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In diesem neuen Format filme ich mich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit mit meiner Kamera und halte meine Gedanken zum Tage fest.

In dieser zehnten Folge geht es um das Thema: „Angst vor dem Tod“.

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12 KOMMENTARE

  1. Vor dem Tod, also dem Moment hab ich keine Angst.
    Vorm altern schon, wobei vor allem Angst geistig noch fit zu sein, aber sich nicht mehr bewegen und mitteilen zu können, quasi gefangen im eigenen Körper.

    Worüber ich aber immer mal nachdenken muss und mich auch gedanklich etwas hinein steigern kann, ist der Gedanke, dass dann alles für immer vorbei sein soll. Was ist dann? Nun bin ich nicht gläubig und joar die Antwort ist, es ist dann halt vorbei.
    Trotzdem macht mir dieser Punkt schon Angst, wenn ich darüber nachdenke, die quasi unausweichlich kommende Nicht-Existenz…für dann immer.

  2. Angst vor dem Tod? Nein, nicht wirklich. Nicht falsch verstehen, sterben will ich nicht aber dennoch habe ich keine Bedenken irgendwann den Löffel abzugeben. Vielleicht sogar im Gegenteil, dann werde ich endlich diese Tiniten (ist das das Plural von Tinitus? Wahrscheinlich) los. Am Ende jedoch ist der eigene Tod für einen selbst so ziemlich das Belangloseste was in unserer Existenz passiert. Am Ende interessiert es nur andere, egal ob sie uns gemocht haben oder nur an die Kohle wollen.

    Das mit deiner Mutter kann ich mehr als Nachvollziehen. Meine Mutter hat sich dieses Jahr Corona eingefangen, hab zwischendurch echt das Schlimmste befürchtet. In der Situation geht einem alles durch den Kopf, Emotions-Salat, wünscht man keinem. Hoffe sie ist noch eine weile da, gleiches wünsche ich dir bzw. deiner Mutti.

    Und zum Abschluss ein passendes Zitat von MP: “We come from nothing, we are going back to nothing. In the end what have we lost? Nothing!”

  3. Im Krankenhaus auf einer geriatrischen Station begleite ich „oft“ Leute beim sterben. Ich habe da natürlich eine bestimmte Sicht auf die Sache weil die Menschen die dort sterben in der Regel sehr krank sind.
    Meiner Erfahrung nach kriegt fast niemand bewusst seinen eigenen Tod mit. Man sagt, der sterbende Mensch „trübt ein“. Die Leute ziehen sich mehr und mehr in sich zurück, kriegen weniger und weniger von ihrer Umwelt mit, schlafen immer mehr und sind auch im Verlauf immer schwerer aufzuwecken. Das heißt, der Körper „regelt das schon selber“ das man nicht hellwach „verreckt“ und man spürt wie das eigene Herz aufhört zu schlagen oder ähnliches. Das ganze wird natürlich medikamentös begleitet und man kriegt Schmerzen und Angst damit sehr gut in den Griff.
    Du kannst die Körpersprache von Sterbenden (die sich nicht mehr verbal äußern) lesen um zu sehen, ob sie z.B. Schmerzen erleiden oder unruhig sind (Angst haben). Das ist natürlich keine 100%ige Methode, aber man entwickelt dafür schon mit der Zeit und Erfahrung ein gutes Gefühl. Man lernt die Menschen in solchen Situation sehr gut einzuschätzen. Das Leute bis zum Schluss richtig „kämpfen“ und unruhig gehen ist meiner Erfahrung nach sehr selten. Die meisten liegen schlafend da während sie immer größere Atempausen haben und irgendwann ganz aufhören zu atmen.
    Meiner Erfahrung nach scheint das Sterben für die Angehörigen die dabei sind oft schlimmer/schwerer zu sein als für den sterbenden selbst. Zum Beispiel hören die Angehörigen irgendwann den rasselnden/röchelnden Atem ihrer Mutter/ihres Vaters (weil der Schluckreflex irgendwann aussetzt und Sekret im Rachen nicht mehr abgeschluckt wird) und sind dann besorgt, dass derjenige dann nicht mehr genug Luft bekommt oder sich quält. Das ist fast nie der Fall und zu diesem Zeitpunkt ist man in der Regel schon so weit eingetrübt, dass man es selber ohnehin nicht mehr mitbekommt. Wenn man dann doch den Eindruck hat, dass der Mensch sich quält kann man mit Medikamenten helfen.

    Es gibt natürlich noch viel mehr zu dem Thema zu sagen. Ich wollte insgesamt nur die Angst vor dem Sterben evtl. etwas lindern oder eben das ganze aus meiner Sicht einordnen.
    Und abschließend will ich auch noch mal betonen das das ganze nur meine persönliche Erfahrung im Umgang mit Sterbenden ist und man sicherlich zu verschiedenen Aspekten eine andere Meinung haben kann.

  4. Vor dem zufälligen Tod hab ich selber keine Angst, wenn es passiert, passiert es halt.

    Wenn ich jetzt aber wüsste das ich zum Beispiel eine tödliche Krankheit hätte, die langsam und qualvoll Verläuft, dann würde ich alles machen um es so schnell wie möglich zu beenden. Da Beneide ich zum Beispiel jedes Land, was eine Aktive Sterbehilfe erlaubt.

    • Das denkt man immer dass man das so machen würde (ich auch). Wenn man dann aber immer wieder entsprechend kranke Leute (zum Beispiel bei mir im Krankenhaus) erlebt merkt man dass das fast niemand so handhabt. Ich denke mir wenn ich die „ganzen Dementen“ tgl. erlebe: „Sobald ich die ersten Anzeichen davon bei mir mitbekomme kommen ein paar schon bereit liegende Insulin-Pens zum Einsatz…“. In Wirklichkeit erlebe ich im Alltag, dass die Leute noch das meiste aus der Lebensqualität versuchen zu machen die ihnen in dem Moment noch bleibt.
      Unabhängig davon würde ich mir auch wünschen, dass Deutschland sich bei entsprechenden Themen an anderen Ländern orientieren würde.

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