen. Aber als Entschuldigung für Windmühlen mitten in der grünen Lunge ist das reichlich schwach.

          • Sie müssten nicht in „grüne Lunge“ geknallt werden, wenn sie nicht beinahe 2km Abstand zu „Siedlungen“ haben müssten, wobei das als fünf Hütten definiert ist…was auch zwei Häuser, zwei Garagen und eine Scheune sein kann.
            Versuch mal mit so einer Ansammlung an Hütten zu verhindern, dass dir der Boden unter’m Arsch für den Kohlebergbau weggebuddelt wird. Wie sich in NRW zeigt kannst das nämlich knicken, selbst wenn es gar keinen Grund zum Umsiedeln gibt.

            Also tu bitte nicht so, als ginge es in irgendeiner Form um Umwelt- oder Naturschutz…

          • Dein Argument ist also „wenn die Windräder nicht im Wald stünden, sondern neben der Siedlung, dann würden statt den Windrädern Gewerbegebiete gebaut“.

            Konjunktivus irrealis iVm Konjunktivus kristallkugel … überzeugt mich … nicht!

            Fakt ist, dass die Spargel mitten in den Wald rein- und die Wälder dafür abgeholzt werden. Und jetzt versuchs bitte mal mit einem Argument aus der realen Welt.

    • Du kannst die gesamt welt mit Bäumen zupflanzen und es würde nicht reichen. Zumal ein Baum eine endliche Sache ist und keine dauerhafte Lösung.

      • ähm nein im Gegenteil, die Photosynthese ist tatsächlich was dauerhaftes, im Gegensatz zu irgendwelchen „Einlagerungen“ von CO2. Der Sauerstoff wird freigegeben, der Kohlenstoff in lebendige Materie eingearbeitet … aber das kannst du alles wahlweise deinen Biologie- oder Chemielehrer fragen.

        Übrigens läuft die Photosynthese mit Solarenergie … davon sollte eigentlich jeder Umwelt-, Natur- und Klimaschützer träumen!

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